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AB 30.09.2019

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

SYSTEMSPRENGER

Von Nora Fingscheidt, Deutschland 2019, 125 Min.
Mit Helena Zengel, Albrecht Abraham Schuch, Gabriela Maria Schmeide

Die neunjährige Benni heißt eigentlich Bernadette, hasst es aber, wenn sie so genannt wird. Genauso wenig kann sie es leiden, zu immer neuen Pflegefamilien gesteckt zu werden, die sie daher absichtlich jedes Mal vergrault. Denn Benni will einfach nur bei ihrer Mutter Bianca leben. Die hat allerdings Angst vor ihrer Tochter und hat sie deswegen überhaupt erst abgegeben. Keine leichte Situation für das Jugendamt, die für Kinder wie Benni einen eigenen Begriff hat: Systemsprenger. Nachdem Benni praktisch jedes Programm, dass das System für Kinder wie sie bietet, durchlaufen hat, ist der Anti-Aggressionstrainer Micha die letzte Hoffnung, der sonst eigentlich mit straffälligen Jugendlichen arbeitet. Micha fährt mit Benni für drei Wochen in die freie Natur, um sie intensiv pädagogisch zu betreuen. Kann er Benni von ihrer selbstzerstörerischen Kraft erlösen?´

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Termine

Do. 26.09. bis Mi. 02.10., 17:30
Sa. 28.09. bis Mi. 02.10., 22:00

GELOBT SEI GOTT – GRÂCE Â DIEU

(französische OmU)

Von Francois Ozon, Frankreich / Belgien 2019, 137 Min.
Mit Melvil Poupaud, Denis Ménochet, Swann Arlaud

Am Fr. 27.09. mit anschließendem Filmgespräch mit Prof. Dr. Joachim Valentin, Direktor der katholischen Akademie Rabanus Maurus, Frankfurt. In der Reihe „Film des Monats“ des Jury der ev. Filmarbeit. Leitung Dr. Margrit Frölich.

Alexandre Guérin lebt mitsamt Frau und Kindern in Lyon. Mit den tragischen Ereignissen aus seiner Kindheit hat er soweit abgeschlossen - bis er eines Tages erfährt, dass eben jener Priester, der ihn zu seiner Pfadfinderzeit missbraucht hat, Jahrzehnte später immer noch mit Kindern arbeitet und so billigend in Kauf genommen wird, dass er sich an seinen Schützlingen weiterhin vergeht. Also beschließt Alexandre, das Schweigen zu brechen und sich für die Sicherheit der unschuldigen Kinder einzusetzen. Er schließt sich mit François und Emmanuel zusammen, die ähnliche Erfahrungen wie er selbst machen und das Treiben des Priesters nicht weiter hinnehmen wollen. Gemeinsam treten sie für die potentiellen Missbrauchsopfer ein, die es aufgrund von Angst und Scham nicht aus eigener Kraft schaffen, sich den Fängen ihrer Peiniger zu entziehen.

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BORN IN EVIN

(OmU: Deutsch, Englisch, Französisch, Farsi)

Von Maryam Zarée, Deutschland 2019, 98 Min.

Die Filmemacherin Maryam Zaree geht in ihrem Dokumentarfilm den ungewöhnlichen Umständen ihrer eigenen Geburt nach. Denn sie wurde in einem der berüchtigsten politischen Gefängnissen der Welt geboren: Der Shah und die Monarchie Irans wurden vor genau 40 Jahren gestürzt. Als Konsequenz dessen, ließ der neue religiöse Führer Ayatollah Kohmeni nach seiner Machtergreifung Zehntausende politische Gegner verhaften und ermorden. Unter diesen verfolgten Menschen waren auch die Eltern von Maryam, die trotz der widrigen Umstände die Gefangenschaft überlebten und anschließend nach Deutschland flohen. Doch bis heute wurde innerhalb der Familie nicht über die Verfolgung und das Gefängnis gesprochen. Maryam Zaree war das Schweigen satt und will sich ihre Fragen nach dem Ort und den prekären Umständen ihrer Geburt nun selbst beantworten. Dabei trifft sie auch andere Überlebende, Menschen, die wie sie auch in Gefangenschaft geboren wurden, und spricht mit Experten.

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Termine

voraussichtlich ab Oktober