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AB 01.02.2020

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

DIE WÜTENDEN – LES MISÉRABLES

(französische OmU)

Von Ladj Ly, Frankreich 2019, 102 Min.
Mit Damien Bonnard, Alexis Manenti, Djebril Didier Zonga

Stephane hat sich vor kurzem der Einheit für Verbrechensbekämpfung von Monfermeil, einem Vorort von Paris, angeschlossen. Dies ist genau der Ort, an dem Victor Hugo 1862 seinen Roman "Les Misérables" (zu deutsch: "Die Elenden") spielen ließ. Zusammen mit Stephanes neuen Kollegen Chris und Gwada  – beide erfahrene Mitglieder der Einheit – bemerkt er schnell die Spannungen zwischen den lokalen Gangs und der örtlichen Polizei. Seine Kollegen haben derweil ihre eigene, unkonventionelle Methode gefunden, mit den kriminellen Clans umzugehen: Weil auf den Straßen der Stadt andere Gesetze gelten, überschreiten die Beamten regelmäßig die Grenzen des Legalen und sehen sich dennoch im Recht. Als das Maskottchen eines Clan-Chefs, ein lebendes Löwenbaby, gestohlen wird, droht die Situation im Viertel zu eskalieren. Als das Trio eine Verhaftung vornehmen will, werden die Polizisten mit einer Drohne gefilmt und ihr Vorgehen setzt eine Lawine der Entrüstung in Gang. Wer sind nun die Gejagten?


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Termine

Do. 30.01. bis Di. 04.02., 18:00

SORRY WE MISSED YOU

(englische OmU)

Von Ken Loach, Großbritannien / Belgien / Frankreich 2018, 101 Min.
Mit Krist Hitchen, Debbie Honeywood, Rhys Stone

Am Do. 06.02. mit anschließendem Filmgespräch. In der Reihe Film des Monats des Gemeinschaftswerks der evangelischen Publizistik.

Newcastle: Paketbote Ricky Turner und seine als Altenpflegerin arbeitende Frau Abbie haben zunehmend Schwierigkeiten, ihr Leben in unsicheren Jobsituationen zu handeln. Beide leiden unter ihren Null-Stunden-Verträgen und Ricky findet höchstens Alternativen als Handwerker oder auf dem Bau. Aufgrund seiner Anstellung ist Ricky nämlich verpflichtet, für seine Firma einen Lieferwagen mit strengen Lieferzeiten zu mieten und dafür böse in Vorkasse zu gehen. Er überredet seine Frau, ihr Auto zu verkaufen, auch wenn sie es für ihren Job braucht. Nur so kann er den Van bezahlen. Rickys Schulden steigen aufgrund seiner Beschäftigungssituation derweil immens an und die Patienten seiner Frau leiden immer mehr unter Vernachlässigung. Ein Teufelskreis, aus dem die Familie Turner nur schwer ausbrechen kann. Die Überstunden wirken sich immer stärker auf das Familienwohl aus, da beginnt auch noch Sohnemann Seb aufständisch zu werden...

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Termine

Do. 30.01. bis So. 02.02., 20:00
Di. 04.02., 20:00
Mi. 05.02., 18:00
Do. 06.02., 19:30
Fr. 07.02. bis Mi. 12.02., 19:45
Do. 13.02. bis So. 16.02., 18:00

LITTLE JOE – GLÜCK IST EIN GESCHÄFT

(englische OmU)

Von Jessica Hausner, Österreich / Deutschland / Großbritannien 2019, 106 Min.
Mit Emily Beecham, Ben Whishaw, Kerry Fox

Alice ist eine Frau, die ihren Job als Wissenschaftlerin im Gewächshaus liebt. Als alleinerziehende Mutter führt sie mit ihrem Sohn Joe ein glückliches Leben. Ihre neueste Entdeckung scheint sensationell zu sein: Sie hat eine purpurrote Zinnoberpflanze geschaffen, die eine ganz besondere Eigenschaft hat: Wenn sie in der idealen Raumtemperatur steht, macht der Duft der Pflanze die anwesenden Menschen glücklich. Zu Ehren ihres Sohnes nennt sie ihre Schöpfung „Little Joe“. Sie nimmt ein Gewächs mit nach Hause, ohne zu wissen, welche Auswirkungen das Saatgut der Pflanze auf alle Menschen oder Tiere hat, die mit ihnen in Kontakt kommen. Die Menschen, die sich im unmittelbaren Umfeld der Pflanze befinden, beginnen sich eigenartig zu benehmen und schon bald beschleicht Alice der Verdacht, dass ihre eigene Schöpfung wohl doch nicht so harmlos ist, wie sie angenommen hat.

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Termine

Do. 30.01. bis So. 02.02., 22:00
Mo. 03.02., 22:15
Di. 04.02., 22:00
Mi. 05.02., 22:15

DIE SEHNSUCHT DER SCHWESTERN GUSMAO

(portugiesische OmU)

Von Karim Ainouz, Brasilien / Deutschland 2019, 139 Min.
Mit Carol Duarte, Julia Stockler, Gregório Duvivier

Rio de Janeiro, 1950. Die introvertierte und talentierte Eurídice findet in ihrer älteren, eher extrovertierten Schwester Guida den Rückhalt, den sie in einer patriarchalischen Gesellschaft so dringend benötigt. Als diese jedoch mit ihrem Freund durchbrennt, muss sie sich gezwungenermaßen den Pflichten als Einzelkind und Ehefrau stellen, wobei sie sich bald in einer Ehe ohne Liebe wiederfindet. Dabei wollte sie eigentlich Musikerin werden... Traumhaft schönes Melodram. Hauptpreis Cannes 2019 - Un Certain Regard

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Termine

So. 02.02., 11:30
So. 09.02., 11:15

MUTTERLAND – DAS MATRIARCHAT DER MINANGKABAU

(OmU)

Von Uschi Madeisky, Dagmar Margosdotter und Yelfia Susanti, Deutschland 2019, 92 Min.

In Anwesenheit der Regisseurinnen. Mit anschließendem Filmgespräch

In West-Sumatra, Indonesien befindet sich die Heimat der Minangkabau. Mit mehreren Millionen bilden sie die größte matriarchale Gesellschaft der Welt. Sie leben nach dem Adat, dem mütterlichen Naturrecht – in friedlichem Zusammenleben mit dem Islam. Haus, Hof und Land liegen bei ihnen in den Händen von Frauen. Der Film erzählt vom Alltag aus der Perspektive der 33-jährigen Yelfia Susanti, die es versteht, mit ihrem großen Klan für Ausgleich und ein gutes Leben für alle zu sorgen.

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Termine

So. 02.02., 14:00

BUTENLAND

Von Marc Pierschel, Deutschland 2019, 82 Min.

Am 03.02. in Anwesenheit von Regisseur Marc Pierschel, der Protagonistin Karin Mück (Tierschutzaktivistin) und des Protagonisten Jan Gerdes (ehemaliger Milchbauer)

Auf dem Hof Butenland dürfen Rinder im Kuhaltersheim ihren letzten Lebensabend verbringen. Der ehemalige Milchbauer Jan Gerdes und seine Partnerin, die Tierschutzaktivistin Karin Mück, haben mit dem Gehöfft einen Ort geschaffen, der mit all seiner Friedlichkeit fast schon unwirklich wirkt. Im Gegensatz zu fast jedem anderen landwirtschaftlichen Betrieb steht bei ihnen nicht die Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt, sondern die Bedürfnisse jedes (ehemaligen) Nutztieres. Der Filmemacher Marc Pierschel hat das Paar zwei Jahre lang mit seiner Kamera begleitet und hinterfragt mit seinem Dokumentarfilm den gegenwärtigen gesellschaftlichen Status der Tiere.

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Termine

Mo. 03.02., 20:00
Do. 06.02. bis Mi. 12.02., 18:00
So. 16.02., 12:00
Mo. 17.02. bis Mi. 19.02., 18:00

DAS FREIWILLIGE JAHR

Von Ulrich Köhler und Henner Winckler, Deutschland 2019, 86 Min.
Mit Maj-Britt Klenke, Sebastian Rudolph, Thomas Schubert

Am 05.02. in Anwesenheit von Regisseur Henner Winckler

Urs ist alleinerziehender Arzt. Als engagierter Mensch kümmert er sich um seinen alkoholkranken Bruder Falk. Um zu verhindern, dass seine Tochter Jette nicht wie er in der Provinz hängen bleibt, überredet er sie zu einem Freiwilligen Sozialem Jahr in Südamerika. Urs möchte seiner Tochter damit ein freies, selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Aber Jette ist hin- und hergerissen. Auf der einen Seite möchte sie ihre Jugendliebe Mario nicht zurücklassen. Auf der anderen Seite möchte sie auch den Erwartungen ihres Vaters gerecht werden. Schlussendlich entscheidet sich Jette für die Reise nach Costa Rica. Am Flughafen angekommen, plagen sie dann aber doch Zweifel und sie versteckt sich vor ihrem Vater. Dieser muss feststellen, dass er das Glück seiner Tochter ebenso wenig erzwingen kann wie das eigene.

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Termine

Mi. 05.02., 20:00
Do. 06.02., 22:00
Fr. 07.02. bis Mi. 12.02., 21:45

VARDA PAR AGNÈS

(französische OmU)

Von Agnès Varda und Didier Rouget, Frankreich 2019, 116 Min.

Bevor Agnès Varda, die mit Werken wie „Cléo – Mittwoch zwischen 5 und 7“ die französische Nouvelle Vague geprägt hat wie keine zweite Filmemacherin, am 29. März 2019 in Paris im Alter von 90 Jahren an Krebs verstorben ist, tourte sie um die Welt, um vor Publikum über ihre Arbeit als Regisseurin, Fotografin und Installations-Künstlerin zu sprechen. Sie selbst hat diese Auftritte anschließend zu dem Dokumentarfilm „Varda by Agnès“ verarbeitet, in dem sie ihre sieben Dekaden umspannende Karriere nicht chronologisch abarbeitet, sondern mit allerlei liebenswerten, verschrobenen und erhellenden Anekdoten munter zwischen den Jahrzehnten und Kunstdisziplinen hin und her springt. Nachdem sie bereits 2008 mit „Die Strände von Agnès“ ein ganz persönliches Selbstporträt abgeliefert hat, folgt mit „Varda by Agnès“ nun noch ein ebenso persönliches Porträt des eigenen künstlerischen Lebenswerks.

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Termine

So. 09.02., 13:45
So. 16.02., 13:45
So. 23.02., 13:45
So. 01.03., 13:45

LA GOMERA – THE WHISTLERS

(rumänische OmU)

Von Corneliu Porumboiu, Rumänien / Frankreich / Deutschland 2019, 98 Min.
Mit Vlad Ivanov, Catrine Marlon, Rodica Lazar

Um Informationen für die Freilassung des rumänischen Geschäftsmannes Zsolt zu sammeln, der in Bukarest festgenommen wurde und dort im Gefängnis sitzt, begibt sich der korrupte Polizist Cristi, der mit allen Wassern gewaschen ist, auf die Kanaren, um die Sprache der Einheimischen zu erlernen - den so genannten Dialekt Slibo. Nur so sieht er eine Möglichkeit, etwas zu erreichen und seinen Vorgesetzten zu entkommen, die in ihm einen Verräter vermuten und ihn überwachen lassen. Dummweise ist Slibo gar nicht so einfach, denn die Sprache erfordert erstaunlich viel zischen, Vogelpfeifen und spucken. Sie wird als geheime Verständigungsform der Gangster benutzt, deren Hauptquartier auf La Gomera ist, da die Polizisten sie so nicht verstehen können. Verkompliziert wird das ganze dadurch, dass sich Cristi nach einer heißen Nacht in Gilda verliebt hat, die wunderschöne Geliebte des obersten Drogenbosses, dessen Geld Zsolt wäscht. Ärger ist also vorprogrammiert.

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Termine

Do. 13.02. bis Mi. 19.02., 20:00
Do. 20.02. bis Di. 25.02., 22:15
Mi. 26.02., 22:00

CONGO MURDER – MORDENE I KONGO

(OmU: norwegisch / englisch)

Von Marius Holst, Norwegen / Dänemark / Schweden / Deutschland 2018, 128 Min.
Mit Aksel Hennie, Tobias Santelmann, Ine F. Jansen

Im Frühjahr 2009 werden die zwei norwegischen Abenteurer Joshua French und Tjostolv Moland angeklagt, ihren angeheuerten Chauffeur Abedi Kasongo auf der Ituri-Straße kurz vor dem Grenzübergang in den östlichen Kongo getötet zu haben. Die folgende rücksichtlose Jagd auf die Beiden und der harsche Einsatz der kongolesischen Militärgerichtsbarkeit beschwören zugleich auch eine bedeutende politische und diplomatische Krise herauf. Denn es geht nicht nur um Mord: Auch Raub, illegaler Waffenbesitz und vor allem Spionage stehen auf der langen Anklageliste. French und Moland haben für eine Sicherheitsfirma gearbeitet und hatten laut Gericht den Auftrag, vertrauliche Dokumente aus dem Kongo zu schmuggeln. Der Version der beiden Norweger zufolge wurde Kasongo hingegen von bewaffneten Banditen erschossen. Doch es scheint belastende Zeugen zu geben. Ob Fremch und Moland die Tortur überleben?

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Do. 13.02. bis Mi. 19.02., 22:00

TOMMASO UND DER TANZ DER GEISTER

(OmU: italienisch / englisch)

Von Abel Ferrara, Italien / Großbritannien / USA 2019, 118 Min.
Mit Willem Dafoe, Anna Ferrara, Christina Chiriac

Tommasos bisheriges Leben drehte sich vor allem um sich und seine Kunst. Nun konzentriert sich der Amerikaner auf sein Dasein als Ehemann und Familienvater und lebt mit seiner dreijährigen Tochter Dee Dee und seiner Frau Nikki in Rom. Anstelle eines aufregenden Lebens am Puls der Zeit treten Italienischunterricht, Yoga-Kurse und Ausflüge zum Spielplatz. Wo er sich früher ganz dem Künstlerleben widmen konnte und Verantwortlichkeiten nicht auf seiner Agenda standen, müssen nun Einkäufe erledigt, für die Familie gekocht, Schlafenszeiten eingehalten und Beziehungsprobleme gelöst werden. Neben diesem strammen Plan als Hausmann lässt es sich Tommaso dennoch nicht nehmen, weiterhin künstlerisch tätig zu sein, und gibt anderen interessierten Schülern Schauspielunterricht, meditiert und dreht mitten in der Nacht einen Film. Doch das ist ihm nicht genug. Tief im Inneren vermisst Tommaso sein altes Leben und hadert mit sich – doch zugeben will er es nicht. Als die Albträume zunehmen kann er sich dieser Einsicht nicht mehr entziehen.

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Do. 20.02. bis Mi. 26.02., 18:00
Do. 27.02. bis Mi. 04.03., 19:45

WEISSER WEISSER TAG –HVITUR, HVITUR DAGUR

(isländische OmU)

Von Hlynur Palmason, Island / Dänemark / Schweden 2019, 109 Min.
Mit Ingvar Eggert Sigurdsson, Ida Mekkin Hlynsdottir, Hilmir Snaer Gudnason

In einer kleinen, sehr abgelegen Stadt in Island vermutet der beurlaubte Polizeikommissar Ingimundur, dass sein Nachbar Olgeir hinter sienem Rücken eine Affäre mit seiner heiß geliebten Frau hatte, die kürzlich bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen ist. Seine Suche nach der Wahrheit wird zur Obsession, denn Realität, Angst, Wut, Schmerz und Fantasie verschwimmen immer mehr zu einem einzigen Wahn, der ihn antreibt, blutige Rache zu nehmen und Beweise für die vermeintliche Affäre zu finden. Irgendwann schleicht sich sogar der verstörende Gedanke in seinen Kopf, der Tod seiner Frau könnte aus irgendeinem sinistren Grund von langer Hand geplant worden sein. Steckt vielleicht Olgeir dahinter, um seinen Seitensprung zu vertuschen? Ingimundurs Angst, betrogen worden zu sein, gefährdet bald nicht nur ihn selbst, sondern auch seine geliebten Kinder...

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Do. 20.02. bis Di. 25.02., 20:15
Do. 27.02. bis Mi. 04.03., 22:00

THE ROYAL TRAIN

(rumänische OmU)

Von Johannes Holzhausen, Österreich / Rumänien 2019, 92 Min.

Obwohl die schon lange zuvor umstrittene Monarchie in Rumänien bzw. das Königreich Rumänien 1947 von der sozialistischen Volksrepublik abgelöst wurde, betreibt Prinzessin Margareta von Rumänien aus dem Hause Hohenzollern-Sigmaringen seit einiger Zeit wieder politische Lobbyarbeit für ihre Familie. Wenn es nach ihr geht, soll die ehemalige Königliche Familie, die 1947 ins Exil gezwungen wurde, 1989 aber zurückkehren durfte, wieder an die Staatsspitze gelangen. Mit ihrem „Königlichen Zug“, mit dem einst ihr Vater König Michael I. fuhr, reist sie dafür durch das ganze Land, besucht das Volk und wird von den Menschen gefeiert, für die das ehemalige Königshaus noch immer ein wichtiger nostalgischer Faktor Rumäniens ist - durchaus verklärt aufgrund der kommunistischen Verbrechen. Der Filmemacher Johannes Holzhausen hat die Prinzessin auf einer ihrer Reisen begleitet und dabei auch einige äußerst skurrile Momente erlebt.

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So. 23.02., 12:00
So. 01.03., 12:00

TAXI ZUM KLO

Von Frank Ripploh, Deutschland 1981, 92 Min.
Mit Frank Ripploh, Berd Broaderup, Gitte Lederer

Bei seiner Erstveröffentlichung im Jahr 1980 löste TAXI ZUM KLO in den Kinos der braven Bundesrepublik einen Skandal aus - und wurde kurz darauf trotzdem mit dem renommierten Max Ophüls Preis ausgezeichnet. Heute gilt Frank Ripplohs authentischer und schamloser schwuler Liebesfilm als einer der großen Klassiker des queeren Kinos. Zum seinem 40. Jubiläum kehrt TAXI ZUM KLO nun endlich in digital restaurierter Fassung zurück!

"Ich mag Männer, bin 30 Jahre alt und von Beruf Lehrer", sagt Frank, der abends auch schon mal als Peggy ausgeht. Im Fummel lernt er auch Bernd kennen - und nimmt ihn aus dem Kino, wo Bernd arbeitet, direkt mit nach Hause. Von da an sind die beiden ein Paar. Frank genießt das Zusammensein mit Bernd, aber er will auch weiter seine Freiheiten jenseits des trauten Heims: Treffen mit anderen Männern, vor allem anonymen Sex im Parks und auf öffentlichen Toiletten, den sogenannten Klappen. Für die monogame Partnerschaft, wie Bernd sie sich wünscht, ist er nicht zu haben. Auf dem jährlichen Tuntenball kommt es zum Eklat.
Mit TAXI ZUM KLO erzählt Regisseur und Hauptdarsteller Frank Ripploh seine eigene Lebensgeschichte nach: Bevor er mit dem Filmemacher begann, war er Lehrer an einer Schule in West-Berlin. Sein offene Umgang mit Homosexualität brachte ihm damals viel Ärger ein und kostete ihn seinen Posten. Ein durch und durch unabhängiges Stück Kino, das beweist, wie weit wir auch in Deutschland hinsichtlich der offenen Darstellung von schwuler Sexualität und nicht-heteronormativen Lebenskonzepten schon einmal waren.

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Mi. 26.02., 20:00

LOOKING AT THE STARS – OLHANDO PARA AS ESTRELAS

(portugiesische OmU)

Von Alexandre Peralta, Brasilien 2016, 90 Min.

Die Brasilianerin Fernanda Bianchini führt mitten im Herzen São Paulos eine ganz besondere Ballettschule. Jeder der Schüler, der dort Ballett lernt, ist blind. Doch eigentlich unterscheidet sie oberflächig nichts von ihren sehenden Kollegen. Genau so wie sie, sind sie diszipliniert, unerschrocken und voller Mut. Fernandas Ballettschule ist noch immer das erste und einzige Studio für Blinde weltweit und natürlich lernen Sehende Menschen ganz anders Ballett als Blinde. Wo bei den einen vor allem Blut, Schweiß und Tränen laufen, zählen bei Fernanda vor allem das Gehör, Berührungen und Mut. Fernandas ehemalige Schülerin Geyza ist seit ihrem 9. Lebensjahr blind und nun Primaballerina und Ballettlehrerin an Fernandas Schule. Wenn Geyza tanzt, bemerkt man nicht, dass sie nichts sehen kann. Auch, dass sie im Alltag oft mit Unsicherheiten zu kämpfen hat, ist nicht zu spüren. Auf der Bühne ist sie eine unabhängige und freie Frau. Damit ist sie auch ein großes Vorbild für die 14-jährige Thalia. Sie wird in der Schule oft gehänselt und findet kaum Anschluss. Doch dank der Tanzschule wird sie immer selbstbewusster und hat Freunde gefunden.

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Do. 27.02. bis Mi. 04.03., 18:00