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AB 27.03.2019

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

MEMORY GAMES

(OmeU)

Von Janet Tobias und Claus Wehlisch, Deutschland / USA / Schweden 2018, 85 Min.

12. LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
Wie merkt man sich bloß 50-stellige Zahlenkombinationen, wenn den meisten Menschen ja schon das Behalten von Namen große Probleme bereitet?
Durch den Einsatz von Animation taucht der Dokumentarfilm „Memory Games“ in die Köpfe von hochintelligenten Erinnerungsathlet*innen ein und macht so  uf magische Weise das Unsichtbare sichtbar. Genies aus Deutschland, Schweden und den USA werden auf ihrem Weg zur Weltmeisterschaft begleitet und zeigen uns, wozu das menschliche Gedächtnis im Stande zu sein scheint.

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Mi. 27.03., 17:45

DIE MASKE – TWARZ

(OmU: polnisch, rumänisch, Latein, englisch)

Von Malgorzata Szumowska, Polen 2018, 91 Min.
Mit Mateusz Kosciukiewicz, Agnieszka Podsiadlik, Malgorzata Gorol

Die Bewohner des polnischen Dorfes ?wiebodzin haben zusammengelegt, um von ihren Spenden eine 36 Meter hohe Christus-König-Statue aus Beton bauen zu lassen. Doch noch während der Bauarbeiten kommt es zu einem Unfall: Der Metal-Fan Jacek stürzt versehentlich in den zu dem Zeitpunkt noch hohlen Sockel der Statue. Jacek überlebt den Sturz zwar knapp, wird aber so schwer verletzt, dass er eine Gesichtstransplantation benötigt. Mit dem Gesicht eines Toten, das ihm bei der Operation aufgesetzt wird, ist Jacek zwar zunächst einiges an medialer Aufmerksamkeit gegönnt, doch die Transplantation birgt auch ihre Schattenseiten: Von den Kindern des Dorfes wird er als Schweinsgesicht verspottet, seine Verlobte Dagmara erträgt seinen Anblick nicht mehr und selbst seine eigene Mutter hält ihn für ein Monster und will ihn exorzieren lassen…

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Mi. 27.03., 22:00

LAMPENFIEBER

Von Alice Agneskirchner, Deutschland 2018, 96 Min.

In ihrem Dokumentarfilm „Lampenfieber“ begleitet Alice Agneskirchner fünf Kinder während der Entstehung des neuen Kinderstücks „Von Zeit zu Zeit” des Friedrichstadt-Palasts. Angefangen bei den Castings über die Proben bis hin zu der großen Premiere vor 2.000 Zuschauern, erleben die kleinen Darsteller ein aufregendes Jahr. Bei den Proben lernen sie schon früh, mit Rückschlagen umzugehen, doch die Erfolge entschädigen sie wieder. Schließlich wird hingefiebert auf die Besetzungen: Wer bekommt die Hauptrollen? Bin ich dabei? Natürlich entwickelt sich zwischen den Kindern ein Konkurrenzverhalten, doch das ist die Ausnahme, denn bei so einem Projekt entstehen weitaus mehr Freundschaften. Alice Agneskirchner begleitet die Kinder nicht nur bei ihrer Arbeit im Friedrichstadt-Palast, sondern auch zu Hause und in der Schule. So zeigt sie die persönlichen Entwicklungen der Kinder, ihre Träume, Ängste, die Konflikte mit den Eltern und den Wahnsinn der Pubertät. Obwohl die Kinder unterschiedlicher nicht sein könnten, teilen sie alle die Leidenschaft für die Bühne. So können sie im Friedrichstadt-Palast gemeinsam ihren Traum verwirklichen.

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Do. 28.03. bis So. 31.03., 18:00
Mo. 01.04. bis Di. 02.04., 20:00

THE WATSON’S HOTEL

(OmeU)

Von Ragunath Vasudeyan, Nathaniel Knop und Peter Rippl, Deutschland 2018, 81 Min.

12. LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
Gemeinsam mit den heutigen Bewohnerinnen und Bewohnern des baufälligen Gebäudes spüren drei Frankfurter Filmemacher der Geschichte eines Orts nach, der wie wahrscheinlich kein anderer Film- und Kolonialgeschichte vereint.
Am 7. Juli 1896 kündigte die Bombay Gazette eine Sensation an. Die Brüder Lumière stellen ihren Kinematographen zum ersten Mal in Indien vor. Ort der Veranstaltung: The Watson’s Hotel, Mumbai. In diesem Gebäude entspringt an einem Dienstagabend der Beginn der indischen Film- und Kinogeschichte. Doch die Veranstaltung, wie auch das Hotel selbst, ist für „whites only“ – Kinogeschichte meets Kolonialgeschichte. Heute ist das Gebäude als „Esplanade Mansion“ bekannt und steht unter Denkmalschutz. Das Geld für die dringend nötigen Renovierungsarbeiten fehlt. Ein riesiges Problem für die Menschen, die inzwischen darin leben und arbeiten - als Anwalt, als Reinigungskraft oder als Familie.
Gemeinsam mit ihnen tauchen die Frankfurter Filmemacher Ragunath Vasudevan, Nathaniel Knop und Peter Rippl in die Gegenwart dieses Gebäudes ein und spüren darin seiner Geschichte nach. The Watson’s Hotel wurde unterstützt von HessenFilm und Medien.
Peter Rippl ist ein altbekannter LICHTER-Gast, viele seiner Filme wurden in den letzten Jahren bei uns gezeigt und ausgezeichnet. 2018 Jahr war er Teil der Jury „Bester Regionaler Kurzfilm“. Wir freuen uns, ihn dieses Jahr wieder mit einem Filmbeitrag begrüßen zu dürfen.
Auch Nathaniel Knop war bereits 2017 mit einem Film zu Gast bei LICHTER – welcome back!

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Do. 28.03., 20:00

TARDE PARA MORIR JOVEN ( TOO LATE TO DIE YOUNG)

(spanische OmeU)

Von Dominga Sotomayor Castillo, Argentinien / Brasilien / Chile / Niederlande / Qatar 2018, 110 Min.
Mit Demian Hernández, Antar Machado, Magdalena Tótoro, Matías Oviedo, Andrés Aliaga, Antonia Zegers

12. LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
1990 in Chile – weit weg von der Stadt haben sich einige Künstler*innen und Intellektuelle mit ihren Familien an den Rand der Anden, in einen Wald, zurückgezogen. Hier genießen sie die neu gewonnene Freiheit. Das laissez-faire Dasein lässt den Kindern und Jugendlichen den Freiraum, ihren Weg selbst zu suchen.
In sonnengebadeten Bildern folgen wir den Ängsten, Freuden und Enttäuschungen des Erwachsenwerdens von Sofia und Lucas. Außer der eigenen, überbordenden Gefühlswelt macht Sofia natürlich noch die Abgeschiedenheit des Ortes zu schaffen. Viel lieber würde sie bei ihrer Mutter in der Stadt wohnen. Obwohl – da ist ja noch der unbekannte Nachbar, der ihr so gefällt. In Vorbereitung auf das Silvesterfest ist es die bestechende, intensive Atmosphäre in den zarten, frustrierenden oder verliebten Momenten des Films, die uns selbst wieder die Gefühlspalette der Pubertät spüren lassen.
Dominga Sotomayor erhielt beim Locarno Filmfestival 2019 als erste Frau überhaupt den Preis für die Beste Regie.

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Do. 28.03., 22:00

ERDE

(OmeU)

Von Nikolaus Geyrhalter, Österreich 2019, 115 Min.

12. LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
Der Mensch bewegt die Erde. Mit Schaufeln, Baggern und Dynamit ist er zu einem geologischen Faktor geworden und hat sich den Planeten zu seinem Untertan gemacht. Während am Brenner schweres Gerät einen Tunnel durch das „Fleisch des Berges“ treibt, verschwindet in den Marmorsteinbrüchen im italienischen Carrara ein ganzes Gebirge. Nur noch selten lässt der Mensch im Kampf der Maschine gegen die Natur seine Überlegenheit in Demut münden.
Nikolaus Geyrhalter hat der Großbaustelle ein Denkmal gesetzt. In seiner neuen Dokumentation, die bei der Berlinale den Preis der Ökumenischen Jury erhielt, blickt er in die offenen Wunden der Erdkruste und beobachtet Maschinen in Minen und Steinbrüchen bei ihrer unermüdlichen Arbeit, um an die Bodenschätze zu gelangen, die unsere Lebensgrundlage darstellen, doch allzu selten unsere Wertschätzung finden. 

Pressestimmen: „Geyrhalter proves again that he is a unique figure in world cinema.“ (Peter Bradshaw // Guardian // https://www.theguardian.com/film/2019/feb/08/earth-review-an-eco-documentary-with-eerie-and-scalp-tingling-landscapes-berlin-film-festival)

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Fr. 29.03., 20:00

KAHLSCHLAG

Von Max Gleschinski, Deutschland 2018, 97 Min.

12. LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
„Weißt du warum ich den Wald so liebe? Hier ist alles ausgeglichen. Aber bei den Menschen, also bei dir und mir, da ist irgendwie alles scheiße, oder?” Seit ihrer Kindheit sind die beiden Freunde Eric und Martin in die gleiche Frau verliebt. Heute – 20 Jahre später – lebt Martin mit Frenni in einem beschaulichen Einfamilienhaus. Nachdem Frenni sich für Martin entschieden hat, steht Eric Jahre später wieder vor der Tür, um sich mit Martin auszusprechen.
Kahlschlag behandelt den altbekannten Stoff von Liebe, Eifersucht und Gewalt mit neuen Bildern und neuer Intensität. Das Aufeinandertreffen der beiden Männer im Wald lässt die geordnete und zivilisierte Fassade schnell aufbrechen. Untermalt von eindringlicher Musik und erzählt über mehrere Zeitebenen hinweg, schafft Max Gleschinski ein komplexes Gefüge menschlicher Beziehungen und Emotionen, dem man sich nicht entziehen kann.
Ausgezeichnet mit dem „Förderpreis Neues Deutsches Kino“ bei den Hofer Filmtagen 2018

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Fr. 29.03., 22:30

MEMORIES OF MY BODY

(OmeU)

Von Garin Nugroho, Indonesien 2018, 105 Min.

12. LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
Memories of My Body ist eine herzergreifende Kritik an der unnatürlichen Trennung von Männlichkeit und Weiblichkeit sowie poetischer Appell, den eigenen Körper lieben zu lernen.
Als Junge schon wird Juno von seinem Vater im Dorf zurückgelassen. Nun ganz auf sich gestellt, wird er im traditionellen Lengger-Tanz geschult, in dem Männer in Auftreten und Bewegungen ihre feminine Seite hervorkehren. Sinnlichkeit und Erotik, die in der Körperlichkeit des Tanzes mehr als präsent sind, werden im aufgeladenen sozialen und politischen Klima Indonesiens schnell zur Angriffsfläche. Juno ist gezwungen ein Vagabundenleben zu führen.
Obwohl er auf seinem Weg viel Aufmerksamkeit und Liebe erfährt, muss er sich dem Schlachtfeld, das sein Körper im Zuge all dieser Spannungen zu werden droht, ganz alleine stellen. Lust und Emotionen schreiben sich in seinen Körper ein, wie auch alle Gewalt, die ihm widerfährt.

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Sa. 30.03., 20:00

INTERNATIONALE KURZFILME NATUR

Regie: Stephanie Lansaque, François Leroy, Rati Tsiteladze, Nazl? Dinçel, Martina Scarpelli, Michaël Soyez, Sylvia Schedelbauer, Alison Snowden, David Fine, Kurzfilme, F/GEO/AR/USA/DK/D/CDN 2018-2019, Dauer: 103 min

12. LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
Kurzfilm trifft Jahresthema. Das verspricht bildgewaltige Unterhaltung, die zum Nachdenken anregt.

'CADAVRE EXQUIS’
Deutschlandpremiere
Von Stephanie Lansaque, François Leroy, Frankreich 2018, kein Dialog, 13 Min.
Ein einäugiger Hund bahnt sich seinen Weg durch die engen Straßen von Hanoi. Ein visueller und akustischer Streifzug, der zeigt, dass auch Tiere Empathie besitzen.

PRISONER OF SOCIETY (OmeU)
Deutschlandpremiere
Von  Rati Tsiteladze, Georgien 2018, 16 Min.
Eine intime Reise in die Welt und den Geist einer jungen Transgender-Frau in Georgien, die zwischen einem persönlichen Wunsch nach Freiheit und den traditionellen Erwartungen ihrer Eltern gefangen ist. Was bedeutet es, im eigenen Land fremd zu sein?

BETWEEN RELATING AND USE (englische OV)
Deutschlandpremiere
Von  Nazl? Dinçel, Argentinien / USA 2018, 9 Min.
Mit den Worten von Laura Marks Transnational Object und DW Winnicott’s Transitional Object startet Between Relating and Use den Versuch, in einem fremden Land unter ethischen Bedingungen zu arbeiten. Mit ethnologischem Blick spürt der Film auf sinnliche Weise ins Innere.

EGG
Deutschlandpremiere
Von Martina Scarpelli, Frankreich / Dänemark 2018, kein Dialog, 12 Min.)
Ein poetischer Film, der auf einem kleinen, aber bedeutenden Moment im Leben des Regisseurs basiert. Es porträtiert einen Moment der Schande, Niederlage, aber auch des Sieges.

PRENDRE FEU / CATCHING FIRE (OmeU)
Hessenpremiere
Von Michaël Soyez, Frankreich 2019, 26 Min.
Prendre feu / Catching Fire ist ein hochemotionales Szenario in verregneter Waldlandschaft. Kinder leiden. Flucht ist möglich. Ein anderes Leben erscheint am Horizont. „Maikäfer fliege / Der Vater ist im Krieg / Die Mutter ist in Pommerland / Pommerland ist abgebrannt / Maikäfer fliege"

WISHING WELL
Von Sylvia Schedelbauer, Deutschland 2018, kein Dialog, 13 Min.
Der Film beschwört die unglaubliche Kraft der natürlichen Welt herauf. Diese reißt uns mit auf eine gleichermaßen poetische, wie sensorische Reise.

ANIMAL BEHAVIOUR (englische OV)
Von Alison Snowden, David Fine, Canada 2018, 14 Min.
Eine Therapiesitzung für Tiere – lustig, unerwartet, genial!
Nominiert für den Oscar 2019 in der Kategorie Bester animierter Kurzfilm.

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Sa. 30.03., 22:00

FAIR TRADERS

(teilweise OmU)

Von Nino Jacusso, Schweiz 2018, 89 Min.

Drei Geschäftsführer aus der freien Wirtschaft, zwei aus der Schweiz und eine aus Deutschland, wollen mit ihren Unternehmen Verantwortung für die Gesellschaft und kommende Generationen übernehmen. Denn alle drei haben sich ein Ziel gesetzt: Mit ihren Unternehmen nachhaltig zu wirtschaften. So blickt der Dokumentarfilm auf die Karrieren der drei Geschäftsleute, die sich gerade in den unterschiedlichsten Entwicklungsstadien befinden und sowohl national als auch international handeln und dabei immer versuchen, nicht nur erfolgreich, sondern auch ökologisch, sozial und nachhaltig zu handeln. Dabei gehen die Filmemacher auch der Frage nach, wie so ein Wirtschaftsmodell den Anforderungen des Neoliberalismus standhalten kann, und zeigen vor allem, warum die Unternehmer und Unternehmerinnen zu den Vorreitern ihrer jeweiligen Branche zählen. Dennoch sind sie täglich einem Balanceakt zwischen gerechter Bezahlung innerhalb der gesamten Lieferkette, nachhaltiger Produktion und dem Kostendruck der Marktwirtschaft ausgesetzt.

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So. 31.03., 11:15
Mo. 01.04. bis Mi. 03.04., 18:00

MONOWI NEBRASKA

(englische OmU)

Von Lilo Mangelsdorff, Deutschland 2018, 80 Min.

12. LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
Lilo Mangelsdorff zeichnet mit Monowi Nebraska das Portrait einer bemerkenswerten Frau, die in einer trostlosen Einöde allen Umständen trotzt und ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt.
Wer auf dem Highway 12 durch die verlassenen Landschaften des US-Bundesstaates Nebraska fährt, dem fällt das Ortschild von Monowi ins Auge. Unter dem Ortsnamen findet sich die Ziffer 1 – sie steht für Monowis letzte Einwohnerin. Weil es nach dem Wegfall der Eisenbahnindustrie in dieser Gegend weder Arbeit noch Perspektiven gab, verließ nach und nach eine ganze Generation das Dorf, bis nur noch ein einziges Ehepaar zurückblieb. Als vor einigen Jahren ihr Mann starb, wurde die 80-jährige Elsie Eiler somit Bürgermeisterin, Bibliothekarin und Kellnerin zugleich – und damit auch die letzte Bewohnerin ihres Dorfes. Trotzdem führt sie keineswegs ein trostloses Leben, sondern füllt mit einer großen Portion Herzlichkeit und einem beneidenswerten Tatendrang ihren Tag. Die kleine Gaststätte ist seither nicht nur ihr Lebensmittelpunkt, sondern auch Treffpunkt ihrer zahlreichen Stammgäste aus den umliegenden Dörfern. Hier hat sie über jedes Haus und jede Straße eine kleine Geschichte zu erzählen und erhält damit das Andenken eines Dorfes am Leben.
Lilo Mangelsdorff zeichnet mit Monowi Nebraska das Portrait einer bemerkenswerten Frau, die in einer trostlosen Einöde allen Umständen trotzt und ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt.

Vorfilm: JULIUS MEYER. NOVEMBER 1938
Von Heiko Arendt, Deutschland 2019, 25 Min.

1938 wurden in der Festhalle Frankfurt hunderte jüdische Bürger vor dem Abtransport in die Konzentrationslager zusammengetrieben und misshandelt. Der Film zeigt Innen- und Außenaufnahmen der Festhalle in Verbindung mit den niedergeschriebenen Erinnerungen von Zeitzeuge Julius Meyer. Gesprochen wird der Text von Schauspieler Jochen Nix.

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So. 31.03., 13:15

EXPERIMENTALFILMROLLE NATUR

Regie: Anonym, George Kuchar, Margaret Tail, Marie Menker, Andrea Leuteneker, Helga Fanderl, Gregor Marie Schubert und Sylvie Hohlbaum, Sharon Sandusky, , Kurzfilme, D/USA/GB/F, 1908-2002, Dauer: 84 Min.

12. LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
Ein experimentelles Kurzfilmprogramm der Kinothek Asta Nielsen gemeinsam mit dem Mal Seh’n Kino

NATURE´S FAIREST
Regie Anonym, Deutschland ca.1908, 3 Min., stumm, viragiert, 16mm von 35mm
Die Schönheit der Rose entfaltet sich in all ihren Ansichten. Ein wunderbares Beispiel für die virtuosen Techniken der Farbgebung, wie der Schablonenkolorierung, im frühen Kino.

BACK TO NATURE
Von George Kuchar, USA 1976, 10 Min. 16mm
Eine Geschichte von Liebe, Glück, Erfüllung, Betrug und Schmerz inmitten großartiger Landschaft - teilweise gefilmt im Death Valley und Kings Canyon.

GARDEN PIECES
Von Margaret Tait, Großbritannien 1998, 12 Min., 16mm
"Ihr letzter Film. Er wippt hin und her zwischen sehr leicht und ganz aus der Mitte des Seins. Ein Triptychon ihres Gartens. Wie macht Margaret Tait es nur - sie nimmt 'einfach' ihre Kamera in die Hand und filmt und da ist Es, was sich jeder Beschreibung entzieht, was mich so glücklich macht, wenn ich diese Bilder sehe." Ute Aurand

GLIMPSE OF THE GARDEN
Von Marie Menker, USA 1957, 5 Min., 16mm
Gefilmt in den Gärten ihres Freundes Dwight Ripley, dem Botaniker und Mäzen.

BELOVED
Von Andrea Leuteneker, USA 2002, 12 Min., stumm, 16mm
Eine atemberaubende Reise in das Herz der Rose: in Aufnahmen von 7000 Rosen erforscht sie Farbe, Gestalt und Form, Stiele, Blätter, Blüten, Staubfäden, Früchte und reflektiert in einer formalen Virtuosität ohnegleichen über den Naturkreislauf von Blühen und Vergehen.

A CAR RIDE IN THE PYRENÉES
Regie Anonym, Frankreich ca.1912, 7 Min., stumm, schablonencoloriert, 16mm von 35mm
Ein Ausflug ins Gebirge. Schaulust der Frauen wie der Männer an lieblicher und wilder Natur: an Blumen und Wasserfällen. In Blicken durch ein Fernglas setzt das Kameraauge sich selbst in Szene.

KANALBRÜCKE
Von Helga Fanderl, Deutschland, 3 Min., stumm, Super 8 auf 16mm
UNTER DEM WASSERFALL
Von Helga Fanderl, Deutschland, 4 Min., stumm, Super 8 auf 16mm
Stürzendem und fließendem Wasser, wild und gezähmt, folgt die Kamera auf direkte, intuitive Weise. Mittels Kameraschnitt und Assemblage der zwei Filme, entsteht eine rhythmische Komposition intensiver Bilder. 

WILD NIGHT IN EL RENO
Von George Kuchar, USA 1977, 6 Min., 16mm
Ein Gewittersturm, der mit voller Wucht über ein Motel in El Reno im Bundesstaat Oklahoma fegt. Dort hielt sich George Kuchar einmal im Jahr für einen Monat auf um Wetterstudien zu betreiben. Diesmal hat er es nicht nur mit Sonne und Wind, Wolken und Regen zu tun – über ihn bricht eine himmlisch-höllische Finsternis herein, aufgeladen mit Elektrizität, die in spektakulären Effekten die Nacht erhellt.

WENN DER EISBERG KALBT
Von Gregor Maria Schubert und Sylvie Hohlbaum, Deutschland 2002, 7 Min., Video
Der Einzelgänger Manfred Binder beschäftigt sich schon seit geraumer Zeit mit der Zukunft unserer Zivilisation. Sein Interesse gilt den bevorstehenden klimatischen Veränderungen und mit unverwechselbarem Charisma trägt er seine Analysen vor. Daraus entwickelt er Ideen, die so stringent wie einfallsreich sind: Durch eine von ihm gefertigte „Überlebenskapsel“ ist ein Überleben möglich...

FÜTTERUNG VON RIESENSCHLANGEN
Regie: Anonym, Komet Film Company, Deutschland 1911, 3 Min., stumm, 16mm von 35mm
Das Kaninchen vor der Schlange ...

C´MON BABE (DANKE SCHÖN)
Von Sharon Sandusky, USA 1988, 12 Min., 16 mm
Der Film gilt als "der Blue Velvet des Dokumentarfilms" und besteht ausschließlich aus Found Footage-Material einer Produktion der Disney Studios über das Leben bzw. Sterben der Lemminge. Sharon Sandusky gibt in ihrer Bearbeitung durch Montage und Ton dem Naturfilm eine überzeugende Wendung.

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So. 31.03., 20:00

MID90S

(amerikanische OmU)

Von Jonah Hill, USA 2018, 85 Min.
Mit Sunny Suljic, Lucas Hedges, Katherine Waterston

Los Angeles in den 90er Jahren: Der 13-jährige Stevie wächst in einer Zeit auf, in der Skateboarden als sportliche Revolution gilt und Jungs mit Mixtapes ordentlich Punkte bei ihrer Angebeteten machen können. Wenn er sich nicht gerade mit seiner alleinerziehenden Mutter Dabney zofft, zockt er mit seinen Freunden „Street Fighter II“ und hört die Musiksammlung seines großen Bruders rauf und runter. Als sich Stevie mit den Jungs vom örtlichen Skaterladen anfreundet, eröffnet sich ihm mit verbotenen Partys, Mädchen-Bekanntschaften, Ärger mit der Polizei und natürlich Skaten eine völlig neue Welt. Obwohl der etwas ältere Ruben und seine Kumpel aus dem Skateshop alles andere als ein guter Umgang für Stevie sind, befreit er sich durch diese Bekanntschaft aus der Umklammerung seiner Mutter und der Tyrannei seines brutalen Bruders, und fühlt sich fortan unbesiegbar. Doch irgendwann bekommt die Illusion Risse und er stellt fest, dass auch seine neuen Idole Fehler machen und hinfallen...

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So. 31.03. bis Di. 02.04., 22:00
Do. 04.04. bis Di. 09.04., 22:00

CALL ME BY YOU NAME

(OmU: englisch, französisch, italienisch)

Von Luca Guadagnino, Frankreich / Italien / USA / Brasilien 2018, 123 Min.
Mit Armie Hammer, Timothée Chalamet, Michael Stuhlbarg

Psychoanalytische Interpretation und Diskussion mit Birgit Justl. In Kooperation mit dem Institut für Psychoanalyse der DPG, Frankfurt

Norditalien, 1983: Familie Perlman verbringt den Sommer in ihrer mondänen Villa. Während der 17 Jahre alte Sohn Elio Bücher liest, klassische Musik hört und keinen Flirt mit seiner Bekannten Marzia auslässt, beschäftigt sich sein Vater, ein emeritierter Professor, mit antiken Statuen. Für den Sommer hat sich der auf griechische und römische Kulturgeschichte spezialisierte Archäologe mit Oliver einen Gast ins Haus geholt, der ihm bei seiner Arbeit zur Seite stehen soll. Der selbstbewusste und attraktive Besucher wirbelt die Gefühle des pubertierenden Elio ganz schön durcheinander. Während sich langsam eine Beziehung zwischen den beiden anbahnt, merkt Elio, dass er trotz seiner Intelligenz und der Bildung, die er dank seinem Vater und seiner Mutter Annella genießt, noch einiges über das Leben und die Liebe lernen muss...

Verfilmung des gleichnamigen Romans von André Aciman.

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Mi. 03.04., 20:00
Mi. 10.04., 20:00

TALKING MONEY

(OmU)

Von Sebastian Winkels, Deutschland 2018, 87 Min.

In seinem Dokumentarfilm „Talking Money“ beschäftigt sich Regisseur Sebastian Winkels mit den Auswirkungen der Finanzkrise. Dabei geht es ihm jedoch nicht um internationale Probleme und große Zusammenhänge, sondern um die soziale Bedeutung von Geld, das alltägliche Bankberatungsgespräch und das Vertrauen der Kunden gegenüber ihren Geldinstituten. Dabei offenbart sich, dass die Beratungsgespräche häufig ein raffiniertes Machtspiel sind, bei dem beide Seiten mit allerlei Tricks und raffinierten Strategien vorgehen, aber auch ihre Glaubwürdigkeit wahren wollen. Für „Talking Money“ drehte Winkels in Banken überall auf der Welt, von Pakistan über Bolivien bis zur Schweiz, und zeigt 15 verschiedene Gespräche zwischen Beratern und Kunden.

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Do. 04.04. bis Di. 09.04., 18:00

BIRDS OF PASSAGE – DAS GRÜNE GOLD DER WAYUU

(spanische OmU)

Von Ciro Guerra und Cristina Gallego, Kolumbien / Dänemark / Mexiko 2018, 125 Min.
Mit José Acosta, Carmiña Martínez, Jhon Narváez

Kolumbien im Jahr 1968: Eine Familie der Ureinwohner vom Stamm der Wayuu steigt eher zufällig ins aufkeimende Drogengeschäft ein, als der junge Rapayet amerikanischen Soldaten vom Friedenskorps etwas Marihuana verkauft. Lange bevor von einem Pablo Escobar überhaupt die Rede ist, legt die Familie in Kolumbien so den Grundstein für den Drogenhandel, für den das Land bald in aller Munde sein wird. Rapayet wird schnell zu einem der reichsten Männern in der Region. Doch schon bald erleben er und seine Familie neben Reichtum und Macht auch die tragische, gewaltvolle Seite des Drogenhandels und nicht nur das Lebens des Stammes steht auf dem Spiel, sondern auch die Kultur der Wayuu. Denn ein brutaler Krieg um Macht und Geld zieht auf und das Leben der Stammesbewohner gerät in Gefahr.

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Do. 04.04. bis Di. 09.04., 19:45
Do. 11.04. bis Mi. 17.04., 17:45

IM LAND MEINER KINDER

(deutsch mit spanischen Untertiteln / spanisch mit deutschen Untertiteln)

Von Dario Aguirre, Deutschland / Schweiz 2018, 92 Min.

Wegen seiner großen Liebe Stephanie lebt der ecuadorianische Regisseur Darío Aguirre schon lange in Deutschland. Doch allein waren sie in dieser Beziehung nie, denn die deutschen Behörden gehörten vom ersten Tag an dazu. Immer wieder hat er neue Visa gebraucht, um hier bleiben zu dürfen. So wurde ihm im Laufe von 15 Jahren insgesamt zehn Visa ausgestellt. Damit verbunden war jedes Mal sehr viel Papierkram, Stempeln, Genehmigungen und Einschränkungen. All das verbindet Dario noch immer mit Deutschland. Und plötzlich bekommt er vom Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz persönlich, das Angebot sich einbürgern zu lassen. Ist das eine Liebeserklärung? In seinem sehr persönlichen Dokumentarfilm zeichnet der Filmemacher Darío Aguirre seinen verschlungenen Weg aus dem Land seiner Eltern Ecuador bis nach Deutschland, dem Land seiner Kinder nach.

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So. 07.04., 14:00
Mi. 10.04., 18:00
So. 14.04., 14:00
So. 21.04., 14:00

BORDER – GRÄNS

(schwedische OmU)

Von Ali Abbasi, Schweden / Dänemark 2018, 110 Min.
Mit Eva Melander, Eero Milonoff, Jörgen Thorsson

Die schwedische Grenzbeamtin Tina besitzt eine für eine Zöllnerin besonders praktische Gabe: Sie kann besser riechen als alle anderen Menschen und so etwa Schmuggelware oder auch die Emotionen der Menschen wahrnehmen. Wenn jemand beim Grenzübertritt Angst hat oder sich schuldig fühlt, weil er Schmuggelware dabei hat, entgeht das ihrer Nase nicht. Dazu kommt noch ihr besonderes Aussehen: Tinas Gesicht ist seltsam geschwollen, sie hat einen Blick, der sich förmlich in ihr gegenüber bohrt, außerdem ist sie für eine Frau besonders kräftig. All das verleiht Tinas Ausstrahlung etwas animalisches. Ihr Geruchssinn ist nahezu unfehlbar, aber einmal versagt er doch: Vore hat wie Tina einen Chromosomenfehler, was bei ihm zu einer Deformation im Gesicht geführt hat. Die beiden Außenseiter kommen einander näher. Vore offenbart Tina ihre gemeinsame mystische Herkunft, was für Tina nicht nur eine vollkommen neue Freiheit bedeutet, sondern auch Herausforderungen, denen Tina sich stellen muss...

Basierend auf John Ajvide Lindqvists Geschichtensammlung "Gräns", das in Deutschland 2017 unter dem Titel "Die Grenze" erschien, worin "Border" eine von vier Geschichten ist.

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Do. 11.04. bis Di. 16.04., 20:00
Fr. 19.04. bis Di. 23.04., 22:00

BERLIN BOUNCER

Von David Dietl, Deutschland 2018, 90 Min.

Berlin ist vor allem für eines bekannt: seine pulsierende Clubszene. Ob es nun um die in der ehemals geteilten Stadt geht, um die der Technoszene der 1990er oder um die der gegenwärtigen Partymetropole – die Türsteher waren von Anfang an dabei und einige wenige prägen bis heute die Clubkultur Berlins. Frank Künster kam aus Westdeutschland nach Berlin, zu der Zeit war Smiley Baldwin noch ein junger amerikanischer G.I. und überwachte die Grenze nach Ostdeutschland, während Sven Marquardt als Punk und Fotograf aus Ostdeutschland vom Mauerfall ziemlich überrascht wurde. Kurz darauf gerieten die drei in den 1990er-Jahren in die Fänge des Nachtlebens und zählen bis heute zu den prominentesten Türstehern der Stadt. Sie arbeiten in den angesagtesten Clubs Berlins, hüten die Türen, selektieren die Gäste und tragen dazu bei, dass angesagte Läden wie das Berghain für viele noch immer ein mystischer Ort ist. Der Dokumentarfilm von David Dietl zeichnet nicht nur die Biografien der legendären Türsteher nach, sondern dokumentiert auch die Entwicklung von Berlins Clubszene, angefangen vom Mauerfall bis in die Gegenwart.

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Do. 11.04. bis Mi. 17.04., 22:00
Do. 18.04., 22:30

KONSEQUENZEN

(OmU)

Von Darko Štante, Slowenien / Österreich 2019, 95 Min.
Mit Matej Jemljic, Timon Sturbej, Gasper Markun, Lovro Zafred

Weil er sich nicht an Regeln halten kann, landet der 17-jährige Andrej erst vor Gericht und dann in einer Besserungsanstalt für Jugendliche. Unter den Teenagern dort dreht sich alles um Drogen, Sex und Gewalt. Und es herrscht eine klare Hackordnung, an deren Spitze der brutale und unberechenbare Gangleader Željko steht. Andrej und Željko geraten sofort aneinander, doch aus der Rivalität wird bald eine Kameradschaft, in der sich Andrej bis zu einem bestimmten Punkt unterordnet. Je länger die beiden Zeit zusammen totschlagen, desto mehr fühlt sich Andrej auch körperlich zu seinem Freund hingezogen. Željko teilt das Begehren - und weiß es gleichzeitig kaltblütig für seine Zwecke auszunutzen.
Fesselnd und authentisch erzählt KONSEQUENZEN von aufkeimender Sexualität und Teenage Angst, von den rohen Impulsen des Heranwachsenens und den Unsicherheiten, die darunter liegen. Für seinen schonungslosen Debütfilm konnte Regisseur Darko Štante auf eigene Erfahrungen als Lehrer in einem slowenischen Jugendgefängnis zurückgreifen. Ein rauer, vor homoerotischer Potenz strotzender Coming-of-Age-Film, in dem die beiden Newcomer Matej Zemlji? und Timon Šturbej mit gewaltigen Darstellungen glänzen.

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Mi. 17.04., 20:00

AYKA

(OmU: russisch, kirgisisch)

Von Sergey Dvortsevoy, Russland / Deutschland / Polen / Kasachstan / China 2018, 100 Min.
Mit Samal Yeslyamovaa, Zhipargul Abdilaeva David Alavverdyan

Ayka kommt zwar aus Kirgisistan, lebt und arbeitet aber in Moskau. Jeder Tag ist für sie ein Kampf ums Überleben und sie ist stets die Gejagte ihrer bloßen Existenz. Die junge Frau hat gerade genug Geld, um sich in der kalten Welt selbst über die Runden zu bringen. Daher weiß sie nicht, wie sie zusätzlich ein Kind ernähren kann und ihr bleibt, wie vielen anderen kirgisischen Frauen in Armut und Not, damit keine andere Wahl, als ihren gerade geborenen Sohn nach der Geburt im Krankenhaus zu verlassen und zu fliehen. Ihr bleibt keine Pause von der Entbindung, sie muss Geld auftreiben, um Schulden zu begleichen. Dabei wird ihr unter menschenunwürdigen Lebensumständen von allen Seiten Druck gemacht und sie sieht bald keine andere Möglichkeit, als die letzte Grenze zu überschreiten, die ihr geblieben ist. Zuvor muss sie sich aber einer existentiellen Frage stellen und eine wichtige Entscheidung treffen…

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Termine

Do. 18.04., 17:30
Fr. 19.04. bis Mi. 24.04., 18:00

TAIKON

(schwedische OmeU)

Von Lawen Mohtadi und Gellert Tamas, Schweden 2015, 97 Min.

TAIKON ist das beeindruckende Porträt einer der wichtigsten Menschenrechtsaktivistinnen im Europa des 20. Jahrhunderts: Katarina Taikon. Oft als »Martin Luther King von Schweden« bezeichnet, lernte sie Lesen und Schreiben erst mit Ende Zwanzig und wurde zu einer der meistgelesenen Autorinnen Schwedens. Taikon war Kaldaraš-Romni, führend in der Rom*nja-Bürgerrechtsbewegung ihres Landes, Schriftstellerin und Schauspielerin, die vor allem mit der Buchreihe Katizi Bekanntheit erlangte – basierend auf ihren eigenen Erfahrungen als Roma-Kind im Waisenhaus.
Anhand von fesselndem Archivmaterial und Gesprächen mit Freund*innen, Wegbegleiter*innen und Familie skizziert der Film das dramatische Leben von Katarina Taikon: ihren Kampf für die Umsetzung der Bürgerrechte der Rom*nja in Schweden, ihren politischen Aktivismus, ihre Kampagnen und ihre Bücher. Mit ihrer Arbeit zielte sie darauf, ein Bewusstsein für die Lebensbedingungen und Diskriminierung von Rom*nja, insbesondere den fehlenden Zugang zu Bildung und Wohnraum, zu schaffen. Taikons Kampf in den 60er-Jahren war sehr erfolgreich, doch sie wurde auch zum Ziel bösartiger Angriffe seitens der Politik und seitens »einfacher Leute«. TAIKON erzählt nicht zuletzt von der Entstehung des modernen schwedischen Wolfahrtsstaates und von der einen Gruppe, die darin keinen Platz hatte: die Minderheit der Rom*nja.

Anschließend Gespräch mit Gellert Tamas (Regie) + N.N.
Moderation: Nicolette Naumann (Nitribitt – Frankfurter Ökonomien)
Kinothek Asta Nielsen e.V. in Kooperation mit Mal Se'hn Kino, Nitribitt – Frankfurter Ökonomien, Förderverein Roma e.V., Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Pupille – Kino in der Uni e.V.


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Termine

Mi. 24.04., 20:00

ATLAS

Von David Nawrath, Deutschland 2018, 100 Min.
Mit Rainer Bock, Albrecht Abraham Schuch, Thorsten Merten

Eigentlich ist es für Möbelpacker Walter Scholl ein Job wie jeder andere, als er mit seinen Kollegen anrückt, um eine Wohnung in einem Altbau zwangszuräumen. Unter all seinen Kollegen ist Walter trotz der Schmerzen, die ihm dieser Knochenjob bereitet, der loyalste Mitarbeiter. Sein Chef Roland Grone hat sich nämlich auf einen Deal mit einem dubiosen Klan eingelassen: Er kauft Häuser mit dem Geld der Afsaris, vertreibt die Mieter – notfalls auch mit Gewalt –, und verkauft die leeren Häuser dann weiter. Doch bei einem Auftrag, bei dem sich einer der letzten Mieter weigert, auszuziehen, meint der 60-jährige ehemalige Gewichtheber Walter plötzlich seinen Sohn Jan wiederzuerkennen, den er vor vielen Jahren im Stich gelassen hat. Walter stellt außerdem fest, dass sich sein Chef auf ein gefährliches Spiel eingelassen hat und steckt nun in der Zwickmühle…

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Termine

Do. 25.04. bis Mi. 01.05., 22:00