Vorschau

AB 30.09.2018

Kartenbestellung:

Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

UTOYA 22. JULI

(norwegische OmU)

Von Erik Poppe, Norwegen 2018, 93 Min.
Mit Andrea Bentzen, Elli Rhiannon Müller Osbourne, Sorosch Sadat

Die 18-jährige Kaja und ihre jüngere Schwester verbringen Ferientage in einem Sommercamp auf der norwegischen Insel Utøya. Plötzlich fallen Schüsse… Ein rechtsextremer Attentäter eröffnet das Feuer auf die Jugendlichen und tötet 69 Menschen, verletzt 33. In Echtzeit und in einer durchgehenden Einstellung mit Laiendarstellern gedreht, schildert der Film das Geschehen aus der Perspektive einer (fiktionalisierten) Überlebenden. Im Vorfeld sprach die Crew mit Opfern, die einer derartigen Verfilmung zustimmten, damit das begreifbar wird, worüber sie selbst nicht sprechen können.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 27.09. bis Mi. 03.10., 18:00

SWEET COUNTRY

(englische OmU)

Von Warwick Thornton, Australien 2017, 113 Min.
Mit Hamilton Morris, Bryan Brown, Sam Neill

Sweet Country im rauen Norden Australiens in den späten 1920er Jahren: Der Aborigine Sam Kelly führt ein ruhiges Leben als Arbeiter für den wohlwollenden Prediger Fred Smith. Doch dann kehrt der verbitterte Kriegsveteran Harry Marsh von der Westfront zurück und wir zu Sams neuem Vorgesetztem. Gemeinsam mit seiner Frau und seiner Tochter soll er für Harry einen Vorposten renovieren. Doch die Männer stehen sich zunehmend feindselig gegenüber und schließlich tötet Sam Harry in Notwehr. Anschließend muss der Ureinwohner vor der von Sergeant Fletcher geleiteten Polizei fliehen und durchquert mit seiner schwangeren Frau das Outback. Immer wieder können sie ihren Verfolgern entrinnen, doch als es seiner Frau schließlich immer schlechter geht, stellt sich Sam den Behörden…
Großer Preis der Jury Venedig 2017

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 27.09. bis Mi. 03.10., 20:00

SHUT UP AND PLAY THE PIANO

(OmU)

Von Philipp Jedicke, Deutschland / Frankreich / Großbritannien 2018, 85 Min.
Mit Chilly Gonzales, Peaches, Leslie Feist

Dokumentation über den exzentrischen Musiker und Komponisten Chilly Gonzales, der bei seinen Auftritten ganz selbstverständlich gegensätzliche und scheinbar unvereinbare Musikgattungen wie Kammermusik, Rap und elektronische Musik miteinander vermengt. Aufgrund seines einzigartigen Stils gilt Gonzales als Vorbild für zahlreiche andere Künstler, darunter Feist, Jarvis Cocker, Peaches, Daft Punk und Drake. In „Shut Up And Play The Piano“ zeichnet der Regisseur, Philipp Jedicke, den Weg von Gonzales aus seiner kanadischen Heimat über die Berliner Underground-Szene der 90er Jahre bis in die Pariser Konzerthäuser der Gegenwart nach und beleuchtet dessen Bühnenfigur von allen Seiten. In der Dokumentation ist unveröffentlichtes Material aus Gonzales’ persönlichem Video-Archiv genauso zu sehen wie neu gedrehte Interviews, Live-Mitschnitte von Auftritten und Spielfilmszenen.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 27.09. bis Mi. 03.10., 22:00

SELTSAME DINGE

Melodram von Julia Krause und Friederike Thielmann. Performance für Piano und Kinoleinwand

Laut Studien der R+V Versicherung ist seit 2016 das Gefühl der Unsicherheit und Bedrohung in Deutschland kontinuierlich angestiegen. Die Weltordnung scheint aus den Fugen und ruft die alten Germanismen von Angst und Weltschmerz wieder auf. Das Melodram im Mal Seh’n Kino nimmt diese Gefühlslagen und die unheimliche Sprache des Expressionismus des frühen Kinos wieder auf und verkündet durch musikalischen Ausdruck und den Ausruf cineastischer Schrifttafeln bevorstehende Katastrophen. Seltsame Dinge… überlagert Text, Gestik und Musik zu einem Drama für Pianist und Kinoleinwand.

Julia Krause, Friederike Thielmann (Konzept, Regie), Jacob Bussman (Klavier) arbeiten seit 2010 in unterschiedlichen Konstellationen zusammen. 2016 entstand im Rahmen von implantieren die Arbeit EN PASSANT. Sie interessieren sich für ein dezentes Verschieben von Kontexten und verfolgen das Ziel, den Zuschauer stets ein wenig ins Schwanken zu bringen.

Zur Seite des Implantieren Festivals

Film in der IMDb suchen

Termine

Sa. 29.09. bis So. 30.09., 14:00

SEESTÜCK

Von Volker Koepp, Deutschland 2018, 135 Min.

Urlaub, Norden, Meer, Strandkörbe – für viele Deutsche ist die Ostsee ein schönes Urlaubsziel im eigenen Land, für viele andere aber schlicht Heimat. Sie leben auf der Insel Usedom, an den Stränden Polens, an den baltischen Küsten und auf nördlichen Schären Schwedens. Sie sind Fischer, Wissenschaftler, Seeleute und junge Menschen, die noch nicht genau wissen, was sie im Leben machen wollen. Im Dokumentarfilm von Volker Koepp („In Sarmatien“, „Landstück“) berichten sie von ihrer Arbeit, beschreiben ihre Erinnerungen und schildern ihre Hoffnungen. Sie erzählen vom Leben am und mit dem Meer. Es entsteht das Bild eines Alltags, in dem der politische Konflikt zwischen Ost und West, nationale Egoismen und ökologische Probleme eine große Rolle spielen…

Zur Seite des deutschen Verleihs

Film in der IMDb suchen

Termine

So. 30.09., 11:30

WHY ARE WE CREATIVE?

(englische OmU)

Von Hermann Vaske, Deutschland 2018, 85 Min.
Mit David Bowie, Björk, Quentin Tarantino

Dokumentation über einige der bekanntesten kreativen Köpfe des 20. und 21. Jahrhunderts, darunter Regisseure wie Billy Wilder, Wim Wenders und David Lynch und Schauspieler wie Angelina Jolie, Willem Dafoe, Sean Penn und John Cleese, aber auch Musiker wie David Bowie, Künstler wie Marina Abramovic, Staatsmänner wie Nelson Mandela, Wissenschaftler wie Stephen Hawking und religiöse Führer wie der Dalai Lama. Regisseur Hermann Vaske hat über einen Zeitraum von 30 Jahren hinweg immer wieder Gespräche mit diesen sehr verschiedenen Künstlern geführt und nun zum 30. Jubiläum seiner Gesprächsreihe daraus einen Dokumentarfilm zusammengestellt. Darin beschäftigt er sich mit der Frage, was diese kreativen Menschen antreibt, woher sie ihren Ideen nehmen und wie sie entscheiden, wie sie diese Ideen ausdrücken.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab Oktober

AVA

(französische OmU)

Von Léa Mysius, Frankreich 2018, 101 Min.
Mit Noée Abita, Laure Calamy, Juan Cano

Ava ist 13 Jahre alt, als sie erfährt, dass sich ihre Augenkrankheit verschlimmern und sie vermutlich sehr bald erblinden wird. Ihre alleinerziehende Mutter Maud trifft das Schicksal ihrer Tochter, die auch jetzt schon in hellem Tageslicht Probleme hat, etwas zu erkennen, fast noch stärker als die Teenagerin. Maud ist fest entschlossen ihrem Mädchen ganz besondere Ferien zu bescheren und fährt mit Ava und ihrer kleinen Schwester, Baby Inès, ans Meer. Dort bandelt die Mutter mit dem jüngeren Tété an, während die ältere Tochter einen Kuss von Matthias bekommt. Ave interessiert sich aber viel mehr für Roma Juan und kümmert sich in einem alten Bunker am Strand um ihn, als er bei einer Messerstecherei verletzt wird...

Auf den perfekten Anfang folgt irgendwann ein perfektes Ende – und dazwischen gibt es ein etwas anderes Coming-of-Drama, stark gespielt und originell inszeniert. Eines der besten Regiedebüts seit langem.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab Oktober

PALMYRA

Von Hans Puttnies, Deutschland / Syrien 2017, 90 Min.

Im Sommer 2015 zerstörte der "Islamische Staat" zahlreich antike Tempel und Grabtürme in Palmyra. Doch nicht nur die antike Stadt wurde angegriffen, sondern auch der in direkter Nachbarschaft gelegene Ort Tadmor, dessen Bewohner hauptsächlich vom Tourismus rund um die benachbarten Denkmäler lebten – und früher selbst die Bewohner Palmyras waren. Denn um Anfang des 20. Jahrhunderts großflächige Ausgrabungen in Palmyra zu ermöglichen, wurden sie kurzerhand umgesiedelt. Regisseur Hans Puttnies filmte noch vor dem Krieg in der Ruinenstadt, beobachtete 2008 das Geschehen in und um Palmyra, fing Eindrücke von Besuchern und Souvenir-Händlern ein. Seine Aufnahmen setzte er zu einem essayistischen Dokumentarfilm über Palmyra als touristischen Ort, aber auch als Heimat vieler Menschen zusammen.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab Oktober

WALDHEIMS WALZER

Von Ruth Beckermann, Österreich 2018, 94 Min.

Als „Waldheim-Affäre“ ging die internationale Debatte um die verleugnete NS-Vergangenheit von Kurt Waldheim in die Geschichte ein. In ihrem Dokumentarfilm widmet sich die österreichische Filmemacherin Ruth Beckermann dieser Affäre, die 1986 ins Rollen kam, als der frühere UN-Generalsekretär Waldheim für das Amt des Bundespräsidenten Österreichs kandidierte. Während sich Waldheim als Vorzeige-Politiker der Nachkriegszeit präsentierte, entbrannte eine Debatte um den beschönigten Lebenslauf des Österreichers, die von verschiedenen Lagern der Weltöffentlichkeit befeuert wurde. Trotz der Vorwürfe wurde Kurt Waldheim, der auch viele Fürsprecher auf seiner Seite hatte, zum Bundespräsidenten gewählt. Anhand von internationalem TV-Archivmaterial und eigener Videoaufnahmen rekonstruiert Beckermann die Ereignisse.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab Oktober

ELTERNSCHULE

Von Ralf Bücheler und Jörg Adolph, Deutschland 2018, 112 Min.

Ralph Bücheler und Jörg Adolph begleiten in ihrer Dokumentation „Elternschule“ mehrere Familien, bei denen ein Kind Therapiebedarf hat, über den gesamten Zeitraum einer stationären Behandlung in der psychosomatischen Abteilung der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen. Dabei geht es nicht nur um die Erkrankung des Kindes, sondern auch die Beziehungen innerhalb der Familie und schlussendlich um die Frage, wie gute Erziehung geht. Zu den porträtierten Kindern gehören Laura, die 14 Stunden am Tag schreit, Anna, die ständig Streit mit ihrer Mutter hat, Lucy, die noch nie durchgeschlafen hat, Joshua, der mit Aggressionsproblemen kämpft, Mohammed Ali, der sich blutig kratzt, Felix, der nur Milch trinkt, die er aber gleich wieder erbricht, und Zahra, die außer Pommes und Chicken Nuggets überhaupt nichts mehr isst.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab Oktober

DIE DEFEKTE KATZE

Von Susan Gordanshekan, Deutschland 2018, 97 Min.
Mit Pegah Ferydoni, Hadi Khanjanpour, Henrike von Kuick

Die studierte Elektrotechnikerin Mina kommt neu nach Deutschland und soll gemäß der Tradition und dem Wunsch ihrer Eltern eine arrangierte Ehe mit einem Mann aus dem Iran eingehen. Schließlich stimmt sie einer Hochzeit mit Kian zu, der Assistenzarzt ist und in Deutschland bereits seit frühster Kindheit ein mustergültiges Leben als Immigrant führt. Doch obwohl sich Mina und Kian merklich Mühe geben und auch eine gewisse Zuneigung füreinander empfinden, merken beide schnell, dass es gar nicht so leicht ist, eine Ehe zu führen, wenn man sich überhaupt nicht kennt, und ihre Beziehung besteht aus wenig mehr als dem Austausch von Höflichkeiten. Ein weiteres Problem ist, dass Kian sich mit Minas modernen Ansichten nicht so recht arrangieren kann. Als Mina sich dann auch noch einer merkwürdigen Katze annimmt, scheint die Ehe endgültig gefährdet. Doch dann werden die Karten auf einmal neu gemischt...

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab Oktober

YOU ARE EVERYTHING

(deutsche OmeU)

Von Lena Geller, Deutschland 2018, 97 Min.
Mit Grégoire Gros, Eva Kessler, Adam Nümm

Journalist Georg schreibt mit bescheidenem Erfolg für verschiedene Magazine und seine Freundin Vera kämpft mit ihrer Doktorarbeit. Eigentlich wollen sie gemeinsam in den Urlaub fahren, um ein bisschen auf andere Gedanken zu kommen, doch vorher sollen sie noch einen Job erledigen und auf einem Open-Air-Festival vorbeischauen. Dort lernen sie nach dessen begeisterndem Auftritt den DJ Dave Zuma kennen und sind bald völlig fasziniert von dem Musiker und Lebenskünstler. Gemeinsam begeben sie sich in einem alten Wohnmobil auf einen Roadtrip durch ganz Europa und ziehen von Festival zu Festival. Während Georg beschließt, ein Buch über ihre Erlebnisse zu schreiben, und Vera immer mehr in die Festivalszene eintaucht, entspinnt sich langsam eine Dreiecksbeziehung…

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab Oktober

GIRL

Von Lukas Dhont, Belgien 2018, 105 Min.
Mit Victor Polster, Arieh Worthalter, Oliver Bodart, Tijmen Govaerts, Katelijne Damen

Zusätzlich zu "SORRY ANGEL" zeigen wir Euch im Oktober in ausgewählten Kinos eine exklusive Preview von GIRL, dem Gewinner der Queer Palm aus Cannes.

Lara ist 15 und hat einen Traum: Sie will Balletttänzerin werden. Als sie an einer renommierten Akademie unter Vorbehalt angenommen wird, zieht sie mit ihrem Vater und ihrem kleinen Bruder nach Brüssel. Währenddessen versucht Lara noch einen zweiten Kampf zu gewinnen: Sie will sich einer Geschlechtsumwandlung unterziehen. Äußerlich ist sie bereits ein Mädchen, doch ihr Körper ist noch der eines Jungen. Ihr Vater unterstützt sie bei ihrem Vorhaben, begleitet seine Tochter bei jedem Schritt und ist für sie da, genau wie Psychologen und Ärzte. Doch der Leistungsdruck auf die junge Ballerina ist enorm und nebenbei wird Lara durch ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ins heiß-kalte Wasser der Pubertät geworfen. Das kräftezehrende Training zwingt Lara schließlich zur Selbstkasteiung, mit der sie wiederum ihre Operation aufs Spiel setzt. Ihre beiden großen Träume scheinen sich immer mehr zu widersprechen. Als die Ärzte ihr schließlich das Ballett verbieten, trifft Lara eine folgenschwere Entscheidung, mit der sie endgültig zur Frau werden will.

Zur Seite der Queerfilmnacht

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab Oktober

SORRY ANGEL

(französische OmU)

Von Christophe Honoré, Frankreich 2018, 132 Min.
Mit Vincent Lacoste, Pierre Deladonchamps, Denis Podalydès

Paris, 1993. Der Schriftsteller Jacques ist Mitte 30, teilt sich das Sorgerecht für seinen kleinen Sohn Louis mit dessen leiblicher Mutter und versucht, sich das Leben nicht zu sehr von seiner HIV-Infektion diktieren zu lassen. Auf einer Lesung in der Bretagne lernt er den Nachwuchsfilmemacher Arthur kennen, der gerade beginnt, sich von den Fesseln der Provinz zu befreien. Arthur verliebt sich auf den ersten Blick in den geheimnisvollen Autor. Doch Jacques zögert, sich auf die Beziehung mit dem deutlich jüngeren Mann einzulassen. Auch weil er ahnt, dass ihnen dafür nicht mehr viel Zeit bleiben würde ...
Christophe Honoré zählt seit seinen Kritikerlieblingen "Meine Mutter" (2004) und "Chanson der Liebe" (2007) zu den aufregendsten europäischen Regisseuren seiner Generation. Sein neuer Film, der im Wettbewerb von Cannes uraufgeführt wurde, ist ein intimes und generationenübergreifendes Zeitstück über das Leben in der Pariser Bohème in der Hochphase der Aids-Krise. In den Hauptrollen glänzen mit Pierre Deladonchamps ("Der Fremde am See") und Vincent Lacoste ("Jungs bleiben Jungs", "Eden") zwei Hoffnungsträger des jungen französischen Kinos.
Ein zärtlicher und zutiefst berührender Film über körperliche und intellektuelle Verführung, übers Jungsein und Altwerden, über die große Liebe und den Mut, bis zuletzt seinen Gefühlen zu folgen.

Zur Seite der Queerfilmnacht

 

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab Oktober

NANOUK

(OmU)

Von Milko Lazarov, Bulgarien / Deutschland / Frankreich 2018, 97 Min.
Mit Mikhail Aprosimov, Feodosia Ivanova, Galina Tikhonova

Der Rentierhirte Nanouk und seine Frau Sedna leben nach alter Tradition in einer Jurte aus Rentierfellen in der wunderschönen, aber auch extrem lebensfeindlichen Eiswüste von Jakutien. Sie ernähren sich von Jagen und Fischen, doch das Leben dort wird immer schwieriger – durch den Klimawandel, der dafür sorgt, dass der Schnee jedes Jahr ein bisschen früher schmilzt, und durch eine mysteriöse Krankheit, die die Wildtiere dahinrafft. Eines Tages bekommen Nanouk und Sedna Besuch von einem jungen Mann namens Chena, der die einzige Verbindung zu ihrer Tochter Ága ist, die das Leben in der Weite der Natur hinter sich gelassen hat. Nanouk möchte seine Tochter noch einmal wiedersehen und kommt so schließlich in eine ihm völlig fremde Welt...

Zur Seite des deutschen Verleihs

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab Oktober

DOGMAN

(italienische OmU)

Von Matteo Garrone, Italien 2018, 102 Min.
Mit Marcello Fonte, Edoardo Pesce, Nunzia Schiano

Der Hundefriseur Marcello, der von allen nur Dogman genannt wird, lebt mit seiner Tochter Alida in dem trostlosten Vorort einer süditalienischen Küstenstadt ein bescheidenes aber glückliches Leben. Seine Nachbarschaft mag und akzeptiert den sanftmütigen und ruhigen Mann, was ihm sehr wichtig ist. Doch sein einstiges harmonisches Leben wird durch den ehemaligen Boxer Simone, der den gesamten Ort tyrannisiert, betrübt. Marcello zeigt sich dem drogenabhängigen, außer Kontrolle geratenen Mann anfangs noch loyal gegenüber und ist stets nachsichtig, obwohl ihn dieser ständig demütigt. Doch ein bitteres Ereignis, nach dem Marcellos Nachbarn ihn nicht mehr respektieren, zwingt den Hundefriseur zu drastischen Maßnahmen. Er schmiedet einen furchtbaren Plan, um sich gegen Simone zu wehren und seine Würde zurückzugewinnen…

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab Oktober

BECKS

(amerikanische OmU)

Von Daniel Powell und Elizabeth Rohrbaugh, USA 2017, 92 Min.
Mit Lena Hall, Mena Suvari, Dan Fogler

Nachdem ihre Freundin mit ihr Schluss gemacht hat, zieht eine erfolglose Musikerin zurück in ihre Heimatstadt und verdingt sich als Sängerin in der Bar eines Freundes. Dort macht sie eine unerwartete Bekanntschaft, die ihr Leben verändern wird.

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab Oktober

FUNERAL PARADE OF ROSES - BARA NO SÔRETSU

(japanische OmU)

Von Toshio Matsumoto, Japan 1969, 107 Min.
Mit Yoshio Tsuchiya

Eddie und Leda haben zwei Dinge gemeinsam: Sie sind Dragqueens – Männer, die sich gerne glamourös schminken und kleiden – und sie wollen beide denselben Typen: den Nachtclubbesitzer und Dealer Gonda. Eddie und Leda buhlen jeweils um die Gunst ihres gemeinsamen Schwarms, bis der sich für Eddie entscheidet. Leda nimmt sich danach das Leben und Eddie hat das Problem, sich gleichzeitig nach dem eigenen Vater zu sehnen, der weggegangen ist, als Eddie noch ganz klein war. Nachdem Eddie die eigene Mutter und deren Liebhaber getötet hat, kommt ein folgenreiches Geheimnis von Gonda ans Licht…

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab Oktober

DER AFFRONT

(arabische OmU)

Von Ziad Doueiri, Libanon / Belgien / Frankreich / Zypern / USA 2017, 113 Min.
Mit Adel Karam, Julia Kassar, Kamel El Basha

Während Toni Mechaniker und libanesischer Christ, seine Pflanzen auf dem Balkon wässert, tropft durch ein illegal montiertes Abflussrohr Wasser auf den Kopf des unter ihm entlanglaufenden Yasser, einem Vorarbeiter, der als palästinensischer Flüchtling in Beirut lebt. Yasser beschimpft Toni und löst damit eine Kettenreaktion aus: Seine halbherzige Entschuldigung will der arrogante und hitzköpfige Toni nicht annehmen, stattdessen beleidigt dieser im Gegenzug nun auch Yasser. Der Streit eskaliert und landet schließlich vor Gericht. Der Prozess zieht sich, die Anwälte streiten und als der Fall schließlich die Aufmerksamkeit der Medien weckt, kommt es auf der Straße zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen rechten Libanesen und palästinensischen Flüchtlingen.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab Oktober

DER PRINZ UND DER DYBBUK

(OmU)

Von Elwira Niewiera und Piotr Rosolowski, Polen / Deutschland 2018, 82 Min.
Mit Michael Waszyinski

Eine cineastische Reise auf den Spuren des polnischen Filmemachers Michal Waszynski, der aufgrund von Intoleranz und Abneigung im Laufe seines Lebens verschiedene Namen, Titel und Religionen annahm, um seine jüdische Vergangenheit und Homosexualität zu verschleiern. Waszynski war an der Produktion von über 40 Filmen beteiligt, arbeitete in Italien und Spanien unter verschiedenen Pseudonymen. Im Laufe seiner Karriere kollaborierte er unter anderem mit Filmstar Sophia Loren und Ausnahmeregisseur Orson Welles. Neben dem Lebensweg Waszynskis steht auch sein Werk, „Der Dybbuk“ (Jiddisch für Geist), ein Film, der auf einer alten jüdischen Legende beruht, im Fokus der Dokumentation. In der Geschichte geht es um eine Frau, die vom Geist ihrer verstorbenen ersten Liebe besucht wird. Bei der Begegnung stehen romantische Besessenheit und unerwiderte Gefühle im Mittelpunkt.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab Oktober

MORITZ DANIEL OPPENHEIM – THE FIRST JEWISH PAINTER

Von Isabel Gathof, Deutschland 2017, 101 Min.

Im Juli 2015 setzt die Stadt Hanau einem ihrer bekanntesten Bürger ein Denkmal: Moritz Daniel Oppenheim. Wer war der „erste jüdische Maler des 19. Jahrhunderts“, geboren 1800 in Hanau, der bis heute als einer der visionärsten Künstler seiner Zeit gilt?
Die selbst aus Hanau stammende Regisseurin Isabel Gathof zeichnet den Lebensweg eines Künstlers nach, der stets den interkonfessionellen Dialog suchte und sich dabei sowohl zu seiner jüdischen als auch seiner deutschen Herkunft bekannte. Welche herausragende Position Oppenheim damit einnahm, wird in Gesprächen mit Historikern und Nachfahren deutlich. Gleichzeitig begleitet der Film mit eindrucksvollen, metaphorisch anmutenden Aufnahmen den Entstehungsprozess des Hanauer Oppenheim-Denkmals.
Isabell Gathof, die wie Oppenheim in Hanau geboren wurde, arbeitete für die Filmmusik mit der Neuen Philharmonie Frankfurt zusammen. Der Film erhielt 2017 eine Nominierung für den Hessischen Film- und Kinopreis in der Sparte Dokumentarfilm. Die Deutsche Film- und Medienbewertung verlieh ihm das „Prädikat Wertvoll“.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab Oktober

BACK TO THE FATHERLAND

(OmU, englisch / hebräisch)

Von Kat Rohrer und Gil Levanon, Österreich 2018, 75 Min.

Gil und Kat, die zwei Filmemacherinnen, sind seit ihren College Zeiten in New York Freunde. Gil ist aus Israel, Kat aus Österreich. Gil ist die Enkelin eines Holocaust Überlebenden, Kat die eines Nazi-Offiziers.
Gil überlegt, nach Berlin zu ziehen. Doch sie fürchtet die Reaktion ihres Grossvaters Yochanan. Dieser wurde mit 15 Jahren von seinen Eltern von Deutschland nach Israel geschickt. Er sah sie nie wieder. Bis heute misstraut er Deutschen und hält sie für unbelehrbare Antisemiten.

Dan, ein junger Bildhauer, zog nach Berlin. Eine Entscheidung, die seine geliebte Großmutter Lea nicht verstand. Da beschließt Dan, die 91 jährige um eine gemeinsame Reise in ihre Heimatstadt Wien zu bitten. Er hofft Antworten auf offene Fragen zu bekommen.

Und Guy hat Israel verlassen um einer Frau nach Salzburg zu folgen. Die einzige Person in der Familie, die Guy bedingungslos in seiner Entscheidung unterstützte,war sein Großvater Uri. Uri war 15 Jahre alt als er und seine Familie aus dem Konzentrationslager Theresienstadt befreit wurden. Er liebt Österreich noch immer. Israel ist heute sein Zuhause, aber Österreich bleibt seine Heimat.

Die israelischen Freunde und Familien von Gil, Dan und Guy können ihre Entscheidung nur schwer akzeptieren. Die jüngsten Entwicklungen in Europa, der Terror und die verstärkte Zuwanderung muslimischer Flüchtlinge entfacht eine intensive Diskussion:
Kommt zu dem latent existierenden Antisemitismus nun auch ein „importierter“ Antisemitismus in Europa auf? Damit wächst der Druck auf die jungen Israelis. War es die richtige Entscheidung nach Europa zu gehen? Wieviel Risiko steckt darin?
Back to the Fatherland“ zeigt die dritte Generation bei ihrem Bemühen, sich eine Zukunft zu schaffen ohne die Vergangenheit zu ignorieren.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab Oktober