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AB 28.01.2018

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

DIE LETZTEN TAGE VON HAVANNA – ÚLTIMOS DÍAS EN LA HABANA

(spanische OmU)

Von Fernando Perez, Kuba 2017, 92 Min.
Mit Jorge Martinez, Patricio Wood, Yailene Sierra

Miguel und Diego leben gemeinsam in einer heruntergekommenen Wohnung in der kubanischen Hauptstadt Havanna. Doch das Leben der beiden Mittvierziger könnte unterschiedlicher nicht sein: Während Miguel sein Geld als Tellerwäscher in einem Restaurant verdient und davon träumt, endlich das ersehnte Visum zu erhalten, um in die USA auswandern zu können, ist Diego aufgrund seiner AIDS-Erkrankung ans Bett gefesselt und wartet auf den Tod. Auch vom Wesen her sind die beiden Männer völlig unterschiedlich, denn Miguel verschließt sich immer mehr vor seinen Mitmenschen, Diego hingegen möchte seine letzten Tage nicht einsam und alleine verbringen. Als Miguel eines Tages tatsächlich sein Visum für die USA erhält, steht er vor einer Entscheidung…

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Termine

Do. 25.01. bis Di. 30.01., 18:00

ANNE CLARK –I’LL WALK OUT INTO TOMORROW

Von Claus Withopf, Deutschland 2017, 84 Min.

Am 22.01. in Anwesenheit von Regisseur Claus Withopf

Dokumentation über die britische Musikerin und Poetin Anne Clark, die mit ihrer avantgardistischen elektronischen Musik Berühmtheit erlangt hat. Clark singt ihre zumeist sehr poetischen, aber auch melancholischen und schwermütigen Texte nicht, sondern trägt diese rhythmisch gesprochen vor, weswegen ihr Werk auch oft dem Genre Spoken Word zugeordnet wird. In seiner Dokumentation „I'll Walk Out Into Tomorrow” zeichnet Filmemacher Claus Withopf ein Porträt von Clark und findet zugleich einen Weg, die Arbeit der Künstlerin zu visualisieren. Der Regisseur begleitete Clark beinahe zehn Jahre lang und zeigt die mehr als 30-jährige Karriere der Künstlerin. So geht er etwa auf die Konflikte mit ihrer einstigen Plattenfirma ein, die dazu führten, dass sich Clark aus dem Geschehen zurückzog und sich im musikalischen Exil in Norwegen neu erfand.

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Do. 25.01. bis Mi. 31.01., 20:00

GRACE JONES: BLOODLIGHT AND BAMI

(englische OmU)

Von Sophie Fiennes, USA 2017, 115 Min.
Mit Grace Jones, Jean-Paul Goude, Sly & Robbie

Dokumentation über die jamaikanische Sängerin Grace Jones, die auch modelt und schauspielert – bekannt ist sie für vor allem für ihre spektakulären Auftritte in extravaganten Kostümen. Durch ihr androgynes Erscheinungsbild lässt Grace Jones die Geschlechterrollen verschwimmen, weshalb sie zu einer Ikone der Gay-Community aufstieg. Regisseurin Sophie Fiennes begleitet die Diva unter anderem bei den Aufnahmen zu ihrem Comeback-Album „Hurricane“ aus dem Jahr 2008. Außerdem beleuchtet der Film die tragische Vergangenheit der Vollblutperformerin. Zwischen den Interviewsegmenten gibt es bisher unveröffentlichtes Live-Material zu sehen, das speziell für die Dokumentation während eines Auftritts in Dublin aufgenommen wurde.

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Do. 25.01. bis Mi. 31.01., 21:30

LEANING INTO THE WIND – ANDY GOLDSWORTHY

(englische OmU)

Von Thomas Riedelsheimer, Deutschland 2017, 97 Min.

Der Künstler Andy Goldsworthy ist bekannt für seine vergänglichen Kunstwerke, die er oftmals in freier Natur erschafft und für die er die natürlichen Gegebenheiten auf faszinierende Art bearbeitet und in außergewöhnliche Formen bringt. In „Leaning Into The Wind“ wird er von Regisseur Thomas Riedelsheimer bei seiner Arbeit beobachtet. Wir sehen, wie die Kunstwerke entstehen: Egal ob in einem Park in San Francisco, einem Wald in Schottland oder in der Provence, und egal ob Goldsworthy Steinbögen aufstellt, ob er einen Baum schüttelt um den Pollenflug festzuhalten oder ob er Schafe mit ihren schlammbedeckten Hufen malen lässt. Riedelsheimer zeigt einen Künstler, der bekannter, nachdenklicher, älter und dessen Kunst zerbrechlicher, persönlicher und ernster geworden ist. Goldsworthy wird mittlerweile selbst zu einem Teil von dem, was er hervorbringt.

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So. 28.01., 12:00

TANGO ZU BESUCH

Dokumentarfilm von Irene Schüller, D 2017, 52 Min.

Vorfilme:
THE BURDEN (OmU) von Niki Lindroth von Bahr, Schweden 2017, 14 Min.
TANGO von Zbigniew Rybczynski, Polen 1982, 8 Min.

Fünf junge Tänzerinnen und Tänzer tauchen Abend für Abend ein in die sinnlich-erotische Welt des Tango, fern seiner Heimat Argentinien: im Schwarzwald. Alle sind Single. Alle sind dem so leidenschaftlichen wie melancholischen Tanz verfallen. Alle wollen Begegnung, aufgehen im Paar, in Schönheit, Eleganz und Perfektion, und dabei auch gerne bewundert werden. Alle sind süchtig nach dem Kick, in der Umarmung mit Fremden sich selbst zu finden.
Die Erotik ist inszeniert, doch die Nähe ist echt. Das führt zu Konflikten, die das makellose Paar auf der Tanzfläche nicht zeigt. Wie viel ist Spiel, wie sehr halten die starren Geschlechterrollen des Tango gefangen? „Tango zu Besuch“ blickt hinter die perfekte Fassade, zeigt die Gegensätze und wie sie sich in der kleinen Szene auswirken. Ruben ist froh über die klare Rollenverteilung. Susanna dagegen macht sich für mehr Gleichberechtigung stark. Christian genießt die flüchtigen Kontakte mit Frauen. Helena jedoch sucht nach echter Begegnung. Joscha wiederum will vom Zwischenmenschlichen nichts wissen. Er möchte Tango zu seinem Beruf machen, damit Geld verdienen.
Schonungslos, trotzdem liebevoll und mit feinem Humor erzählt „’Tango zu Besuch“, was sich in den Tanzsälen fern von Buenos Aires abspielt. Wie in der eigenen Eleganz bleiben, wenn der Partner herumstolpert? Man muss viele Jahre trainieren, um gut zu sein, um in der Tango-Szene akzeptiert zu werden. Wer will sich da schlechte Tänze ohne Kick zumuten? Arroganz hilft, „nein“ zu sagen und um Ablehnung einzustecken. Joscha vermutet, seine Arroganz schütze ihn auch vor der extremen Nähe des Tango. So gehen die Unnahbaren wieder allein nach Hause, wenn die Musik verstummt ist, auch wenn sie auf den Partner fürs Leben gehofft haben. Glücklich oder unglücklich? Eine runde Milonga führt vom frischen Begehren zum wehmütigen Abschiedsschmerz im Zeitraffer durchs ganze Liebesdrama. Nach diesem ungewöhnlichen Tango-Film weiß man, warum fünf junge Menschen auf höchst ästhetische und berührende Art gemeinsam einsam sind.

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So. 28.01., 14:00

MIMICRY – SELBSTFINDUNGSREISE EINER GIRLFAG

Von Jennifer von Schuckmann, Deutschland 2017, 26Min.

In Anwesenheit von Regisseurin Jennifer von Schuckmann. Nach dem Film Gespräch mit der Hauptdarstellerin Freya Kreutzkam und Girlfag Paula alias Tochter Krampfstrumpf. Moderation: Testa Steron. In Kooperation mit Hessen ist Geil

Die Studentin Mimi sucht nach Liebe, Leben und vor allem sich selbst.
MimiCry ist ein sexueller und spiritueller Road-Movie ohne Autos, der das noch unbekannte Phänomen der Girlfags im Queeren Spektrum beleuchtet, dabei aber Schubladen auflösen will.
Girlfags oder schwule Frauen sind Menschen, die sich meistens als schwuler Mann im Körper einer Frau identifizieren, ohne dabei geschlechtsangleichende Maßnahmen anzustreben. Sie fühlen, dass ihr biologisches Geschlecht nichts mit der eigenen Geschlechterzuordnung zu tun hat. Die Idee einer genderqueeren Gesellschaft, die sozial konstruierte Rollen ablehnt und mehr Individualität für jeden Menschen darbietet, spielt dabei eine starke Rolle.

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Termine

Mi. 31.01., 18:00