WHITE SNAIL
(OmU, englisch, mandarin, russisch)
Von Elsa Kremser und Levin Peter, Österreich / Deutschland 2025, 115 Min.
Mit Marya Imbro, Mikhail Senkov, Olga Reptukh
Am Sa. 31.1. in Anwesenheit von Regisseurin Elsa Kremser
Masha ist ein Model aus Belarus, das von der großen Karriere in China träumt. Misha arbeitet in einer Leichenhalle in Minsk und fängt dort die Verstorbenen in seinen Ölgemälden ein. Diese beiden – jede*r auf eigene Art und Weise – Außenseiter, die unterschiedlicher kaum sein könnten, finden schließlich zufällig und auf ungewöhnliche Weise zueinander und streifen gemeinsam durch die warmen Sommernächte der belarussischen Hauptstadt. Dabei eröffnet Misha Masha eine ihr bisher verborgene Welt, in der sich Schönheit und Vergänglichkeit auf irritierende Weise vermischen.
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Termine
So. 01.02. bis Mi. 04.02., 17:45
Do. 12.02. bis Di. 17.02., 21:45
Mi. 18.02., 22:15




DAS FAST NORMALE LEBEN
Dokumentarfilm von Stefan Sick, Deutschland 2025, 135 Min.
Am 4.2. in Anwesenheit von Regisseur Stefan Sick
Regisseur Stefan Sick begleitet einfühlsam den Alltag von vier Mädchen, die in einer Wohngruppe der Kinder- und Jugendhilfe leben. Abgeschnitten von ihren Herkunftsfamilien, kämpfen sie Tag für Tag mit den Herausforderungen des Erwachsenwerdens – zwischen dem Wunsch nach Zugehörigkeit, der Suche nach sich selbst und der Hoffnung auf ein Stück Normalität. Während sie versuchen, ihren Platz in der Welt zu finden, bleibt der Traum von einem Zuhause, wie es einmal war – oder sein könnte – stets präsent.
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Termine
Mi. 04.02., 18:00
So. 08.02., 13:30




LITTLE TROUBLE GIRLS
(slowenische OmU)
Von Urska Djukic, Slowenien / Italien / Kroatien / Serbien 2025, 90 Min.
Mit Jara Sofija Ostan, Mina Svaiger, Sasa Tabakovic
Während eines Probenwochenendes mit dem Schulchor in einem abgelegenen Kloster verändert sich für die 16 Jahre alte Lucia gefühlt alles. Die sonst introvertierte Jugendliche beginnt nämlich, ihre Welt mit ganz neuen Augen zu sehen. Unerwartete Wünsche und hinterfragte Werte bringen sie aus ihrem bisherigen Gleichgewicht und setzen ihre Freundschaften sowie den Zusammenhalt im gesamten Chor aufs Spiel. Das Verhältnis zu ihrer Freundin Ana Maria droht zu zerbrechen. Zwischen Harmonie und innerer Rebellion muss Lucia jedoch ihren eigenen Weg finden und sich fragen, was sie eigentlich von ihrem Leben möchte.
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Termine
Mi. 04.02., 21:15
Do. 05.02. bis Mi. 11.02., 21:45




EIN KUCHEN FÜR DEN PRÄSIDENTEN
(arabische OmU)
Von Hasan Hadi, Irak / Katar / USA 2025, 102 Min.
Mit Baneen Ahmad Nayyef, Sajad Mohamad Qasem, Waheed Thabet Khreibat
Im Irak der 1990er-Jahre zwingt der Staat trotz Not und Mangel die Bevölkerung, den Geburtstag von Saddam Hussein landesweit zu feiern. In Lamias Schule entscheidet ein Los darüber, welche Schülerin den Festkuchen für die örtlichen Feierlichkeiten backen muss – und ausgerechnet die 9-Jährige trifft es. Eine nahezu unlösbare Aufgabe, denn im ganzen Land herrscht Lebensmittelknappheit, besonders bei Eiern, Zucker und Mehl. Scheitert sie, drohen ihrer Familie Konsequenzen. Nur zwei Tage bleiben ihr, um die benötigten Zutaten zu besorgen. Gemeinsam mit ihrem Mitschüler Saeed und begleitet vom Hahn Hindi macht sie sich auf den Weg in die nächste Stadt.
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Termine
Do. 05.02., 17:45
Sa. 07.02. bis Di. 17.02., 17:45




WINTER IN SOKCHO
(koreanisch / französische OmU)
Von Koya Kamura, Frankreich / Südkorea 2024, 105 Min.
Mit Roschdy Zem, Bella Kim, Park Mi-hyeon
Im südkoreanischen Küstenort Sokcho führt die 25-jährige Soo-ha ein zurückgezogenes Leben, geprägt von Besuchen bei ihrer Mutter, einer Fischhändlerin und ihrer routinierten Beziehung zu ihrem Freund Jun-Ho. Doch ihr Alltag gerät ins Wanken, als der französische Illustrator Yan Kerrand in der Pension eincheckt, in der sie arbeitet. Seine Ankunft weckt in Soo-Ha alte Fragen über ihren französischen Vater, den sie nie kennengelernt hat. Während der Winter die Stadt einhüllt, nähern sich Soo-Ha und Kerrand vorsichtig an. Durch Kochen und Zeichnen versuchen sie, eine Verbindung herzustellen, während sie sich gegenseitig beobachten und ihre Unterschiede ausloten. Dabei entsteht eine fragile Beziehung, die von unausgesprochenen Emotionen getragen wird.
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Termine
Do. 05.02., 19:45
Fr. 06.02., 17:30
Sa. 07.02. bis Di. 17.02., 19:45
Mi. 18.02., 18:00
Mi. 25.02., 19:30
So. 01.03., 14:00




FASSADEN
Dokumentarfilm von Alina Cyranek, Deutschland 2025, 90 Min.
Mit Sandra Hüller
Am 6.2. Preview in Anwesenheit von Regisseurin Alina Cyranek
Alina Cyranek verdichtet für ihren Dokumentarfilm die Geschichten von vier verschiedenen Frauen zu einer einzigen Erzählung von Schauspielerin Sandra Hüller über häusliche Gewalt. Es geht um die Dynamiken in toxischen Beziehungen, die hinter den verschlossenen Türen ausgeübte Gewalt und ein politisches sowie gesellschaftliches System, das die Augen vor dem Leid der Frauen verschließt.
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Termine
Fr. 06.02., 19:30
So. 15.02., 14:00
So. 22.02., 14:00




FOLKTALES
(englische OmU)
von Heidi Ewing und Rachel Grady, USA / Norwegen 2025, 106 Min.
Eine Gruppe Teenager entscheidet sich für ein ungewöhnliches „Lückenjahr“ und erlernt das Führen von Hundeschlitten sowie das Überleben in der arktischen Wildnis. In der Hoffnung, in der modernen Welt Orientierung und Sinn zu finden, stellen sie sich den Herausforderungen der Natur. Geduldige Lehrkräfte und ein Hof voller Alaskan Huskies begleiten sie auf diesem Weg. Dabei entstehen enge Verbindungen zu den Tieren, zur Umgebung und zu den Menschen in ihrem Umfeld. Heidi Ewing und Rachel Grady folgen den Jugendlichen und zeigen, wie sie am Übergang ins Erwachsenenleben ihren Platz suchen – fernab der gewohnten Welt.
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Termine
So. 08.02., 11:30
So. 15.02., 12:00
So. 22.02., 12:00
So. 01.03., 12:00




NIGHT STAGE
(portugiesische OmU)
von Filipe Matzembacher und Marcelo Reolon, Brasilien 2025, 119 Min.
Dem aufstrebenden Schauspieler Matias gefällt es, angeschaut zu werden, sei es auf der Bühne oder beim riskanten Sex in der Öffentlichkeit mit dem Politiker Rafael, der Bürgermeister von Puerto Alegre werden will. Beiden liegt viel daran, ihre Beziehung geheim zu halten, um sich nicht ihre Karrierechancen zu ruinieren – und trotzdem probieren sie immer wieder aus, wie weit sie bei ihren gemeinsamen Abenteuern gehen können. Wohl wissend, dass Rafaels Geldgeber zu allen Mitteln greifen würden, um dieser Affäre ein Ende zu setzen.
Am Tag spielen sie ihre Rolle, bei Nacht sind sie ganz sie selbst. Mit „Night Stage“ schaffen Teddy-Preisträger Filipe Matzembacher und Marcio Reolon die queere Version eines wahnwitzigen Psychothrillers irgendwo zwischen Brian De Palma und Paul Verhoeven. Gebadet in Neonlicht, mit einem treibenden Soundtrack, perfekt inszenierten Körpern und finsterem Witz, ist ihr dritter Spielfilm ein wilder Ausbruch aus dem Korsett konservativer gesellschaftlicher Erwartungen – und der vielleicht heißeste Film der Berlinale 2025!
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Termine
Mi. 18.02., 20:00




ZWEI STAATSANWÄLTE
(russische OmU)
Von Sergei Loznitsa, Frankreich / Deutschland / Niederlande / Lettland / Rumänien / Litauen 2025, 118 Min.
Mit Aleksandr Kuznetsov, Aleksandr Filippenko, Anatoliy Belyy
Sowjetunion, 1937: Während der großen stalinistischen Säuberungen werden in einem Gefängnis unzählige Briefe verbrannt – verzweifelte Botschaften von Häftlingen, die zu Unrecht beschuldigt und inhaftiert wurden. Einer dieser Briefe entgeht der Vernichtung und gelangt in die Hände von Alexander Kornev, einem frisch ernannten Staatsanwalt. Kornev beginnt, Nachforschungen anzustellen, um den Absender des Briefes ausfindig zu machen. Dabei deckt er auf, dass der Gefangene Opfer willkürlicher Verhaftungen und intriganter Machenschaften innerhalb des Volkskommissariats für innere Angelegenheiten (NKWD) wurde. Erschüttert von dem, was er herausfindet, reist Kornev nach Moskau, um die Generalstaatsanwaltschaft unter der Leitung von Andrei Wyschinski über die Missstände zu informieren. Doch sein Streben nach Gerechtigkeit bringt ihn selbst ins Visier des Systems. In einem Regime, das keine Abweichung duldet, wird aus dem Juristen bald ein weiterer Angeklagter.
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Termine
Do. 19.02. bis Di. 24.02., 17:45
Do. 26.02. bis Di. 03.03., 17:45
Mi. 04.03., 19:45




SOULEYMANS GESCHICHTE
(französische OmU)
Von Boris Lojkine, Frankreich 2024, 94 Min.
Mit Abou Sangaré, Alpha Oumar Sow, Nina Meurisse
Souleyman stammt aus Guinea und versucht in Frankreich einen Asylantrag zu stellen. Da er keinen Pass hat, braucht er dringend Geld, um an Papiere zu kommen. Dafür schlägt er sich unter haarsträubenden Bedingungen als Fahrradkurier für einen Essens-Lieferservice in Paris durch. Es bleiben ihm nur noch 48h bis zu seinem entscheidenden Termin beim Amt für Migration.
Boris Lojkine schafft mit Souleymans Geschichte ein hochspannendes und bewegendes Drama über Migration, und die migrantische Selbstausbeutungsökonomie die unsere Großstädte am Leben hält.
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Termine
Do. 19.02. bis Di. 24.02., 20:00
Mi. 25.02., 21:30
Do. 26.02. bis Di. 03.03., 20:00
Mi. 04.03., 22:00




MADAME KIKA
(französische OmU)
Von Alexe Poukine und Thomas Van Zuylen, Belgien 2025, 110 Min.
Mit Manon Clavel, Ethelle Gonzalez Lardued, Makita Samba
Kika glaubt, das Ruder wirklich noch einmal herumgerissen zu haben. Eine festgefahrene Beziehung ist zum Glück nicht mehr, mittlerweile erwartet sie ihr zweites Kind und ist frisch verliebt. Doch als ihr neuer Partner plötzlich und unerwartet stirbt, liegt ihre gesamte Welt in Trümmern. Der plötzliche Schicksalsschlag reißt ein tiefes Loch in ihren Alltag. Ohne finanzielle Sicherheit und emotionalen Halt steht sie vor der Herausforderung, ihr Leben neu zu ordnen. Zwischen Trauer, Verantwortung und der bevorstehenden Geburt beginnt sie, ihren Weg neu zu definieren und das Fundament für einen Neuanfang zu legen.
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Termine
Do. 19.02. bis Di. 24.02., 21:45




INVISIBLE PEOPLE
(englische OmU)
Dokumentarfilm von Alisa Berger, Frankreich / Japan 2024, 71 Min.
In Kooperation mit Nippon Connection
Butoh ist eine besondere Art des Tanztheaters, die nach Ende des Zweiten Weltkrieges in Japan entstanden ist und keiner festen Form folgt. Alisa Berger nähert sich in ihrem Dokumentarfilm jedoch nicht nur dieser besonderen Ausdrucksform, sondern auch dem Leben, über das Butoh unter anderem erzählen kann.
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Termine
Mi. 25.02., 18:00




CROCODILE TEARS
(indonesische OmU)
Von Tumpal Tampubolon, Indonesien / Singapur / Frankreich / Deutschland 2024, 98 Min.
Mit Marissa Anita, Yusyf Mahardika, Zulfa Maharani
Johan lebt zusammen mit seiner Mutter auf einer Krokodilfarm in Indonesien. Als er die junge Arumi kennenlernt, gerät sein bisheriges Leben aus den Fugen und es kommt zu einer bedrohlichen Entwicklung. Die schwüle und zugleich bedrohliche Atmosphäre der Farm mit den träge-schläfrigen Krokodilen, die täglich vor wenigen Zuschauern vorgeführt werden, bildet dabei den Hintergrund für das Geschehen.
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Termine
Do. 26.02. bis Di. 03.03., 21:45
Mi. 04.03., 17:45



