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AB 04.05.2017

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

GIMME DANGER

(englische OmU)

Von Jim Jarmusch, USA 2016, 108 Min.
Mit Iggy Pop, Ron Asheton, Scott Asheton

Dokumentation von Regisseur Jim Jarmusch über Iggy Pop und dessen legendäre Punkband The Stooges. Jarmusch spart dabei Iggy Pops erfolgreiche Solokarriere in den frühen 1960er-Jahren aus und konzentriert sich zunächst voll und ganz auf die Zeit mit den Stooges ab 1968. Jarmusch zeigt den Aufstieg und frühen Fall der Punkband, deren Musik damals noch weitgehend ignoriert wurde, und vollführt dann einen Zeitsprung in das Jahr 2003. Damals fanden die Stooges nach längerer Pause wieder zusammen. Ein letzter thematischer Schwerpunkt liegt auf dem Jahr 2010, als die Stooges schließlich in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurden. Jarmusch vermengt in „Gimme Danger“ Interviews mit Iggy Pop, Gitarrist James Williamson und anderen Zeitzeugen mit Konzertmitschnitten, Grafiken und sogar einigen kurzen animierten Sequenzen.

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Mo. 01.05. bis Mi. 10.05., 21:45

TROCKENSCHWIMMEN

Von Susanne Kim, Deutschland 2016, 77 Min

Am Mo. 08.05. in Anwesenheit von Regisseurin Susanne Kim

In einer Schwimmhalle irgendwo in Deutschland wird ein ganz besonderer Schwimmkurs gegeben. Denn die Teilnehmer, die endlich lernen wollen sich ohne Hilfsmittel im kühlen Nass fortzubewegen, sind nicht etwa Kinder – sondern Senioren jenseits des 65. Lebensjahres. Sie alle wollen endlich können, was für die meisten Menschen seit der Kindheit zu den selbstverständlichsten Fähigkeiten gehört, über die sie verfügen. Dabei bringt jeder von den Schwimmnovizen eine eigene Lebensgeschichte mit: Von der Hausfrau bis hin zum Segler sind die verschiedensten Persönlichkeiten dabei. Für ihren Dokumentarfilm „Trockenschwimmen“ begleitete Regisseurin Susanne Kim unter anderem Manfred, Monika, Cevat, und Eun-Sook bei ihren ersten Versuchen und fing dabei ihre Ängste, aber auch ihre Suche nach Glück und Zufriedenheit ein.

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Do. 04.05. bis Mi. 10.05., 18:00
So. 14.05., 12:30

SIEBZEHN

Von Monja Art, Österreich 2016, 104 Min.
Mit Elisabeht Wabitsch, Anaelle Dészy Alexandra Schmid

In einem kleinen Dorf in Niederösterreich stehen die Sommerferien kurz bevor, doch noch fährt die 17-jährige Paula, die gemeinsam mit ihrer älteren Schwester bei ihrem Vater lebt, jeden Tag mit dem Bus zur Schule. Bei der Fahrt mit ihren besten Freunden Marvin und Kathrin tauschen die drei jede Menge Klatsch und Tratsch aus und reden aber vor allem auch über Liebe und Sex – Themen, die für alle drei von großer Bedeutung sind. Paula etwa ist in ihre Mitschülerin Charlotte verliebt, die allerdings einen festen Freund hat. Die unentschlossene Paula wagt sich daher an eine Beziehung mit einem anderen Mitschüler, während sie gleichzeitig von der ebenso verführerischen wie rücksichtslosen Lilli als Objekt der Begierde auserkoren wurde…

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Do. 04.05. bis Di. 09.05., 19:45

ERBARME DICH! DIE MATTHÄUS PASSION

(niederländische OmU)

Von Ramon Gieling, Niederlande 2015, 98 Min.

Eine Erkundung der profunden Wirkung von Bachs Matthäus-Passion, einer Musik die berührt, auch wenn man die spezifische Glaubenserfahrung nicht teilt. Die Aufführung in einer verfallenen Amsterdamer Kirche unter der musikalischen Leitung des Dirigenten Pieter van Leusink und der Mitwirkung des Obdachlosenchors „De Straatklinkers“ wird ergänzt von Aussagen Beteiligter und Bildern, die an holländische Malerei erinnert.

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So. 07.05., 12:00

ICH. DU. INKLUSION – WENN ANSPRUCH AUF WIRKLICHKEIT TRIFFT

Von Thomas Binn, Deutschland 2016, 95 Min.

Im Sommer 2014 trat eine Gesetzesänderung in Kraft, dank derer Kinder mit Unterstützungsbedarf einen Rechtsanspruch darauf haben, genau wie alle anderen Schülern an den Regelschulen unterrichtet zu werden. In der Folge wurden zahlreiche Förderschulen geschlossen und die regulären Schulen sollten durch strukturelle Änderungen die nötigen Ressourcen bekommen, um auch Kinder mit Unterstützungsbedarf adäquat betreuen zu können. Doch im Gespräch mit beteiligten Eltern, Lehrern und Erziehern offenbart sich schnell, dass auch zwei Jahre nach Inkrafttreten der Gesetzesänderung noch viele Fragen offen und viele Probleme ungelöst sind – stattdessen schieben sich die Beteiligten gegenseitig die Schuld zu oder finden, die Politik sei für die Misere verantwortlich. Thomas Binn begleitet in seinem Dokumentarfilm „Ich. Du. Inklusion.“ fünf Grundschüler mit und ohne Unterstützungsbedarf über eine Zeitraum von zweieinhalb Jahren.

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So. 07.05., 14:00
So. 14.05., 14:00

DAS NEST

(portugisische OmU)

Eine Mini-Serie in vier Teilen von Filipe Matzembacher & Marcio Reolon, Brasilien 2016, 4 x 26 Min.
Mit Nicolas Vargas, Sophia Starosta, Lucas Riedl, Felipe Paes, Guilherme Bassan

Der junge Soldat Bruno desertiert von seiner Truppe, um in der brasilianischen Metropole Porto Alegre nach seinem verschollenen Bruder Leo zu suchen, den er jahrelang nicht gesehen hat. Von Leo fehlt scheinbar jede Spur, doch Bruno lernt dessen Freunde kennen: die Barfrau Stella, die Party-Kids Iggy, Ariel und Kin und deren "Generalin", die Club-Besitzerin und Drag-Queen Marlene. Bruno lässt sich immer mehr auf das wilde Treiben der Gang ein, auf sexuelle Experimente und lustvolle Exzesse, aber auch auf die merkwürdige Geborgenheit, die ihm seine neuen Freunde geben. Allmählich beginnt Bruno die Welt mit Leos Augen zu sehen. Dabei ist er seinem Bruder dichter auf den Fersen, als er glaubt.

Filipe Matzembacher und Marcio Reolon sorgten bereits auf der Berlinale 2015 für Aufsehen, wo ihr romantisch-verwegenes Road-Movie "Beira-mar" vom Publikum gefeiert wurde. In ihrer innovativen vierteiligen Mini-Serie "Das Nest" erzählen die beiden jungen brasilianischen Regisseure mit fabelhaft unkonventionellen Laiendarster_innen und in kraftvoll leuchtenden Bildern von einer berührenden Brudersuche, die unverhofft zu neuen Freiheiten führt, und vom subversiven Entwurf einer alternativen Familie, die keine Formen der Ausgrenzung mehr kennt. Eine durch und durch queere Serie, die uns neidvoll auf das brasilianische Fernsehen blicken lässt, wo "Das Nest" nach einer überaus erfolgreichen Festivaltour im Sommer 2016 auch einem landesweiten Publikum präsentiert wurde.

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Mi. 10.05., 19:45

BERLIN REBEL HIGH SCHOOL

Dokumentarfilm von Alexander Kleider, Deutschland 2016, 97 Min.

Wenn es um das Bildungs- und Schulsystem geht, klingeln in Deutschland die Alarmglocken. Viele Eltern und Schüler sind frustriert und die Lehrer nur noch erschöpft. Doch in einem Berliner Hinterhof wird schon seit 1973 eine kleine Utopie gelebt, wird sich erfolgreich gegen das vorherrschende System behauptet: Die Schule für Erwachsenenbildung (SFE) ist eine Schule ohne Rektor und Noten. Stattdessen verwalten die Schüler ihre Ausbildung selbst, bezahlen ihre Lehrer aus eigener Tasche und stimmen über alle organisatorischen Fragen ab. Im Dokumentarfilm „Berlin Rebel High School“ von Alexander Kleider werden Alex, Lena und Hanil begleitet, die aus unterschiedlichen Teilen Deutschlands kommen und mehrfache Schulabbrecher sind – und die an einem Ort ohne Mobbing und überhöhten Leistungsdruck endlich das Abitur schaffen wollen.

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Do. 11.05. bis Di. 16.05., 18:00
Mi. 17.05., 17:30
So. 21.05., 14:00
So. 28.05., 14:00

EIN TAG WIE KEIN ANDERER - SHAVUA VE YOM

(hebräische OmU)

Von Asaph Polonsky, Israel 2016, 98 Min.
Mit Shai Avivi, Evgenia Dodina, Tomer Kapon

Nach dem Tod seines 25-jährigen Sohnes trauert Eyal traditionsgemäß eine Woche lang, um den Verlust zu verarbeiten. Als er das jüdische Trauerritual Shiva absolviert hat, soll er sich auf Drängen seiner Frau Vicky, die möglichst schnell zum gewohnten Alltag zurückkehren möchte, wieder seiner täglichen Routine widmen. Doch Eyal hat etwas anderes im Sinn. Anstatt zu machen, was er schon immer tat, anstatt in alte Muster zu verfallen, freundet sich mit seinem jungen Nachbarn Zooler an. Die beiden verbringen einen unvergesslichen Tag miteinander, an dem sich eine skurrile Situation an die nächste reiht. Während eines Rausches erkennt Eyal, dass es noch so viel mehr im Leben gibt, das es zu entdecken gilt. Gemeinsam mit Zooler findet er einen Weg, seine Trauer zu bewältigen…

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Do. 11.05. bis Di. 16.05., 20:00
Mi. 17.05., 22:00
So. 21.05., 12:00
So. 28.05., 12:00

DENK ICH AN DEUTSCHLAND IN DER NACHT

Von Romuald Karmakar, Deutschland 2017, 100 Min.
Mit Ricardo Villalobos, Sonja Moonear, Ata, Roman Flügel, David Moufang/Move D

Dokumentation über deutsche elektronische Musik, in der sich fünf DJs und Musiker über ihre Arbeit im Studio, im Club und auf der Bühne äußern, von ihrem musikalischen Werdegang und von ihrem Blick auf das Genre erzählen. Sie alle sind Pioniere einer Kunst, die sich seit den Neunzigern so stark ausdifferenziert hat, dass kaum jemand alle Stile überblickt. Zwischen die Reflexionen seiner Interviewpartner streut Regisseur Romuald Karmakar Aufnahmen von leeren Clubs bei Tage ein, von vollen Tanzflächen bei Nacht, von der Umgebung der Musikstudios und von der DJ-Arbeit zuhause, die still passiert, fernab der zuckenden Menge. Karmakar hat dabei nicht den Anspruch, die Elektromusik in ihrer Gesamtheit zu zeigen. Er liefert Ausschnitte, in denen die Bilder und Protagnisten für sich sprechen sollen.

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Termine

Do. 11.05. bis Di. 16.05., 22:00
Do. 18.05. bis Di. 23.05., 22:00
Mo. 29.05. bis Mi. 31.05., 22:00

HUNGERJAHRE

von Jutta Brückner, BRD 1980, 114 Min.
Mit Britta Pohland, Sylvia Ulrich, Claus Jurichs, David Ismail, Helga Lehner-Madin

In Anwesenheit von Jutta Brückner
Im Anschluss an die Vorführung Gespräch mit der Regisseurin und Jan Wetzel vom Filmfestival Spectrale, Moderation Heide Schlüpmann

Wie drückt man aus, wofür es keine Sprache gibt: stummes Leid und blockierte Hoffnung, verdrängte Vergangenheit und niederdrückende Verhältnisse, die Scham vor dem Körper und das Schweigen der Mutter? Wie findet man Bilder für das, was unsichtbar bleibt: innere Wut, Unsicherheit beim Blick in den Spiegel, exzessives Essen mit folgendem Erbrechen, das Tabu über dem elterlichen Schlafzimmer? Was verbindet die Geschichte der Gesellschaft mit der des Körpers? Und wie kann man innen und außen zugleich leben?

Ursula Scheuner wächst in den fünfziger Jahren mitten im Wirtschaftswunder auf. Eigenheim und Einbauschrank lassen die jüngste Vergangenheit vergessen und entschädigen für die freudlose Enge der Kleinfamilie. In der Schule wird nicht zu viel gefragt und draußen wird wieder aufgerüstet. Während die ersten Miss-Wahlen stattfinden und bierselige Männerlustigkeit Zoten verbreitet, steht die erste Regelblutung unter dem Tabu, gehütet durch die Mutter. Unter ihrem furchtsamen Blick gedeiht die Angst vor dem Körper, dem fremden wie dem fremd gewordenen eigenen. In den versteinerten Verhältnissen muss der Versuch scheitern, mit dem Erwachsenwerden einen eigenen Platz in der Welt zu finden. An äußere wie innere Grenzen stoßend, richtet Ursula ihre namenlose Wut gegen sich selbst. Die Selbstverletzung wird zum letztmöglichen Akt des Widerstands. Am Ende steht der radikale Bruch.

Als „subjektive Trauerarbeit einer Tochter“ ist Jutta Brückners erster Spielfilm ein individueller Blick zurück, der ähnlich feministischer Erinnerungsarbeit zugleich das Allgemeine im Besonderen freilegt. Dabei macht er eine (nicht nur) weibliche Lebenswirklichkeit  vor den kollektiven Ausbruchsversuchen durch Frauenbewegung und Neue Linke sichtbar. Was sich seitdem geändert hat und was vielleicht auch nicht, wo sich Distanz herstellt und inwiefern der Film auch heutige Erfahrungen und stummes Leid sichtbar machen kann, möchten wir im Anschluss besprechen.

Jutta Brückner
Geboren in Düsseldorf, lebt in Berlin. Studium der Politischen Wissenschaften, Geschichte und Philosophie, Promotion 1973. Ab 1972 Drehbuchautorin für TV-Serien und Kinofilme, so als Ko-Autorin für Volker Schlöndorff und Ulla Stöckl. Autorin und Regisseurin von Dokumentar-, Essay- und Spielfilmen: u.a. „Tue recht und scheue niemand“, „Hungerjahre“, „Ein Blick – und die Liebe bricht aus“, „Kolossale Liebe“, „Hitlerkantate“. Daneben filmtheoretische Texte, Filmkritiken. Hörspiele, Essays, Theatertexte und Bücher. Video- und Theaterperformances: „Bräute des Nichts“ und „Im Zwischenreich der Geister“. 1984 bis 2006 Professorin für narrativen Film an der Hochschule der Künste Berlin (heute UdK); Mitglied der Akademie der Künste Berlin und Direktorin der Sektion Film- und Medienkunst bis 2015.

Ihre Filme wurden vielfach national (Preis der deutschen Filmkritik, Film des Monats der Evangelischen Filmarbeit) und international (Preis der Internationalen Filmkritik) ausgezeichnet. Für ihr Gesamtwerk erhielt sie den „Tribute for Outstanding Achievement in the Art of Film“ des Festivals von Denver.

Die Veranstaltung nimmt die Filmreihe der Kinothek Asta Nielsen Männer zeigen Filme und Frauen ihre Brüste im Rahmen von "Respekt. Stoppt Sexismus!“ des Frauenreferats der Stadt Frankfurt am Main wieder auf.

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Mi. 17.05., 19:30

BEUYS

Von Andres Veiel, Deutschland 2016, 107 Min.
Mit Joseph Beuys

Er erklärte einem toten Hasen, was es mit den Bildern an der Wand auf sich hat und pflanzte in Kassel 7.000 Eichen neben einen Stein: Kunst diente dem deutschen Aktionskünstler, Bildhauer und Zeichner Joseph Beuys vor allem dazu, durch die Provokation ins Gespräch mit anderen Menschen zu kommen. Regisseur Andres Veiel geht es in seinem Dokumentarfilm nicht darum, die Werke von Beuys, der mit Andy Warhol zu den wichtigsten Aktionskünstlern des 20. Jahrhunderts gehört, umfassend zu interpretieren. Er lässt den Künstler, 1986 mit 64 Jahren verstorben, in Bild- und Tondokumenten sprechen und montiert Erklärungen von Menschen dazu, die Beuys kannten. Dabei wird deutlich, dass der auch ein politischer Mensch war. Als Mitglied der Grünen allerdings blieb er ein Außenseiter, der sich mit seinen antikapitalistischen Zielen nicht durchsetzen konnte.

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Do. 18.05. bis Mi. 24.05., 17:45
Mo. 29.05. bis Mi. 31.05., 17:45

NOCTURAMA

(französische OmU)

Von Bertrand Bonello, Frankreich / Deutschland / Belgien 2016, 130 Min.
Mit Finnegan Oldfield, Vincent Rottiers, Hamza Meziani

Eine Gruppe von jungen Leuten zieht durch Paris, erst in der U-Bahn, dann durch die Straßen der Stadt. Dabei nehmen sie verschiedene Orte unter die Lupe, werfen einen Blick in Bürogebäude und platzieren hier und da verdächtig aussehende Pakete. Was die buntgemischte Truppe – unter anderem bestehend aus einer Studentin, einigen Jugendlichen aus der Vorstadt und einem 30-jährigen Arbeitslosen – da genau treibt, ist unklar, offenbar kennen sich die verschiedenen Personen jedoch. Einige Zeit später treffen die jungen Leute einer nach dem anderen in einem Einkaufszentrum ein und verstecken sich dort. Erst als auch der letzte Kunde das Kaufhaus verlassen hat, kommen sie aus ihren Verstecken und feiern in dem jetzt leerstehenden Geschäften nach Lust und Laune. Und auch jetzt wird erst klar, was sie zuvor in der Stadt gemacht haben: Die verdächtigen Pakete waren offenbar Bomben…

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Do. 18.05. bis Mi. 24.05., 19:45
Mo. 29.05. bis Mi. 31.05., 19:45

ROSA AIELLO VIDEOKUNSTPROGRAMM

Von Rosa Aiello, Deutschland 2014-2016

Visuelle Erkundungen häuslichen Innenlebens - Digitale Einbrüche in die Komfortzone.
FIRST PERSON LEAKY (2014),
SERVING (2015),
A RIVER IN IT (2015),
TEMPER (2016) 
Anschließend Finissage SCHAUT!-Ausstellung „27 SEASONS“   Rosa Aiello ist anwesend

Rosa Aiello (*1987), in Kanada geborene und in Frankfurt lebende Videokünstlerin, hat ihren Master in Literatur und Philosophie an der Oxford Universität gemacht und an der Hochschule für Bildende Künste Frankfurt (Städel) bei Peter Fischli studiert. Ihr Interesse an Formen von Unendlichkeit, Chaos und komplexen Systemen und deren Repräsentation in narrativen Strukturen hat sie zur digitalen Animation geführt. In 27 SEASONS durchforscht sie spielerisch die Außenansicht eines Wohnhauses mit umgebender Vegetation und führt sie an die Grenzen seiner realistischen Abbildbarkeit bis hin zur graphischen Textur: Man weiß nie genau, was ist natürlich, was künstlich. Das Dach des Hauses tritt in seiner schützenden, aber auch trennenden Funktion in Erscheinung, während die häusliche Innenwelt über Geräuschmontagen nach außen dringt. Worte wiederum schaffen neue gedankliche Räume, Wetter- und Lichtphänomene, Pflanzenfarben oder Tierbewegungen wechseln im Zehntelsekundentakt.
 

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Termine

Sa. 20.05., 14:00