SO KLINGT DAS LEBEN
(spanische OmU)
von Daniel Sánchez Arévalo, Spanien 2025, 113 Min.
Mit Javier Gutiérrez, María Vázquez, Judith Fernández
Zwei Jahre nach einem tragischen Schiffsunglück, versucht das kleine Fischerdorf A Guarda an der galicischen Küste, wieder Halt zu finden. Als die Dorfgemeinschaft beschließt, ihr traditionelles Musikensemble wieder aufleben zu lassen, übernimmt die 18-jährige Andrea die Leitung – in Erinnerung an ihren Vater, der bei der Katastrophe ums Leben kam. Mit Mut und Entschlossenheit bringt sie frischen Wind in die Proben für den regionalen Wettbewerb, verbindet vertraute Instrumente mit zeitgenössischen Hits und weckt so nach und nach die Lebensfreude und Zuversicht der Menschen. Doch der Weg zurück ist kein leichter: Die Lücken, die das Unglück hinterlassen hat, sind auch im Ensemble spürbar, und zwischen Hoffnung, Zweifel und Trauer gerät die Harmonie der Gemeinschaft immer wieder ins Wanken.
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Termine
Do. 23.07. bis Mi. 05.08., 19:45




WAS HABEN WIR GELACHT
Dokumentarfilm von Eva Müller und Isabel Schneider, Deutschland 2026, 103 Min.
Mit Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger
Die Regisseurinnen Eva Müller und Isabel Schneider richten den Blick auf die von männlichen Darstellern und Produzenten dominierte Unterhaltungsszene der 1990er- und 2000er-Jahre in Deutschland. Im Zentrum steht dabei eine Perspektive, die in den damaligen Formaten kaum sichtbar war. Ergänzt wird die Rückschau durch Stimmen von Frauen, die ihre Erfahrungen mit diesen Shows einbringen und die Strukturen der Branche aus ihrer Sicht einordnen.
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Termine
Do. 30.07. bis Mi. 05.08., 17:45




DREAMS – GEFÄHRLICHES VERLANGEN
(englisch / spanische OmU)
von Michel Franco, USA / Mexico 2025, 109 Min.
Mit Jessica Chastain, Isaac Hernández, Rupert Friend
Jennifer ist ebenso reich wie attraktiv und genießt ein glamouröses Leben in der amerikanischen High Society. Niemand ahnt, dass sie während ihrer regelmäßigen Aufenthalte in Mexiko eine leidenschaftliche Beziehung mit dem jungen Balletttänzer Fernando führt – einem vielversprechenden Talent ihrer Kulturstiftung. Verliebt und voller Hoffnung auf eine bessere Zukunft in den USA wagt Fernando eines Tages den gefährlichen Weg über die Grenze. Als er plötzlich in Jennifers luxuriösem Apartment in San Francisco auftaucht, gerät ihre sorgfältig kontrollierte Welt aus den Fugen.
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Termine
Do. 30.07. bis Mi. 05.08., 22:00




ETWAS GANZ BESONDERES
Von Eva Trobisch, Deutschland / Österreich 2026, 116 Min.
Mit Frida Hornemann, Max Riemelt, Eva Löbau
Wer bist Du und was macht Dich aus?“ wird Lea vom Team einer Castingshow gefragt. Sie weiß es nicht. Und beginnt, nach einem passenden Ich zu suchen, während im Hotel ihrer Familie in der thüringischen Provinz tote Fledermäuse unter Tortenglocken für Verunsicherung sorgen. Es ist eine Familiengeschichte. Und es ist eine Gemengelage. Mit ihrem dritten Spielfilm nach ALLES IST GUT und IVO ist Eva Trobisch ein liebevoll schmerzhaftes Familienporträt gelungen. Dabei konnte sich die Regisseurin und Autorin auf ein exzellentes Ensemble verlassen, allen voran Neuentdeckung Frida Hornemann.
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Termine
Do. 06.08. bis Di. 11.08., 17:30




EVERYTIME
Von Sandra Wollner, Deutschland / Österreich 2026, 124 Min.
Mit Birgit Minichmayr, Tristan López, Lotte Shirin Keiling
Das letzte Foto, das Jessie gemacht hat, zeigt die Sonne über Berlin. Sie hängt da, als wäre nichts geschehen. Aber Ella hat ihre Tochter verloren. Was ihr bleibt, ist Jessies kleine Schwester und die komplizierte Beziehung zu dem Jungen, dem alle die Schuld geben. Das merkwürdige Trio landet in einem Familienurlaub, den es so nie gab. Unter der flirrenden Sonne Teneriffas verweben sich Erinnerung und Gegenwart unauflöslich ineinander. Die Geister sind überall. EVERYTIME ist radikal sinnliches Kino, in jeder Einstellung unendlich überraschend, in jedem Moment auf der Kippe zwischen Diesseits und dem, was jenseits der Sprache liegt. Hauptgewinn Un Certain Regard in Cannes!
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Termine
Do. 06.08. bis Di. 11.08., 19:45
Mi. 12.08., 19:30
Do. 13.08. bis Di. 18.08., 18:00
Mi. 19.08., 17:45




LA GIOIA – SÜCHTIG NACH DIR
(italienische OmU)
Von Nicolangelo Gelomini, Italien 2025, 108 Min.
Mit Valeria Golino, Jasmine Trinca, Saul Nanni
Die Lehrerin Gioia hat nie Zuneigung erfahren – bis sie dem 17-jährigen Schüler Alessio Nachhilfe erteilt und sich in ihn verliebt. Doch Alessio stammt aus prekären Verhältnissen. Nachts verkauft er seinen Körper. Als er Gioia vorschlägt, gemeinsam durchzubrennen, und diese ihre gesamten Ersparnisse abhebt, eskaliert die Lage auf dramatische und grausame Weise.
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Termine
Do. 06.08. bis Di. 11.08., 22:00




MY F*K MARELIZE
(OmeU)
Von Zandré Coetzer, Namibia 2025, 82 Min.
In Kooperation mit der Deutsch-Namibischen-Gesellschaft
Das Video, in dem Marelize Horn auf einem Sportplatz Fahrradfahren lernt, dabei gegen einen Pfosten knallt und der darauf folgende legendäre Ausruf der Mutter, verbreitete sich wie ein Lauffeuer in Namibia. Aus dem kurzen viralen Moment entwickelt der Film eine witzige und herzliche Familiengeschichte, die tief in der lokalen Kultur verwurzelt ist.
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Mi. 12.08., 18:00




A Unique Country In Asia
(OmU)
Von Kenji Yamauchi, Japan, 2025, 77 Min.
Mit Ami Chong, Kenji Iwaya, Eri Iwamoto, Takenori Kaneko
In Kooperation mit Nippon Connection
Für Yoko liegen Care- und Sexarbeit nahe beieinander: Während ihr Mann bei der Arbeit ist, kümmert sie sich zu Hause um ihren pflegebedürftigen Schwiegervater. Zwischendurch empfängt sie immer wieder elegant gekleidete Herren als Freier und erfüllt deren sexuelle Wünsche – wenn sie sich nicht gerade in Schimpftiraden über den ermordeten japanischen Premierminister Shinzo ABE ergeht. Kenji YAMAUCHI findet in seiner kammerspielartigen Satire die perfekte Balance zwischen Bissigkeit und Empathie. In der Hauptrolle glänzt die großartige Ami CHONG.
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Mi. 12.08., 21:45




FUNERAL CASINO BLUES
(thailändische OmU)
von Roderick Warich, Deutschland 2025, 154 Min.
Mit Julamal Lamoon, Wason Dokkathum, Jutarat Burinok
Jen lebt in Bangkok, pendelt zwischen der Rezeption eines Apartmenthauses und anonymen Hotelzimmern. Was sie anbietet, sind Augenblicke der Nähe – flüchtig, gegen Bezahlung. Ein schicksalhaftes Treffen bringt Wason, einen Barkeeper mit eigener Vergangenheit, auf den Plan. Für kurze Zeit teilen sie einsame Nächte, getränkt in Hitze und Schweigen. Als Jen verschwindet – ohne Nachricht, ohne Abschied - folgen ihre Mitbewohnerin Pim und Wason ihrer Spur. Eine leise Suche beginnt, durch Nächte, Erinnerungen - und eine Stadt, die niemanden vermisst. Eine Hommage an das asiatische Kino
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Do. 13.08. bis Di. 18.08., 20:15




STRANGE RIVER
(spanische OmU)
von Jaume Claret Muxart, Spanien / Deutschland 2025, 106 Min.
Mit Jan Monter, Nausicaa Bonnin, Jordi Oriol
Sommerferien am Donauufer, eine katalanische Familie radelt den Fluss entlang. Während seine Eltern in Erinnerungen an ihre Jugend schwelgen und seine jüngeren Brüder seine Nähe suchen, ist der sechzehnjährige Dídac lieber allein und still. Sein Herz schmerzt einer unerwiderten Liebe nach. Doch plötzlich sieht er an jedem Stopp der Reise denselben rätselhaften Jungen, im Wasser und an Land, in der Ferne und ganz nah. Und jedes Mal zieht es Dídac etwas mehr in den Bann des Fremden hinein. Im Stil romantischer Gemälde des 19. Jahrhunderts interpretiert Jaume Claret Muxart die Donau als erhabene Trägerin uralter Mysterien, lyrisch und traumgleich auf 16-mm gebannt. Am Ende dieses Sommers wird Dídac ein anderer sein, das Familiengefüge neu zusammengelegt. Es gilt, in das Begehren einzutauchen, die Ängste abzuwaschen.
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Termine
Mi. 19.08., 20:00
Do. 27.08. bis Fr. 28.08., 19:45
Sa. 29.08., 22:00
So. 30.08. bis Mi. 02.09., 19:45




NOGA
(hebräisch / englische OmU)
Dokumentarfilm von Jono Bergmann und Benji Bergmann, USA / Israel / Deutschland 2026, 100 Min.
Die Musikerin Noga Erez ist mit ihrem kreativen Partner und Lebensgefährten Ori Rousso DIE Musik-Sensation auf den internationalen Bühnen. Provokante Hits wie ‚END OF THE ROAD’ und ‚VIEWS’ füllen die Hallen und machen sie zum heißesten Musikexport Israels. Als sie, von privaten Zerwürfnissen gebeutelt, an ihrem bislang größten Album arbeitet, wird ihr Leben von den politischen Ereignissen in ihrer Heimat erschüttert. Zwischen ausverkauften Konzerten, kompromissloser Kunst und einer Welt im Ausnahmezustand sucht sie nach Antworten – und nach ihrer eigenen Stimme. Mit außergewöhnlicher Nähe erzählen Jono und Benji Bergmann die Geschichte einer Künstlerin, die sich weder vereinnahmen noch zum Schweigen bringen lässt. NOGA ist ein intimes, vielschichtiges und hochaktuelles Porträt über Stardom – und über den Mut, den eigenen Weg zu gehen, selbst wenn die Welt um einen herum ins Wanken gerät.
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Termine
Mi. 19.08., 22:00
Do. 20.08., 22:00
Fr. 21.08. bis Di. 25.08., 21:45
Mi. 26.08., 18:00




HIDDENSEE
Dokumentarfilm von Annekatrin Hendel, Deutschland 2025, 123 Min.
Hiddensee, ein nur 17 Kilometer langer Streifen Land in der Ostsee, geliebt als Sehnsuchtsort der Freiheit. Sonnenanbeter, Nacktbader, Künstler, Punks und Prominente strömen seit jeher in Scharen auf die Insel. Der Dokumentarfilm reist durch ein ganzes Jahrhundert bis in die goldenen 1920er zurück, als die intellektuelle Avantgarde hier zu Hause ist – wie Stummfilmstar Asta Nielsen oder Literatur-Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann. Damals wie heute ist Hiddensee gezeichnet von politischen Verwerfungen, die sich im ganzen Land abspielen. Deutschland im Miniaturformat. Mehrere Erzählstränge, verschränkt über Zeiten und Generationen, führen schließlich zu den sich unaufhörlich zuspitzenden Spannungen der Gegenwart.
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Termine
Do. 20.08., 17:45
Fr. 21.08. bis Di. 25.08., 19:30
Do. 27.08. bis Mi. 02.09., 17:30




THE LIGHTS, THEY FALL
von Sasa Vajda, Deutschland 2026, 87 Min.
Mit Mohammed Yassin Ben Majdouba, Flor Prieto Catemaxca, Mahira Hakberdieva
Am 20.8. in Anwesenheit von Regisseur Sasa Vajda
In der Hitze des Berliner Sommers liegt Maria im Sterben. Ihr 16-jähriger Sohn Ilay driftet mit seinen Freunden durch die Peripherie der Stadt, während zu Hause die mexikanische Palliativ-Pflegerin Ana die Schwerkranke umsorgt. Zunehmend gerät Ilay in einen Zustand von Schlaflosigkeit und Tagtraum, flieht vor dem nahenden Tod seiner Mutter und droht, die Verbindung zur Realität zu verlieren. Ana hat zugleich mit ihrem fordernden Berufsalltag und mit einer Bürde aus ihrer schwierigen Vergangenheit zu kämpfen… In stillen, intensiven Bildern erzählt Saša Vajdas erster Langspielfilm, zart sind die Bande zwischen den Figuren und sanft verwebt sich Alltägliches mit Traumhaftem.
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Do. 20.08., 20:00
Fr. 21.08. bis Di. 25.08., 17:45




WILD
von Nicolette Krebitz, Deutschland 2016, 97 Min.
Mit Lilith Stangenberg, Georg Friedrich, Silke Bodenbender
Psychoanalytische Interpretation und Diskussion mit Ellen Englert, Institut für Psychoanalyse
Ania ist eine zurückgezogene junge Frau, die alleine in einem engen Apartment lebt und in einer Technikfirma unter ihrem eher unangenehmen Chef Boris arbeitet, ohne viel Aufmerksamkeit zu erregen. Eine Begegnung mit einem Wolf, den sie trifft, während sie nach Hause geht, verändert Anias Leben auf ungeahnte Weise. In ihr erwacht eine große Leidenschaft, die sie im alltäglichen Arbeitstrott gar nicht mehr für möglich hielt.
Termine
Mi. 26.08., 20:00




FÜR IMMER 16
von Brezel Göring, Deutschland 2026, 73 Min.
Mit Lilith Stangenberg, Chang Wang, Mücke
Am Sa. 29.8. mit musikalischem Kurzauftritt von Brezel Göring
Seit dem Ende ihrer Experimentalfilmgruppe hatten Charlotte, Helena und Oskar kaum Kontakt. Ein gemeinsamer Urlaub soll das heillos zerstrittene Trio wieder zusammenbringen, doch bald brechen Neid und Eifersucht erneut aus. Richtig kompliziert wird es, als Rudolph zur Gruppe hinzustößt und diese beschließt - wie früher - einen Undergroundfilm zu drehen: Demenzia, eine männermordende Serienkillerin, soll unentwegt Typen umbringen, die allesamt von Rudolph gespielt werden. Eine freundschaftliche Killerkomödie aus dem Kosmos des früheren Kult-Duos Stereo Total, gedreht auf Super-8-Film.
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Termine
Do. 27.08. bis Fr. 28.08., 21:45
Sa. 29.08., 19:45
So. 30.08. bis Mi. 02.09., 21:45




SCHWARZERS KOSMOS
Dokumentarfilm von Klaus Martens, Deutschland 2026, 90 Min.
Der Düsseldorfer Künstler Bernd Schwarzer hat sich einem Gesamtkunstwerk verschrieben, dem „Europa Kunstwerk“. Solcher Art politisch aufgeladen hängen seine Bilder nicht nur in den Museen, sondern im Schloss Bellevue beim Deutschen Bundespräsidenten, im Bundestag oder demnächst im Europäischen Parlament. Wenngleich Schwarzers pastose Technik, seine handwerklichen Qualitäten einzigartig sind, entgleitet ihm die Kontrolle über sich und seine Kunst und er strapaziert die Geduld seiner Sammler und Galeristen… Das Sittenbild eines exzentrischen Kunstmarktes mit all den dazugehörigen Klischees von Unangepasstheit, Freiheit, Genie und Wahnsinn.
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Termine
So. 30.08., 15:45



