Mal Sehn on Demand

 

Karten kaufen

Wen die Mal Sehnsucht packt –
Start des Online - Angebots „Mal Seh’n on Demand“ am 1.04.2021

Zum Start ab 1.04. stehen folgende Filme zum Ansehen bereit (Ticketpreis € 5,90).
Eine kostenlose Anmeldung bei Vimeo ist erforderlich.

THE WATSON’S HOTEL (OmU)
Dokumentarfilm von Ragunath V, Nathaniel Knop und Peter Rippl, D 2019, 82 Min.
THE WATSON’S HOTEL ist ein Film über ein Gebäude in Mumbai. Als eines der ersten Luxushotels in Indien wurde seine gusseiserne Konstruktion komplett in England vorproduziert und zusammen mit den Ziegeln, der Inneneinrichtung nach Indien verschifft und dort zusammengebaut. 1863 fertig gestellt, war es ein Symbol der Überlegenheit des britischen Empires.
Das Hotel war Schauplatz vieler besonderer Ereignisse, insbesondere der Vorstellung des Kinematographen durch die Gebrüder Lumière 1896. Das Jahr markiert damit die Ankunft des Kinos auf dem indischen Subkontinent.
Der Filmessay zeigt, was aus dem Hotel über die Jahrzehnte geworden ist. Er portraitiert Menschen, die heute in dem vernachlässigten Gebäude leben und arbeiten und zeigt einen Mikrokosmos Indiens in einem nicht verrottbaren Eisenskelett des Kolonialismus.
THE WATSON’S HOTEL ist eine Auseinandersetzung mit einem Bauwerk, das über eine schwierige koloniale und postkoloniale Geschichte Zeugnis ablegen könnte – wenn es nicht verfällt. Aber wie kann und soll man so ein symbolisches Gebäude bewahren?

Zum Streaminglink
 

DAS 25. JAHR – VON DER POETISIERUNG DER WELT
Ein Theater-Film von Otmar Hitzelberger, D 2019, 90 Min.
1991 gründete sich das Theater Willy Praml aus den Wurzeln freier Theaterarbeit in Frankfurt am Main. Frei und unabhängig arbeitet es bis heute. Der Film hat das Theater im 25. Jahr seines Bestehens begleitet.
In den ersten Jahren seines Bestehens fehlt dem Ensemble um Regisseur Willy Praml eine feste Spielstätte. Also begibt man sich auf Wanderschaft und lotet die Quartiere der Stadt aus. Immer auf der Suche nach geeigneten Orten und mit dem Ziel der künstlerischen Okkupierung: Eine Tiefgarage, eine alte Hafenschmiede, die Ufer des Mains. Nomaden ohne feste Heimat – doch mitten im Leben zuhause.
Im Jahr 2000 kommt es zu einer schicksalhaften Begegnung: Das Theater nimmt – zunächst temporär gedacht – die Naxoshalle im Frankfurter Ostend in Besitz. Ein Ort, der dem Theater seither seinen Stempel aufgedrückt hat, wie umgekehrt das Theater diesem Ort. Denn wer weiß, was in einer Stadt wie Frankfurt, in der jeder Quadratmillimeter Boden der Spekulation auf maximale Rendite ausgesetzt ist, aus dieser Halle geworden wäre, hätte das Theater nicht beschlossen: Wir sind gekommen, um zu bleiben. Diese Halle ist die Welt.

Zum Streaminglink
 

CORONA – WENN DIE WELT STILL STEHT – WIR SIND NICHT ALLEIN (teilweise engl. OV)
Dokumentarfilm von Enrico Corsano, D 2021, 63 Min.
In dem Dokumentarfilm, der zwischen April 2020 und März 2021 entstand, erzählen Menschen aus Hongkong, Indien, Guatemala, Mexiko, Spanien, England, Italien und Deutschland, wie sie die Krise erlebt haben und erleben. Die Gespräche wurden per Skype oder Zoom geführt und aufgezeichnet.
„Schon früh hatte ich von meinen italienischen Verwandten von den Problemen mit dem Virus erfahren. Was sie mir erzählten, war besorgniserregend. Dann tauchten auch erste Fälle hier in Deutschland auf und es kam Mitte März zum Lockdown, was wir noch sehr gelassen hinnahmen. Teilweise waren die Auswirkungen sogar positiv. Der Himmel über Frankfurt war plötzlich klar. Die Welt wurde stiller. Und wir dachten, das ist doch gar nicht so schlimm und dass es sicher bald vorbei sein wird.
Aber die Welt kam zum Stillstand und heute, ein Jahr später, gibt es immer noch keine Perspektive.“ Enrico Corsano

Zum Streaminglink

WAS HÄLT SIE AM LEBEN?
Filmschaffende in der Coronakrise  – Ein Kurzfilm von Andrzej Klamt
Mit : Philip Flämig, Brenda Lien, Su Müller, Anke Sevenich, Thomas Stellmach,
D 2021, 25 Min. HD

Künstlerinnen und Künstler sind besonders hart von den Anti-Corona-Maßnahmen getroffen worden. Die meisten von ihnen haben keine feste Anstellung und verdienen meistens als Freiberufler und Selbstständige ihren Lebensunterhalt.
Der Kurzfilm gibt fünf Künstlerinnen und Künstlern Stimme und Raum für Ihre Sicht auf eine einzigartige Situation. Was hat die Krise mit ihrer Psyche gemacht? Was hält sie am Leben? Worin finden sie Lebenssinn? In Ihrer Kunst? Viele Fragen und einige Antworten darauf.
Die Corona-Krise hat die Filmschaffenden nicht nur mit voller Wucht materiell getroffen, sondern auch ihre Kunst oft existenziell in Frage gestellt. Fast alle Gewerke und Berufe rund um die Film- Theater- und Medienproduktion können kaum oder nur in homöopathischen Ausmaßen ausgeübt werden. Dieses verhängnisvolle doppelte Betroffen-Sein hat viele Künstler und Künstlerinnen zum Nachdenken, zum Handeln oder zum Zweifeln gebracht.
Hinzu kommt eine gefühlte Geringschätzung der Arbeit der Künstler/innen durch die Politik, die naturgemäß in der Mehrheit von Menschen mit festem und regelmäßigem Verdienst gemacht wird, für die die Kunst oft die schönste „Nebensache“ der Welt ist bzw. bereits in Zeiten vor Corona lediglich als „weicher“ Stadtortfaktor oder Imagevorteil gesehen worden ist.
Das Ziel der künstlerischen/filmischen Arbeit, welche letztendlich immer nach einer Sinnsuche strebt und sich an dem Wahren, Guten und Schönen abarbeitet, steht in hartem Kontrast zu dem "nicht mehr gebraucht" werden in Zeiten der Pandemie.

Zum Streaming - Ein kostenloses Konto bei Vimeo ist erforderlich