DJ AHMET
(mazedonisch / türkische OmU)
Von Georgi M. Unkoyski, Mazedonien / Tschechische Republik / Serbien / Kroatien 2025, 99 Min.
Mit Arif Jakup, Agush Agushev, Dora Akan Zlatanova
Beats vom Traktor: Wenn der 15-jährige Schafhirte Ahmet durch die nordmazedonische Hügellandschaft tuckert, wummern basslastige Songs aus seiner selbstgebastelten Soundanlage. Die elektronischen Klänge verheißen einen Ausweg aus der konservativen Dorfgemeinschaft. Leider ist die nächste Disco unerreichbar weit entfernt, die örtliche Download-Geschwindigkeit katastrophal und sein strenger Vater versucht alles, um ihm die Liebe zur Musik auszutreiben. Einzig sein stummer Bruder Naim teilt seine Begeisterung – bis die wunderschöne Aya auf Heimaturlaub aus dem fernen Deutschland bei den Nachbarn einzieht. Die Neue hat nicht nur einen ausgezeichneten Musikgeschmack, unbändigen Freiheitswillen und ein Faible für Tiktok-Tänze, sondern auch ein Handy mit unbegrenztem Datenvolumen im Gepäck. Bei heimlichen Raves auf dem Acker kommen sich die beiden im Takt der Musik unweigerlich näher – dumm nur, dass ihre Hand bereits einem Anderen versprochen ist. Um die anstehende Vermählung zu verhindern, startet Ahmet mit Aya einen verzweifelten Versuch, sich aus den Traditionen zu befreien.
Unprätentiös und authentisch: DJ AHMET entwirft das Bild jugendlicher Rebellion in Zeiten von Social Media. Mit viel Musikleidenschaft, einer Prise schwarzem Humor und großem Respekt vor seinen Charakteren verbindet Regisseur Georgi M. Unkovski die Suche zweier Außenseiter nach der ersten Liebe und ihren Kampf um einen Platz in einer auf Uniformität ausgerichteten Gesellschaft zu einer einzigartigen „Boy-Meets-Girl“-Geschichte.
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Termine
Do. 19.03. bis So. 22.03., 17:45
Do. 26.03., 18:00
Fr. 27.03. bis Di. 31.03., 17:30
Mi. 01.04., 18:00




FATHER MOTHER SISTER BROTHER
(englische OmU)
Von Jim Jarmusch, USA / Frankreich / Italien / Deutschland / Irland 2025, 111 Min.
Mit Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik
Jeff und Emily besuchen ihren Vater in New Jersey. Dort lebt er seit dem Tod seiner Frau alleine in einer Hütte und versucht seinen Kindern klarzumachen, dass das auch funktioniert. Jeff und Emily sehen natürlich, dass die (Un-)Ordnung in der Wohnung eine andere Sprache spricht. Timothea und Lilith machen sich nach Dublin auf, um dort ihre Mutter zu besuchen. Und obwohl die beiden längst erwachsen sind und eigene Leben führen, leiden die Schwestern immer noch unter dieser erdrückend dominanten Figur. In Paris müssen die Zwillinge Skye und Billy die Wohnung der bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Eltern auflösen. Der Blick in alte Fotoalben lässt den beiden schließlich klarwerden, wie fremd ihnen die eigenen Eltern ihr ganzes Leben lang eigentlich waren...
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Termine
Do. 19.03. bis So. 22.03., 22:00
Mo. 23.03. bis Di. 24.03., 22:15




GELBE BRIEFE
(türkische OmU)
Von Ilker Catak, Deutschland / Frankreich / Türkei 2025, 128 Min.
Mit Özgü Namal, Tansu Bicer, Leyla Smyrna Cabas
Derya und Aziz sind ein angesehenes Theaterpaar in Ankara und führen ein erfülltes Leben mit ihrer 13-jährigen Tochter. Nach der erfolgreichen Premiere ihres neuesten Stücks wird ihr Leben jedoch plötzlich von der Willkür des Staates auf den Kopf gestellt. Über Nacht verlieren sie ihre Arbeit und somit ihre Lebensgrundlage. Nun stehen sie vor der schwierigen Aufgabe, ihre Ideale und Überzeugungen mit den realen Notwendigkeiten des Lebens in Einklang zu bringen. Die plötzliche Arbeitslosigkeit stellt nicht nur ihre finanzielle Sicherheit, sondern auch ihre Ehe auf die Probe. Während sie gemeinsam nach neuen Möglichkeiten suchen, ihre Karrieren fortzusetzen, müssen sie sich mit den Konflikten zwischen ihren Idealvorstellungen und den praktischen Erfordernissen des Alltags auseinandersetzen. Der Druck von außen und die ständige Unsicherheit belasten ihre Beziehung zunehmend.
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Termine
Fr. 20.03. bis So. 22.03., 19:45
Mo. 23.03. bis Di. 24.03., 20:00




UN POETA
(spanische OmU)
von Simón Mesa Soto, Kolumbien / Deutschland / Schweden 2025, 123 Min.
Mit Ubeimar Rios, Rebeca Andrade, Guillermo Cardona
Oscar Restrepo, ein Dichter, dessen Leidenschaft für die Poesie ihm nie Anerkennung eingebracht hat, lebt als gealterter und unberechenbarer Mann im Schatten des literarischen Ruhms. Als er Yurlady, ein Mädchen aus einfachen Verhältnissen, trifft und ihr hilft, ihr Talent zu entfalten, erhellt dies seine Tage. Doch die Versuchung, sie in die Welt der Dichter zu führen, könnte sich als der falsche Weg herausstellen.
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Termine
Sa. 21.03., 15:30
Mo. 23.03. bis Mi. 25.03., 17:45
Sa. 28.03. bis Di. 31.03., 19:30




DIE WILDE NORDSEE
(niederländische OmU)
Dokumentarfilm von Mark Verkerk, Niederlande 2024, 93 Min.
Filmemacher Mark Verkerk führt in eine Region, die von starken Gegensätzen geprägt ist: tosende Stürme, unberechenbare Strömungen und zugleich eine erstaunliche Artenvielfalt. Zwischen Küste und Tiefsee wird ein verborgenes Leben sichtbar – mit seltenen Tierbegegnungen und eindrucksvollen Aufnahmen. Die Reise zeigt eine Landschaft im ständigen Wandel und eröffnet einen Blick auf eines der faszinierendsten Meere Europas.
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Termine
So. 22.03., 12:00
So. 29.03., 12:00




sr
Dokumentarfilm von Lea Hartlaub, Deutschland 2024, 103 Min.
Mit Dorothee Elmiger, Verena Hahn, Evan Kipyegon
Am 22.3. in Anwesenheit von Regisseurin Lea Hartlaub
Lea Hartlaub zeichnet in ihrem aus 16 Episoden zusammengesetzten, essayistischen Dokumentarfilm ein Panorama der Menschheit, verteilt über mehrere Jahrhunderte und Kontinente an insgesamt 30 verschiedenen Orten von einer pazifischen Insel über New York City und Peking bis nach Niger. Erstaunlicherweise ist es die Giraffe, die alle dieser Orte miteinander vereint.
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Termine
So. 22.03., 13:45
So. 29.03., 13:45




DAS LEBEN DER ANDEREN
Von Florian Henckel von Donnersmarck, Deutschland 2006, 137 Min.
Mit Ulrich Mühe, Sebastian Koch, Martina Gedeck
Psychoanalytische Interpretation und Diskussion mit Dr. Norbert Spangenberg, Institut für Psychoanalyse
Oberstleutnant Anton Grubitz beauftragt Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler damit, den Dramatiker Georg Dreyman und seine Lebensgefährtin, den Theaterstar Christa-Maria Sieland, auszuspionieren. Wiesler soll herausfinden, ob der Dramatiker wirklich so politisch loyal ist, wie er vorgibt. Infolgedessen verwanzt das Ministerium für Staatssicherheit die Wohnung des Künstlers und richtet auf dem Dachboden des Hauses eine Einsatzzentrale ein, in der alles, was in Dreymanns Wohnung geschieht, aufgenommen und akribisch protokolliert wird. Doch auch an Wiesler selbst geht das Eindringen in "das Leben der Anderen" nicht spurlos vorbei. Zumal er bald herausfindet, dass es bei der ganzen Aktion eigentlich gar nicht so sehr um die Loyalität Dreymans zum Staat, sondern um seine schöne Freundin Christa-Maria geht, an der auch andere Männer Interesse haben...
Termine
Mi. 25.03., 20:00




A USEFULL GHOST
(thailändische OmU)
von Ratcahpoom Boonbunchachoke, Thailand / Frankreich / Singapur / Deutschland 2025, 130 Min.
Mit Mai Davika Hoorne, Witsarut HImmarat, Apasiri Nitibhon
March trauert um seine Frau Nat, die kürzlich an Staubverschmutzung gestorben ist. Er entdeckt, dass ihr Geist durch den Staubsauger zurückgekehrt ist. Seine Familie wird von einem Geist gestört, der erschien, nachdem der Tod eines Arbeiters ihre Fabrik lahmgelegt hatte. Daher lehnt seine Familie die ungewöhnliche Mensch-Geist-Beziehung ab. Nat versucht, sie von ihrer Liebe zu überzeugen und bietet an, die Fabrik zu reinigen. Um ein nützlicher Geist zu werden, muss sie zuerst die nutzlosen Geister loswerden.
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Termine
Do. 26.03., 20:00
Fr. 27.03., 20:30
Sa. 28.03. bis Di. 31.03., 21:45
Mi. 01.04., 20:00




MIT HASAN IN GAZA
(arabische OmU)
Dokumentarfilm von Kamal Aljafari, Palästina / Deutschland / Frankreich / Katar 2025, 111 Min.
In Anwesenheit von Regisseur Kamal Aljafari
Vor Kurzem entdeckte der palästinensische, in Berlin ansässige Regisseur Kamal Aljafari drei MiniDV-Kassetten in seinem Archiv, die das Leben in Gaza im Jahr 2001 dokumentieren. Dieses Filmmaterial dient als Zeugnis eines Ortes und einer Epoche, die so nicht länger existieren. Was als Suche nach einer Gefängnisbekanntschaft von 1989 begann – nach einem Mann, der in den Wirren der Zeit verloren ging – wurde zu einem unerwarteten Roadtrip vom Norden in den Süden Gazas, mit Hasan, einem einheimischen Reiseführer, über dessen weiteres Schicksal heute nichts bekannt ist.
Während die Kamera durch die Straßen und Landschaften Gazas fährt, hält sie flüchtige Momente des Alltagslebens fest – Fragmente einer Realität, die sich bis heute unwiderruflich verändert hat. MIT HASAN IN GAZA verwandelt das vergessene Material in eine filmische Reflexion über Erinnerung, Verlust, den Lauf der Zeit und Menschen, die vielleicht nie wiedergefunden werden können.
„Eine Hommage an Gaza und seine Bevölkerung, an all das, was ausgelöscht wurde und mir in diesem dringlichen Moment der palästinensischen Existenz – oder Nicht-Existenz – wieder in den Sinn kam. Es ist ein Film über die Katastrophe und über eine Poesie, die Widerstand leistet.
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Termine
Fr. 27.03., 18:00




MEINEN FREUNDEN ZUM ABSCHIED
Dokumentarfilm von Heiko Arendt, Deutschland 2019, 80 Min.
In Anwesenheit von Regisseur Heiko Arendt. Der Eintritt ist frei.
Der 1922 geborene Ernst Ludwig „Lux“ Oswalt war der Sohn von Ernst und Wilhelmine Oswalt, Inhaber des Struwwelpeter-Verlag Rütten & Loening. Seit zwei Generationen Protestanten, werden die Oswalts nach den nationalsozialistischen Rassegesetzen wegen ihrer jüdischen Herkunft verfolgt. Ernst Ludwig Oswalt muss als einer der letzten jüdischen Schüler 1938 die Musterschule in Frankfurt verlassen und ab 1940 Zwangsarbeit in verschiedenen Betrieben leisten.
Am 11.Juni 1942 wird er im Alter von 19 Jahren aus Frankfurt in Richtung Osten verschleppt. Überlebende dieser Deportation sind nicht bekannt. Unter Verwendung von Briefen und Postkarten Ernst Ludwig `Lux´ Oswalts rekonstruiert der Film `Meinen Freunden zum Abschied´ seine letzten Lebensjahre im Frankfurter Westend vor dem Hintergrund der zunehmenden antijüdischen Repressionen.
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Termine
Sa. 28.03., 14:00
