EIN SOMMER IN PARIS
(französische OmU)
von Valentine Cadic, Frankreich 2025, 78 Min.
Mit Blandine Madec, India Hair, Arcadi Radeff
Mitten in den Olympischen Spielen 2024 in Paris macht sich die 30-jährige Blandine auf den Weg von der Normandie in die hektische Hauptstadt, um die Schwimmwettkämpfe zu sehen und ihre Halbschwester wiederzutreffen, zu der sie seit zehn Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Als jemand, der Ruhe und Einsamkeit gewöhnt ist, fühlt sie sich von der lebhaften Stadt überwältigt. In den Tagen, die sie dort verbringt, begegnet sie neuen Menschen, verirrt sich, zögert und versucht, alte Verbindungen wiederherzustellen. Blandine navigiert durch das turbulente Herz von Paris, das von der Energie der Olympischen Spiele geprägt ist, und sucht ihren Platz in dieser aufregenden, aber fremden Welt.
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Termine
Do. 18.06. bis Di. 23.06., 18:00
Do. 25.06. bis Di. 30.06., 18:00




ENSEMBLE MODERN: WHY WE PLAY
Original mit dt. UT (Sprachen: Englisch, Deutsch, Japanisch)
Dokumentation von Thorsten Schütte, Deutschland 2026, 100 Min.
Am Do. 18.06. anschließendes Gespräch mit Johannes Schwarz, Fagottist des Ensemble Modern Das Ensemble Modern hat im Ostend an der Schwedlerstraße seine kreative Heimat. Als eines der weltweit führenden Musikkollektive widmet es sich seit 1980 der aktuellen Musik. Why We Play ist ein sinnliches Porträt dieses internationalen Ensembles und führt das Publikum mitten in das Herz der Probenarbeit: sichtbar wird das leidenschaftliche Ringen um jeden Ton einer musikalischen Sprache. In intimen Momenten wird greifbar, wie die Musizierenden basisdemokratisch und intuitiv komplexe Werke zum Leben erwecken.
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Termine
Do. 18.06. bis Di. 23.06., 19:30
Mi. 24.06., 17:45
So. 28.06., 14:00




SCHERBENLAND
Dokumentarfilm von Lutz Pehnert und Ferdinand Hübner, Deutschland 2025, 104 Min.
Mit Rio Reiser, Maike Rosa Vogel, Victor (RAPK)
Anfang der 1970er schwangen sich in Berlin vier junge Männer, R. P. S. Lanrue, Rio Reiser, Kai Sichtermann und Wolfgang Seidel, dazu auf, die Band „Ton Steine Scherben“ zu gründen. Der Dokumentarfilmemacher Lutz Pehnert spürt dieser von politischen Umwälzungen geprägten Zeit durch die Linse der Band nach.
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Termine
Do. 18.06. bis Mo. 22.06., 21:30




FLUSS
Von Timo Großpietsch, Deutschland 2026, 83 Min.
Timo Großpietschs Dokumentarfilm über die Elbe bildet nach den Filmen „Stadt“ und „Land“ den Abschluss einer Trilogie.
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Termine
So. 21.06., 12:15
So. 28.06., 12:15




MEINE FRAU WEINT
von Angela Schanelec, Frankreich / Deutschland 2026, 93 Min.
Mit Vladimir Vulevic, Agathe Bonitzer, Birte Schnöink
Ein gewöhnlicher Arbeitstag auf einer Baustelle. Thomas, ein 40-jähriger Kranführer, erhält einen Anruf von seiner Frau, die ihn bittet, sie vom Krankenhaus abzuholen. Er trifft sie weinend an.
Nach MUSIC gelingt Angela Schanelec ein so direkter wie poetischer Film, der sich auf unterschiedlichen Ebenen mit Sprache auseinandersetzt. Eine Momentaufnahme des Lebens in der Großstadt voller Schönheit und Trauer. Der Film feierte seine Premiere im Wettbewerb der 76. Berlinale.
Termine
So. 21.06., 14:00



IM REICH DER SINNE
(japanische OmU)
von Nagisa Oshima, Japan / Frankreich 1976, 105 Min.
Mit Eiko Matsuda, Tatsuya Fuji, Aoi Nakajima
In Kooperation mit Nippon Connection
Kichizo und Sada Abe führen eine leidenschaftliche Beziehung. Das Besondere an diesem Verhältnis ist, dass er der Besitzer eines Geisha-Hauses ist, während sie dort als Dienerin und Prostituierte arbeitet. Für Kichizo steigert sich das Verhältnis bis zur Abhängigkeit und er verfällt der schönen Angestellten immer mehr. Das sinnliche und primär auf sexuellen Erlebnissen basierende Verhältnis gerät sukzessive außer Kontrolle und Kichizo verlässt dafür sogar seine Familie. Zusammen mit seiner Geliebten schottet er sich seitdem von der Außenwelt ab und überwindet eine sexuelle Grenze nach der anderen. Was als lustvolles Spiel beginnt, wird mehr und mehr zur Obsession, welche nicht nur die private und berufliche Existenz des Zuhälters gefährdet, sondern bei der es schon bald um Leben und Tod geht.
Termine
Di. 23.06., 21:30
Mi. 24.06., 21:45




DONKEY DAYS
(niederländische OmU)
von Rosanne Pel, Niederlande / Deutschland 2025, 108 Min.
Mit Jil Krammer, Susanne Wolff, Hildegard Schmahl
Anna und Charlotte leben in konstantem Wettbewerb miteinander. So jedenfalls will es Mutter Ines, die mal die eine bevorzugt, und es die andere spüren lässt. Trotzdem kehren die ungleichen Schwestern – die eine queer und unangepasst, die andere eine vermeintlich toughe Erfolgsfrau – in das Haus ihrer Kindheit in Norddeutschland zurück. Alte Wunden brechen auf und gut gehütete Geheimnisse kommen ans Licht: Wessen Asche versteckt ihre Mutter? Was verbindet sie mit einer ungarischen Eselfarm? Auf der Suche nach Antworten finden die ungleichen Schwestern neues Vertrauen zueinander.
Eine schwarze Komödie der kleinen Fiesheiten, wie sie nur in der Familie zu finden sind. In ihrem zweiten Spielfilm geht Regisseurin Rosanne Pel mit raffiniertem Humor den oft problematischen Verhältnissen zwischen Müttern, Schwestern und Töchtern nach – und den gesellschaftlichen Rollenbildern, die dahinterstecken. „Donkey Days“ ist ein moderner, betörend absurder Familienfilm voller Empathie für seine Figuren – grandios gespielt von den Hauptdarstellerinnen Jil Krammer, Susanne Wolff und Hildegard Schmahl.
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Termine
Mi. 24.06., 19:45
Do. 25.06. bis Di. 30.06., 21:30
Mi. 01.07., 22:00



SECHSWOCHENAMT
OV (Deutsch, rheinische Mundart)
Von Jacqueline Jansen, Deutschland 2025, 98 Min.
Noch bevor die Welt stillsteht, gerät Lores Leben aus den Fugen: Der Tod ihrer Mutter zwingt sie zur Rückkehr ins Elternhaus. Während die junge Frau versucht, die Trauer auszuhalten, zieht die Corona-Pandemie der Welt den Stecker. Ausgerechnet jetzt, da sie Halt und Trost bräuchte, werden Umarmungen zu Risiken und Besuche zu Ausnahmen. In dieser doppelten Isolation versucht Lore, das Nachleben der Verstorbenen zu ordnen. Zwischen Formularen und Familienerwartungen ringt sie um einen Abschied, der ihrer Mutter gerecht wird. Sechswochenamt erzählt mit berührender Nähe und zärtlichem Humor. Hauptdarstellerin Magdalena Laubisch trägt den Film mit einer fragilen Präsenz, die einen nie loslässt.
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Termine
Do. 25.06. bis Di. 30.06., 19:30



FRANKFURT ERZÄHLEN
Lesung, Filmclips, Verbaljonglage von und mit Rolf Silber Moderation: David Ungureit. In Kooperation mit RavenPortVerlag
Wie erzählt man die „multikulturelle monetäre Mainmetropole“ in Roman, Film, Drehbuch, in Komödie, Dramödie, Krimi, Comedy, Kinderfilm, Animation und Dokumentation, wenn man ein Frankfurter mit mildem Migrationshintergrund (also ausgerechnet Offenbach!) ist?
Zur etwas anderen „second release“ Buchpremiere des Romans BEUTEMACHER führt der bekannte Frankfurter Drehbuchautor DAVID UNGUREIT (OLIVIA, MÄNNERHORT etc.) ein Gespräch mit ROLF SILBER darüber, wie das alles über 40 Jahre ging und geht.
Filmclips werden gezeigt, ganze und halbe Wahrheiten über die wunderbare Welt des hessischen Buch-, Film- und Medienschaffens enthüllt, ein wenig vorgelesen, allerletzte Fragen beantwortet: Wie KÄPTEN BLAUBÄR, ECHTE KERLE und BEUTEMACHER im Verhältnis zueinander stehen. Und was sie mit Frankfurt zu tun haben.
Rolf Silber hat in den letzten 40 Jahren bei 21 TV- und Kinofilmen Regie geführt, für weit über 30 verfilmte 90 Minüter das Drehbuch geschrieben, 3 Romane verfasst, Serie und Kinderfilme gemacht und sich den Merkwürdigkeiten hessischer Medienpolitik ergeben. Ein reichlich bunter Abend zu dem der Ravenport Verlag einlädt.
Motto: Film (und Buch) sind fortgesetzte Berichterstattung über die Realität mit den Mitteln des Traums.
Eintritt frei. Anmeldung unter 069-5970845 oder Email an: info@malsehnkino.de
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Termine
Mi. 01.07., 18:00

AN ISLAND
Dokumentarfilm von Pei-Chin Lee, D 2024, 90 Min.‘
In Anwesenheit von Pei-Chin Lee und Benjamin Franzki
Bei der titelgebenden Insel handelt es sich um Taiwan, vor der Küste von China gelegen und politisch in prekärer Lage befindlich. In langen und formal streng kadrierten Plansequenzen zeigt der Film Szenen aus dem Alltagsleben. Die bewusst gewählte Langsamkeit dient hier ebenso als Stilmittel wie die stark formalisierte Bildsprache.
Ruhige (Stadt-)Landschaften wechseln sich ab mit wimmelbild-artigen Kompositionen, an denen man sich gerne satt sieht. Der öffentliche Raum, den der Film ausnahmslos zeigt, wird dominiert von einem Wahlkampf, von dem eher die Form als der Inhalt dargestellt wird. So gelingt dem Film durch die strenge Ästhetik ein ganz eigener Blick auf die Demokratie als ein System, das auch immer Öffentlichkeit formt. (Jurybegründung Hessischer Film- und Kinopreis)
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Termine
Mi. 01.07., 20:00

