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AB 30.07.2018

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

LANDRAUSCHEN

Von Lisa Miller, Deutschland 2018, 101 Min.
Mit Kathrin Wolf, Nadine Sauter, Volkram Zschiesche

Toni hat jahrelang das wilde Studentenleben in der großen Stadt genossen, doch nun ist sie knapp bei Kasse und findet keinen befriedigenden Job. Also geht es für sie zurück in ihr Heimatdorf, dem sie ursprünglich entfliehen wollte. Eine Erbschaftsangelegenheit dient ihr dabei als Vorwand, sie hofft aber heimlich auf einen kompletten Neuanfang. Dieser Plan geht jedoch nicht auf, das erneute Zusammenleben mit ihren Eltern gestaltet sich problematisch und sie wird bei ihrem Praktikum in der Lokalzeitung nicht ernst genommen, obwohl sie zwei Hochschulabschlüsse in der Tasche hat. Dann lernt sie die lebenslustige Rosa kennen und fühlt sich endlich wieder lebendig. Doch je enger und intensiver die Beziehung zwischen den beiden ungleichen Frauen wird, desto mehr deutet sich an, dass Toni und Rosa eine Entscheidung treffen müssen…
Gewinner des Max Ophüls Preis 2018.

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Do. 26.07. bis Mi. 01.08., 17:45

LOVE, CECIL

(englische OmU)

Dokumentarfilm von Lisa Immordino Vreeland, USA 2017, 99 Min.
Mit Rupert Everett

Der Dandy, Jahrhundertfotograf, Kostümdesigner und Innenarchitekt Cecil Beaton (1904 – 1980) bestimmte den Look von Audrey Hepburn, machte ein Porträt von Marilyn Monroe und verkehrte mit Greta Garbo – er hatte den Zugang und das Talent, um den Stil der Stars des 20. Jahrhunderts zu prägen. Bis heute ist das Multitalent, das für die Vogue fotografierte und für den britischen Hof, das als Set- und Kostümdesigner Oscars gewann für „My Fair Lady“ und „Gigi“, eine Inspiration für viele, die ihm in seinen Berufen nachfolgen. Regisseurin Lisa Immordino Vreeland konnte für ihren Dokumentarfilm „Love, Cecil“ exklusive Filmausschnitte nutzen sowie unveröffentlichte Fotografien, Zeichnungen, Briefe und Zeitzeugenberichte. Aus all dem machte sie ein intimes Porträt.

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Do. 26.07. bis Mi. 01.08., 19:30

GUTE MANIEREN – AS BOAS MANEIRAS

(portugiesische OmU)

Von Juliana Rojas und Marco Dutra, Brasilien / Frankreich 2017, 136 Min.
Mit Isabél Zuaa, Marjorie Estiano, Miguel Lobo

Die junge Krankenschwester Clara wird von der mytseriösen Ana als Kindermädchen für ihr ungeborenes Baby angeheuert. Sie zieht in Anas Stadtwohnung und die beiden Frauen freunden sich schnell an. In einer Vollmondnacht muss Ana plötzlich entbinden und stirbt vor Claras Augen im Kindbett, als das Baby durch ihre Bauchdecke bricht und sich als Wehrwolf entpuppt. Aus Liebe zieht Clara das Kind als ihr eigenes groß, doch damit fangen die Schwierigkeiten erst an.
Gewinner des Kritikerpreises in Locarno 2017

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Do. 26.07. bis Mi. 01.08., 21:30
Do. 02.08., 22:15
Fr. 03.08. bis Di. 07.08., 21:45

NICO 1988

Von Susanna Nicciarelli, Italien / Belgien 2017, 93 Min.
Mit Trine Dyrholm, John Gordon Sinclair, Anamaria Marinca

Zum 30. Todestag von Nico

Biopic über die letzten Jahre im Leben der in Köln geborenen deutschen Sängerin und Modelikone Christa Päffgen, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Nico. Sie wurde auch „Priesterin der Finsternis“ genannt, galt als eine Muse Andy Warhols, schauspielerte für Fellini und sang unter anderem auf dem Debütalbum der legendären experimentellen Rockmusikgruppe The Velvet Underground. Im Mittelpunkt stehen die finalen Auftritte Nicos, die die von ihrer Heroinsucht gezeichnete Musikerin in den 1980er-Jahren über die Bühnen der Welt nach Paris, Manchester, Prag und Nürnberg führten. Außerdem stellt der Film die Beziehung zu ihrem entfremdeten Sohn, der aus einem Verhältnis mit Schauspieler Alain Delon entstand, in den Vordergrund.
Hauptdarstellerin Dyrholm („Das Fest“) singt selbst.

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Do. 02.08. bis Mi. 08.08., 18:00

FRIDAS SOMMER – ESTIU 1993

(katalanische OmU)

Von Carla Simón, Spanien 2017, 98 Min.
Mit Laia Artigas, Paula Robles, Bruna Cusí

Am Do. 02.08. mit anschließendem Filmgespräch mit Monika Bach (Grandfilmverleih), Dr. med. Fabian Härtling (Leiter des sozialpsychiatrischen Zentrums für Kinder und Jugendliche, Frankfurt), Moderation Dr. Margrit Frölich (Vositzende evangelische Filmjury)

Spanien 1993: Nach dem Tod ihrer Mutter muss die sechsjährige Frida (Laia Artigas) zu ihrer Tante und ihrem Onkel aufs Land ziehen. Mit gebrochenem Herzen sieht sie zu, wie alle Möbel aus der alten Wohnung in Lieferwagen verstaut werden und ihre einzigen Freunde zum Abschied noch ein Stück winkend mit dem Auto mitlaufen, in dem sie zu den Verwandten transportiert wird. Obwohl sich diese liebevoll um sie kümmern, fühlt sich Frida ohne Anschluss und fernab ihrer Heimat allein und verlassen, der erste Sommer bei ihrer neuen, alten Familie ist für das Mädchen extrem problematisch. Alle stehen vor der Herausforderung, sich Schritt für Schritt näherzukommen. Erst als sich Frida mit ihrer Cousine Anna (Paula Robles) anfreundet und die beiden praktisch unzertrennlich werden, scheint sie langsam mit ihrer Situation klarzukommen. Doch auch nach der Eingewöhnungsphase hat das eigentlich lebenslustige Kind immer wieder mit tiefer Trauer zu kämpfen...

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Do. 02.08., 20:00
Fr. 03.08. bis Di. 07.08., 19:45

BLACK IS… BLACK AIN’T

Doku von Marlon Riggs, USA 1995, 89 Min.

RE: RE: BLACK MACHO. UNLEASH THE QUEEN
Das Screening gewährt Einblicke in fragile / disruptive Bilder von schwarzer Ma?nnlichkeit und Queerness. Es setzt sich mit der männlichen Geschlechtsideologie in einem queer feministischen Kontext auseinander und setzt seinen Schwerpunkt auf afroamerikanische Avantgarde- und Dokumentarfilmpositionen.
Filmprogramm zur Ausstellung der Galerie Philipp Pflug Contemporary. Kuratiert von James Gregory Atkinson
Ergänzend werden Kurzfilme im Vorprogramm und im SCHAUT!-Ausstellungsraum (im1.Stock) gezeigt.
Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt

In seinem letzten Film lotet Riggs die entfachte Debatte über schwarze Identität aus.

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Fr. 03.08., 16:00

TONGUES UNTIED

Doku von Marlon Riggs, USA 1989, 55 Min.

RE: RE: BLACK MACHO. UNLEASH THE QUEEN
Das Screening gewährt Einblicke in fragile / disruptive Bilder von schwarzer Ma?nnlichkeit und Queerness. Es setzt sich mit der männlichen Geschlechtsideologie in einem queer feministischen Kontext auseinander und setzt seinen Schwerpunkt auf afroamerikanische Avantgarde- und Dokumentarfilmpositionen.
Filmprogramm zur Ausstellung der Galerie Philipp Pflug Contemporary. Kuratiert von James Gregory Atkinson
Ergänzend werden Kurzfilme im Vorprogramm und im SCHAUT!-Ausstellungsraum (im1.Stock) gezeigt.
Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt

Mit Performance- Elementen und Lyrik dokumentiert der Film Homophobie und Rassismus gegen afroamerikanische Männer und porträtiert zugleich eine authentische Darstellung verschiedener Styles und Kulturen, die als Widerstand zur mehrheitsgesellschaftlichen Lebensentwürfen entstanden waren.

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Sa. 04.08., 16:00

SHAKEDOWN

Doku von Leilah Weinraub, USA 2018, 82 Min.

RE: RE: BLACK MACHO. UNLEASH THE QUEEN
Das Screening gewährt Einblicke in fragile / disruptive Bilder von schwarzer Ma?nnlichkeit und Queerness. Es setzt sich mit der männlichen Geschlechtsideologie in einem queer feministischen Kontext auseinander und setzt seinen Schwerpunkt auf afroamerikanische Avantgarde- und Dokumentarfilmpositionen.
Filmprogramm zur Ausstellung der Galerie Philipp Pflug Contemporary. Kuratiert von James Gregory Atkinson
Ergänzend werden Kurzfilme im Vorprogramm und im SCHAUT!-Ausstellungsraum (im1.Stock) gezeigt.
Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt

SHAKEDOWN ist die Geschichte von einer in Los Angeles gegründeten schwarzen lesbischen Stripclubszene und deren Genese. Der Club, im Besitz und betrieben von Frauen, Underground und illegaler Natur. Die Dokumentation entstand nach den Unruhen, Post-OJ Simpson, Post-Integration, in einem immer noch sehr rassistisch getrennten Los Angeles. In dieser geteilten Stadt stellt Shakedown eine autonome schwarz-weiblich betriebene Cashökonomie dar.

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So. 05.08., 16:00

VERHÄNGNIS

(französisch / englische OmU)

Von Louis Malle, Großbritannien / Frankreich 1992, 110 Min.
Mit Jeremy Irons, Juliette Binoche, Miranda Richardson

Mit anschließender psychoanalytischer Interpretation und Diskussion mit Dr. Norbert Spangenberg. In Kooperation mit der DPG, Frankfurt

Stephen Flemming ist ein Brite, wie er im Buche steht: elegant, kultiviert und zugeknöpft. Erst die Begegnung mit der attraktiven Anna Barton lässt ihn ein wenig auftauen. Dummerweise ist die junge Frau ausgerechnet die Verlobte seines Sohnes Martyn. Das hindert Stephen aber nicht daran, mit Anna eine leidenschaftliche Affäre zu beginnen. Immer wieder trifft er sich mit der Frau zu sexuellen Abenteuern, die seine lustvolle Seite zum Klingen bringt. Stephen verliert völlig die Distanz und steigert sich in die Beziehung zu Anna hinein. Ein Leben ohne intime Treffen mit der Verlobten seines Sohnes wird für ihn zunehmend unerträglich. Durch die Abhängigkeit zu Anna gerät Stephen in einen Sog, der sich negativ auf sein sonstiges soziales Umfeld auswirkt. Das Drama nimmt seinen Lauf.

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Mi. 08.08., 20:00
Mi. 15.08., 20:00

ITZHAK PERLMANN – EIN LEBEN FÜR DIE MUSIK

(englische OmU)

Von Alison Chernick, USA / Israel 2018, 80 Min.

Dokumentation über den renommierten Geiger Itzhak Perlman. Perlmans jüdische Eltern emigrierten aus Polen nach Israel, wo er dann geboren wurde. Als Kind erkrankte er an Polio. Er spielt deswegen im Sitzen und hatte aufgrund seiner Behinderung Probleme, an der Musikhochschule ernst genommen zu werden. Sein Repertoire reicht von Schubert über Strauß und Bach bis hin zu Billy Joel. In Alison Chernicks Dokumentarfilm steht Perlmans Vergangenheit im Fokus, seine Erfahrungen als Polio-Überlebender und als jüdischer Emigrant, außerdem zeigt die Regisseurin den Violinisten in Gesprächen mit Familie, Freunden, anderen Musikern und seiner Frau Toby.

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Do. 09.08. bis Mi. 15.08., 18:00

FOXTROT

(OmU: hebräisch / arabisch / deutsch)

Von Samuel Maoz, Frankreich / Israel / Deutschland / Schweiz 2017, 113 Min.
Mit Lior Ashkenazi, Sarah Adler, Yonaton Shiray

Für den Architekten Michael und seine Frau Dafna bricht eine Welt zusammen, als eines Tages Offiziere vor der Tür ihres Hauses in Tel Aviv stehen und ihnen mitteilen, dass ihr 19-jähriger Sohn Jonathan, der gerade seinen Militärdienst leistet, gefallen sei. Während Dafna wie gelähmt ist, steigern sich Michaels anfängliche Trauer und Verständnislosigkeit langsam zu rasender Wut. Als dann auch noch ein Bestattungsoffizier auftaucht, um mit den trauernden Eltern die bürokratischen Details der Beerdigung zu klären, verschlimmert das die Situation weiter. Aber dann nimmt das Schicksal von Michael und Dafna plötzlich eine unvorhergesehene Wendung: Jonathan ist doch noch am Leben, es handelte sich bei der Todesmeldung um eine Verwechslung, einen Fehler im System. Michael fordert, dass sein Sohn sofort zurück nach Hause kommt…

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Do. 09.08. bis Di. 14.08., 19:30

8:30

(englische OmU)

Von Laura Nasmyth und Philip Leitner, Österreich 2017, 70 Min.
Mit Florian Nolden, Doris Hess, Stefan Ried

Ein Handelsvertreter landet in einem Vorort und bemerkt, dass er in einer Zeitschleife gefangen ist. Er findet Unterschlupf bei einer Hausfrau, skypt in einem Möbelcenter, verfolgt Bewohner. Die Situation wird immer abstruser und verwoben mit immer wiederkehrenden Fernsehsendungen, Shoppingshows, pseudodokumentarischen Nachrichten oder Google Street View-Ansichten. Ein gelungenes filmisches Experiment über unser Leben in einer kapitalistisch durchorganisierten, digital durchmedialisierten Welt.

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Do. 09.08. bis Di. 14.08., 21:30

RARA

(spanische OmU)

Von Pepa San Martin, Argentinien / Chile 2018, 86 Min.
Mit Julia Lübbert, Emilia Ossandon, Mariana Loyola

Sara ist fast 13 und kommt langsam in das Alter, in dem sich ihre Gedanken um die erste Liebe und beste Freundinnen drehen und die Schulleistungen auch mal ein wenig darunter leiden können. Die Tatsache, dass ihre Mutter Paula seit der Trennung von ihrem Vater mit einer Frau zusammenlebt, ist für das pubertierende Mädchen dagegen kein Problem. Gemeinsam mit Saras kleiner Schwester Cata sind sie eine ganz normale Patchwork-Familie der oberen Mittelschicht. Doch für Saras Umfeld scheint die Situation nicht ganz so selbstverständlich zu sein und auch ihr Vater entwickelt langsam Bedenken, ob das Zusammenwohnen mit zwei Frauen gesund für seine Töchter ist. Aus Sorge leitet er schließlich rechtliche Schritte ein, die die zuvor größtenteils intakte Welt der Kinder erschüttern.

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Fr. 10.08. bis So. 12.08., 16:00
Fr. 17.08. bis So. 19.08., 16:00
Do. 23.08., 18:00

FAMILIE BRASCH

Von Annekatrin Hendel, Deutschland 2018, 103 Min.

Die Familie Brasch wurde oftmals auch als Familie Mann der DDR bezeichnet, weil zwei der Kinder der Familie, Thomas Brasch und Peter Brasch, als Schriftsteller tätig waren. Ihre Eltern leben den deutschen Traum vom Sozialismus, Vater Horst, leidenschaftlicher Antifaschist und jüdischer Katholik, leistet Aufbauarbeit der DDR. Die Söhne stehen dem real existierenden Sozialismus kritisch gegenüber, 1968 bricht der Generationenkonflikt auf, der Vater liefert den rebellierenden Sohn  Thomas den Behörden aus. Nach 1989 sind sozialistische Träume, egal welcher Art, nichts mehr wert. Die Regisseurin spricht mit u.a. Marion Brasch, Katharina Thalbach, Christoph Hein, Bettina Wegner.

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Do. 16.08. bis Di. 21.08., 18:00

AUS NÄCHSTER DISTANZ – SHELTER

(englisch / arabisch / hebräische OmU)

Von Eran Riklis, Deutschland / Israel / Frankreich 2017, 93 Min.
Mit Neta Riskin, Golshifteh Farahani, Dorai Liddawi

Mit Hilfe des israelischen Geheimdienstes Mossad flieht die Informantin Mona (Golshifteh Farahani) aus dem Libanon nach Hamburg. Dort bekommt sie eine ganz neue Identität und im wahrsten Sinne des Wortes ein neues Gesicht verpasst. Nach der Operation wird sie in einem Safehouse versteckt, einem geheimen Unterschlupf. Gesellschaft bekommt sie dabei von der Agentin Naomi (Neta Riskin), die der Geheimdienst als Beschützerin schickt. Dabei wird bald klar, dass die beiden Frauen weit mehr teilen, als nur das vermeintlich sichere Versteck – sie verbindet auch das Gefühl eines großen Verlustes. Ein Verwirrspiel aus Verrat, Freundschaft, Loyalität und Versprechen nimmt seinen Lauf, das die eigentlich nur zwei Wochen währende Unterkunft zu einer Belastungsprobe für beide Frauen und ihre Überzeugungen macht…

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Do. 16.08. bis Di. 21.08., 20:00

IN THE MIDDLE OF THE RIVER

(englische OmU)

Von Damian John Harper, USA / Deutschland 2016, 114 Min.
Mit Eric Hunter, Max Thayer, Nikki Lowe

Der junge Irak-Veteran Gabriel kehrt nach Hause zurück, weil er den Tod seiner Schwester aufklären möchte. Dabei scheint vor allem sein gewalttätiger Großvater eine wichtige Rolle zu spielen. War er sogar Schuld daran? Unabhängig von der Antwort auf diese Frage, beschließt Gabriel zur Tat zu schreiten und seinen Großvater umzubringen. Doch als er seinen Plan in die Tat umsetzen will, sieht er sich auf einmal dazu gezwungen, den ganzen Tag mit ihm zu verbringen. Großvater und Enkel kommen ins Gespräch und stellen fest, dass sie ähnlich traumatische Dinge im Krieg erlebt haben. Gabriels Plan gerät ins Wanken...

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Do. 16.08. bis Mi. 22.08., 21:45

KATUTURA

(englische OV)

Von Florian Schott, Namibia 2018, 102 Min.
Mit Chops Tshoopara, Gift Uzera, Obed Emvula

In Anwesenheit von Regisseur Florian Schott. In Kooperation mit der Deutsch-Namibischen Gesellschaft.

Das Leben in einer namibischen Vorstadt ist nicht einfach, Armut und Kriminalität stehen an der Tagesordnung. Mit den Schwierigkeiten muss jeder zurechtkommen, doch auf welche Art und Weise, das muss jeder für sich selbst bestimmen. Der ehemalige Strafgefangene Dangi (Chops Tshoopara) versucht dem Kreis aus Drogen und Gewalt zu entkommen und ein gesetzestreues Leben zu führen, während der profitgierige Gangster Shivago (Obed Emvula) sein Drogenkartell ausweiten und neue Märkte erschließen will. Der an den Rollstuhl gefesselte Teenager Kondja (Gift Uzera) will sein Leben nutzen, um Straßenkinder zu helfen, dabei verliebt er sich das erste Mal. Schon bald kreuzen sich die Wege der drei Menschen auf zum Teil hoffnungsvolle, aber auch brutale Art und Weise…

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Mi. 22.08., 18:00

POSTCARDS FROM LONDON

(englische OmU)

Von Steve McLean, Großbritannien 2018, 90 Min.
Mit Harris Dickinson

Der bildhübsche Kleinstadtjunge Jim kommt nach London, um in der großen Stadt sein Glück zu finden. Doch schon in der ersten Nacht wird er ausgeraubt und muss auf der Straße übernachten. Dort hört er von "The Raconteurs", einer Gruppe von feingeistigen Männer-Escorts mit enzyklopädischem Wissen über die schönen Künste, die sich auf das geschliffene Gespräch vor und nach dem Sex spezialisiert haben. Jim schließt sich den Jungs an und steigt schnell vom naiven Anfänger zur gefragten Begleitung und Künstler-Muse auf. Mit seinem Aussehen könnte er es sogar zum größten Stricher-Star bringen, den London je gesehen hat. Wenn er nur nicht unter dem Stendhal-Syndrom leiden würden, das ihn beim Anblick wahrer Kunst in Ohnmacht und in Tableau vivants seines Lieblingsmalers Caravaggio fallen lässt. Doch Jims Übersensibilität eröffnet ihm auch ganz neue Möglichkeiten …
Regisseur Steve McLean siedelt seine selbstironische Ode an die Kunst der käuflichen Liebe in einem hochstilisierten Soho der Gegenwart an, in dem Escorts als die einzig wahren Träger schwuler Kulturgeschichte gelten. Jims Coming-of-Age-Geschichte ist eng verwoben mit queeren Filmklassikern wie Pasolinis "Accatone", Fassbinders "Querelle" und Van Sants "My Own Private Idaho". Wichtigste Bezugspersonen sind aber Caravaggio - der erste Maler, der es wagte, Bettler und Huren zu Heiligen zu machen - und Derek Jarman, der das Leben des Künstlers kühn verfilmte. In der Hauptrolle glänzt der britische Nachwuchsstar Harris Dickinson, der seit Eliza Hittmans preisgekröntem Jugenddrama "Beach Rats" (2017) zu einem der aufregendsten Darsteller seiner Generation zählt.

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Mi. 22.08., 20:15

LEBENSZEICHEN – JÜDISCHSEIN IN BERLIN

Von Alexa Karolinski, Deutschland / USA 2018, 83 Min.

Do. 23. 08. In Anwesenheit von Regisseurin Alexa Karolinski

Klappernde Teller, mit denen der Tisch für das Rosh-Hashanah-Fest gedeckt wird. Das hell erleuchtete Haus einer alten jüdischen Dame, die den Krieg in einem dunklen Bunker überlebt hat. Eine Gruppe von Freundinnen, die den Garten der Liebermann-Villa pflegen…
Die Regisseurin ist im heutigen Berlin auf Spurensuche gegangen und folgt den vielgestaltigen Lebenszeichen, Ritualen und Gewohnheiten: Ein vielstimmiges Porträt jüdischer Geschichte(n). Nach „Oma & Bella“ der zweite Teil der geplanten Trilogie.

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Do. 23.08., 20:00
Fr. 24.08. bis Mi. 29.08., 18:00

SILVANA

(schwedische OmU)

Von Mika Gustafson und Olivia Kastebring, Schweden 2017, 91 Min.

Dokumentation über die schwedische Hip-Hop-Künstlerin Silvana Imam. Silvana hat litauische und syrische Wurzeln und kämpft mit ihren kompromisslosen Texten gegen Unterdrückung an und setzt sich für Feminismus und Gleichberechtigung ein. In ihrem gleichnamigen Dokumentarfilm begleiten die Regisseure Mika Gustafson, Olivia Kastebring und Christina Tsiobanelis die Rapperin über mehrere Jahre hinweg und zeigen, wie so von der Underground-Künstlerin zum Star und zur Ikone wurde. Doch mit dem Erfolg geht auch ein zunehmender Druck einher und im Jahr 2016 zieht sich Silvana aus der Öffentlichkeit zurück. Anschließend erfindet sie sich als Künstlerin neu und arbeitet an ihrem Comeback. Auch auf Silvanas Liebesbeziehung mit der schwedischen Popsängerin Beatrice Eli gehen die Regisseur in ihrem Film ein.

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Do. 23.08., 22:00
Fr. 24.08. bis Mi. 29.08., 21:45

DER DOKTOR AUS INDIEN

(englische OmU)

Von Jeremy Frindel, USA 2018, 89 Min.

Ende der 1970er Jahre erhielt Dr. Vasant Lad von dem Guru und Ayurveda-Anwender Deepak Chopra die Bestimmung, die ganzheitliche alternative Heilmethode in der westlichen Welt zu verbreiten. In seiner Dokumentation „Der Doktor aus Indien“ erstellt der Regisseur Jeremy Frindel ein filmisches Porträt von Dr. Lad, zeigt Gespräche mit Deepak Chopra und zeichnet den Erfolgsweg von Ayurveda im Westen nach.

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Fr. 24.08. bis So. 26.08., 16:00

B 12 – GESTORBEN WIRD IM NÄCHSTEN LEBEN

Von Christian Lerch, Deutschland 2018, 90 Min.

In seinem Dokumentarfilm „B12“ zeigt Regisseur Christian Lerch ein altes Rasthaus gleichen Namens, das wiederum nach der Bundestraße 12 zwischen München und Passau benannt ist. Lerch begleitet eine Gruppe Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen und sich häufig in diesem alten Rasthaus aufhalten, durch ihren Alltag. Es werden Weißwürste serviert und die großen Themen des Lebens besprochen, wie zum Beispiel die Qualitätsmerkmale eines Saukopfs. Unter ihnen ist ein bayrisches Urgestein: Der 89-jährige Patriarch und Grantler Lenz, der liebevoll von seiner Familie umsorgt wird und sogar noch alte Freunde hat, die ihn regelmäßig besuchen. Trotzdem ist der Rentner des Lebens überdrüssig und das bekommt seine Umwelt natürlich auch zu spüren. Die lässt sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen.

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Fr. 24.08. bis Mi. 29.08., 19:45