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AB 30.03.2017

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

TANNA – EINE VERBOTENE LIEBE

(nauvhal OmU)

Von Bentley Dean und Martin Butler, Vanuatu / Australien 2016, 100 Min.
Mit Marie Wawa, Marceline Rofit, Mungau Dain

Eine abgelegene Insel im Pazifik: Die junge Selin lebt mit ihrem Stamm im Dschungel der Bergwelt. Sie steht unter dem Einfluss alter Traditionen, die vor allem die Frauen strengen Gesetzen unterwerfen. So beobachtet Selin neugierig, wie sich ihre ältere Schwester Wawa mit dem Enkelsohn des Dorfchefs Dain trifft, obwohl die junge Frau das nicht darf, da sie für einen anderen Mann vorgesehen ist. Selin fragt sich, ob sie später einen Mann heiraten kann, den sie liebt, und was für eine Mutter sie werden wird. Und sie wandert mit dem Dorfschamanen, ihrem Großvater, über die Ascheebene vorm aktiven Inselvulkan Yahul, während der alte Mann ihr beibringen will, was Respekt bedeutet. Nachdem Krieger des feindlichen Stammes Imedin den Schamanen dann schwer verwunden haben, ist das Dorf plötzlich schutzlos…

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Termine

Do. 30.03. bis Mi. 12.04., 18:00
So. 16.04., 14:00
So. 23.04., 14:00

THE LAST PASSENGER (EL ÚLTIMO PASAJERO) - LA VERDADERA HISTORIA

(spanische OmeU)

Dokumentarfilm von Mathieu Orcel, Argentinien 2015, 69 min.
Mit Eduardo Gamba

LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
In dem kleinen, argentinischen Küstendorf Mar del Sud steht ein zerfallenes klassizistisches Hotel. Darin wohnt, ganz allein, Eduardo Gamba mit seinem Schäferhund. Als Jugendlicher zog er dort ein und hat es seitdem nie wieder verlassen. Er kann tausende Geschichten erzählen von glamouröseren Zeiten im „Boulevard Atlántico“ und manchmal biegen sich dabei die Balken des Hauses so ungeniert, als sei die ganze Welt eine einzige Erfindung.
Die Bewohner des Dorfes sind echauffiert, denn der geniale „Wahrheitsinterpret“ Gamba verdient sich mit Führungen durch das älteste Hotel Argentiniens sogar ein bisschen Geld. Selten sind sie seiner Meinung, und so entspinnt sich vor der Kamera ein kleiner Streit um die „wahre“ Geschichte dieses mythischen Ortes.
Aber Moment! Gamba hat einfach die besseren Stories und deshalb soll er sie uns auch erzählen dürfen, oder?

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Do. 30.03., 20:00

INTERNATIONALE KURZFILME WAHRHEIT

verschiedene Genres, IRL/F/IRQ/CH/C/FIN 2015-2016, 92 Min.

LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL

CHANGE IN THE WEATHER (englische OV)
Spielfilm von Muiris Crowley, Irland 2015, 16 Min.
Michael ist ein ganz normaler junger Mann, irgendwo in einem kleinen Dorf, irgendwo in Europa. Er kämpft darum, ein lange gehütetes Geheimnis zu offenbaren und seinem Leben eine einschneidende Wendung zu geben.

ONLY THE FUTURE SHALL TELL (französische OmeU)
Spielfilm von Gilles Marchant, Frankreich 2015, 23 Min.
Rainer Werner Fassbinder hat sich nach seinem Tod einfrieren lassen, um über 30 Jahre später wieder in Frankreich ins Leben zu treten. Dort begegnet er interessanten Menschen, erfährt von den gesellschaftlichen und politischen Veränderungen und trifft auf weitere Überraschungen.

JOURNEY OF WIND (kurdische OmeU)
Spielfilm von Hawre Bahjat, Irak 2015, 7 Min.
Sex ohne Trauschein wird in viele Teilen der Welt mit dem Ehrenmord geahndet. Eine junge Kurdin muss sich der Konfrontation mit ihrer Familie stellen.

EL CUENTO DE ANTONIA (spanische OmeU)
Spielfilm von Jorge Cadena, Schweiz / Kolumbien 2016, 30 Min.
Die junge Antonia durchläuft in einem abgelegenen kolumbianischen Fischerdorf ein religiöses Ritual. Doch sie glaubt nicht wirklich an die alt hergebrachten gesellschaftlichen Regeln und will ihren eigenen Weg gehen. Jorge Cadenas Abschlussfilm ist ein wichtiger Beitrag zum Diskurs über institutionalisierter Macht und Geschlecht.

SAATANAN KANIT | FUCKING BUNNIES (finnische OmeU)
Spielfilm von Teemu Niukkane, Finnland 2016, 16 Min.
Raimo’s komfortables Mittelklasse-Vorstadtleben ist gestört als eine satanischer Sexkultsekte in seine direkte Nachbarschaft zieht. Seine Frau testet seine Toleranz und Empathie gegenüber den neuen Nachbarn. Raimo braucht einen Partner um Squash zu spielen, der einzig Freiwillige ist Maki, der Sektenführer.

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Do. 30.03., 22:00

TRAMONTANE

(libanesische OmeU)

Spielfilm von Vatche Boulghourijan, Libanon / Katar 105 Min.

LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
Der blinde Libanese Rabih plant mit seinem Orchester eine Tournee durch Europa. Als er erstmals einen Reisepass beantragt, findet er heraus, dass er sich sein Leben lang mit gefälschten Papieren ausgewiesen hat. In seiner Familie reagiert man auf Nachfrage abweisend. Warum gibt es keine Belege zu seiner Herkunft, wer ist er eigentlich?
Er fragt weiter, stößt auf Widersprüche und offensichtliche Lügen. Rabih fasst sich ein Herz und begibt sich auf eigene Faust auf eine Suche quer durchs Land nach seiner Geburtsurkunde. Dabei stößt er auf weitere Mauern des Schweigens, die ihm Schritt für Schritt einen Abgrund aus nicht aufgearbeiteten Kriegstraumata und verborgenen Konfliktlinien offenbaren.
Sein Road Trip durch den ländlichen Libanon führt ihn durch karge und wunderschöne Landschaften, welche sich dem Konzept Zeit zu entziehen scheinen. Die Kulisse hat auch eine sinnbildliche Funktion und ähnlich vermittelt sich Rabihs Musik im Film – Klagelied und Bewältigung zugleich.
Der Film konnte bereits auf zahlreichen Festivals sein Publikum begeistern, unter anderem in der Cannes critics’ week und dem BFI London Film Festival.

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Fr. 31.03., 20:00

GAZA SURF CLUB

(arabisch / englische OmeU)

Dokumentarfilm von Philip Gnadt und Mickey Yamine, Deutschland 2016, 87 Min.
Mit Ibrahim Arafat, Ali Erheem, Sabah Abu Ghanem u.a.

LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
Knappe Bikinis, weiße Traumstrände und easy-life, mit solchen Baywatch-Klischees haben die Surfer von Gaza wenig gemein. Statt Palmen säumen kriegszerstörte Betonruinen den Strand. Die Ausrüstung besteht aus alten, über die Grenze geschmuggelten Holzbrettern. Und Frauen ist der Sport im kühlen Nass ohnehin untersagt.
Trotz oder gerade wegen aller Widrigkeiten bedeutet das Surfen der Jugend in Gaza viel. Ibrahim träumt von einem eigenen Surfshop und einer Reise nach Hawaii. Sabah war als Kind eine leidenschaftliche Wellenreiterin. Als junge Frau darf sie nun nicht mehr aufs Surfbrett und riskiert viel für ihre Sehnsucht nach dem Meer.
Der 1974 in Bad Soden am Taunus geborene Regisseur Philip Gnadt zeichnet das Porträt einer Generation im Aufbruch. Gefangen in dem schmalen Küstenstreifen zwischen Israel und Ägypten verbinden die jungen Palästinenser mit dem Wassersport politischen Protest, wirtschaftliche Hoffnung und die Sehnsucht nach Freiheit.

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Fr. 31.03., 22:00

DER TRAUMHAFTE WEG

Von Angela Schanelec, Deutschland 2016, 86 Min.
Mit Miriam Jakob, Thorbjörn Björnsson, Maren Eggert

Die junge Deutsche Theres und der britische Musiker Kenneth lernen sich 1984 im Urlaub in Griechenland kennen. Sofort verlieben sie sich und musizieren dort gemeinsam auf der Straße, um ihren Aufenthalt zu finanzieren. Als Kenneth' Mutter jedoch verunglückt und er überstürzt nach Hause reist, können beide die unvermeidliche Trennung nicht verhindern und auch Kenneth' Versuch, Theres zurückzugewinnen, scheitert. 30 Jahre später, in Berlin: Die Schauspielerin Ariane verlässt ihren Ehemann David, einen Anthropologen, weil das Feuer der Liebe erloschen ist. Beide gehen fortan getrennte Wege, die sie aber durch Zufall zu Theres und Kenneth führen, die sich wiederum nach langer Zeit endlich wiedersehen. Denn auch die beiden wohnen mittlerweile in Berlin...

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Sa. 01.04. bis Mo. 03.04., 20:00
Do. 27.04. bis So. 30.04., 22:00

GHOSTLAND – THE VIEW OF THE JU/'HOANSI

(OmU)

Von Simon Stadler, Catenia Lermer und Sven Methling, Namibia / Deutschland / Italien 2016, 84 Min.

LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
Die älteste Kultur der Welt kämpft um ihr Überleben. Aber wie sollen sie sich an eine Welt anpassen, von der sie kaum etwas wissen? Dokumentarfilmer Simon Stadler begleitet die Ju'/Hoansi auf ihre Reise in die Heimat der weißen Geister, die sie so oft besuchen.
Festival-Gewinner: Audience Award - SXSW Film Festival 2016,
Beste Dokumentation – Hessischer Filmpreis

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Sa. 01.04., 20:00

FAKE

(japanische OmeU)

Dokumentarfilm von Tatsuya Mori, Japan 2016, 111 Min.

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Jeder liebt einen richtigen Skandal! Vom ganzen Land gefeiert, über Nacht tief gefallen: der taube Mamoru Samuragochi wurde für seine genialen Kompositionen über Jahre als der “japanische Beethoven” gefeiert. Bis sich vollkommen unerwartet der bis dato unbekannte Hochschullehrer Takashi Niigaki öffentlich als dessen langjähriger Ghostwriter outet und auch noch behauptet, dieser sei nicht einmal taub!
Landauf, landab stürzen sich alle Zeitungen und Nachrichtensender auf die Geschichte. Niigaki sonnt sich in seiner neuen Position als vielgeladener Interview- und Talkshowgast, Samuragochi hingegen ist das Gespött der Nation.

Der Filmemacher Tatsuya Mori hat sich zum Ziel genommen, den untergetauchten Komponisten seine Seite der Geschichte erzählen zu lassen. Um ihn zu rehabilitieren werden die medialen Dynamiken analysiert, die rücksichtslos reißerischen Schlagzeilen den Vorrang vor sauberer Recherche geben und schließlich Ruf und berufliche Laufbahn des Protagonisten unwiederbringlich zerstörten. Was stimmt an der Geschichte tatsächlich, und vor allem: ist das Urteil des Dokumentarfilmers möglicherweise ebenfalls ein wenig voreilig?

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Sa. 01.04., 22:00

DER JUNGE KARL MARX

Von Raoul Peck, Österreich / Belgien / Deutschland 2016, 118 Min. Audiodeskription über Cinema Connect App
Mit August Diehl, Stefan Konarske, Vicky Krieps

1844, kurz vor der industriellen Revolution, lebt der erst 26-jährige Karl Marx mit seiner Frau Jenny im französischen Exil in Paris. Eines Tages wird ihm der junge Friedrich Engels vorgestellt, doch für den feinen Bourgeois und Sohn eines Fabrikbesitzers hat der andauernd bankrotte Familienvater Marx zunächst nur Verachtung übrig. Bald aber zeigt sich, dass die beiden mehr als nur denselben Humor gemeinsam haben. Engels hat kürzlich über die Verelendung des englischen Proletariats geschrieben und er liebt Mary Burns, eine Rebellin der englischen Arbeiterbewegung. Gemeinsam verfolgen er und Marx ein gemeinsames Ziel. Als Kampfgefährten respektieren und inspirieren sie sich gegenseitig und zusammen mit Jenny verfassen sie Texte, die eine Revolution entfachen sollen…

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So. 02.04., 12:00
So. 09.04., 14:00

A GRAVAME – DAS STAHLWERK, DER TOD, MARIA UND DIE MÜTTER VON TAMBURI

(OmeU)

Von Peter Rippl, Deutschland / Italien 2016 71 Min.

LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
Dank Muschelzucht einst eine florierende Handelsstadt, ist Tarent heute von Europas größtem Stahlwerk gezeichnet. Schlechte Arbeitsbedingungen, Umweltverschmutzung und eine hohe Krebsrate sind die ständigen Begleiter der Bewohner des ehemals mediterranen Paradieses. Kraft und Hoffnung schöpft die Bevölkerung aus der jährlich stattfindenden Karfreitagsprozession: A Gravame – Die Bürde. In atmosphärisch dichten schwarz-weiß Bildern dokumentiert der Frankfurter Peter Rippl das Schicksal der Tarentiner.

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So. 02.04., 14:00

DIDI CONTRACTOR – MARRYING THE EARTH TO THE BUILDING

(englisch/hindi OmU)

Dokumentarfilm von Steffi Giaracuni, Schweiz / Deutschland 2016, 80 Min.

LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
Seit über 25 Jahren widmet sich die 86-Jährige Architektin Didi Contractor ihrer Leidenschaft: Am Fuße des Himalayas entwirft sie, Inspiriert von traditionellen Techniken, skulpturale Bauten aus Lehm, Schiefer und Bambus, lichtdurchflutet und respektvoll verbunden mit der natürlichen Umgebung, in der sie errichtet werden. Als Didi Contractor 60 Jahre alt ist, beginnt sie in Nordindien mit der Verwirklichung ihrer architektonischen Visionen. Nicht immer stimmen die skizzierten Träume der Deutsch-Amerikanerin mit den Vorstellungen ihrer Kunden überein, aber jedes fertige Bauwerk spiegelt den individuellen Charakter Didis und den des zukünftigen Bewohners wider.
Regisseurin Steffi Giaracuni entwirft in ihrer wunderbar fotografierten Dokumentation das Porträt einer starken, künstlerischen Frau, die ihre baulichen Visionen als tiefe Verbundenheit von Mensch und Natur versteht: “Landscaping is really a key to this thing of marrying the earth to the building. There is a deeper connection which should than strengthen our own connection.”

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So. 02.04., 20:00

I AM NOT YOUR NEGRO

(englische OmU)

Von Raoul Peck, USA / Frankreich / Belgien / Schweiz 2016, 95 Min.
Mit Samuel L. Jackson

Als der Schriftsteller James Baldwin 1987 verstarb, hinterließ er ein unfertiges Manuskript mit dem Titel „Remember This House“. Darin beschäftigt er sich mit der Geschichte des Rassismus im modernen Amerika und greift auf seine Erinnerung bezüglich seiner Freunde zurück: der Bürgerrechtsaktivisten Malcolm X, Medgar Evers und Martin Luther King, die alle drei ermordet wurden. In Dokumentarfilmform arbeitet Regisseur Raoul Peck dieses Material auf und verwendet dafür vornehmlich die originalen Worte Baldwins. Peck verarbeitet aber auch die öffentlichen Auftritte des Schriftstellers im Fernsehen und auf Bürgerrechtsveranstaltungen sowie Ausschnitte aus den Hollywood-Filmen, die ihn inspirierten und antrieben, zu einer großen Collage. In der Rolle des Erzählers ist Schauspieler Samuel L. Jackson zu hören.

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So. 02.04. bis Mi. 05.04., 22:00
Do. 06.04. bis Di. 11.04., 20:00
Do. 13.04. bis Di. 18.04., 22:00

DER HIMMEL WIRD WARTEN – LE CIEL ATTENDRA

(französische OmU)

Von Marie-Castille Mention-Schaar, Frankreich 2016, 90 Min.
Mit Noémie Merlant, Naomi Amarger, Sandrine Bonnaire

Sylvie und ihre Tochter Mélanie haben ein enges Verhältnis. Die beiden können über alles miteinander reden, egal, ob es um Jungs, Kleidung oder die Schule geht. Doch Mélanie entfernt sich von Sylvie, nachdem sie im Internet einen Jungen kennengelernt hat. Er schmeichelt ihr mit Komplimenten, spricht mit ihr über Religion – bis die junge Frau nach Syrien geht, um Terroristin zu werden. Catherine und Samir erleben Ähnliches: Mit ihrer 17-jährigen Tochter Sonia waren sie eine glückliche Familie – bis plötzlich ihr Haus gestürmt und die Teenagerin festgenommen wird. Denn wie sich herausstellt, hatte sie einen Anschlag geplant, um ihrer Familie einen „Platz im Paradies“ zu sichern. Sylvie und Catherine, beide erschüttert von den Entscheidungen ihrer Töchter, wollen Mélanie und Sonia überzeugen, ein Leben ohne Hass und Selbstzerstörung zu wählen…

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Mo. 03.04. bis Mi. 05.04., 20:00

TU NICHTS BÖSES – NON ESSERE CATIVO

(italienische OmU)

Von Claudio Caligari, Italien 2016, 100 Min.
Mit Luca Marinelli, Alessandro Borghi, Silvia D’Amico

Vittorio und Cesare wachsen in den 90er Jahren gemeinsam in den wenig glamourösen Außenbezirken Roms auf und träumen von einem besseren Leben, bei dem sie sich keine Gedanken über Geld oder andere Probleme machen müssen. Beide sind auf der Suche nach Erfolg und Bestätigung, jedoch verlaufen ihre Wege zutiefst unterschiedlich und so rasant, wie der eine aufsteigt, droht dem anderen das soziale Aus. Trotzdem verlieren sich die beiden Freunde nie aus den Augen, selbst als Vittorio eine Frau kennenlernt und sich einem bürgerlicheren Leben zuwendet, während Cesare immer tiefer im Drogensumpf versinkt und regelmäßig Ärger mit Dealern und anderen Gangstern bekommt. Der loyale Vittorio setzt alles daran, seinem Freund zu helfen.

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Do. 06.04. bis Mi. 12.04., 22:00

EIN DEUTSCHES LEBEN

Von Florian Weigensamer, Olaf S. Müller und Christian Krönes, Österreich 2016, 114 Min.

Die 1911 in Berlin geborene Brunhilde Pomsel blickt mit ihren 105 Jahren auf ein langes Leben zurück – und auf ein sehr bewegtes. Zunächst arbeitete sie beim Berliner Rundfunk, wurde dann aber vom Propagandaministerium verpflichtet und trat dort ihren Dienst als Stenotypistin und Sekretärin von Joseph Goebbels an. Von 1942 bis zum Mai 1945 saß Pomsel in Goebbels Vorzimmer, tippte für Hitlers Propagandaminister Schriftsätze ab und bekleidete ihre Funktion bis in die letzten Kriegstage. Somit ist sie eine der letzten noch lebenden Zeitzeugen, die nah mit der NS-Führung zusammenarbeiteten. Wie Pomsel auf ihre Vergangenheit zurückblickt, sich als „Randfigur“ des Geschehens beschreibt und Einblicke in die Abläufe im nationalsozialistischen Machtzentrum gibt, wurde im Dokumentarfilm „Ein deutsches Leben“ in Schwarz-Weiß-Bildern festgehalten.

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So. 09.04., 12:00
Do. 13.04. bis Di. 18.04., 20:00
So. 23.04., 12:00
So. 30.04., 13:00

SIEBZEHN

Von Monja Art, Österreich 2016, 104 Min.
Mit Elisabeht Wabitsch, Anaelle Dészy Alexandra Schmid

In einem kleinen Dorf in Niederösterreich stehen die Sommerferien kurz bevor, doch noch fährt die 17-jährige Paula, die gemeinsam mit ihrer älteren Schwester bei ihrem Vater lebt, jeden Tag mit dem Bus zur Schule. Bei der Fahrt mit ihren besten Freunden Marvin und Kathrin tauschen die drei jede Menge Klatsch und Tratsch aus und reden aber vor allem auch über Liebe und Sex – Themen, die für alle drei von großer Bedeutung sind. Paula etwa ist in ihre Mitschülerin Charlotte verliebt, die allerdings einen festen Freund hat. Die unentschlossene Paula wagt sich daher an eine Beziehung mit einem anderen Mitschüler, während sie gleichzeitig von der ebenso verführerischen wie rücksichtslosen Lilli als Objekt der Begierde auserkoren wurde…

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Mi. 12.04., 20:00

40 TAGE IN DER WÜSTE – LAST DAYS IN THE DESERT

(englische OmU)

Von Rodrigo Garcia, USA 2016, 99 Min.
Mit Ewan McGregor, Ciarán Hinds, Ayelet Zurer

Die biblische Geschichte eines heiligen Mannes, der sich während der Zeit des Fastens seinem Gottvater und seinen Versuchungen stellen muss, wird auf ihren menschlichen Part konzentriert. Ewan McGregor als Jesus (und auch als Teufel!) begegnet in der Wüste einer Familie mit einem autokratischen Vater, einer schwerkranken Mutter und einem Sohn, der viel lieber ein freies Leben führen und nach Jerusalem ziehen will.
Ein doppelbödiger Film über schwierige Vater-Sohn Verhältnisse und eine Sinnsuche.

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Do. 13.04. bis Di. 18.04., 18:00

ERBARME DICH! DIE MATTHÄUS PASSION

(niederländische OmU)

Von Ramon Gieling, Niederlande 2015, 98 Min.

Eine Erkundung der profunden Wirkung von Bachs Matthäus-Passion, einer Musik die berührt, auch wenn man die spezifische Glaubenserfahrung nicht teilt. Die Aufführung in einer verfallenen Amsterdamer Kirche unter der musikalischen Leitung des Dirigenten Pieter van Leusink und der Mitwirkung des Obdachlosenchors „De Straatklinkers“ wird ergänzt von Aussagen Beteiligter und Bildern, die an holländische Malerei erinnert.

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So. 16.04., 12:00
Mo. 17.04., 16:00

FRANCOS ERBE – SPANIENS GERAUBTE KINDER

(spanische OmU)

Von Inga Bremer, Deutschland 2016, 70 Min

In Anwesenheit von Regisseurin Inga Bremer
Seit dem Ende des Spanischen Bürgerkriegs bis in 1990er Jahre hinein, wurden in Spanien unzählige Babys ihren Eltern mit Hilfe von Nonnen und Ärzten weggenommen, für tot erklärt und verkauft. Der Film begleitet drei dieser Betroffenen auf der Suche nach ihrer Familie und Herkunft.

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Mi. 19.04., 17:30

APOCALYPSE NOW

(englische OmU)

Von Francis Ford Coppola, USA 1979, 153Min.
Mit Martin Sheen, Marlon Brando, Frederic Forrest

Psychoanalytische Interpretation: Birgit Justl. In Kooperation mit dem Institut für Psychoanalyse der DPG, Frankfurt.
1969, Vietnamkrieg: Captain Benjamin L. Willard wird beauftragt, den abtrünnigen Colonel Walter E. Kurtz zu töten, der im Dschungel Kambodschas über sein eigenes Reich herrscht. Von Saigon aus macht sich Willard per Patrouillenboot zusammen mit Chief Petty Officer Philips, dem nervenschwachen Saucier Jay Hicks, dem Greenhorn und Surfer Lance B. Johnson und dem siebzehnjährigen Tyrone Miller auf den Weg durch die grüne Hölle, den Tod und die Verzweiflung als Begleiter stets an ihrer Seite.

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Mi. 19.04., 19:30
Mi. 26.04., 19:30

NEBEN DEN GLEISEN

Von Dieter Schumann, Deutschland 2016, 85 Min.

In der kleinen Elbestadt Bolzenburg in Mecklenburg-Vorpommern steht schon seit vielen Jahren mitten auf dem Bahnhofsvorplatz ein kleiner Kiosk. Der Kiosk hat jeden Tag von 5.00 Uhr bis 22.00 Uhr geöffnet und versorgt nicht nur Reisende, sondern dient auch als eine Art Stammkneipe für Schichtarbeiter, Arbeitslose, Taxifahrer und Rentner. Doch an einem Tag im Jahr 2015 ändert sich der beschauliche Alltag rund um den kleinen Kiosk: Denn nun kommen am Bahnhof plötzlich Tausende Flüchtlinge an, die auf dem Weg ins nahegelegene Erstaufnahmelager sind. Regisseur Dieter Schumann beobachtet, wie die Stammgäste des Kiosks, die sich normalerweise nicht groß für Politik interessieren, auf einmal auch über solche Themen diskutieren und auch ihre eigene Lage betrachten – ihren Lebensalltag, ihre Hoffnungen und ihre Probleme.

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Do. 20.04. bis Di. 25.04., 18:00
Mi. 26.04., 17:45

EIN DORF SIEHT SCHWARZ - BIENVENUE À MARLY-GOMONT

(französische OmU)

Von Julien Rambaldi, Frankreich 2016, 94 Min.
Mit Marc Zinga Aïssa Maïga, Bayron Lebli

Im Jahr 1975 zieht der kongolesische Arzt Seyolo Zantoko mit seiner Familie fort aus der Heimat – denn Seyolo hat sich entschlossen, ein Stellenangebot in dem kleinen Dorf Marly-Gomont im Norden Frankreichs anzunehmen und einen Neuanfang in einem fremden Land zu wagen. Dort hofft die Familie aus dem Kongo ein europäisches Großstadtleben wie aus dem Bilderbuch vorzufinden, doch die Realität ist weit weniger glamourös: Die Einwohner des Dorfes haben noch nie zuvor einen Menschen aus Afrika gesehen und sind anfangs wenig begeistert von ihrem neuen Arzt, Ganz im Gegenteil tun sie sogar ihr Bestes, um den Neuankömmlingen das Leben schwer zu machen. Doch so leicht lassen sich Seyolo, seine Frau Anne, ihr Sohn Kamini sowie Tochter Sivi nicht unterkriegen…

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Do. 20.04. bis Di. 25.04., 20:00

T2: TRAINSPOTTING

(englische OmU)

Von Danny Boyle, Großbritannien 2016, 117 Min.
Mit Ewan McGregor, Ewen Bremner, Jonny Lee Miller

20 Jahre nachdem er Edinburghs Stadtteil Leith hinter sich gelassen hat und sich einem bürgerlichen Leben zuwendete, kehrt Mark Renton in seine Heimatstadt zurück, wo sich manches geändert hat und vieles gleich geblieben ist, und wo seine alten Freunde und Bekannten, darunter Spud, Sick Boy und Begbie, schon auf ihn warten. Allesamt sind sie zwar mittlerweile weg vom Heroin, doch führen deswegen noch längst keine Leben in geordneten Bahnen. Und nicht bei allen ist die Freude über den Rückkehrer gleich groß: Mit Spud und Sick Boy knüpft Renton schnell wieder an alte Zeiten an, aber alle drei versuchen tunlichst zu verhindern, Begbie über den Weg zu laufen, der unlängst aus dem Gefängnis ausgebrochen ist und nicht sonderlich gut auf Renton zu sprechen ist.

Fortsetzung des Drogen-Kultfilms „Trainspotting“ von Danny Boyle. Das Sequel basiert auf dem Irvine-Welsh-Roman „Porno“. Das Buch spielt zehn Jahre nach „Trainspotting“ und statt mit Drogen beschäftigt sich die Ex-Clique um Renton darin mit dem Pornogeschäft.

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Do. 20.04. bis Di. 25.04., 22:00

WRONG ELEMENTS

(OmU)

Von Jonathan Littell, Frankreicht / Deutschland / Belgien 2016, 133 Min.

Uganda Ende der 1980er: Der junge Kämpfer Joseph Kony gründet die „LRA - Lord’s Resistance Army“, eine Rebellenbewegung, die sich gegen die Regierung richtet. Kony rekrutiert auch Kinder und Jugendliche als Soldaten, lässt sie entführen und zwingt sie zum Dienst an der Waffe. Die Freunde Geoffrey, Nighty, Mike und Lapisa waren Kindersoldaten, die einst von Kony gezwungen wurden, Menschen zu töten. Jahrelang kämpften sie im nördlichen Uganda, bis sie entkommen konnten und sich wegen einer Amnestie-Regelung wieder in die Gesellschaft integriert haben. Heute versuchen die vier, ein normales Leben zu führen. Für die Dokumentation erzählen sie davon, wie sie von Opfern zu Tätern wurden. Trotz ihrer Traumata schauen Geoffrey, Nighty, Mike und Lapisa auch mit Wehmut auf ihre Zeit als Kindersoldaten zurück, als sie in der LRA eine Ersatzfamilie hatten…

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Do. 27.04. bis Di. 02.05., 17:30

GIMME DANGER

(englische OmU)

Von Jim Jarmusch, USA 2016, 108 Min.
Mit Iggy Pop, Ron Asheton, Scott Asheton

Dokumentation von Regisseur Jim Jarmusch über Iggy Pop und dessen legendäre Punkband The Stooges. Jarmusch spart dabei Iggy Pops erfolgreiche Solokarriere in den frühen 1960er-Jahren aus und konzentriert sich zunächst voll und ganz auf die Zeit mit den Stooges ab 1968. Jarmusch zeigt den Aufstieg und frühen Fall der Punkband, deren Musik damals noch weitgehend ignoriert wurde, und vollführt dann einen Zeitsprung in das Jahr 2003. Damals fanden die Stooges nach längerer Pause wieder zusammen. Ein letzter thematischer Schwerpunkt liegt auf dem Jahr 2010, als die Stooges schließlich in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurden. Jarmusch vermengt in „Gimme Danger“ Interviews mit Iggy Pop, Gitarrist James Williamson und anderen Zeitzeugen mit Konzertmitschnitten, Grafiken und sogar einigen kurzen animierten Sequenzen.

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Do. 27.04. bis So. 30.04., 20:00
Mo. 01.05. bis Mi. 03.05., 21:45

24 WOCHEN

Von Anna Zohra Berrached, Deutschland 2016, 102 Min. Barrierefreie Fassung mit Audiodeskription
Mit Julia Jentsch, Bjarne Mädel, Emilia Pieske

Mit anschließendem Gespräch. In Kooperation mit dem Freuengesundheitszentrum, Neuhofstr. und dem Haus am Dom.
Im Beruf wird Astrid als berühmte Kabarettistin von ihren Fans verehrt und privat ist ein zweites Kind unterwegs, das ihr Familienglück komplettieren soll. Doch Astrids Welt wird von heute auf morgen vollständig auf den Kopf gestellt, als sie erfährt, dass ihr ungeborenes Kind einen schweren Herzfehler hat und mit Down-Syndrom zur Welt kommen wird. Zusammen mit ihrem Mann Markus muss sie nun die Entscheidung treffen, ob sie sich im sechsten Monat noch für eine Spätabtreibung entscheidet oder das geistig und körperlich behinderte Kind zur Welt bringt. Die ansonsten so starke Frau ist hin- und hergerissen und stellt sich quälende Fragen: Darf ich über das Leben und den Tod meines Kindes richten? Es folgen lange Diskussionen innerhalb der Familie, u. a. mit ihrer Mutter Beate. Am Ende steht ein Entschluss – aber es ist keiner, mit dem Astrid und Markus voll im Reinen sind, so oder so nicht…

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Mi. 03.05., 17:00