Psychoanalyse und Film
Die Reihe ist eine Kooperation des 'Instituts für Psychoanalyse, Frankfurt'
der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) und des Mal Seh'n Kinos.
Im Anschluß an die Vorführung erfolgt jeweils eine psychoanalytische
Interpretation und Diskussion der Filme. Näheres über das Institut für
Psychoanalyse: dpg-frankfurt
B-MOVIE – LUST & SOUND IN WESTBERLIN 1979 – 1989
(teilweise englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln)
Dokumentarfilm von Jörg A. Hoppe, Deutschland 2015, 92 Min.
Mit Mark Reeder, Blixa Bargeld, Gudrun Gut
Psychoanalytische Interpretation und Diskussion mit Steffen Schiele. In Kooperation mit dem Institut für Psychoanalyse
In ihrer Dokumentation widmen sich die Regisseure Jörg A. Hoppe, Heiko Lange und Klaus Maeck dem Berlin der 1980er Jahre. Noch bevor der Kalte Krieg endgültig beendet wurde, war besonders das eingemauerte West-Berlin ein Mekka der Sub- und Popkultur für verschiedenste Künstler, Hausbesetzer und Hedonisten. Auch den englischen Musiker, Autor, Schauspieler und Produzenten Mark Reeder hat es Ende der 70er Jahre in die deutsche Großstadt verschlagen, wo er sich mitten in das damalige, auf das Hier und Jetzt fokussierte Lebensgefühl stürzte und auf illustre Persönlichkeiten wie Nick Cave, Blixa Bargeld und Christiane F. traf.
In "B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin 1979-1989" wird diese Spurensuche in der letzten Dekade, in der es noch ein Ost- und West-Berlin gegeben hat, mittels Interviews und Originalaufnahmen, greifbar gemacht und der Geist einer Zeit eingefangen, in der Risiko und Leidenschaft, Wahn und Exzess sowie Tod und Musik Hand in Hand die Atmosphäre einer ganzen Stadt prägten.
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Termine
Mi. 04.11., 20:00




FILM UND DISKUSSION
Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion
LA GRACIOSA – KANARISCHE TRÄUME
(teilweise spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln)
Dokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies, Deutschland 2026, 115 Min.
Am 21.10. in Anwesenheit von Regisseur Dirk Szuszies
Seit 1994 kennen die Filmemacher*innen Karin Kaper und Dirk Szuszies bereits die Insel La Graciosa, aber erst seit 2018 wird sie offiziell als achte bewohnte Insel der Kanaren anerkannt. Dieser Dokumentarfilm porträtiert den einzigartigen Mikrokosmos der ungefähr 600 Dorfbewohner, die die gesamte Bevölkerung des Eilands darstellen.
Termine
Mi. 21.10., 20:00
Di. 27.10., 17:45




MATERIA PRIMA – NEW ENERGY – OLD POWERS
(englisch / spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln)
Dokumentarfilm von Jan Schanze, Deutschland 2026, 89 Min.
Mit Dokumentarfilm von Jan Schanze, Deutschland 2026, 89 Min.
Mit anschließendem Gespräch mit Regisseur Jan Schanze. In Kooperation mit Amnesty International Hochschulgruppe Frankfurt
Im Andenhochland Boliviens befindet sich das weltweit größte Lithiumvorkommen. Und genau das ist es, was im 21. Jahrhundert für einen neuen, regelrechten Goldrausch sorgt. Denn Lithium wird von Rechenzentren bis Smartphones für so ziemlich jede moderne Technologie benötigt. Jens Schanze blickt in seinem Dokumentarfilm auf diesen Moment in der Zeit, in dem sich die Kolonialgeschichte der letzten 500 Jahre widerspiegelt.
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Termine
So. 01.11., 11:45




SONDERVERANSTALTUNG
HENRIETTE UND GUIDO – EINE UNGEWÖHNLICHE LIEBESGESCHICHTE
Dokumentarfilm von Stella Tinbergen, Deutschland 2024, 102 Min.
Mit anschließendem Fachgespräch. Im Rahmen der Psychiatriewoche
Henriette ist eine Systemsprengerin. Mit einem Frontalhirnsyndrom geboren, verbrachte sie ihre ersten Lebenswochen isoliert auf der Intensivstation, bevor sie zu ihren Eltern kam. Diese frühe traumatische Erfahrung, gepaart mit einer später diagnostizierten Epilepsie, zeigt sich heute in einem widersprüchlichen Verhalten aus Aggression und Bedürftigkeit. Henriette kämpft gegen die Mauern des Unverständnisses in ihrer Umgebung ebenso wie gegen die unvorhersehbaren Schwankungen ihrer Krankheit, die sie sowohl ängstigt als auch lähmen kann.
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Termine
Sa. 24.10., 15:00




OB’S STÜRMT ODER SCHNEIT
Dokumentarfilm von Doris Dörrie und Wolfgang Berndt, Deutschland 1976, 83 Min.
In Kooperation mit Pupille – Kino an der Uni
Doku über die Zeit ihres Lebens Kino-begeisterte Maria Stadler. Nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnete Stadler als eine der Ersten in Westdeutschland wieder ein Lichtspielhaus und führte dieses über Jahrzehnte erfolgreich…
Termine
Mo. 26.10., 18:00

11.908
Von Margarete Rabow
GEDENKEN ZUM 9.NOVEMBER „11.908“
Die künstlerisch-filmische Arbeit von Margarete Rabow erinnert an die 11.908 ermordeten Frankfurter Jüdinnen und Juden, der Film von Eva Kneer dokumentiert die Aktion „Schreiben gegen das Vergessen“ 2020 in Frankfurt.
Termine
Mo. 09.11., 17:00

HELENE WEIGEL – REVOLUTIONÄRIN IM RAMPENLICHT
Dokumentarfilm von Maria Wischnewski, Deutschland / Österreich 2026, 107 / Min.
Mit Helene Weigel, Birgit Minichmayr, August Diehl
Am 12.11. mit einer Eiführung von Prof. Marion Tiedtke, (Schauspiel HfMDK)
Helene Weigel war nicht nur eine legendäre Schauspielerin, sondern auch eine Theaterintendantin, Revoluzzerin, Emigrantin, Jüdin und staatenlose Weltbürgerin. Als Ehefrau des berühmten Dramatikers Bertolt Brecht spielte sie eine entscheidende Rolle in der Gestaltung des kulturellen Lebens ihrer Zeit.
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Termine
Do. 12.11., 19:45
Fr. 13.11. bis Mi. 18.11., 17:45




Kurzfilmprogramm
TANZFILM NACHT – KURFILMPROGRAMM
Im Rahmen des Solocoreografico Solo Tanzfestivals – Frankfurt
Tanz entfaltet sich nicht nur auf der Bühne - auch die Leinwand wird zum Resonanzraum für Bewegung, Körper, Geschichten und Rhythmus. Kurzfilme internationaler Regisseur*innen eröffnen neue Blickwinkel auf die Kunst des Tanzes und lassen sie auf eindrucksvolle Weise auf der Leinwand lebendig werden. Das Programm ist Teil des Solocoreografico Solo Tanzfestivals - realisiert von Freigetanzt e.V. in Kooperation mit dem Gallus Theater und dem Tanzfilmwettbewerb La Danza in un Minuto der Associazione Coorpi (Turin)
Die Filme:
“Landed” von Marlene Millar, Choreography: Sandy Silva, A Migration Dance Film Project Production, Associazione COORPI, Associazione Culturale Augenblick, 18 Min.
“Born Into You” von Emma Evelein, Netherlands, 2025, 6 Min.
“ROUTE [not every day, but almost]” von Juá Leindecker, Flora Leles, Brazil, 2025, 9 Min.
“Sheltering Gestures” von Adrián Villa-Dávila e Andrés Prado, Colombia, 2026, 11 Min
“Onironautic_AI” von Margherita Landi (Italy)
“Concert” von Akari S?ma – Japan
“Sharp” von Stephan Dorn – Austria
“Floriography – Dance in Flowers” von ViMotion Project – “Liceo Coreutico Tito Livio” – Italy
“Mood: Fear” von Sophie Le Fier – France
“Behold” von Weisheng Xu – China
“Neine” von Giorgia Ponticello, Luca Sansoè – Italy
“Para Lucir hay Que Sufrir” von Olga Superflua – Italy
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Termine
Do. 22.10., 20:00




PREVIEW
BARBARA BUSER – PIONIERIN DER NACHHALTIGKEIT
(schweizerdeutsche Originalfassung mit deutschen Untertiteln)
Dokumentarfilm von Gabriele Schärer, Schweiz 2026, 123 Min.
Am 23.10. in Anwesenheit von Barbara Buser
Die mit allen wichtigen Architekturpreisen weltweit ausgezeichnete Basler Architektin Barbara Buser rettet alte Gebäude vor dem Abriss und transformiert sie stattdessen in neue Lebensquartiere, die für einen sorgfältigen Umgang mit unserer Umwelt stehen. Dadurch ist sie als Frau in einer Männerdomäne, die erfolgreich ihren eigenen Weg geht, ein Vorbild für folgende Generationen.
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Termine
Fr. 23.10., 19:30
Do. 29.10. bis Mi. 04.11., 17:45




Queerfilmnacht
BEARCAVE
(griechische Originalfassung mit deutschen Untertiteln)
von Krysianna B. Papadakis & Stergios Dinopoulos, Griechenland/UK 2026, 121 Min.
Die besten Freundinnen Argyro und Anneta sind unterschiedlich, aber unzertrennlich. Während Argyro als Bäuerin arbeitet, ist Anneta das It-Girl ihres kleinen griechischen Bergdorfs. ihr liegen alle Männer zu Füßen – wie insgeheim auch Argyro. Doch dann wird Anetta schwanger von ihrem Freund, einem Polizisten aus der nächstgrößeren Stadt. Bevor das Leben die Freundinnen trennt, fordert Argyro Anetta heraus: gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise, die ihr Leben verändern wird, auf der Suche nach der mythischen Bärenhöhle.
Nach dem Erfolg ihres gleichnamigen Kurzfilms entwickelt das Regie-Duo aus Stergios Dinopoulos und Krysianna B. Papadakis die Geschichte der queeren Freundinnen Argyro und Anetta weiter, die ihr Bedürfnis nach authentischer Nähe gegenüber einer heteronormativen Welt furchtlos durchsetzen. 2024 erhielt „Bearcave“ den Hauptpreis des Wettbewerbs Works in Progress in Thessaloniki. Ein Jahr später feierte ihr Film seine Weltpremiere in Venedig.
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Termine
Mi. 18.11., 19:45




Jüdische Filmtage
ÜBER DIE JFT
Alternierend zu den Jüdischen Kulturwochen richtet die Jüdische Gemeinde Frankfurt zusammen mit dem Kulturdezernat der Stadt Frankfurt seit 2016 die Jüdischen Filmtage aus. In Kooperation mit zahlreichen Kinos der Stadt – darunter das des Deutschen Filmmuseums, Mal Seh’n Kino, Orfeos Erben und Harmonie/Cinema – werden Filme aller Genres gezeigt, die einen Einblick in die Vielfalt aktueller jüdischer Filmproduktionen ermöglicht.
Spiel- und Dokumentarfilme, Kurzfilme und Kunstfilme zeigen eine filmische Auseinandersetzung mit historischen, religiösen und politischen Motiven und rücken Fragen der eigenen Identitätssuche in den Vordergrund. Gespräche mit Regisseur*innen, Darsteller*innen und Produzent*innen bereichern das Programm. Die Jüdischen Filmtage versprechen auch in ihrer nächsten Auflage ein mitreißendes Programm – unterhaltsam und aufwühlend, dramatisch und nachhallend, bewegend und persönlich.
THE FIRST LADY
(hebräisch / deutsch / französisch / englische Originalfassung mit englischen Untertiteln)
Dokumentarfilm von Udi Nir und Sagi Bornstein, Israel / Deutschland 2025, 82 Min.
Im Anschluss spricht Udi Nir mit Gaby Babic (Kinothek Asta Nielsen). In Kooperation mit der Kinothek Asta Nielsen
THE FIRST LADY ist ein lebensbejahender und kraftvoller Dokumentarfilm über eine der ersten trans Personen Israels, Efrat Tilma. Nach 35 Jahren im Exil mit Stationen in Paris, Marokko und Berlin kehrt sie in ihr Geburtsland zurück und muss feststellen, dass sich der Kreislauf der Diskriminierung, dem sie einst entkommen war, unter der Regierung Netanjahus erneut wiederholt.
Nach anfänglichem Zögern entscheidet sie sich, gemeinsam mit jungen Aktivist*innen erneut für Gleichberechtigung und Sichtbarkeit zu kämpfen, und enthüllt ein lange verborgenes Geheimnis.
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Termine
Mi. 21.10., 18:00

MARIANA’S ROOM
(französisch / ukrainische Originalfassung mit deutschen Untertiteln)
von Emmanuel Finkiel, Frankreich / Belgien / Ungarn / Israel / Portugal 2025, 131 Min.
Mit Mélanie Thierry, Julia Goldberg, Yona Rozenkier
1943, an der Grenze zwischen der Ukraine und Polen. Auf der Flucht vor dem Ghetto und der Deportation vertraut Yulia ihren elfjährigen Sohn Hugo ihrer 35-jährigen Jugendfreundin Mariana an, die in einem Bordell als Prostituierte arbeitet. Hugo lebt in einem kleinen Raum ohne Fenster, der an das Zimmer der jungen Frau angrenzt, und hängt von den Geräuschen und Szenen ab, die er durch die Trennwand erahnen kann. Seine Fantasie ist seine einzige Ressource, und so wird er sich sowohl der Massaker, die gerade verübt werden, als auch der Geheimnisse der Sexualität bewusst. Als der Tag anbricht, lädt Mariana ihn in ihr Zimmer ein und umhüllt ihn mit Sanftheit und Sinnlichkeit. Bald wird das Leben den Tod besiegen, bald wird Hugo zu einem jungen Mann herangewachsen sein.
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Termine
So. 25.10., 12:00

WHERE TO?
von Assaf Machnes, Israel / Deutschland 2026, 95 Min.
Mit Ehab Salami, Ido Tako, Milan Peschel
Der 55-jährige palästinensische Uber-Fahrer Hassan verdient seinen Lebensunterhalt, indem er Partygänger*innen durch die Berliner Nächte chauffiert. Zu seiner eigenen Tochter jedoch, die kurz davor ist, ihren deutschen Freund zu heiraten, hat er keinen Kontakt mehr. Hassan begegnet dem aus Israel stammenden 25-jährigen Amir, der sich in einer sexuellen Identitätskrise befindet. Als Amir nach einigen Monaten und im schweren Liebeskummer nach Deutschland zurückkehrt, erwächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Zwei Jahre lang drehen sie nachts gemeinsam ihre Runden. Amir berichtet von seinen emotionalen Leiden, was Hassan zur Reflektion über die eigene Vergangenheit veranlasst und über den Grund, warum er vor 30 Jahren seiner eigenen Heimat den Rücken kehrte.
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Termine
Mi. 28.10., 18:00

FRANKFURT SCHAUT EINEN FILM
Am letzten Oktobersonntag 2022 feiert Frankfurt ein neues Kulturfest: das Kinofest FRANKFURT SCHAUT EINEN FILM. Erstmalig wird innerhalb eines Tages die Vielfalt der Frankfurter Kinos gefeiert und ein in der Mainmetropole gedrehter Film von Frankfurter*innen und zahlreichen Gästen gemeinsam (wieder)gesehen.
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DIE MACHT DER GEFÜHLE
Dokumentarfilm von Alexander Kluge, Deutschland 1983, 115 Min.
Mit Hannelore Hoger, Suzanne von Borsody, Klaus Wennemann
Mit anschließendem Filmgespräch mit Produzent Daniel Zuta und Kameramann Thomas Mauch
Alexander Kluge versucht zu ergründen, was Gefühle ausmacht. Woher kommen sie, wozu sind sie fähig und kann der Verstand ihrer Herr werden? Er schaut sich die Oper in Frankfurt am Main, eingebettet in Häuserschluchten und die Betonwüste, an. Mithilfe dieser Gegensätze versucht er, das Wesen der Gefühle herauszuarbeiten. Kluge bringt dafür zahlreiche Fragmente zusammen, verwendet dokumentarisch gedrehtes Material, Szenen alter Filme, Zitate anderer Werke und den eigenen Kommentar.
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Termine
So. 08.11., 13:30



