Specials und Filmreihen

 

FILM UND DISKUSSION

Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion

EXIL NEVER ENDS

(teilweise türkische OmU)

Dokumentarfilm von Bahar Bektas, Deutschland 2023, 100 Min.

In Anwesenheit von Regisseurin Bahar Bektas. Eine Kooperation mit medico international, Interkulturelle Woche und NCK Ffm – Kurdisches Gesellschaftszentrum

Taner sitzt im Gefängnis und steht kurz vor der selbst gewählten Abschiebung in die Türkei. In dieser Zeit des Wartens führt Filmemacherin Bahar Bekta? Gespräche mit ihren Eltern Yildiz und Mustafa und ihren Brüdern Taner und Onur. Es geht um ihre Vergangenheit, die politische Verfolgung der alevitisch-kurdischen Familie in der Türkei und die Flucht nach Europa, um rassistische Übergriffe, Überforderung und Depression. Und darum, wie all diese Schicksalsschläge ihre Kindheit beeinflusst haben und wie unterschiedlich die Geschwister damit umgehen.

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Termine

Di. 09.07., 19:30

SONDERVERANSTALTUNG

COLETTE & JUSTIN

(französische OmU)

Dokumentarfilm von Alain Kassanda, Frankreich / Belgien 2023, 89 Min.

Mit Einführung. In Kooperation mit IFRA-SHS / Institut francais und Schnittstelle Religion der Goethe Universität

Regisseur Alain Kassanda wird seit langem von einer Frage verfolgt: Wie gut kenne ich mein Geburtsland, meine Vorfahren und die Vergangenheit wirklich? Stimmt die Vorstellung, die ich über die Demokratische Republik Kongo habe, mit der Realität überein? In Form einer filmischen Selbstbefragung eröffnet Kassanda den Blick auf die postkoloniale Kultur im heutigen Kongo und erkundet zugleich seine persönliche Identität und Vergangenheit. Archivaufnahmen und Interviews mit Familienmitgliedern wie seinen Großeltern Colette und Justin erlauben dabei einen intimen Zugang in die turbulente und schmerzhafte Geschichte eines Landes.

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Termine

Do. 25.07., 18:00

PREVIEW

DAS LAND DER VERLORENEN KINDER

Dokumentarfilm von Marc Wiese und Juan Camilo Cruz, Deutschland 2024, 93 Min.

Am 3.7.in Anwesenheit von Regisseur Marc Wiese
Marc Wiese und Juan Camillo Cruz beleuchten das Leben zweier alleinerziehender Mütter und ihrer Kinder in Venezuela, einem Land, das von Chaos geprägt ist. Sie zeigen die harte Realität der Kinder, die zum Betteln geschickt werden und hungrig einschlafen müssen oder in die örtlichen Bandenkriege involviert sind. Die Filmemacher erzählen auch von Müttern, die entschlossen sind, ihre "verlorenen Kinder" vor den Gefahren der Straße zu schützen, selbst wenn sie dabei persönliche Opfer bringen müssen.

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Termine

Mi. 03.07., 20:00
Do. 04.07. bis Mo. 08.07., 19:45
Di. 09.07., 17:45
Mi. 10.07., 19:45

Queerfilmnacht

FIREWORKS

(italienische OmU)

Von Giuseppe Fiorello, Italien 2023, 134 Min.

Sizilien im Sommer 1982. Während ganz Italien vom Gewinn der Fußball-WM träumt, träumen Gianni und Nino von einer Liebe ohne Angst. Die beiden Teenager lernen sich mit einem großen Knall kennen, als sie auf einer Landstraße mit ihren Mopeds zusammendonnern. Um den Unfall wieder gut zu machen, bietet Nino dem anderen Jungen einen Job bei seinem Vater an, der Feuerwerke veranstaltet. Gianni und Nino werden erst Freunde und bald Geliebte. Doch als ihre konservativen Familien von der Beziehung erfahren, sehen sich die beiden brutalen Anfeindungen ausgesetzt. Wild entschlossen wollen Gianni und Nino für ihre Liebe kämpfen – und bringen sich damit in Lebensgefahr.

„Fireworks“ basiert auf einer wahren Kriminalgeschichte, dem sogenannten „Delitto di Giarre“, das Anfang der 1980er Jahre zur Gründung von „Arcigay – Associazione LGBTI+ italiana“ geführt hat, dem bis heute wichtigsten Verband für queere Bürger:innenrechte in Italien. Getragen von seinen zwei fabelhaften Hauptdarstellern und unterlegt von der herzzerreißenden Musik des sizilianischen Sängers Franco Battiato, zeichnet der Film von Giuseppe Fiorello ein authentisches Porträt der höchst problematischen Lebenssituation von Schwulen im italienischen Süden nicht nur jener Jahre. In Italien wurde das mitreißende Liebesdrama u.a. mit den Globo d’oro für den Besten Debütfilm ausgezeichnet. Jetzt leuchtet „Fireworks“ auch auf den deutschen Leinwänden.

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Termine

Mi. 24.07., 19:45