Specials und Filmreihen

 

FILM UND DISKUSSION

Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion

TASTENARBEITER – ALEXANDER VON SCHLIPPENBACH

Dokumentarfilm von Tilman Urbach, Deutschland 2023, 106 Min.

Am 3.10. mit anschließendem Filmgespräch
Alexander von Schlippenbach ist aus dem europäischen Free-Jazz nicht mehr wegzudenken. Er komponiert, er spielt Klavier und leitet Bands mit seiner jahrelangen Erfahrung als Musiker. Er trifft auf alte Freunde und Weggefährten wie den Trompeter Manfred Schoof und den Perkussionisten Günter „Baby“ Sommer, mit dem er über alte Zeiten redet. In der DDR wurden Jazzmusiker groß gefeiert. Free Jazz war lange Zeit ein politisches Statement, wie eine musikalische Umsetzung der 68er-Bewegung. Alexander von Schlippenbach gewährt intime Einblicke in sein berufliches wie auch in sein privates Leben, zusammen mit seiner Frau, der Jazzpianistin Aki Takase und zeigt, dass es möglich ist eine besondere Lebens- wie auch Arbeitspartnerschaft führen.

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Termine

Sa. 03.10., 14:00

STERNBRÜCKE FOREVER

Dokumentarfilm von Christian Hornung, Deutschland 2026, 104 Min.

Am 10.10. in Anwesenheit von Regisseur Christian Hornung
Als in Hamburg die Entscheidung getroffen wird, die Sternbrücke im Schanzenviertel, die dort seit mehr als einhundert Jahren steht, abzureißen und gegen eine neue zu ersetzen, beginnt es im Kiez zu rumoren. Denn viele Menschen und Kultureinrichtungen sehen die Brücke mit ihrer und der Identität des Viertels verbunden. Dokumentarfilmer Christian Hornung hört sich ihre Geschichten an und fragt, wie die Zukunft aussehen soll.

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Termine

Sa. 10.10., 17:30

Jüdische Filmtage

ÜBER DIE JFT

Alternierend zu den Jüdischen Kulturwochen richtet die Jüdische Gemeinde Frankfurt zusammen mit dem Kulturdezernat der Stadt Frankfurt seit 2016 die Jüdischen Filmtage aus. In Kooperation mit zahlreichen Kinos der Stadt – darunter das des Deutschen Filmmuseums, Mal Seh’n Kino, Orfeos Erben und Harmonie/Cinema – werden Filme aller Genres gezeigt, die einen Einblick in die Vielfalt aktueller jüdischer Filmproduktionen ermöglicht.
Spiel- und Dokumentarfilme, Kurzfilme und Kunstfilme zeigen eine filmische Auseinandersetzung mit historischen, religiösen und politischen Motiven und rücken Fragen der eigenen Identitätssuche in den Vordergrund. Gespräche mit Regisseur*innen, Darsteller*innen und Produzent*innen bereichern das Programm. Die Jüdischen Filmtage versprechen auch in ihrer nächsten Auflage ein mitreißendes Programm – unterhaltsam und aufwühlend, dramatisch und nachhallend, bewegend und persönlich.

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THE FIRST LADY

(hebräisch / deutsch / französisch / englische Originalfassung mit englischen Untertiteln)

Dokumentarfilm von Udi Nir und Sagi Bornstein, Israel / Deutschland 2025, 82 Min.

Im Anschluss spricht Udi Nir mit Gaby Babic (Kinothek Asta Nielsen). In Kooperation mit der Kinothek Asta Nielsen
THE FIRST LADY ist ein lebensbejahender und kraftvoller Dokumentarfilm über eine der ersten trans Personen Israels, Efrat Tilma. Nach 35 Jahren im Exil mit Stationen in Paris, Marokko und Berlin kehrt sie in ihr Geburtsland zurück und muss feststellen, dass sich der Kreislauf der Diskriminierung, dem sie einst entkommen war, unter der Regierung Netanjahus erneut wiederholt.
Nach anfänglichem Zögern entscheidet sie sich, gemeinsam mit jungen Aktivist*innen erneut für Gleichberechtigung und Sichtbarkeit zu kämpfen, und enthüllt ein lange verborgenes Geheimnis.

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Termine

Mi. 21.10., 18:00

MARIANA’S ROOM

(französisch / ukrainische Originalfassung mit deutschen Untertiteln)

von Emmanuel Finkiel, Frankreich / Belgien / Ungarn / Israel / Portugal 2025, 131 Min.
Mit Mélanie Thierry, Julia Goldberg, Yona Rozenkier

1943, an der Grenze zwischen der Ukraine und Polen. Auf der Flucht vor dem Ghetto und der Deportation vertraut Yulia ihren elfjährigen Sohn Hugo ihrer 35-jährigen Jugendfreundin Mariana an, die in einem Bordell als Prostituierte arbeitet. Hugo lebt in einem kleinen Raum ohne Fenster, der an das Zimmer der jungen Frau angrenzt, und hängt von den Geräuschen und Szenen ab, die er durch die Trennwand erahnen kann. Seine Fantasie ist seine einzige Ressource, und so wird er sich sowohl der Massaker, die gerade verübt werden, als auch der Geheimnisse der Sexualität bewusst. Als der Tag anbricht, lädt Mariana ihn in ihr Zimmer ein und umhüllt ihn mit Sanftheit und Sinnlichkeit. Bald wird das Leben den Tod besiegen, bald wird Hugo zu einem jungen Mann herangewachsen sein.

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Termine

So. 25.10., 12:00

WHERE TO?

von Assaf Machnes, Israel / Deutschland 2026, 95 Min.
Mit Ehab Salami, Ido Tako, Milan Peschel

Der 55-jährige palästinensische Uber-Fahrer Hassan verdient seinen Lebensunterhalt, indem er Partygänger*innen durch die Berliner Nächte chauffiert. Zu seiner eigenen Tochter jedoch, die kurz davor ist, ihren deutschen Freund zu heiraten, hat er keinen Kontakt mehr. Hassan begegnet dem aus Israel stammenden 25-jährigen Amir, der sich in einer sexuellen Identitätskrise befindet. Als Amir nach einigen Monaten und im schweren Liebeskummer nach Deutschland zurückkehrt, erwächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Zwei Jahre lang drehen sie nachts gemeinsam ihre Runden. Amir berichtet von seinen emotionalen Leiden, was Hassan zur Reflektion über die eigene Vergangenheit veranlasst und über den Grund, warum er vor 30 Jahren seiner eigenen Heimat den Rücken kehrte.

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Termine

Mi. 28.10., 18:00

LETsDOK 2026

LETsDOK ist eine bundesweite Initiative der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG DOK e.V.), die einem breiten Publikum aktuelle, hochwertige Produktionen präsentiert und dem Dokumentarfilm zu mehr Sichtbarkeit und Resonanz verhilft.
Weitere Infos

THE BEAUTY OF BALLROOM

(chinesisch / englisch / thailändische Originalfassung mit deutschen Untertiteln)

Von Chan Sze-Wei, Singapur / Philippinen / Deutschland, 2025, 100 Min.
Mit Phitthaya Phaefuang, Ong Xing Kai, Xyza Ragunjan

In Anwesenheit von Co-Produzentin Yasmin Rams und Kamerafrau Vita Spieß
Farbenfroh und energiegeladen bringt eine Gruppe von Tänzer*innen die Vogueing- und Ballroom-Kultur aus New York nach Südostasien. Teddy, Sun und Xyza gründen eigene „Häuser“, die weit über Tanzgemeinschaften hinausgehen. Diese Räume bieten Schutz vor Homophobie, Transphobie, Rassismus und HIV-Stigmatisierung und werden für viele zu einem neuen Zuhause. In ihnen entstehen enge Bindungen, die für die Mitglieder die Familie ersetzen, die sie oft vermisst haben. Getragen von Leidenschaft und Zusammenhalt zeigen die Tänzer*innen, wie wichtig Zugehörigkeit und gegenseitige Unterstützung sind.

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Termine

Sa. 26.09., 15:30

KLEINE WÖLFE

(Originalfassung mit deutschen Untertiteln)

Dokumentarfilm von Justin Peach, Deutschland, 2009, 48 Min.

In Anwesenheit der Regisseur*innen und Protagonist*innen beider Filme. Im Rahmen der hessischen Dokumentarfilmtage
Der elf-jährige Sonu lebt auf den Straßen von Katmandu.
Sein Alltag in der chaotischen Hauptstadt ist ein routinierter Kampf ums Überleben: immer auf der Suche nach Essen, Drogen, leichtgläubigen Touristen und vor allem – wie kleine Jungs nun einmal sind – nach Spaß und Abenteuer.
Das Leben von Sonu und seinem Rudel ist geprägt von Gewalt und Abhängigkeit, aber auch von glücklichen, kindlichen Momenten der Freiheit auf der Straße.

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NIKOLAI (OmU)
Dokumentarfilm von Vita Spieß, Deutschland, 2025, 38 Min.

Sucht und Straftaten – mit 17 Jahren hatte Nikolai die Wahl zwischen einem Jahr Gefängnis oder Therapie: Er entschied sich für die stationäre Jugendsuchthilfe in Leimbach.
Der Film begleitet Nikolai knapp 2 Jahre auf seinem Weg: vom erstem „Clean-Geburtstag“, damit ist ein Jahr nüchtern sein gemeint, bis zum Ende der richterlichen Auflagen. Und erzählt von Nikolais Ringen mit Regeln und seinem Kampf mit inneren Dämonen. Die Frankfurter Kamerafrau Vita Spieß folgt für ihren ersten Film als Regisseurin den inzwischen 21-jährigen Nikolai auf seinem langen und nicht immer einfachen Weg aus der Sucht bis hin zu einem erfolgreichen Schulabschluß. Mit Geduld und Empathie fängt sie Momente voller Humor und Lebensfreude ein. Inmitten von Rückschlägen und kleinen Siegen offenbart sich Nikolais unerschütterlicher Wille, sich selbst neu zu finden: „Aufgeben ist keine Option für mich“, sagt er.

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Termine

So. 27.09., 13:30