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AB 30.11.2019

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

LAND DES HONIGS

(mazedonische OmU)

Von Tamara Kotevska und Ljubomir Stefanov, Mazedonien 2018, 90 Min.
Mit Hatidze Muratova, Nazife Muratova, Hussein Sam

Es gibt eine Regel in der Imkerei: Man sollte nur die Hälfte des Honigs nehmen und den Rest den Bienen überlassen. Hatidze, respektiert diesen Zustand. Täglich steigt sie in ihrem kleinen mazedonischen Dorf einen Berg hinauf, um bei ihren Bienen in den Felsspalten nach dem Rechten zu schauen. Ein altes Lied singend, entnimmt sie dem Bienenvolk seine Waben. Doch das war es noch nicht mit der Arbeit. Wenn sie wieder auf ihrem Bauernhof ist, kümmert sie sich um ihre selbst gemachten Bienenkörbe und pflegt zusätzlich noch ihre kranke Mutter. Mit ihren gelegentlichen Abstechern in die Stadt, wo sie ihren Honig und ihre Körbe verkauft, füllt sie ihre Kassen und führt ein bescheidenes, aber gutes Leben. Mit dem ruhigen Leben ist es allerdings vorbei, als auf dem Grundstück nebenan eine Nomadenfamilie einzieht, die Hatzides Bienenvolk fortan mit laufenden Motoren, sieben lauten Kindern und 150 Kühen beschallt. Wider Erwarten, bringt das die Imkerin nicht aus der Ruhe und Hatzide führt ihr Leben unbeirrt weiter. Doch als Hussein, das Oberhaupt der neuen Familie, eine Entscheidung trifft, wird diese weitreichende Folgen für Hatzide haben ...

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Termine

Do. 28.11. bis Mi. 04.12., 17:45
So. 08.12., 12:00

ARETHA FRANKLIN: AMAZING GRACE

(englische OmU)

Von Alan Elliott und Sydney Pollack, USA 2018, 89 Min.
Mit Aretha Franklin, Mick Jagger, Sydney Pollack

1972 gab Aretha Franklin an zwei Abenden in der Missionary Baptist Church in Los Angeles ein Konzert, das aufgenommen wurde. Regisseur Sydney Pollack war dafür zuständig, die Szenen zu filmen. Doch es lief etwas schief. Bild und Ton waren nicht synchron, eine Reparatur war mit damaligen Mitteln nicht möglich. Jahrzehnte später konnten die Probleme zwar behoben werden, doch erst nach Franklins Tod durfte die Dokumentation das Licht erblicken, die dieses intime Kirchenkonzert einfängt…

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Termine

Do. 28.11. bis Di. 03.12., 19:15
Do. 05.12. bis Di. 10.12., 21:30
Mi. 11.12., 22:15

DER LEUCHTTURM – THE LIGHTHOUSE

(englische OmU)

Von Robert Eggers, USA / Kanada 2019, 110 Min.
Mit Willem Dafoe, Robert Pattinson, Valeriia Karaman

Maine in den 1890er Jahren: Der erfahrene Leuchtturmwärter Thomas Wake und sein neuer Gehilfe Ephraim Winslow treten ihre vierwöchige Schicht auf einem kleinen, einsamen Eiland vor der Küste an. Obwohl im Handbuch eigentlich vorgeschrieben ist, dass sich die beiden bei den Schichten abwechseln sollen, lässt der alte Seemann seinen jungen Kollegen jedoch nicht zum Leuchtsignal in die Spitze des Turmes – Ephraim muss stattdessen alle niederen Arbeiten verrichten. Während die Spannungen zwischen den beiden Männern immer mehr zunehmen, gibt es aber auch immer wieder Momente tiefster Intimität. Vor allem, wenn viel Alkohol fließt. Als die vier Wochen dann endlich vorüber sind, zieht ein schlimmer Sturm auf, der das Verlassen der Insel unmöglich macht. Wider Erwarten werden die beiden also wohl noch einige Zeit miteinander verbringen...

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Termine

Do. 28.11. bis Di. 03.12., 21:00
Mi. 04.12., 19:15
Do. 05.12. bis Di. 10.12., 19:30
Mi. 11.12., 18:00

LISSABON – HAFEN DER HOFFNUNG

Von Pavel Schnabel, Deutschland 1994 / 2018, 70 Min.

In Anwesenheit von Regisseur Pavel Schnabel

„Kein Land hat so vielen Flüchtlingen geholfen, wie Portugal“, sagen Fritz und Käthe Adelsberger. Lissabon bedeutete für sie Rettung auf der Flucht vor den Nationalsozialisten, die sie, wie hunderttausende von Juden, quer durch Europa nach Portugal trieben. Die Protagonisten Ruth Arons, Grete Friman, die Adelsbergers und Siegfried Rosenthal erzählen im Film ihre Geschichte und wir erleben sie in ihrem persönlichen Umfeld – im Portugal von heute.

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So. 01.12., 12:00

ANGELO

Von Markus Schleinzer, Österreich / Luxemburg 2018, 111 Min.
Mit Makita Samba, Alba Rohrwacher, Larisa Faber

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde in Afrika eine kleine Gruppe junger Männer versklavt und nach Europa verschifft. Kaum auf dem ihnen unbekannten Kontinent ankommen, wird ein zehnjähriger von einer Comtesse aus der Gemeinschaft entfernt und zu einem Versuchskaninchen gemacht: Er heißt nun Angelo und bekommt im Gegensatz zu allen anderen Afrikanern eine umfangreiche sprachliche und musische Ausbildung. Schnell stellt sich heraus, dass er Talent hat und der exotische, nun als Kammerdiener arbeitende junge Mann, wird von einem europäischen Königshof zum anderen Adelshaus gereicht. Dabei kommt Angelo ganz schön rum: Vom italienischen Messina bis zum kaiserlichen Hof in Wien ist er überall gefragt. Doch für alle ist er immer nur der ungewöhnliche Mann von einem fremden Kontinent. Einzig das Dienstmädchen Magdalena sieht in Angelo mehr als nur ein museales Ausstellungsstück. Doch die sich anbahnende Verbindung zwischen den beiden ist nicht gewünscht und Angelo wird klar, dass er trotz seiner außergewöhnlichen Ausbildung für die höfische Gesellschaft immer ein Fremdkörper bleiben wird.

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So. 01.12., 14:00
So. 08.12., 14:00
Fr. 13.12. bis Di. 17.12., 20:00

DIE GLITZERNDEN GARNELEN – LES CREVETTES PAILLETÉES

(französische OmU)

Von Cédric Le Gallo und Maxime Gorare, Frankreich 2019, 103 Min.
Mit Nicolas Gob, Alban Lenoir, Michael Abiteboul

Matthias Le Goff befindet sich am Ende seiner Karriere als Schwimmer und hat in seiner bisherigen Laufbahn mit Weltmeistertiteln und Olympiasiegen schon alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Doch in einem Fernsehinterview macht er eine homophobe Äußerung. Die Strafe seines Verbandes folgt prompt: Er wird dazu verdonnert, fortan „ Die glitzernden Garnelen“, ein homosexuelles Amateur-Wasserballteam, zu trainieren und für die Gay Games in Kroatien vorzubereiten. Den Sportlern geht es beim Wettkampf nicht primär um einen Sieg, sondern darum, eine möglichst unvergessliche Zeit miteinander zu verbringen und wenn man dabei auch noch auf andere knackige queere Athleten trifft, schlägt man doch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Ein Umstand, der dem gestandenen Olympiasieger besonders zu schaffen macht. Was sich für Matthias anfangs wie eine schier unlösbare Aufgabe anfühlte, wird bald zu einer einmaligen Gelegenheit, über den Tellerrand zu schauen und seine Lebensprioritäten zu überdenke

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Mi. 04.12., 21:30
Do. 12.12., 22:15
Fr. 13.12. bis Di. 17.12., 22:00

DIE GÖTTER VON MOLENBEEK – AATOS JA AMINE

(französische OmU)

Von Reetta Huhtanen, Finnland / Belgien / Deutschland 2019, 73 Min.

Der Brüsseler Stadtteil Molenbeek-Saint-Jean erlangte als Zentrum des Dschihadismus einst traurige Berühmtheit. Doch für den sechsjährigen Aatos und seinen Freund Amine ist dieser Bezirk ihr vertrautes Zuhause. Sie streunen durch die Gegend, hören Spinnen zu, entdecken schwarze Löcher und streiten darüber, was genau eigentlich einen fliegenden Teppich steuert. So entdecken die beiden gemeinsam die Welt und suchen nach Antworten auf die großen, existentiellen Fragen des Lebens. Doch die scheinbar ungetrübte Zweisamkeit der Freunde wird jäh unterbrochen, als in der Nachbarschaft eine Bombe von Terroristen explodiert. Aatos beneidet Amine um seinen muslimischen Glauben und sucht fortan nach seinen eigenen Göttern. Für seine Klassenkameradin Flo ist das alles nur Quatsch. In ihren Augen ist jeder, der an Gott glaubt, völlig verrückt...

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Do. 05.12. bis Di. 10.12., 18:00
So. 15.12., 12:30

CAROL

(englische OmU)

Von Todd Haynes, Großbritannien / USA 2015, 118 Min.
Mit Cate Blanchett, Rooney Mara, Kyle Chandler

In Kooperation mit der Kinothek Asta Nielsen

Therese träumt von einem Job als Setdesignerin beim Theater, doch stattdessen ist sie mit Richard zusammen, den sie eigentlich gar nicht liebt. So schlägt sie sich durchs New York der 50er Jahre und versucht, sich mit einem Job in einem Kaufhaus über Wasser zu halten. Eines Tages trifft sie Carol, die Therese sogleich ihre Adresse gibt, damit ihre Einkäufe dorthin geliefert werden können. Aus einem Impuls heraus schickt Therese Carol eine Karte zu Weihnachten, auf die sie wider Erwarten eine Antwort erhält. Verbunden durch das Gefühl der Einsamkeit, beginnen die beiden Frauen, immer mehr Zeit miteinander zu verbringen. Dabei entwickelt Therese starke Gefühle für Carol – sehr zum Missfallen von Carols Mann Harge. Dieser droht, seiner Frau das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter zu entziehen. Alles, was er dazu braucht, sind handfeste Beweise für die geheime Liebschaft der Frauen. Harge zieht alle Register und engagiert einen Privatdetektiv, den er auf Therese und Carol ansetzt.

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Mi. 11.12., 20:00

AQUARELA

(OmU: englisch, russisch, spanisch)

Von Victor Kossakovsky, Großbritannien / Deutschland / Dänemark / USA, 2018, 89 Min.

Verbindet man die Elemente Wasserstoff und Sauerstoff erhält man Wasser. Wasser ist der Entstehungsort des Lebens – eine Existenz ohne Wasser ist nicht möglich. Obwohl der Mensch schon seit Jahrtausenden die Erde bevölkert, scheint er dem wertvollen Element, egal ob flüssig oder als Eis, oft nicht gewachsen. Wasser ist launisch, rau, hart, kalt, laut, salzig aber auch weich, still, warm, süß und glatt. Der Filmemacher Victor Kossakovsky fängt in seinem Dokumentarfilm alle Eigenschaften und Facetten von Wasser ein. Vom zugefrorenen Baikalsee in Sibirien, dem tiefsten See der Welt, den gefährlichen Wellen eines Hurrikans in Miami bis hin zum atemberaubenden Salto Ángel-Wasserfall in Venezuela, der der höchste seiner Art auf der Erde ist. Neben wunderschönen Bildern des lebenswichtigen Elements thematisiert Kossakovsky auch die Zerstörungskraft des Wassers und den Menschen, der nach wie vor Probleme hat, die Naturgewalt zu bändigen.

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Do. 12.12. bis Mi. 18.12., 18:00
So. 22.12., 14:00
So. 29.12., 14:00

ALL I NEVER WANTED

Von Annika Blendl und Leonie Stade, Deutschland 2018, 90 Min.
Mit Mareile Blendl, Katja Brenner, Lida Freudenreich

Am 12.12. in Anwesenheit der Regisseurinnen Annika Blendl und Leonie Stade

Die Filmemacherinnen Leonie Stade und Annika Blendl spielen sich in ihrem Doku-Drama selbst und begleiten für ihren Film das 17-jährige Model Nina, die alles auf eine Karte setzt und für ihre Karriere das Abitur sausen lässt. Doch damit sie weiterhin in der glitzernden Welt arbeiten kann, muss sie ihre geltenden Moralvorstellungen außen vor lassen. Auch die Mittvierzigerin Mareile muss ihr Leben umstellen, nachdem ihre Rolle in einer Serie gestrichen und durch eine jüngere Schauspielerin ersetzt wurde. So beobachten die Regisseurinnen ihre Protagonistinnen dabei, wie sie sich für ihre Karriere aufgeben, den Anforderungen der Branche anpassen und ein perfektes Abbild ihrer selbst erschaffen. Annika und Leonie wollen, dass ihr Film erfolgreich wird, doch sind sie bereit, für das große Geld Grenzen zu überschreiten? Sie fragen sich, wie sich die permanente Selbstdarstellung auf die Gesellschaft auswirkt und setzen sich mit dem Thema auf satirische Weise auseinander.

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Do. 12.12., 20:00
Do. 19.12. bis Mo. 23.12., 22:00

MADAME

Von Stephane Riethauser, Schweiz 2019, 94 Min.

Schon früh hat Caroline damit begonnen, ein selbstbestimmtes Leben als selbstbewusste und vor allem unabhängige Frau zu führen. Während für viele Frauen das Leben in den 1920er-Jahren vorwiegend von Heim und Herd bestimmt war, befreite sich Caroline von den Ketten einer arrangierten Ehe und wurde eine sehr erfolgreiche Geschäftsfrau. Sich über Grenzen oder Instanzen hinwegzusetzen, gehörte fortan zu ihrem Lebensmotto. Ihr Enkelkind Stèphane hat 50 Jahre später mit ähnlichen Umständen zu kämpfen: In der konservativen Schweiz wird von ihm erwartet, dass er ein angepasster, heterosexueller Mann ist und das auch lebt, aber genau das ist er als homosexueller junger Mann eben nicht. Einzig Caroline erwartet von ihrem Enkelsohn nicht, dass er sich der gesellschaftlichen Norm anpasst. Basierend auf privatem Archivmaterial errichtet Stéphane Riethauser seiner 90-jährigen Großmutter Caroline ein filmisches Denkmal. Mit seinen Aufnahmen nimmt der Filmemacher die Zuschauer mit auf eine intime Reise, in der die Großmutter und ihr Enkel die Entwicklung der Geschlechteridentität in einem patriarchalischen Umfeld erforschen.

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So. 15.12., 14:00
Mi. 18.12., 21:45

WILD NIGHTS WITH EMILY

(englische OmU)

Von Madeleine Olnek, USA 2018, 84 Min.
Mit Molly Shannon, Amy Seimetz, Susan Ziegler

Emily Dickinson (1830-1886) gilt als eine der wichtigsten Dichterinnen der Weltliteratur - und als eine mysteriöse, zurückgezogen lebende Frau, die zu sensibel für die Welt war. Dass Emily über Jahrzehnte eine leidenschaftliche Liebesbeziehung mit ihrer Jugendfreundin und späteren Schwägerin Susan Gilbert führte, wussten zu ihrer Lebzeit nur wenige. Auch nach Emilys Tod wurde die Beziehung streng geheim gehalten - u.a. von Emilys ehrgeiziger Verlegerin Mabel, die sogar die postum veröffentlichen Gedichte manipulierte und Emilys feurige Liebesbriefe an Susan an Männer umadressierte.
Basierend auf Dickinsons rekonstruierten Briefen, handelt Madeleine Olneks lustvolle Komödie von der leidenschaftlichen lesbischen Liebe einer quicklebendigen Dichterin, die ihrer Zeit und vor allem der männlich dominierten Literaturwelt um Längen voraus war. WILD NIGHTS WITH EMILY erzählt aber auch beispielhaft, wie eine dezidiert weibliche, homosexuelle Lebensgeschichte bewusst manipuliert wurde, um in ein hetero-normatives Narrativ zu passen.

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Mi. 18.12., 20:00

ICH BIN ANASTASIA

Von Thomas Ladenburger, Deutschland 2019, 96 Min.

Die Bundeswehr und das Militär im Allgemeinen: Das ist für viele auch heute noch eine reine Männerdomäne. Nach dem Kreil-Urteil 2000 nimmt der Anteil weiblicher Soldatinnen und Offiziere zwar stetig zu und auch die Akzeptanz steigt. Doch was ist, wenn man sich nicht so eindeutig seinem Geschlecht zuordnen kann? Auf ihrem Karrierehöhepunkt bei der Bundeswehr, entscheidet sich die als biologisch männlich geborene Oberstleutnantin Anastasia Biefang, stationiert in Storkow in Brandenburg, in ihrem gefühlten weiblichen Geschlecht zu leben. Damit ist sie die erste offen lebende Transgender-Person in der Geschichte der Bundeswehr. Entgegen ihren Befürchtungen kommt es jedoch von Seiten der Bundeswehr weder zu Diskriminierungen noch zum Stopp ihrer Karriere. In der Dokumentation wird Anastasia begleitet bei ihrem Dienstantritt als Frau und Kommandantin. Gleichzeitig geht es auch um die mentale Umstellung im Umgang mit ihr, das ihr Bataillon erst lernen muss.

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Do. 19.12. bis Mo. 23.12., 18:00

THE FAREWELL

(englische OmU)

Von Lulu Wang, USA / China 2019, 98 Min.
Mit Awkwafina, Tzi Ma, Gil Perez Abraham

Die erfolglos als Schriftstellerin in New York lebende chinesischstämmige Amerikanerin Billi Wang erfährt über ihre Eltern, dass bei ihrer geliebten Großmutter Nai Nai, die noch immer im Reich der Mitte lebt, Lungenkrebs im Endstadium diagnostiziert wurde. Ihr bleiben nur noch wenige Monate zu leben. Billi ist mehr als traurig und am Boden zerstört. Kurzerhand beschließt sie jedoch, das Beste aus der niederschmetternden Situation zu machen, ihrer Oma schöne letzte Tage zu bereiten und sie vor der schmerzlichen Wahrheit zu schützen. So wird Nai Nai erzählt, ihre Befunde seien eigentlich für ihr Alter ganz gut. Rasch wird die Hochzeit einer japanischen Cousine genutzt, um die über die ganze Welt verstreute Familie für Nai Nai zusammenzuführen. Doch als die Verwandtschaft aufeinander trifft, stößt Billies Plan nicht nur auf Gegenliebe. Bald zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen westlichen und östlichen Wertvorstellungen, was den Tod angeht...

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Do. 19.12. bis Mo. 23.12., 20:00
Do. 26.12. bis Mo. 30.12., 18:00

CUNNINGHAM

(englische OmU)

Von Alla Kovgan, Deutschland / Frankreich 2019, 88 Min.

Merce Cunningham gilt in der Tanz-Szene als einer der visionärsten Köpfe des zeitgenössischen Tanzes. Doch das war nicht immer so. Zu Beginn seiner Karriere wurde ihm zwar ein außergewöhnliches Talent bescheinigt, das er jedoch mit exotischen Tanz-Experimenten verschwende. Angefangen im New York der 1940er-Jahre war seine Karriere bis in die frühen 70er-Jahre geprägt von einer außerordentlichen Risikobereitschaft und unerschöpflichen kreativen Ideen. Wo er anfangs noch Probleme hatte, als ernsthafter Tänzer anerkannt zu werden, schaffte er später den Durchbruch und galt seither als richtungsweisender Choreograf und Tänzer, von dem sich noch heute viele Choreografen und Künstler beeinflussen lassen. Die Filmemacherin Alla Kovgan zeichnet in ihrem Dokumentarfilm Cunninghams berufliches und privates Leben nach und erweckt mit moderner 3D-Technik sowie den letzten Mitgliedern der Merce-Cunningham-Dance-Company seine legendären Choreografien wieder zum Leben.

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So. 22.12., 12:00
So. 29.12., 12:00

DIE SEHNSUCHT DER SCHWESTERN GUSMAO

(portugiesische OmU)

Von Karim Ainouz, Brasilien / Deutschland 2019, 139 Min.
Mit Carol Duarte, Julia Stockler, Gregório Duvivier

Die introvertierte und talentierte Eurídice findet in ihrer älteren, eher extrovertierten Schwester Guida den Rückhalt, den sie in einer patriarchalischen Gesellschaft so dringend benötigt. Als diese jedoch mit ihrem Freund durchbrennt, muss sie sich gezwungenermaßen den Pflichten als Einzelkind und Ehefrau stellen, wobei sie sich bald in einer Ehe ohne Liebe wiederfindet. Dabei wollte sie eigentlich Musikerin werden...

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Do. 26.12. bis Mo. 30.12., 20:00

JAM

(japanische OmU)

Von Sabu, Japan / Deutschland 2018, 102 Min.
Mit Sho Aoyagi, Keita Machida, Nobuyuki Suzuki

Die drei jungen Männer Hiroshi, Takeru und Tetsuo leben alle in derselben Stadt und doch könnte ihr Lebensstil unterschiedlicher nicht sein: Hiroshi ist ein mäßig erfolgreicher Schlagersänger, der zunehmend eine Leere in seinem Leben fühlt – und das, obwohl er gerade bei Frauen mittleren Alters ein Stein im Brett hat! Eines Tages wird er nach einem Auftritt von seinem Fan Masako gefangen genommen und gezwungen, ein Lied nur für sie zu schreiben. Währenddessen glaubt Takeru, dass seine im Koma liegende Freundin Misaki durch seine guten Taten langsam wieder zu Bewusstsein kommt. Um das zu schaffen, legt er sich jedoch mit den falschen Leuten an. Tetsuo ist der Dritte im Bunde und gerade aus dem Gefängnis gekommen. Nach einem brutalen Zwischenfall hat er beschlossen, sich an den Typen zu rächen, die ihn einst hinter Gitter brachten. Zur Unterstützung hat er dabei niemand Geringeren als seine an den Rollstuhl gefesselte Großmutter an der Seite...

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Do. 26.12. bis Mo. 30.12., 22:30