Vorschau

AB 24.08.2019

Kartenbestellung:

Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

CONGO CALLING

(OmU)

Von Stephan Hilpert, Deutschland 2019, 90 Min.

Eine Dokumentation über drei Europäer, die sich seit vielen Jahren im Kongo engagieren, aber sich nun damit auseinandersetzen müssen, dass es in der Entwicklungshilfe neben Erfolgen auch viele Rückschläge zu verkraften gilt: Der spanisch-französische Wissenschaftler Raul führt eine Studie über Rebellengruppen im Kongo durch. Seine Kollegen finanzieren ihm das Projekt, doch schon bald stellt er fest, dass seine Arbeitskollegen mit den Geldern auch die vorherrschende Korruption unterstützen. Peter ist ein deutscher Entwicklungshelfer und wird nach 30 Jahren Dienst in Rente geschickt. Als er zur Ruhe kommt, stellt er jedoch fest, dass er außerhalb Afrikas keine Perspektiven für sich und sein Leben sieht. Anne Laure kommt aus Belgien und hat sich von der Entwicklungshilfe losgesagt. Mittlerweile arbeitet sie für ein Musikfestival, das regelmäßig in Zentralafrika stattfindet. Gemeinsam mit ihrem regimekritischen Mann und anderen Einheimischen kämpft sie nun für eine bessere Zukunft.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 22.08. bis Di. 27.08., 18:00

ICH WAR ZUHAUSE ABER …

Von Angela Schanelec, Deutschland / Serbien 2019, 105 Min.
Mit Maren Eggert, Jakob Lassalle, Clara Moeller

Eine Woche war Astrids Sohn Philip verschwunden, nun ist er plötzlich wieder da, ohne Erklärungen, mit verletztem Fuß. Was hat er gesucht, ein Ausgeliefertsein an die Natur, eine Annäherung an den Tod, ausgelöst durch den Tod seines Vaters? Langsam setzt der Alltag wieder ein, Philip probt mit seiner Klasse ein Stück von Shakespeare, Astrid geht ihrem Beruf im Berliner Kunstbetrieb nach. Doch sie trägt nun schwer an der Einsicht, dass ihr Sohn ein eigenes Leben führt und ihr Einfluss begrenzt ist.
Wunderbar leicht gewebter „lyrischer“ Film, in dem jede Szene meisterhaft für sich steht, sich aber dennoch collagenhaft zusammensetzt zu einer emotionalen Erzählung über Muttersein und Existenz. Eine Schule des Sehens und ein Glücksfall für das Kino!

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 22.08. bis Mi. 28.08., 20:00

ENDZEIT

Von Carolina Hellsgard, Deutschland 2018, 90 Min.
Mit Gro Swantje Kohlhof, Maja Lehrer, Trine Dyrhom

Deutschland wird von Zombies heimgesucht, nur Weimar und Jena sind vermutlich noch, dank eines Schutzzauns, letzte Orte menschlicher Zivilisation. Die 22-jährige Vivi und die 26-jährige Eva schlagen sich zwischen den beiden Städten auf freiem Feld gegen Massen von Untoten durch und müssen sich dabei auch den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen. Während Vivi voller Verzweiflung versucht herauszufinden, was mit ihrer kleinen Schwester passiert ist, möchte Eva komplett neu anfangen, indem sie aufhört Zombies zu töten. Denn bisher galt sie immer als eiskalte und furchtlose Zombie-Killerin. Auf ihrem Weg finden die beiden Frauen eine wunderschöne Natur vor, die sich zurückerobert hat, was ihr einst gehörte… Mit einem Auftritt der dänischen Schauspielerin Trine Dyrholm als mystisch-fantastischem Zwitterwesen zwischen Mensch und Pflanze.
Der erste feministische Zombiefilm! Nach dem Comic von Olivia Vieweg.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 22.08. bis Mi. 28.08., 22:00

TASTE OF RAIN

(OmU)

Von Richard Pakleppa, Namibia / Deutschland / Südafrika 2012, 83 Minuten
Mit Nicola Hanekom, Grant Swanby, Pope Jerrod

In Kooperation mit der Deutsch-Namibischen-Gesellschaft.

Rachels Lebenstraum, an der Seite ihres Mannes Thomas eine Farm in Namibia zu bewirtschaften, ist nach Jahren extremer Trockenheit ebenso ausgedörrt wie das nach Regen dürstende Land.
In einem verzweifelten Versuch, den letzten verbliebenen Schafen das Überleben zu sichern, verlässt Thomas die Farm, um nach Wasser und Futter für die Tiere zu suchen. Die Ankunft von Ray, einem Rutengänger im Dienste der Regierung, der bei der Suche nach unterirdischen Wasservorkommen behilflich sein soll, konfrontiert Rachel mit Gefühlen, die sie vergessen geglaubt hatte.
Doch die Liebe zu Ray bringt ihr keine Erlösung. Die zufällige Begegnung des Paares mit Shaanika, der während des namibischen Befreiungskrieges auf der südafrikanischen Seite Gefangene folterte, fördert eine schockierende Seite von Ray ans Licht. Ray und Rachel sind Gefangene ihrer traumatischen Erinnerungen und Schuldgefühle, aus denen sie sich nicht zu befreien vermögen. Erst die Reise an einen Ort des Wassers setzt bei Rachel einen inneren Heilungsprozess in Gang.

Film in der IMDb suchen

Termine

Mi. 28.08., 18:00

BECOMING ANIMAL

(englische OmU)

Von Emma Davie und Peter Mettler, Schweiz / Großbritannien 2018, 82 Min.

Wir nehmen unsere Umwelt im Alltag zwar wahr, die Menschen, die uns umgeben, die Natur, durch die wir uns bewegen - aber wie genau lassen sich eigentlich Beziehungen zwischen all diesen unterschiedlichen Elementen herstellen? Perspektivenwechsel lautet die Antwort, die „Becoming Animal“ auf diese Frage liefert. Und so wirft das Regie-Duo Emma Davie und Peter Mettler mal aus luftiger Höhe und mal aus nächster Nähe einen Blick auf alles, das uns tagtäglich umgibt. Mal aus der Sicht eines Vogels, mal aus dem Blickwinkel einer vor sich hin kriechenden Schnecke, widmen sich die Filmemacher gemeinsam mit dem Philosophen David Abram allem, was uns in unserem Leben begleitet und den unterschiedlichsten Beziehungen, die dabei entstehen – zwischen Raum und Zeit, Mensch und Tier, Körper und Intuition. Anhand jener Beobachtungen und anschließender Reflexion entsteht so eine völlig neue Sicht auf die Welt, die uns tagtäglich doch so vertraut scheint.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab September

CARMINE STREET GUITARS

(englische OmU)

Von Ron Mann, Kanada 2018, 80 Min.
Mit Jim Jarmush, Charlie Sexton, Eszter Balint

Im Herzen von New York werden seit Jahrzehnten ganz besondere Instrumente gebaut: Zusammen mit seiner Auszubildenden Cindy Hulej stellt der Gitarrenbauer Rick Kelly hier in seinem Laden maßgefertigte Gitarren aus Holz her, das sie aus alten Hotels, Kirchen, Bars und anderen Gebäuden Manhattans retten konnten. Selbst Musiklegenden wie Bob Dylan, Lou Reed und Patti Smith sind der Meinung, dass keine Gitarren besser klingen, als die aus Greenwich Village. Denn die Instrumente haben nicht nur eine unverwechselbare Optik, sondern sind auch für ihren besonders vollen und tiefen Klang bekannt. Außerdem hat das Holz, je nachdem woher es stammt, auch immer eine eigene Geschichte zu erzählen. Und in Ricks Gitarrenladen hängen eine Menge dieser Geschichten, die Filmemacher Ron Mann in seinem Dokumentarfilm mit Künstlern wie Jamie Hince (The Kills), Kirk Douglas (The Roots) und Kult-Regisseur Jim Jarmusch („The Dead Don’t Die“) erzählt.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab September

FRAU STERN

Von Anatol Schuster, Deutschland 2019, 79 Min.
Mit Ahuya Sommerfeld, Kara Schröder, Pit Bukowski

In ihrem Leben hat Frau Stern nicht nur vieles erlebt, sondern vor allem auch überlebt. Die 90-Jährige liebte viele Männer, rauchte viel, führte ein Restaurant und entkam als Jüdin den Nazis. Doch wenn sie eins gelernt hat, dann, dass Liebe ebenso eine Entscheidung ist wie auch der Tod - und genau dem sehnt die alte Frau in letzter Zeit besonders entgegen. Der Abschied aus der Welt wird ihr allerdings nicht gerade leicht gemacht: Nicht nur ihr Arzt ist ihr dabei keine Hilfe, selbst Einbrecher retten Frau Stern aus der Badewanne - und als sie sich, bereit zu sterben, auf die Gleise legt, kommen auch noch urplötzlich irgendwelche Passanten daher und helfen ihr wieder auf die Beine. Mit Hilfe ihrer Enkelin Elli will Frau Stern ein für alle Mal kurzen Prozess machen - denn die kennt immerhin den coolsten Dealer aus Neukölln, der ihr garantiert auch eine Waffe besorgen kann. Doch selbst dieser Plan geht schief, stattdessen landet die todessehnsüchtige Frau schon bald im verrückten Freundeskreis ihrer Enkelin, in dem sie sich erstaunlich wohl fühlt.

Zur Seite des deutschen Verleihs

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab September

SYNONYMES

(OmU: französisch / hebräisch)

Von Nadav Lapid, Frankreich / Israel / Deutschland 2019 124 Min.
Mit Tom Mercier, Louise Chevilotte, Quentin Dolmaire

Als der junge Israeli Yoav nach Paris kommt, laufen die Dinge erst mal richtig schlecht für ihn. Er kommt in einer leerstehenden und bitterkalten Altbauwohnung unter und als er gerade im Badezimmer ist, werden ihm seine Sachen gestohlen. Nun steht er nackt da und hat nichts mehr außer seinem Traum, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen und Franzose zu werden. Doch da bekommt er unerwartet Hilft von dem Nachbarpärchen Caroline und Emile, die Yoav nicht nur einkleiden, sondern ihm sogar noch Geld und ein Handy geben. Er zieht in eine heruntergekommene Wohnung und verfolgt sein Vorhaben weiter, Bürger des Landes zu werden, sucht sich einen Job und lernt für den Einbürgerungstest. Doch es ist nicht leicht, neue Wurzeln zu schlagen, immer wieder gibt es neue Ärgernisse und Probleme, und auch die Geister der Vergangenheit lassen Yoav nicht ganz los.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab September

SCHWIMMEN

von Luzie Loose, Deutschland 2018, 102 Min.
Mit Stephanie Amarell, Lisa Vicari, Alexandra Finder

Die beiden Mädchen Elisa und Anthea könnten unterschiedlicher nicht sein, dennoch sind sie beste Freundinnen und geben sich gerade in schwierigen Situationen des Lebens gegenseitig Halt. Da sie zu der Generation gehören, die mit dem Internet, digitalen Bildern und der Selbstdarstellung im Netz groß geworden ist, wird es auch bei den beiden Freundinnen zu einem Ritual, alles was sie tun, mit ihren Handys festzuhalten. Doch dabei bleibt es nicht. Sich selbst und gegenseitig zu filmen, wird ihnen schnell langweilig. Also drehen sie das Telefon um und filmen fortan die Mitschüler, von denen Elisa früher gemobbt wurde. Auf diese Weise entwickelt sich mit der engen Freundschaft zwischen Elisa und Anthea gleichzeitig auch eine brutale Dynamik, mit der sie von Opfern zu Tätern werden.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab September

UND DER ZUKUNFT ZUGEWANDT

Von Bernd Böhlich, Deutschland 2019, 108 Min.
Mit Alexandra Maria Lara, Robert Stadlober, Stefan Kurt

Das erste, was die junge Kommunistin Antonia Berger 1952 bei der Einreise in die DDR vom Funktionär Silberstein hört, ist: „Wahrheit ist das, was uns nützt“. Denn nichts soll den Aufbau einer neuen, viel besseren Welt stören. Im kleinen Fürstenberg wird sie von der sozialistischen Kreisleitung gebührend in Empfang genommen, man kümmert sich um ihre sterbenskranke Tochter, teilt ihr ihre eigenen vier Wände zu und eine Arbeit. In der Sowjetunion hat Antonia schwere Zeiten verbracht, so wurde sie von ihren eigenen Genossen zu Unrecht verurteilt und gefangen genommen. Nun schöpft sie nach all den Jahren endlich wieder Hoffnung. Als sie sich dann auch noch in den jungen Arzt Konrad verliebt, scheint das Glück perfekt. Doch für ihr neues, viel schöneres Leben soll sie einen hohen Preis zahlen: Von ihrer schweren Zeit in der Sowjetunion darf niemand erfahren, denn die Wahrheit könnte die noch junge, zerbrechliche Nation ins Wanken bringen. Doch im Herbst 1989, als der Traum von einer besseren Welt vorerst ausgeträumt ist, hat das ein Ende...

Zur Seite des deutschen Verleihs

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab September

DAS WUNDER IM MEER VON SARGASSO

(OmU: griechisch / englisch)

Von Syllas Tzoumerkas, Deutschland / Griechenland / Niederlande / Schweden 2019, 121 Min.
Mit Angeliki Papoulia, Youla Boudali Hristos Passalis

In Mesolongi, einer kleinen Küstenstadt im Westen Griechenlands, die sich dem Züchten von Aalen gewidmet hat, leben zwei Frauen alleine und träumen davon, der Einöde zu entfliehen. Elisabeth war einst eine ehrgeizige Polizistin, die vor zehn Jahren aus Athen nach Mesolongi versetzt wurde und jetzt ein freudloses Leben führt. Rita ist die ruhige, geheimnisvolle Schwester eines Schlagersängers, der ab und zu in der Disco des Ortes auftritt. Als sein plötzlicher Tod die Stadt in Aufruhr versetzt und die örtliche Gemeinschaft auf den Kopf stellt, driften die beiden Frauen, die sich gegenseitig bisher ignoriert hatten, aufeinander zu. Im Zuge der Ermittlungen kommen dabei immer mehr Geheimnisse aus dem Morast der Stadt ans Licht und den Frauen bietet sich endlich die Möglichkeit, dem Dorf zu entkommen ...

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab September

SYSTEMSPRENGER

Von Nora Fingscheidt, Deutschland 2019, 125 Min.
Mit Helena Zengel, Albrecht Abraham Schuch, Gabriela Maria Schmeide

Die neunjährige Benni heißt eigentlich Bernadette, hasst es aber, wenn sie so genannt wird. Genauso wenig kann sie es leiden, zu immer neuen Pflegefamilien gesteckt zu werden, die sie daher absichtlich jedes Mal vergrault. Denn Benni will einfach nur bei ihrer Mutter Bianca leben. Die hat allerdings Angst vor ihrer Tochter und hat sie deswegen überhaupt erst abgegeben. Keine leichte Situation für das Jugendamt, die für Kinder wie Benni einen eigenen Begriff hat: Systemsprenger. Nachdem Benni praktisch jedes Programm, dass das System für Kinder wie sie bietet, durchlaufen hat, ist der Anti-Aggressionstrainer Micha die letzte Hoffnung, der sonst eigentlich mit straffälligen Jugendlichen arbeitet. Micha fährt mit Benni für drei Wochen in die freie Natur, um sie intensiv pädagogisch zu betreuen. Kann er Benni von ihrer selbstzerstörerischen Kraft erlösen?´

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab September

GELOBT SEI GOTT – GRÂCE Â DIEU

(französische OmU)

Von Francois Ozon, Frankreich / Belgien 2019, 137 Min.
Mit Melvil Poupaud, Denis Ménochet, Swann Arlaud

Am Fr. 27.09. mit anschließendem Filmgespräch mit Joachim Valentin in der Reihe „Film des Monats“ des Jury der ev. Filmarbeit. Leitung Dr. Margrit Frölich.

Alexandre Guérin lebt mitsamt Frau und Kindern in Lyon. Mit den tragischen Ereignissen aus seiner Kindheit hat er soweit abgeschlossen - bis er eines Tages erfährt, dass eben jener Priester, der ihn zu seiner Pfadfinderzeit missbraucht hat, Jahrzehnte später immer noch mit Kindern arbeitet und so billigend in Kauf genommen wird, dass er sich an seinen Schützlingen weiterhin vergeht. Also beschließt Alexandre, das Schweigen zu brechen und sich für die Sicherheit der unschuldigen Kinder einzusetzen. Er schließt sich mit François und Emmanuel zusammen, die ähnliche Erfahrungen wie er selbst machen und das Treiben des Priesters nicht weiter hinnehmen wollen. Gemeinsam treten sie für die potentiellen Missbrauchsopfer ein, die es aufgrund von Angst und Scham nicht aus eigener Kraft schaffen, sich den Fängen ihrer Peiniger zu entziehen.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

voraussichtlich ab September