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AB 27.05.2019

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

KLASSE DEUTSCH

Von Florian Heinzen-Ziob, Deutschland 2018, 89 Min.

In der Schulklasse B206 ist vieles anders: Denn nur zwei Jahre hat die Lehrerin Ute Vecchio Zeit, um Kinder, die aus dem Ausland neu nach Deutschland gekommen sind, mit viel Leidenschaft auf das deutsche Schulsystem vorzubereiten. Dabei fängt sie oft mit den einfachsten Dingen, wie dem Unterschied zwischen „finden“ und „erfinden“ und wer eigentlich Albert Schweinsteiger ist, an. Doch so unterschiedlich die Länder und Kulturen sind, aus dem die Kinder kommen, so vielschichtig sind auch die Herausforderungen für Ute Vecchio. Da gibt es zum Beispiel die ehrgeizige und resolute Pranvera, die regelmäßig beim Armdrücken gegen die Jungs gewinnt, aber erleben muss, wie ihre beste Freundin abgeschoben wird. Ferdi hingegen hat nur vier Monate Zeit, den Schulstoff aus vier Jahren nachzuholen, um so seinen Traum von einem Job als Automechaniker doch noch wahr werden zu lassen. Auch der fröhliche Kujtim hat in seinem bewegten Leben vier Sprachen gelernt, kann aber keine einzige schreiben. Somit steht Ute Vecchio vor einer vielseitigen Mammutaufgabe.

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Fr. 24.05. bis Di. 28.05., 18:00

DER BODEN UNTER DEN FÜSSEN

Von Marie Kreutzer, Österreich 2018, 112 Min.
Mit Valerie Pachner, Pia Hierzegger, Mavie Hörbiger

Noch nicht einmal 30 Jahre alt, kontrolliert Lola ihr Privatleben mit der gleichen rücksichtslosen Effizienz, die sie bei ihrer Arbeit als leistungsstarke Unternehmensberaterin zur Optimierung der Gewinne verwendet. Mal eben im Vorbeigehen meistert sie noch einen Job an der Ostseeküste in Rostock, bevor sie dann mit ihrer Chefin Elise, mit der sie auch ein Verhältnis hat, zu einem mehrjährigen prestigeträchtigen Job ins australische Sydney fliegt. Doch plötzlich erhält Lola einen Anruf, in der ihr mitgeteilt wird, dass ihre Schwester Conny nach einem Selbstmordversuch in die Psychiatrie eingewiesen wurde. Wie von ihr erwartet, nimmt sie auch das mit kühler Professionalität zur Kenntnis, schließlich ist es nicht das erste Mal, dass so etwas passiert. Die Vorkommnisse nagen jedoch mehr an Lola, als sie gedacht hätte. Immer wieder erhält sie Hilferufe von Conny. Doch eigentlich darf ihre ältere Schwester in der geschlossenen Abteilung gar kein Mobiltelefon besitzen, was steckt also dahinter? Erlaubt sich jemand einen Scherz mit Lola oder zeigt sie nun auch erste Anzeichen einer Schizophrenie?

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Fr. 24.05. bis Di. 28.05., 20:00

THE WILD BOYS - LES GARÇONS SAUVAGES

(französische OmU)

Von Bertrand Mandico, Frankreich 2017, 110 Min.
Mit Vimala Pons, Anael Snoek, Pauline Lorillard

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begehen fünf Jungs aus gutem Hause, die dem Okkulten huldigen, ein scheußliches Verbrechen. Ein niederländischer Kapitän soll ihnen auf seinem Kahn Zucht und Ordnung beibringen. Doch die  Matrosen meutern und stranden auf einer mysteriösen Insel voller bizarrer Gewächse. Ein Filmwunder, frei nach William S. Burroughs, voll schillernder Farben und Blüten, voll Gleichmut und erotischer Faulheit.

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Fr. 24.05. bis Di. 28.05., 22:00

MEIN HERZ – NIEMANDEM!

Von Helma Sanders-Brahms, Deutschland 1997 103 Min. 35mm
Mit Lena Stolze, Thomas Ruffer, Cornelius Obonya

Anlässlich des Jerusalem-Tages - Yom Jerushalaym. In Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und dem Filmhaus Frankfurt. Im Anschluss Filmgespräch mit Eva-Maria Schulz-Jander, Kassel. Moderation Alia Pagin

Helma Sanders-Brahms erzählt die Geschichte des Liebespaares Else Lasker-Schüler und Gottfried Benn von ihrer Kindheit an bis zum Ende Nazi-Deutschlands. Die Liebe zwischen der Jüdin, die sich bald der Verfolgung ausgesetzt sieht, und dem Protestanten, der von den Nazis fasziniert sein wird, lebt dabei vor allem durch die Texte von Lasker-Schüler und Benn, die viel Raum in diesem Film einnehmen. "Die Gedichte", so Helma Sanders-Brahms, "sind das Wichtigste, es geht um diese Gedichte, um diesen Gedicht-Dialog vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte."

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voraussichtlich ab Juni

THE ARTIST AND THE PERVERT

(englische OmU)

Von Beatrice Behn und René Gebhardt, Deutschland 2018, 92 Min.

In New York lebt Georg Friedrich-Haas zusammen mit seiner Frau Mollena Williams-Haas. Über 40 Jahre suchten sie nach dem richtigen Partner, ehe die beiden auf einem Online-Datingportal fündig wurden. Seit einer ersten stürmischen Verabredung sind der renommierte Komponist und die Sexualpädagogin, Autorin und Performerin nun ein Paar. Sie leben in einer glücklichen BDSM-Beziehung, in der Georg und Mollena sogar in der New York Times öffentlich gesprochen haben. So beschreibt das Paar, wie Mollena 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche für Georg als "Sklavin" und Muse zur Verfügung steht, während er ihr Meister ist. Doch nicht nur das macht die beiden zu einem ungewöhnlichen Paar. Mollena ist Nachfahrin afrikanischer Sklaven und Georg das Kind einer Nazi-Familie. Sie wuchs in ärmlichen Verhältnissen in New York auf, er in 1.000 Metern Höhe auf einem Berg in Montafon, Österreich. Georg ist also ein weißer Europäer, Mollena Afroamerikanerin. Seit sich sie beiden öffentlich zu ihrem Lebensstil bekannten, erfuhren sie sehr viel Zuspruch, aber auch Ablehnung. Denn wie kann sich Georg als Feminist bezeichnen, gleichzeitig aber seine Frau dominieren? Und wie kann sich eine schwarze Frau freiwillig in die Rolle einer Sklavin begeben? Der Dokumentarfilm von Beatrice Behn und René Gebhardt lässt Freunde und Kollegen von Georg und Mollena, aber auch das Paar selbst zu Wort kommen. Dabei sprechen sie über ihre Herkunft und den schwierigen Weg zu Selbstakzeptanz.

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voraussichtlich ab Juni

HIGH LIFE

(englische OmU)

Von Claire Denis, Frankreich / Deutschland / Großbritannien / Polen 2018, 113 Min.
Mit Robert Pattinson, Juliette Binoche, André Benjamin

In den Tiefen des Weltalls, weit entfernt von unserem Sonnensystem leben Monte und seine kleine Tochter Willow gemeinsam auf einem ramponierten Raumschiff. Vor einiger Zeit bestand die Besatzung des Raumschiffs noch aus vielen anderen verurteilten Schwerverbrechern, die sich mit der gefährlichen Mission von ihren Strafen freikauften. Mit Experimenten wurden sie von der wahnsinnigen Reproduktionswissenschaftlerin Dibs gequält, bei denen bis auf Monte und Willow alle ums Leben kamen. Monte ist ein stiller Mann, der sich eine harte Selbstdisziplin auferlegt hat. Doch wenn er mit seiner Tochter zusammen ist, wird aus ihm ein zärtlicher Mann. Nun sind die beiden die letzten Überlebenden der Crew und nähern sich in völliger Isolation ihrem letzten unausweichlichen Ziel: Einem schwarzen Loch und damit auch dem Ende von Zeit und Raum.

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voraussichtlich ab Juni

RAMEN SHOP – RAMEN TEH

(OmU: japanisch / hochchinesisch / englisch)

Von Eric Khoo, Japan / Singapur / Frankreich 2018, 90 Min.
Mit Takumi Saitoh, Jeanette Aw Ee-Ping, Mark Lee

Der junge Masato lebt in der japanischen Stadt Takasaki und beherrscht als Koch in einer traditionellen japanischen Suppenküche ein beneidenswertes Handwerk. Seine besondere Spezialität ist die Ramen-Nudel-Suppe. Als jedoch sein Vater unerwartet verstirbt, versetzt dies Masato zurück in seine Kindheit. Er findet einen Koffer, der voller Erinnerungen ist und in den Masato nun die Hintergründe der Liebesgeschichte seiner Eltern erfährt. Kurzerhand beschließt er, sich auf den Weg nach Singapur, dem Heimatland seiner Mutter, die starb, als Masato zehn Jahre alt war, zu machen. Dort trifft er auf Miki, die einen Food-Blog betriebt und Masato dabei hilft, weitere Verwandte von ihm ausfindig zu machen. Bis es soweit ist, probiert sich Masato durch die kulinarischen Traditionen Singapurs, Japans und Chinas und lernt dabei nicht nur die Kunst des Kochens vollkommen neu kennen, sondern auch die Kunst des Beisammenseins.

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voraussichtlich ab Juni

SUNSET

(teilweise ungarische OmU)

Von László Nemes, Ungarn / Frankreich 2019, 141 Min.
Mit Juli Jakab, Vlad Ivanov, Evelin Dobos

Ungarn, im Jahr 1913: Írisz Leiter ist in einem Waisenhaus aufgewachsen, doch mit 21 Jahren bricht die junge Frau in Richtung ihrer Geburtsstadt Budapest auf, um dort eine Ausbildung zur Schneiderin zu machen. Obwohl sie anfangs abgewiesen wird, findet sie schließlich eine Anstellung in dem Hut-Geschäft Leiter, das einst ihren Eltern gehörte und mittlerweile von dem entfernten Verwandten Oszkár Brill betrieben wird, der aber nichts von seiner Verbindung zu dem Mädchen weiß. In der Stadt ist das Geschäft vor allem für seine außergewöhnlichen Kreationen bekannt, aber genau in diesem Laden, verloren die Eltern von Írisz einst ihr Leben. Von Oszkár Brill erfährt sie, dass sie einen Bruder hat, von dem sie nichts wusste, und macht sich auf die Suche nach ihm. Dabei kommt sie einem Familiengeheimnis auf die Spur, dass sie nicht nur zu einem gewissen Kalman Leiter führt, sondern auch bis in die höchsten Kreise der österreichisch-ungarischen Gesellschaft.

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voraussichtlich ab Juni

HAPPY LAMENTO

Von Alexander Kluge, Deutschland 2019, 90 Min.
Mit Helge Schneider, Heiner Müller, Peter Berling

Ein besonderer Musikfilm von Alexander Kluge, mit vielen unterschiedlichen Themen und Bildern: US-Präsident Trump trifft auf dem G20-Gipfel in Hamburg ein, in Manila finden Badenkämpfe statt, Helge Schneider ist als Lichtschlangenmensch auf der Bühne und Heiner Müller philosophiert über den Mond. Die am Samstag nach Kaufhausschluss liegengebliebene Waren bekommen ein Trauerlied, ein Zirkus in Russland wird dramatisch evakuiert – auf der Flucht vor deutschen Panzern rettet er 1941 seine Elefanten. Über all den Bildern schwingt das von Elvis Presley gesungene Lied „Blue Moon“.

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voraussichtlich ab Juni

EINE MORALISCHE ENTSCHEIDUNG – BEDOUNE TARIKH, BEDOUNE EMZA

(Farsi OmU)

Von Vahid Jalilyand, Iran 2019, 103 Min.
Mit Navid Mohammadzadeh, Amir Aghaei, Zakieh Behbahani

Als der forensische Pathologe Dr. Kaveh Nariman in Teheran bei einem nächtlichen Autounfall ein Motorrad mit einer vierköpfigen Familie rammt und dabei den achtjährigen Sohn Amir leicht am Kopf verletzt, bietet Kaveh an, das Kind in eine nahe gelegene Klinik zu bringen, aber der Vater Moosa lehnt seine Hilfe ab. Nur das ihm angebotene Geld als Entschädigung für die entstandenen Unfallkosten nimmt er widerwillig an. Am nächsten Morgen findet Dr. Nariman in seinem Krankenhaus heraus, dass der kleine Junge nach einem verdächtigen Tod zur Obduktion gebracht wurde. Vorerst spricht Kaveh mit niemandem über sein Geheimnis. Seine Kollegin Dr. Sayeh Behbahani stellt eine Lebensmittelvergiftung als Todesursache fest. Dr. Nariman steht nun vor einem Dilemma: Ist er aufgrund des Autounfalls für den Tod von Amir verantwortlich oder starb das Kind wirklich an dem verdorbenen Fleisch, dass ihm sein Vater gab?

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voraussichtlich ab Juni

INNA DE YARD – THE SOUL OF JAMAICA

(kreolische OmU)

Von Peter Webber, Frankreich 2019, 99 Min.

Hoch über Kingston, mitten auf einem Hang steht ein Haus, das bis unter die Decke mit Schallplatten gefüllt ist. Bereits vom Garten aus kann man die Berge sehen. Jamaikas Natur ist stark und fest verankert. Zu Beginn hört man es aus dem Haus trommeln, es folgen Gitarren-Akkorde, schließlich Bass und Piano. Reggae-Rhythmen durchbrechen die idyllische Atmosphäre und verschwinden im benachbarten Gebirge. Ganz Jamaika vibriert bei der Musik, für die das Land auf der ganzen Welt gefeiert wird. Einige der legendärsten Stimmen des Reggaes versammeln sich im Garten des Hauses. Unter ihnen sind Ken Boothe, Winston McAnuff, Kiddus I, Marcia Griffiths und Cedric Myton. Sie alle kennen sich schon seit Ewigkeiten und sie alle haben zur goldenen Ära der Reggae-Bewegung beigetragen. Zusammen mit Bob Marley, Peter Tosh und Jimmy Cliff sangen sie einst in den Hinterzimmern der Ghettos. Für den Film "Inna De Yard" fanden sich die Freunde nun wieder zusammen. Sie lassen ihre alten Hits wieder aufleben, um ein noch nie da gewesenes Akustik-Album aufnehmen. Kurzerhand holen sie sich dafür auch Sänger der neuen Reggae-Generation ans Mikrofon. Voller Energie entsteht so ein Zusammenschluss aus Künstlern, die vor allem eins auszeichnet: Positive Vibes.

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voraussichtlich ab Juni

DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN

Von Susanne Heinrich, Deutschland 2019, 80 Min.
Mit Marie Rathscheck, Nicolai Borger, Yann Grouhel

Das melancholische Mädchen verspricht euch: In dieser Geschichte gibt es keine Höhepunkte – denn was eine echte Melancholikerin ist, für die ist das Beste ja immer schon passiert. Stattdessen ätzt die Schriftstellerin aus dem hippen Berlin, die in ihrem aktuellen Buch einfach nicht weiterkommt, gegen alles, was anderen Menschen in der modernen großstädtischen Welt Sinn verspricht. Dabei trifft sie allerhand Menschen wie frischgebackene Mütter, die sich selbst überhaupt erst durch die Mutterschaft fanden oder einen abstinenten Existentialisten, für den Sex ohnehin „auch nur noch ein Markt“ ist. Und dann sind da natürlich noch all diese Beauty-Produkte und ja, selbst Yoga verteufelt sie – denn diese Entspannungsübungen sind ja auch nur systemstützende Selbstoptimierung und keineswegs der total individuelle Weg zum eigenen Glück, für die sie manche halten…

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