Specials und Filmreihen

 

Kartenbestellung:

Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

Psychoanalyse und Film

Die Reihe ist eine Kooperation des 'Instituts für Psychoanalyse, Frankfurt'
der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) und des Mal Seh'n Kinos.
Im Anschluß an die Vorführung erfolgt jeweils eine psychoanalytische
Interpretation und Diskussion der Filme. Näheres über das Institut für
Psychoanalyse: dpg-frankfurt

BETHLEHEM – WENN DER FEIND DEIN BESTER FREUND IST

(OmU)

Von Yuval Adler, Israel / Belgien / Deutschland 2013, 99 Min.
Mit Sahdi Mar'i, Hisham Suliman, Tsahi Halevy,

Psychoanalytische Interpretation und Diskussion mit Dr. Norbert Spangenberg. In Kooperation mit der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft, Frankfurt.

Sanfur ist der jüngere Bruder des palästinensischen Milizionärs Ibrahim, der vom israelischen Militär gesucht wird. Bereits mit 15 Jahren wurde Sanfur vom Offizier Razi als Agent für den israelischen Geheimdienst rekrutiert und zwischen den beiden entwickelte sich eine Art Vater-Sohn-Beziehung. Doch Sanfur kann seinen Bruder Ibrahim nicht vergessen und gerät bald in einen Loyalitätskonflikt zwischen Razis Forderungen und der familiären Bindung zu seinem Bruder. Als der israelische Geheimdienst entdeckt, dass Sanfur immer noch Kontakt zu Ibrahim hält und in dessen Aktivitäten eingeweiht ist, hagelt es schwere Vorwürfe gegen den jungen Mann. Da Sanfur nun als unzuverlässig eingestuft wird, soll er bei einem Anschlag auf den gesuchten Ibrahim geopfert werden.

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Termine

Mi. 30.08., 20:00
Mi. 13.09., 20:00

FILM UND DISKUSSION

Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion

BILDER VOM FLO

Dokumentarfilm von Julian Vogel, Deutschland 2016, 98 Min.

Am So. 03.09. in Anwesenheit von Regisseur Julian Vogel

Wie machen wir uns ein Bild von einem Menschen, der nicht mehr da ist? Was passiert, wenn öffentliche und private Bilder kollidieren?
FLO war vieles: „Spät-68er“, Schauspieler, Fotograf, Radiojournalist, Kinderschutzbund- Geschäftsführer, Autor, Vater und Sohn. Und Schüler an der Odenwaldschule.? 2011 stirbt er unerwartet nachdem er von Konflikten aus seiner Vergangenheit eingeholt wurde. Flo war Schlagzeile. Er hinterlässt zwei Söhne, seine Frau und ein öffentliches Bild, das es Familie und Freunden schwer macht, mit seinem Tod abzuschließen. Drei Jahre später begibt sich sein Sohn MAX auf die Suche nach Antworten. Filmemacher Julian Vogel begleitet seinen besten Freund auf diesem Weg. Er führt durch Flos Bilder, seine Töne und die Erinnerungen seiner Wegbegleiter.

Ein Film über Familie, fragile Wahrheiten und die Grenzen der Loyalität.

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Termine

Fr. 01.09. bis So. 03.09., 15:30

THE END OF MEAT – EINE WELT OHNE FLEISCH

(teilweise englische OmU)

Von Marc Pierschel, Deutschland 2017, 96 Min.

Am Sa. 16.09. in Anwesenheit von Regisseur Marc Pierschel

In seiner Dokumentation „The End Of Meat” beschäftigt sich Regisseur Marc Pierschel mit der Frage, wie eine Gesellschaft ohne Fleischverzehr und der damit einhergehenden Ausbeutung von Tieren aussehen könnte. Dazu interviewt Pierschel Philosophen, Wissenschaftler, Künstler und Aktivisten und gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Ideen und Vorschläge darzulegen. Er trifft zwei Kanadier, die mit einem Hausschwein leben, trifft die Pioniere der veganen Revolution in Deutschland und reist in die erste vegetarische Stadt Indiens. Außerdem beschäftigt Pierschel sich mit einer Reihe Fragen, die geklärt werden müssen, bevor eine fleischfreie Gesellschaft Realität werden kann: Was tun mit den vielen Millionen Nutztieren, die auf der Welt leben? Wie wird künstliches Fleisch hergestellt? Wovon soll sich die Menschheit ernähren, wenn Fleisch als Lebensmittel wegfällt? Und wie hängen Ausbeutung und Unterdrückung von Tieren mit der Ausbeutung und Unterdrückung von Menschen zusammen?

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Termine

Do. 14.09. bis Fr. 15.09., 18:00
Sa. 16.09., 20:00
So. 17.09. bis Di. 26.09., 18:00

HOLZKIRCHEN IN RUMÄNIEN – BISERICI DE LEMN DIN ROMANIA

(rumänische OmU)

Dokumentarfilm von Kiki Vasilescu, Rumänien 2016, 50 Min.

In einzigartigen Luft- und Detailaufnahmen vermittelt sich die jahrhundertealte Bautradition der Holzkirchen in den waldreichen Bergen Rumäniens. Sie sind Zeugnisse einer bäuerlichen Handwerkskunst, die komplett auf Holz basiert (selbst die Nägel). Der Film zeigt die Ursprünge und Entwicklung dieser außergewöhnlichen Architektur und ihrer Innengestaltung, ihren Malereien und dekorativen Schnitzereien. Er verknüpft sie außerdem mit dem heutigen Leben in den umliegenden Ortschaften.

In Anwesenheit von  Kiki Vasilescu und Produzentin Cristina Iordache. In Kooperation mit CROM – Rumänische Gemeinde Rhein-Main e.V.

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Termine

Sa. 16.09., 14:00

IM INNEREN KREIS

Von Hannes Obens, und Claudia Morar, Deutschland 2017, 86 Min.

In den vergangenen Jahren flogen mehrere verdeckte Ermittlerinnen auf, die in Hamburg jahrelang in der linken Szene und rund um die „Rote Flora“ aktiv waren. In der Dokumentation wird aus unterschiedlichen Perspektiven darüber geredet. Dabei kommen sowohl Menschen zu Wort, die damals überwacht wurden, als auch diejenigen, die für den Einsatz der Ermittler zuständig waren.

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Mi. 06.09., 18:00

ERASERHEAD

(englische OmU)

Von David Lynch, USA 1977, 89 Min.
Mit Jack Nance, Charlotte Stewart, Allen Joseph

Der gutmütige, aber naive Drucker Henry Spencer gerät in einen Albtraum, als er in seiner trostlosen und von Industrie geprägten Heimat davon erfährt, dass seine Ex-Freundin Mary nach enorm kurzer Schwangerschaft ein Kind zur Welt gebracht hat. Durch die Schwangerschaft ist das Kind entstellt und missgebildet, mehr fremdartiges Wesen als Mensch. Trotzdem nehmen es Henry und Mary auf sich, das Kind großzuziehen. Doch Mary ist dem Druck nicht gewachsen. Sie läuft davon und lässt Henry mit dem unheimlichen Nachwuchs alleine. Als auch Henry zunehmend mit der Situation überfordert ist, droht ihm der mentale Zusammenbruch. Immer häufiger verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Vorstellung, schleichen sich immense Halluzinationen in seinen Alltag ein. Das Leben mit dem Kind wird für ihn zur Qual, bis er nur noch einen Ausweg sieht...

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Fr. 08.09., 24:00

MR. LONG

Von SABU, Japan / Taiwan / Hongkong / Deutschland 2017, 128 Min.
Mit Chang Chen, Yi Ti Yao, Run-yin Bai

Nachdem er seinen letzten Job in den Sand gesetzt hat, strandet der taiwanesische Auftragskiller Mr. Long in einer japanischen Vorstadt, wo ihm nur noch fünf Tage bleiben, um das Geld für seine Heimreise zusammenzukratzen. Hilfe erhält er aus ungeahnter Richtung: Der kleine Jun ist begeistert von den Kochkünsten des Fremden und weicht bald nicht mehr von dessen Seite – und auch alle anderen Bewohner des Städtchens können Longs kulinarischen Künsten nicht widerstehen, inklusive Juns Mutter Lily, die Prostituierte war und Junkie. Man stellt dem Neuen eine fahrbare Garküche zur Verfügung, damit er genug Kunden mit chinesischen Spezialitäten beglücken kann. Doch als seine Spur aufgenommen wird, dauert es nicht lange, bis sich Mr. Long wohl oder übel seiner Vergangenheit stellen muss…

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Mi. 20.09., 22:00
Mi. 27.09., 22:15

DIE WUNDE

(Xhosa OmU)

Von John Trengove, Südafrika / Deutschland / Niederlande / Frankreich 2016, 88 Min.
Mit Nakhane Touré, Bongile Mantsai, NIza Jay Ncoyini

Eastern Cape, Südafrika: Der einsame Fabrikarbeiter Xolani nimmt sich eine Auszeit von seinem Job, um als Helfer das jährliche Beschneidungsritual der Xhosa zu begleiten, das den Übergang zum Mannesalter markiert. In einem abgelegenen Berglager, zu dem Frauen keinen Zutritt haben, kommen die jungen Männer wieder zu Kräften. Bemalt mit weißer Farbe, erlernen sie die Männlichkeitscodes ihrer Kultur. In dieser von Machismo und Aggressionen geprägten Umgebung kümmert sich Xolani um den aufsässigen Kwanda aus Johannesburg, der schnell hinter dessen bestgehütetes Geheimnis kommt: Xolani liebt einen anderen Mann.
Bereits in seinem Kurzfilm Ibhokhwe widmete sich der südafrikanische Regisseur John Trengove dem Thema männliche Beschneidung. Dieses und andere Mannbarkeitsrituale greift er in seinem ersten Spielfilm wieder auf. Die Spannung, die sich während des Films unaufhaltsam aufbaut, rührt einerseits von dem jungen Kwanda her, der die patriarchalen Normen der Initiation zunehmend infrage stellt, und andererseits von der inneren Krise, die Xolani durchlebt. Er muss sich entscheiden zwischen der traditionellen Welt, die er kennt, und seiner eigenen Selbstverwirklichung.

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Mi. 23.08., 20:00

HERZSTEIN – HJARTASTEINN

(isländische OmU)

Von Gudmundur Arnar Gudmundsson, Island / Dänemark 2017, 129 Min.
Mit Baldur Einarsson, Blær Hinriksson, Søren Malling

Thor und Kristján leben in Borgarfjörður Eystri, einem abgelegenen Fischerdörfchen in Island, und sind beste Freunde. Weil Zuhause meistens dicke Luft herrscht - Thor muss sich mit seinen älteren Schwestern herumärgern, Kristján mit seinem ständig betrunkenen Vater - sind die Jungs am liebsten draußen unterwegs. Sie vertreiben sich die Zeit beim Fischefangen und beim Rumhängen auf dem Schrottplatz. Als sich Thor in die hübsche Beta verknallt, hilft Kristján ihm natürlich, dem Mädchen näher zu kommen. Doch allmählich muss sich Kristján eingestehen, dass seine Zuneigung zu Thor mehr als nur Freundschaft ist. In dem kleinen Dorf, in dem nichts lange geheim bleibt und Schwulsein noch etwas Ungeheuerliches hat, stellt das die Beziehung der beiden Jungs auf eine harte Probe...

Der isländische Regisseur Guðmundur Arnar Guðmundsson wurde für seine Kurzfilme weltweit auf Festivals gefeiert und mit über 50 Preisen ausgezeichnet. In seinem Langfilmdebüt HERZSTEIN erzählt er von der innigen Kameradschaft zweier Jungen und vom sexuellen Erwachen, das die Freunde in unterschiedliche Richtungen führt. Die Weite der isländischen Natur, die der norwegische Kameramann Sturla Brandth Grøvlen ("Victoria") mit atemberaubenden Bildern einfängt, ist ein Fluchtraum für die Jugendlichen vor der reglementierten Welt der Erwachsenen, aber auch ein Abbild von Kristjáns Isolation. Für sein vielschichtiges Porträt einer unbändigen und zugleich schwer verletzlichen Freundschaft wurde Guðmundsson in Venedig mit dem Queer Lion geehrt.

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Termine

Mi. 20.09., 20:00