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AB 27.10.2017

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

DANIEL HOPE – DER KLANG DES LEBENS

Von Nahuel Lopez, Deutschland 2017, 100 Min.

Daniel Hope ist einer der bedeutendsten Geiger der Gegenwart und ist auf den größten internationalen Bühnen zu Hause. Regisseur Nahuel Lopez begleitet und porträtiert den Violinisten im Jahr 2016, das aus mehreren Gründen ein besonderes und besonders wichtiges Jahr für Hope ist: Er wird zum Musikdirektor des Zürcher Kammerorchesters ernannt und kann sich damit endlich den Traum erfüllen, mit einem renommierten Ensemble zu musizieren und zu proben. Und außerdem zieht Hope nach Berlin und kehrt damit in das Land seiner Vorfahren zurück. Denn Hope stammt von jüdischen Emigranten ab, die vor den Nazis nach Südafrika flüchteten. Auch dort hielt es die Familie jedoch nicht lange und sie siedelt wegen der Apartheid nach England um, wo der damals vierjährige Hope schließlich seinen späteren Mentor, den weltbekannten Geiger Yehudi Menuhin traf.

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Do. 26.10. bis Mi. 01.11., 17:30

THE SQUARE

(OmU, Englisch / Schwedisch / Dänisch)

Von Ruben Östlund, Schweden / Deutschland / Frankreich / Dänemark 2017, 142 Min.
Mit Claes Bang, Elisabeth Moss, Dominic West

Christian Nielsen ist der Chefkurator des X-Royal-Museums in Stockholm und steckt aktuell mitten in den Vorbereitungen für eine Installation mit dem Namen „The Square“. Hinter diesem Namen verbirgt sich eine Freifläche, auf der sich jeder humanitär und zuvorkommend verhalten soll und auf der jeder die Hilfe bekommen soll, die er benötigt. Doch die Vorbereitungen werden durch eine Reihe von Ereignissen erschwert. Zum einen wird Christian Opfer einer Gruppe von Trickdieben und offenbart bei dem Versuch, seine Wertsachen zurückzubekommen, dass er doch nicht so frei von Vorurteilen ist, wie er gerne wäre. Zum anderen entwickelt sich die Werbekampagne für „The Square“ nicht so, wie Christian es gerne hätte, und auch die Affäre mit der amerikanischen Kunstjournalistin Anne läuft nicht besonders gut…

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Do. 26.10. bis Di. 31.10., 19:30
So. 05.11., 11:45
So. 12.11., 11:45

2+2=22 (THE ALPHABET)

Von Heinz Emigholz, Deutschland 2017, 88 Min.

Ausgetretene Straßenränder, zerbrochene Gehwegplatten. Bäume ragen aus dem Zement und werfen Schlagschatten auf bröckelnde Fassaden. Das Stadtzentrum von Tiflis im Sommer 2013. Blicke in Seiten- und Hauptstraßen, über Geländer und unter Balkone, auf eine architektonische Kakophonie. Der von Natja Brunckhorst gesprochene Kommentar reflektiert über das Wesen von Straße und öffentlichem Raum.
In einem eichenholzverkleideten Aufnahmestudio nimmt die Düsseldorfer Band Kreidler ihr Album "ABC" auf. Der Drummer trägt Kopfhörer, sein Set steht auf einem Teppich, der farblich auf den Mosaikfußboden abgestimmt ist. Nur die komplexe Geometrie der schalldämmenden Decke ist weiß. Der Boden ist bedeckt von Kabelwirrwarr und Elektronik. Die Atmosphäre ist konzentriert, die Kommunikation zwischen den Musikern oft wortlos.
Drittes Element der Parallelmontage sind die vertrauten, eng beschriebenen und mit Prospektausrissen oder Kinokarten beklebten, wie immer rasch durchgeblätterten Notizbücher des Regisseurs. Sie folgen dem Alphabet.
Heinz Emigholz rebootet mit diesem ersten Teil der "Streetscapes" seine Serie "Photographie und jenseits" und leitet einen faszinierenden neuen Abschnitt ein.

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Do. 26.10. bis Di. 31.10., 22:00

ONE PLUS ONE – SYMPATHY FOR THE DEVIL

(englische OV)

Von Jean-Luc Godard, Großbritannien 1968, 104 Min.
Mit Mick Jagger, Keith Richards, Brian Jones

Filmmacher Jean-Luc Godard begleitet die Rolling Stones im Studio bei der Kreation ihres späteren Welthits "Sympathy For The Devil" und konterkariert diesen Prozess mit revolutionären Thesen der Black Panther und anderen Gegenbewegungen der späten 60er Jahre. Der Regisseur umkreist die Band während des Aufnahmeprozesses in den Olympic Sound Studios und gibt einen detaillierten Blick in die Entstehungsgeschichte.
Im Doublefeature mit „2+2=22“ für € 10,--, Einzelpreis € 7,--.

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Fr. 27.10., 24:00

MEIN LEBEN – EIN TANZ – LA CHANA

(spanische OmU)

Von Lucija Stojevic, Spanien / Island 2016, 86 Min.
Mit Antonia Santiago Amador (La Chana)

Dokumentarfilm über die berühmte Flamencotänzerin Antonia Santiago Amador, besser bekannt als La Chana, die das Publikum in den Sechzigern und Siebzigern mit einem Tanzstil begeisterte, der seinesgleichen suchte. So war etwa der britische Schauspieler Peter Sellers so hingerissen von La Chana, dass er sie zu sich nach Hollywood einlud. Doch auf dem Höhepunkt ihrer Karriere verschwand La Chana auf einmal spurlos von der Bildfläche. Erst nach 30-jähriger Pause beginnt sie an einem Comeback zu arbeiten und kehrt schließlich aus Liebe zum Flamenco auf die Bühne zurück. In „Mein Leben: Ein Tanz“ berichtet sie der Regisseurin Lucija Stojevic auch über die Gründe dafür, warum sie sich damals so vollständig aus der Öffentlichkeit zurückzog und gibt den Zuschauern einen Einblick in ihr Leben – egal ob auf der Bühne oder dahinter.

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So. 29.10., 12:00

BICKELS

(teilweise hebräische OmU)

Von Heinz Emigholz, Deutschland / Israel 2015-2017, 92 Min.

Aufnahmen von 22 Bauwerken des Kibbutz-Baumeisters Samuel Bickels. Zweites Kapitel des Filmprojekts „Streetscapes“ von Heinz Emigholz.

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So. 29.10., 13:45

THE LOOK OF SILENCE

(indonesische OmU)

Dokumentarfilm von Joshua Oppenheimer Dänemark 2014, 103 Min.

Psychoanalytische Diskussion und Interpretation mit Birgit Pechmann und Ellen Rhode. In Kooperation mit dem Institut für Psychoanalyse der DPG Frankfurt

Über eine Million Menschenleben haben die grausamen Massaker gefordert, zu denen es zwischen 1965 und 1966 in Indonesien kam. Noch heute werden dort die rücksichtslosen Handlanger, die zahlreiche Leben ausradierten, wie Helden gefeiert. Sie haben im Namen der Regierung als Paramilitärs Jagd auf vermeintliche Kommunisten gemacht. Die Blutspur führt Regisseur Joshua Oppenheimer zu einem Ehepaar, dessen ältester Sohn den Paramilitärs zum Opfer gefallen ist und von dessen Tod sich die Eltern nie erholt haben. Der Bruder des Ermordeten, Adi, sucht die Menschen auf, die den Mord verschuldet haben. Dabei trifft er auf Menschen, die für ihre Taten nie zur Rechenschaft gezogen wurden und sich sogar mit diesen brüsten. Sie wohnen nicht weit weg von Adi, gehen in denselben Läden einkaufen. Durch seinen Beruf als Optiker kommt der Hinterbliebene mit den Mördern ins Gespräch und erfährt bis ins Detail, was seinem Bruder damals zugestoßen ist…

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Mi. 01.11., 20:00
Mi. 08.11., 20:00

UNTITLED

(OmU)

Von Michael Glawogger und Monika Willi, Österreich / Deutschland 2017, 107 Min.

„Untitled“ ist der letzte Film des im April 2014 ebenso plötzlich wie unerwartet verstorbenen Dokumentarfilmers Michael Glawogger. Editorin Monika Willi hat die Dokumentation nun mehr als zwei Jahre nach Glawoggers Tod zu Ende gebracht. Dabei verarbeitete sie Material, das dieser während einer mehrere Monate langen Reise durch den Balkan, Italien, Nordwest- und Westafrika gedreht hatte. Willi verlässt sich dabei vor allem auf die ausdrucksstarken Bilder ihres Kollegen, mit dem sie bereits bei Dokumentarfilmen wie „Workingman’s Death“, „Kathedralen der Kultur“ und „Whores’ Glory“ zusammengearbeitet hatte, und ermutigt den Zuschauer, zu einer Reise um die Welt aufzubrechen, zu beobachten, zu hören und zu verstehen. Dabei hat sie sich dem Konzept „serendipity“ (zu Deutsch etwa: glücklicher Zufall) verschrieben.

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Do. 02.11. bis Di. 07.11., 17:45

DER NOBELPREISTRÄGER – EL CIUDADANO ILUSTRE

(spanische OmU)

Von Mariano Cohn und Gastón Duprat, Argentinien 2016, 118 Min.
Mit Oscar Martinez, Andrea Frigerio, Nora Navas

Daniel Mantovani freut sich auf den Besuch in seinem argentinischen Heimatdorf: Seit 40 Jahren ist der Literaturnobelpreisträger nicht mehr dort gewesen, dabei dienten ihm sowohl der Ort als auch dessen Bewohner als Inspiration für viele seiner Werke. Nun will er endlich zu seinen Wurzeln zurückkehren und nicht nur seiner Jugendliebe Irene einen Besuch abstatten, sondern auch mit alten Freunden in Erinnerungen schwelgen. Nach seiner Ankunft wird er auch prompt zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Doch die Freude über den berühmten Besucher währt nicht lange: Bald schon schlagen Stolz und Bewunderung bei vielen Bürgern in Missgunst und Neid um, und als dann auch noch eine jugendliche Verehrerin in seinem Hotelzimmer auftaucht, wird die Reise für Daniel endgültig zum Höllentrip…

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Do. 02.11. bis Di. 07.11., 19:45
Mi. 08.11., 17:45

CASTING

Von Nicolas Wackerbarth, Deutschland 2017, 91 Min.
Mit Andreas Lust, Milena Dreißig, Andrea Sawatzki, Judith Engel

Für Regisseurin Vera geht ein Traum in Erfüllung: Sie wird ihren ersten Fernsehfilm inszenieren, und dann ist es auch noch ein Remake des Fassbinder-Klassikers „Die bitteren Tränen der Petra Kant“. Kurz vor Drehbeginn fehlt Perfektionistin Vera aber trotz zahlreicher Castings immer noch die Hauptdarstellerin und so langsam geraten Produzent Manfred, Casterin Ruth und die restliche Crew in Panik. Grund zur Freude hat lediglich Gerwin, denn je länger die Castings andauern, umso mehr verdient er. Gerwin arbeitet als Proben-Anspielpartner und liefert den Bewerberinnen die andere Hälfte ihres Dialogs. Doch den Sprung vor die Kamera schaffen würde er schon ganz gerne, und als dann auch noch der männliche Hauptdarsteller abspringt, wittert er seine Chance.

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Do. 02.11. bis Di. 07.11., 22:00
So. 05.11., 14:15
So. 12.11., 14:15

GHOSTLAND – THE VIEW OF THE JU/'HOANSI

(OmU)

Von Simon Stadler, Catenia Lermer und Sven Methling, Namibia / Deutschland / Italien 2016, 84 Min.

Do. in Anwesenheit der Regisseure Simon Stadlter und Catenia Lerner

Durch das Jagdverbot wurden die  Buschmenschen der Kalahari, einstmals ein Nomadenvolk, ihrer Lebensgrundlage beraubt. Die älteste Kultur auf unserem Planeten ist auf mildtätige Gaben des Staates oder abenteuerlustiger Touristen angewiesen. Die Filmemacher bieten ihnen an, diese „andere Welt“ kennenzulernen. Eine Reise nach Europa führt ihnen (und gleichzeitig auch uns) die sogenannte „Zivilisation“ vor Augen.

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Do. 09.11. bis Mi. 15.11., 18:00
So. 19.11., 12:00

SOMMERHÄUSER

Von Sonja Kröner, Deutschland 2017, 97 Min.
Mit Thomas Loibl, Laura Tonke, Ursula Werner

Jedes Jahr fahren Eva und ihr Mann Bernd mit ihren Kindern in den Garten von Oma Sophie, um dort mit der versammelten Großfamilie den Sommer zu verbringen, doch im Sommer 1976 ist alles anders. Oma Sophie ist unlängst verstorben, die Beerdigung steht kurz bevor und wie ein dunkles Omen wird der alte Baum im Garten durch einen Blitzeinschlag zerstört. Dennoch scheint zunächst alles seinen normalen Lauf zu nehmen, die Kinder spielen, toben und gehen auf Erkundungstour, aber bei den Erwachsenen wird die Stimmung immer schlechter. Oberflächlich geht es dabei um Erbstreitigkeiten und die Nachlassregelung, doch in Wahrheit brechen hier lange aufgestaute Konflikte aus: Eva hat etwa ihre Schwägerin Gitti satt und will, dass sich Bernd endlich mit seinem Vater Erich ausspricht. Dann bricht ein Gewitter los und die folgende Nacht bringt eine unerwartete Wendung…

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Do. 09.11., 20:00
Fr. 10.11. bis Di. 14.11., 19:45

GOOD TIME

(englische OmU)

Von Ben Safdie und Joshua Safdie, USA / Luxemburg 2017, 100 Min.
Mit Robert Pattinson, Ben Safdie, Jennifer Jason Leigh

Kleinganove Connie Nikas raubt gemeinsam mit seinem jüngeren, geistig behinderten Bruder Nick eine Bank aus, doch der Überfall geht schief und Nick wird von der Polizei verhaftet und in den Knast gesteckt. Connie will Nick unbedingt gegen Kaution aus dem Gefängnis holen und versucht, sich das Geld von seiner Freundin Corey zu leihen. Als das nicht klappt, begibt er sich auf eine abenteuerliche Odyssee durch die Unterwelt von New York, um die Kohle auf unlautere Art zusammenzukratzen. Dabei muss er sich nicht nur mit Gangstern herumschlagen, sondern befindet sich auch in einem ständigen Wettlauf gegen die Zeit, denn Nick hat sich im Gefängnis bereits Feinde gemacht und schwebt in akuter Gefahr…

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Do. 09.11., 22:00
Fr. 10.11. bis Mi. 15.11., 21:45

HANDSOME DEVIL

(englische OmU)

Von John Butler, Irland 2017, 95 Min.
Mit Fionn O’Shea, Nicholas Galitzine, Moe Dunford

Der Internatsschlafplan bringt zwei Jungen einander näher, die kaum unterschiedlicher sein könnten: Auf der einen Seite Ned, der wegen seiner roten Haare gehänselt wird und ganz offensichtlich falsch in der Rugby-verrückten Einrichtung ist, seinen Vater jedoch nicht davon überzeugen konnte; auf der anderen Conor, Musterathlet und Liebling des Rugby-Coachs Pascal O’Keeffe. Als Conor, der neu am Internat ist, seinem Zimmer zugewiesen wird, errichtet er zunächst wortwörtlich eine Mauer zwischen sich und seinem Raumgenossen Ned. Doch bald entdecken die beiden, dass sie mehr gemeinsam haben, als sie erst dachten - die Liebe zur Musik eint sie und sie beginnen, Gitarre zu spielen. Ein Lehrer wird auf das Hobby aufmerksam und entdeckt darin Potenzial. Er ermutigt Ned und Conor, an einem Talentwettbewerb in der nahegelegenen Mädchenschule teilzunehmen. Doch dann geschieht etwas, das die Freundschaft auf eine harte Probe stellt...

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Mi. 15.11., 19:45

DIE WELT SEHEN – VOIR DU PAYS

(französische OmU)

Von Delphine Coulin und Muriel Coulin, Frankreich 2017, 102 Min.
Mit Soko, Ariane Labed, Ginger Romàn

Aurore und Marine machen das, was im Militärjargon „Dekompression“ heißt: Sie sollen hinter sich lassen, was sie im Krieg erlebten. Die Soldatinnen kommen direkt aus Afghanistan nach Zypern, wo sie und ihre Truppe drei Tage in einem 5-Sterne-Hotel verbringen. Gemeinsam mit ganz normalen Touristen bekommen die Soldaten den Luxus einer sicheren Ferienwelt aus Pool und gutem Essen. Gleichzeitig werden sie, betreut von Psychologen, in virtuelle Realitäten versetzt, in denen sie erneut mit dem Krieg konfrontiert sind. Bei den Gruppensitzungen trägt je einer der Soldaten eine Virtual-Reality-Brille – während er seine Erfahrungen schildert, durchlebt er Kriegssituationen in der Computersimulation, die für die anderen Teilnehmer auf einer Leinwand gezeigt wird. Mit Worten und Bildern sollen die Soldaten Distanz zu ihren schlimmen Erinnerungen aufbauen. Aber so schnell heilen die Kriegsnarben nicht…

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Do. 16.11. bis Mi. 22.11., 18:00

DIE LIEBHABERIN – LOS DECENTES

Von Lukas Valenta Rinner, Österreich / Argentinien / Südkorea 2017, 104 Min.
Mit Iride Mockert, Ivanna Colona Olsen, Mariano Sayavedra

Belén war noch nie in den Außenbezirken von Buenos Aires. Sie macht große Augen, als sie ihren Job als Hausmädchen bei einer reichen Familie annimmt. Das Anwesen von Hausherrin Diana wird von Sicherheitsmann Garita bewacht und durch hohe Mauern geschützt, die es vom dschungelähnlichen Gebiet dahinter abgrenzen. Belén, die viele Spaziergänge unternimmt, entdeckt ein Nudistencamp, das sie fasziniert. Heimlich geht sie immer wieder zu den Nackten, schaut zu und wird schließlich als vollwertiges Mitglied aufgenommen. Die Zügellosigkeit und Harmonie im Umgang miteinander tun Belén sehr gut, sie erlebt geistige und sexuelle Befreiung. Aber diese Welt bleibt dem Hausmädchen trotzdem immer ein bisschen fremd. Und ihre Erfahrungen bleiben nicht ohne Reibung…

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Do. 16.11. bis Di. 21.11., 20:00
Do. 23.11. bis Di. 28.11., 21:45

ANIMALS – TIERE

Von Greg Zglinski, Österreich / Schweiz / Polen 2017, 95 Min.
Mit Birgit Minichmayr, Philipp Hochmair, Mona Petri

Der Koch Nick und die Kinderbuchautorin Anna stecken in der Ehekrise und nehmen eine Auszeit in der Schweiz. Er will ein Buch über vergessene Schweizer Gerichte schreiben, sie will endlich einen Roman für Erwachsene fertig stellen. Doch auf dem Weg in die Schweiz überfahren die beiden ein Schaf und danach ist nichts mehr wie vorher. Um die Wohnung des Paares in Wien kümmert sich in den sechs Monaten seiner Abwesenheit Mischa, die nach einer Kopfverletzung mit dem Arzt Tarek zusammenkommt. Doch dann steht plötzlich Blumenverkäufer Harald vor der Tür, der Mischa für seine Ex-Freundin Andrea hält, eine Nachbarin, die eine Affäre mit Nick hatte. Auch Anna erkennt diese Andrea vermeintlich wieder – in einer Eisverkäuferin in der Schweiz.

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Do. 16.11. bis Di. 21.11., 22:00
Mi. 29.11., 22:00

WERNER NEKES: DAS LEBEN ZWISCHEN DEN BILDERN

Von Ulrike Pfeiffer, Deutschland 2017, 91 Min.
Mit Werner Nekes, Helge Schneider, Bazon Brock, Alexander Kluge, Christoph Schlingensief

Experimentalfilmmacher Werner Nekes (1944 – 2017) wollte keine Filme über die Wirklichkeit machen – er wollte zeigen, was normalerweise nicht zu sehen ist. In den hundert avantgardistischen Filmen seines Werkes entwickelte er eine eigene Filmsprache, nachdem er – angeregt durch die Künstlerin Eva Hesse – von der bildenden Kunst zu den bewegten Bildern gewechselt hatte. Er nahm an der legendären 60-stündigen Hamburger Veranstaltung „FILM IN“ teil, die mit ihren experimentellen Filmen als Geburt des Programmkinos gelten kann. Nekes gab seine Vorstellungen vom radikalen Kino an die nächste Generation weiter, als er an der Kunsthochschule in Hamburg lehrte – und schaute zurück bis zu den Anfängen: Seine kinematographische Sammlung umfasst 40.000 Objekte aus der Vorgeschichte des Kinos. In ihrem Dokumentarfilm bietet Ulrike Pfeiffer einen Querschnitt durchs Nekes‘ Werk. Sie zeigt Gespräche des Filmemachers mit dem Kollegen Alexander Kluge und seine Zusammenarbeit mit den Künstlern Helge Schneider und Christoph Schlingensief.

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So. 19.11., 14:00
So. 26.11., 14:15

WER WAR HITLER

Von Hermann Pölking, Deutschland 2017, 191 Min.

Am Mi. 22.11. mit Einführung
Seit Adolf Hitler vor mehr als 70 Jahren starb, haben sich unzählige Menschen mit dem Leben des Diktators auseinandergesetzt, sei es in Form von (Sach-)büchern, Spielfilmen oder Dokumentationen. Vor allem der dokumentarische Ansatz ist dabei von der immergleichen Vorgehensweise geprägt, bestehen diese doch zumeist hauptsächlich aus Interviews, Grafiken, nachgestellten Szenen und Erklärungen von Experten und Fachleuten. Doch in „Wer war Hitler“ wählt der Regisseur Hermann Pölking einen anderen Ansatz: Ausschließlich Hitler und seine Zeitgenossen, von Mitstreitern bis zu Gegnern und von Staatsmännern bis zu Angehörigen, kommen in seiner Dokumentation zu Wort. Dazu verarbeitet Pölking zahlreiche Aussagen aus Tagebüchern, Briefen, Reden und Autobiographien sowie Archivmaterial aus vor allem privaten und nichtstaatlichen Quellen.

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Mi. 22.11., 20:00
So. 26.11., 11:00

AUF EDITHS SPUREN

Von Peter Stephan Jungk, Deutschland / Russland / Großbritannien / Österreich 2017, 91 Min.

Peter Stephan Jungks Großtante Edith Tudor-Hart, 1908 in Wien geboren, war eine mutige Frau: Sie hatte eine abwechslungsreiche Karriere, war unter anderem Montessori-Kindergärtnerin, Bauhaus-Schülerin, Fotografin, Kommunistin und Spionin des sowjetischen Geheimdienstes KGB, die den erfolgreichen Spionagering Cambridge Five mit aufbaute. Peter Stephan Jungk zeigt in seinem Dokumentarfilm Tudor-Harts Leben – und erforscht damit ein Geheimnis, das sie zu Lebzeiten vor nahestehenden Menschen verbarg. Dazu reiste der Regisseur nach Österreich, Großbritannien und Russland, um Interviews mit Militärhistorikern, Fotoarchivaren, ehemaligen KGB-Agenten und Familienmitgliedern zu führen. Eine Frage zieht sich durch den Film: Wie konnte Edith Tudor-Hart angesichts der grausamen stalinistischen Diktatur überzeugte Kommunistin bleiben?

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Do. 23.11. bis Di. 28.11., 18:00

MANIFESTO

(englische OmU)

Von Julian Rosefeldt, Deutschland 2016, 98 Min.
Mit Cate Blanchett, Ruby Bustamente, Ralf Tempel

Die zweifach oscarprämierte Schauspielerin Cate Blanchett spricht eine Reihe von Monologen in verschiedenen Episoden und ist dabei in zwölf unterschiedlichen Rollen zu sehen: Als Brokerin, konservative Mutter, Geschäftsführerin, Grabrednerin, Punkerin, Choreographin, Lehrerin, Fabrikarbeiterin, Journalistin, Puppenspielerin, Wissenschaftlerin sowie als Obdachloser. Alle Figuren tragen ein kulturhistorisches oder politisches Manifest vor. Karl Max und Friedrich Engels mit ihrem kommunistischen Manifest werden vertreten, die Filmemacher Lars von Trier und Thomas Vinterberg und ihr Dogma 95 ebenfalls. Blanchett präsentiert in ihren Rollen auch die Manifeste von Futuristen, Dadaisten, Fluxus-Künstlern, Suprematisten und Situationisten.

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Do. 23.11. bis Di. 28.11., 19:45
Mi. 29.11., 18:00

ÜBERLEBEN IN NEUKÖLLN

Von Rosa von Praunheim und Markus Tiarks, Deutschland 2017, 82 Min.

In Anwesenheit von Rosa von Praunheim

Dokumentation von Rosa von Praunheim über eine Reihe von Künstlern mit verschiedenen sexuellen Vorlieben, die im Berliner Bezirk Neukölln leben. Die größte Rolle kommt dabei der Künstlerin Juwelia zu, die mit bürgerlichem Namen Stefan Stricker heißt und seit vielen Jahren eine Galerie in der Neuköllner Sanderstraße führt. Von Praunheim zeigt Juwelias Feiern, die jedes Wochenende stattfinden, begleitet die Künstlerin aber auch auf ihre erste Ausstellung nach New York und ans Grab ihrer Mutter. Weitere Protagonisten in von Praunheims Dokumentation sind die 89-jährige Frau Richter, die nach Berlin zog, um hier mit einer anderen Frau zusammen sein zu können, sowie der Kubaner Joaquin la Habana, der hier mit einem anderen Mann zusammenlebt. Außerdem stellt der Regisseur den russischen Performancekünstler Mischa Badasyan vor, die lesbische syrische Sängerin Enana und die selbsternannte „Polittunte“ Patsy l‘Amour la Love.

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Mi. 29.11., 20:00