Psychoanalyse und Film
Die Reihe ist eine Kooperation des 'Instituts für Psychoanalyse, Frankfurt'
der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) und des Mal Seh'n Kinos.
Im Anschluß an die Vorführung erfolgt jeweils eine psychoanalytische
Interpretation und Diskussion der Filme. Näheres über das Institut für
Psychoanalyse: dpg-frankfurt
WILD
von Nicolette Krebitz, Deutschland 2016, 97 Min.
Mit Lilith Stangenberg, Georg Friedrich, Silke Bodenbender
Psychoanalytische Interpretation und Diskussion mit Ellen Englert, Institut für Psychoanalyse
Ania ist eine zurückgezogene junge Frau, die alleine in einem engen Apartment lebt und in einer Technikfirma unter ihrem eher unangenehmen Chef Boris arbeitet, ohne viel Aufmerksamkeit zu erregen. Eine Begegnung mit einem Wolf, den sie trifft, während sie nach Hause geht, verändert Anias Leben auf ungeahnte Weise. In ihr erwacht eine große Leidenschaft, die sie im alltäglichen Arbeitstrott gar nicht mehr für möglich hielt.
Termine
Mi. 26.08., 20:00




FILM UND DISKUSSION
Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion
GHOST SCHOOL
(Urdu OmU)
von Seemab Gul, Pakistan / Deutschland / Saudi Arabien 2026, 88 Min.
Mit Nazualiyae Arsalan, Adnan Shah Tipu, Samina Seher
Am 5.9. in Anwesenheit von Regisseurin Seemab Gul. In Kooperation mit dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen
Die Dorfschule wird geschlossen und die zehn Jahre alte Rabia will sich das nicht einfach so gefallen lassen. Denn niemand kann oder will ihr sagen, warum sie von einem Tag auf den anderen nicht mehr die Schulbank drücken darf. Im Dorf selbst hat jeder so seine eigene Theorie und Meinung. Die Behörden blocken ab und schweigen. Also geht sie selbst in die Spur, um nach Antworten zu suchen. Ein Gerücht hält sich dabei hartnäckig: Manche meinen nämlich, dass die Schule verflucht ist. Das klingt natürlich absurd. Oder ist doch etwas daran? Vielleicht soll diese unheimliche Geschichte auch eine ganz andere Wahrheit verschleiern...
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Termine
Do. 03.09. bis Fr. 04.09., 18:00
Sa. 05.09., 17:30
So. 06.09. bis Mi. 09.09., 18:00




LE LAC
(französische OmU)
Von Fabrice Aragno, Schweiz 2025, 75 Min.
Mit Clotilde Courau, Bernard Stamm
Am 13.9. in Anwesenheit von Regisseur Fabrice Aragno
Anna und Vincent sind an der zivilisierten Welt immer weniger interessiert und wagen stattdessen, an einem Segelrennen auf einem riesigen See teilzunehmen, dass sich ohne Unterbrechung über mehrere Tage und Nächte zieht. Die beiden kämpfen – gegen die anderen Teilnehmer, gegen den See und irgendwie auch gegen sich selbst.
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Termine
So. 13.09., 12:15
So. 27.09., 12:00




BERND – OPERATION GERMANENKIND
Von Cornelius Schwalm, Deutschland 2023, 97 Min.
Mit Verena Unbehaun, Matthias Rheinheimer, Silvina Buchbauer
Am 17.9. in Anwesenheit von Regisseur Cornelius Schwalm
Ein Darsteller mit Behinderung und rechten Tendenzen sprengt das Weltbild eines linken Künstlerkollektivs. Bernd ist vulgär, rassistisch, sexistisch. Doch je brutaler seine Provokationen werden, desto hemmungsloser entlarvt sich die Gruppe selbst. Was als moralische Überlegenheit beginnt, endet in Erniedrigung, Gewalt und kollektiver Entmenschlichung.
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Termine
Do. 17.09., 19:30
Fr. 18.09. bis Mi. 23.09., 21:30




SONDERVERANSTALTUNG
FÜR IMMER 16
von Brezel Göring, Deutschland 2026, 73 Min.
Mit Lilith Stangenberg, Chang Wang, Mücke
Am Sa. 29.8. mit musikalischem Kurzauftritt von Brezel Göring
Seit dem Ende ihrer Experimentalfilmgruppe hatten Charlotte, Helena und Oskar kaum Kontakt. Ein gemeinsamer Urlaub soll das heillos zerstrittene Trio wieder zusammenbringen, doch bald brechen Neid und Eifersucht erneut aus. Richtig kompliziert wird es, als Rudolph zur Gruppe hinzustößt und diese beschließt - wie früher - einen Undergroundfilm zu drehen: Demenzia, eine männermordende Serienkillerin, soll unentwegt Typen umbringen, die allesamt von Rudolph gespielt werden. Eine freundschaftliche Killerkomödie aus dem Kosmos des früheren Kult-Duos Stereo Total, gedreht auf Super-8-Film.
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Termine
Do. 27.08. bis Fr. 28.08., 21:45
Sa. 29.08., 19:45
So. 30.08. bis Mi. 02.09., 21:45
Do. 03.09. bis Mi. 09.09., 21:30




Queerfilmnacht
STRANGE RIVER
(spanische OmU)
von Jaume Claret Muxart, Spanien / Deutschland 2025, 106 Min.
Mit Jan Monter, Nausicaa Bonnin, Jordi Oriol
Sommerferien am Donauufer, eine katalanische Familie radelt den Fluss entlang. Während seine Eltern in Erinnerungen an ihre Jugend schwelgen und seine jüngeren Brüder seine Nähe suchen, ist der sechzehnjährige Dídac lieber allein und still. Sein Herz schmerzt einer unerwiderten Liebe nach. Doch plötzlich sieht er an jedem Stopp der Reise denselben rätselhaften Jungen, im Wasser und an Land, in der Ferne und ganz nah. Und jedes Mal zieht es Dídac etwas mehr in den Bann des Fremden hinein. Im Stil romantischer Gemälde des 19. Jahrhunderts interpretiert Jaume Claret Muxart die Donau als erhabene Trägerin uralter Mysterien, lyrisch und traumgleich auf 16-mm gebannt. Am Ende dieses Sommers wird Dídac ein anderer sein, das Familiengefüge neu zusammengelegt. Es gilt, in das Begehren einzutauchen, die Ängste abzuwaschen.
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Termine
Do. 27.08. bis Fr. 28.08., 19:45
Sa. 29.08., 22:00
So. 30.08. bis Mi. 02.09., 19:45




QUEERFILMFESTIVAL
Vom Donnerstag, 4. September, bis Mittwoch, 10. September, feiert das Queerfilmfestival zum siebten Mal die Vielfalt des queeren Kinos – parallel in 11 Städten und 16 Kinos!
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FANTASY
(OmU)
ein Film von Kukla, Slowenien/Nordmazedonien 2025, 98 Min. FSK 16
Eigentlich will Mihrije ganz weit weg, nach Westeuropa, wo sie sich ein freies Leben vorstellt. Stattdessen sitzt sie fest zwischen den Plattenbauten ihrer kleinen slowenischen Heimatsstadt. Sie versucht sich mit ihren besten Freundinnen Jasna und Sina gegenüber den Männern zu beweisen, die hier das Sagen haben – wenn es sein muss auch mit Gewalt. Die Möglichkeit auszubrechen, erscheint ganz plötzlich: Fantasy, eine selbstbewusste trans Frau verzaubert Mihrije mit ihrer schamlosen Weiblichkeit in dem Moment, als sich ihre Blicke auf der Tanzfläche kreuzen. Doch auch Fantasy ist nicht so frei, wie sie die Freundinnen zuerst glauben lässt.
Was bedeutet es, heute als Frau zu leben? Als urbanes Balkan-Märchen erzählt „Fantasy“ von Freundinnenschaft, Identität und weiblichem Widerstand gegen eine Welt des Anpassungszwangs. Regie-Entdeckung Kukla inszeniert ihre Protagonistinnen dabei als eine selbstbewusste Truppe, die sich das historische Konzept der eingeschworenen Jungfrauen nach ihren Vorstellungen aneignet. Ein Film, der Diversität als Stärke feiert – und die gelebte Realität einer neuen Generation abbildet.
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Termine
Do. 10.09., 19:45




COOKING UP DEMOCRACY
(OmU: Mandarin / Englisch)
Dokumentarfilm von Monika Treut, Deutschland 2026, 87 Min. FSK 12
Während Demokratien weltweit unter den Polykrisen unserer Zeit straucheln, zeigt sich der kleine Inselstaat Taiwan erstaunlich widerstandsfähig. Weder gesellschaftliche Spaltung, noch der wachsende Druck durch die autoritäre Volksrepublik China scheinen den Glauben der Bürger:innen in ihr Recht auf Mitbestimmung zu schwächen. Gemeinsam mit der ehemaligen Digitalministerin Audrey Tang taucht Monika Treut ein in die aktivistische Szene des Landes, in der Demokratie mehr ist als eine Institution.
Anhand des Engagements queerer und feministischer Denker:innen zeigt sich, was gelebte Demokratie in hochtechnisierten Zeiten bedeuten kann. Eine Anleitung zum Nachkochen.
1987 beendeten Taiwaner:innen die knapp 40 jährige Militärdiktatur. 2014 besetzten Aktivist:innen der Sonnenblumenbewegung drei Wochen lang das Parlament und zwangen die Regierung auf die Stimme der Bevölkerung zu hören. 13 Jahre nach „Das Rohe und das Gekochte“ kehrt Monika Treut nach Taiwan zurück –mit dem Anspruch von zivilgesellschaftlichen Akteur:innen zu lernen, was das Geheimnis einer Gesellschaft ist, in der Demokratie noch groß geschrieben wird. „Cooking Up Democracy“ wirft einen Blick auf die Strukturen, die dies möglich machen und stellt fest: Freiheit macht erfinderisch und überbrückt Grenzen – von Teehäusern bis zu digitalen Räumen, von Müttern zu Söhnen, von Coding zu Care-Arbeit.
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Fr. 11.09., 16:00




ON THE SEA
(englische OmU)
von Helen Walsh, UK 2025, 111 Min. FSK 16
Mit harter Arbeit und bedingungsloser Disziplin hält der Muschelfarmer Jack den Familienbetrieb an der rauen Küste von Nordwales am Laufen. Über die Jahre hat er sich mit seiner Frau Maggie eine stabile Existenz aufgebaut, ohne sich dabei je recht fragen zu können, was er wirklich vom Leben will. Antworten bekommt er, als der jüngere Deckhelfer Daniel in der abgelegenen Gemeinde auftaucht und keinen Hehl daraus macht, wie attraktiv er Jack findet.
Mit ihrem zweiten Spielfilm taucht die Schriftstellerin und Regisseurin Helen Walsh („The Violators“) tief in die Gefühlswelt eines Mannes ein, den das Leben gelehrt hat, seine Gefühle so gut wie möglich zu verbergen. Der erst lernen muss, wie es ist, er selbst zu sein – und sich dabei fragt, ob ihn das tatsächlich zu einem glücklicheren Mann machen würde. „On the Sea“ ist eine feinfühlige, hellsichtige Geschichte über gelernte Männlichkeit, über die Orte, die uns prägen, und die heimlichen Wünsche, denen wir uns am Ende doch nicht verweigern können. Ein erwachsener, besonderer Film über die Liebe.
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Termine
Fr. 11.09., 19:45




DIE PASSION NACH G.H.B.
(portugiesische OmU)
von Gustavo Vinagre & Vinícius Couto, Brasilien 2026, 75 Min.
In einer Wohnung in São Paulo treffen sich Matias und Ricardo zum One-Night-Stand. Später kommen weitere Menschen dazu. Sie haben Sex, philosophieren und tauschen Erfahrungen aus, nehmen Drogen. Während dieser queeren Schlafzimmer-Odyssee schwelgt Matias in Erinnerungen an vergangene Liebschaften und fantasiert über die Zukunft, während er sich mit einer fiktiven Figur aus der brasilianischen Literatur unterhält.
Als orgiastisches Kammerspiel in einer Welt des magischen Realismus inszenieren Gustavo Vinagre und Vinícius Couto einen kompromisslos queeren Körper-Reigen zwischen Lust am Rausch und gelebter Grenzerfahrung. „Die Passion nach G.H.B.“ erzählt dabei die vielschichtige Realität von Chemsex mit all ihren inneren Widersprüchen. Ein Film der Körper und des Geistes, so kinky wie komplex.
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Fr. 11.09., 21:45




SKIFF
(niederländisch / französische OmU)
ein Film von Cecilia Verheyden, Belgien 2025, 106 Min.
Die fünfzehnjährige Malou wächst mit ihren beiden Brüdern und ihrer Mutter in einer belgischen Kleinstadt auf. Im Ruderverein zählt sie zu den Besten, wird dort aber auch als Einzelgängerin von ihren Teamkameradinnen gemobbt. Während ihre Mutter versucht, sich wieder auf das Dating-Leben einzulassen, ist Malous älterer Bruder Max der einzige Mensch, an den sie sich wenden kann. Doch als Malou seine neue Freundin kennenlernt, gerät ihr Leben aus den Fugen. Die Mädchen verlieben sich – und Malou beginnt, ihre ganze Identität zu hinterfragen.
Wohin führt der Weg, wenn man nicht mehr vor sich selbst weglaufen kann? „Skiff“ von der belgischen Regisseurin Cecilia Verheyden ist eine zärtliche und eindringliche Coming-of-Age-Geschichte, die das Wunder der ersten Liebe und die Unausweichlichkeit des Erwachsenwerdens mit viel Empathie einfängt und durchleuchtet. Ein Film mit großem Respekt vor den komplexen Herausforderungen der Jugend – und ihrer unbestreitbaren Schönheit.
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Termine
Sa. 12.09., 16:00




MASPALOMAS
(baskisch / spanische OmU)
von Moriarti, Spanien 2025, 115 Min. FSK 16
Sommersonne, Strand und Partys: 25 Jahre nach seinem späten Outing genießt der 76-jährige Vicente sein Leben als offen schwuler Mann auf Gran Canaria. Doch ein plötzlicher Schlaganfall verändert alles: Seine Tochter holt ihn nach San Sebastián zurück, er landet in einem Pflegeheim und muss einmal mehr ein neues Leben beginnen. Denn um Problemen aus dem Weg zu gehen, verheimlicht er nun wieder seine Sexualität und wird zu dem traurigen alten Mann, der er nie sein wollte. Bis ihm sein neuer Mitbewohner klarmacht, dass er sich damit nicht abfinden darf.
Ist ein Neuanfang mit 76 Jahren möglich, wenn man sich kein schöneres Leben vorstellen kann als das alte? Mit ihrem melancholisch-warmherzigen Comedy-Drama „Maspalomas“ liefern die baskischen Regisseure Jose Mari Goenaga und Altor Arregi vom Filmemacher-Kollektiv Moriarti ein überzeugendes Plädoyer, auch in Momenten größter Verzweiflung nicht die Hoffnung zu verlieren. Herz und Seele dieses sehr menschlichen Films ist José Ramón Soroiz in der Rolle des Vicente, wofür er beim Filmfestival in San Sebastián sowie bei den Goyas als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde.
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Termine
Sa. 12.09., 19:45
Do. 17.09., 21:45




PARIS WAS A WOMAN
(teilweise englische OmU)
ein Film von Greta Schiller, Großbritannien/Deutschland/USA 1996, 75 Min. FSK 12
Colette, Djuna Barnes, Gertrude Stein, Natalie Clifford Barney. Jede einzelne von ihnen ein Genie. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts trafen diese berühmtesten Künstlerinnen der Moderne in Paris zusammentrafen. Sie begegneten einander nicht zufällig, sondern sie entschieden sich bewusst für die Gemeinschaft. Was sie vereinte war die Liebe zu Paris, dessen weiblicher Flair es ihnen ermöglichte, sich auf unkonventionelle und selbständige Weise zu verwirklichen und dabei radikale Wege zu beschreiten. Paris bot ihnen die Freiheit, zu leben und zu lieben, wie und wen sie wollten – auch wenn es, wie in ihrem Fall, meistens andere Frauen waren.
Durch grundlegende Recherche, bisher unveröffentlichtes Filmmaterial, sowie durch Gemälde, Zeichnungen, literarische Fragmente und so manche Anekdote lässt Greta Schiller in ihrem Film die Stimmung und das Lebensgefühl dieser Frauen und der Stadt, in der sie lebten, lebendig werden. Ein neuer Blick auf das zauberhafte Paris der 20er und 30er Jahre.
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Termine
So. 13.09., 14:15




DEPARTURES
(englische OmU)
von Neil Ely & Lloyd Eyre-Morgan, UK 2025, 82 Min. FSK 16
Als Benji den muskelbepackten Fußballtrainer Jake das erste Mal am Flughafen trifft, ist es für ihn Liebe auf den ersten Blick. Dass die beiden sich nur einmal im Monat insgeheim in Amsterdam treffen können, weil Jake sich nicht outen will, stört dabei erstmal auch nicht. Doch dann macht die Aufregung der geheimen Treffen einer verstörenden Machtdynamik Platz. Benji hungert nach einer Liebe, die er von Jake nicht bekommt – und fällt in eine gefährliche Spirale, aus der ihm nur seine besten Freunde helfen können.
„Trainspotting“ trifft LGBTQ+! „Departures“ ist eine dramatische Komödie mit viel britischem Humor, harten Muskeln und warmem Herzen. Inspiriert wurde die Geschichte von toxischen Dating-Erlebnissen, die das Regieduo Lloyd Eyre-Morgan und Neil Ely selbst erlebt haben. Ihr erster gemeinsamer Spielfilm ist ein authentisches Abbild chaotischen schwulen Begehrens im Gegenwartskino – auch dank des Filmteams, das größtenteils aus anderen queeren Kreativen aus der Arbeiterklasse bestand.
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Termine
So. 13.09., 19:45




ON THE ROAD
(spanische OmU)
von David Pablos, Mexiko 2025, 93 Min.
Veneno, ein Sexworker und Dealer auf der Flucht vor einer albtraumhaften Vergangenheit, hat die hypermaskuline Welt mexikanischer Fernfahrer zu seinen Jagdgründen erklärt. Hier trifft er auf den schweigsamen Muñeco, einen älteren Fahrer, der Veneno mitnimmt und ihn bei seinen Geschäften deckt – gegen einen Anteil, versteht sich. Auf den weiten Straßen Nordmexikos entwickelt sich aus erster Vertrautheit zwischen den Männern eine zärtliche Nähe. Doch die Gewalt, die das Leben beider bestimmt, begleitet ihre Reise auf jeder Meile.
Wie überleben Nähe und Liebe an Orten brutalster Dunkelheit? Basierend auf Erfahrungsberichten mexikanischer Fernfahrer führt „On the Road – En el camino“ sein Publikum in eine abgründige Welt verlorener Seelen, die teilweise ohne Gnade um ihren Platz auf den Highways Nordmexikos kämpfen. Ein provokanter, mitreißend emotionaler Film, in dem Sinnlichkeit und Gefahr untrennbar verbunden sind. Sehr sexy, sehr ehrlich – und bei aller Härte tief bewegend. In Venedig bekam Regisseur David Pablos für seinen kompromisslos queeren Thriller den Hauptpreis der Sektion Orizzonti sowie den Queer Lion.
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Termine
So. 13.09., 21:30




BODY BLOW
(englische OmU)
von Dean Francis, Australien 2025, 99 Min. FSK 16
Macho-Cop Aiden ist sexsüchtig, eine tickende Zeitbombe in ständiger Versuchung. Ein Keuschheitskäfig soll ihn zurückhalten, doch er wird nur unberechenbarer und aggressiver. Bei einer Patrouille durch das queere Szeneviertel von Sydney verfällt er dem tragischen Twink Cody, dessen Leben vom skrupellosen Mob-Boss Fat Frankie kontrolliert wird. Um Cody zu retten, begibt sich Aiden in ein Labyrinth aus Lust, Verrat und zerstörerischem Begehren.
Camp, Glam und Mystery: „Body Blow“ ist ein australischer Noir-Thriller in flackerndem Neon-Licht, pulsierend vor Leidenschaft und zügelloser Energie. Regisseur und Autor Dean Francis hat eine fiebrige Vision der Unterweltwelt geschaffen, in der Verrat, Korruption und Verlangen ein verführerisches, aber tödliches Netz bilden. In finsteren Straßen und verschwitzten Clubs liegen Albtraum und Ekstase gefährlich nah beieinander. Ein mitreißendes, lustvoll schmutziges Filmerlebnis ohne Kompromisse.
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Termine
Di. 15.09., 19:45




FUCKING DIFFERENT GENERATIONS
(OmU)
realisiert von Kristian Petersen, Deutschland 2026, 86 Min. Mit Kurzfilmen von Monika Treut, Todd Verow, Jo Pollux & Theo Parker, Jiz Lee & Shine Louise Houston, Emre Busse, Sofía Alvarado, Kristian Petersen
Vor 21 Jahren initiierte der Produzent Kristian Petersen die heute legendäre Kompilationsfilmreihe „Fucking Different“: um queere Regisseur:innen aus verschiedenen Städten kurze Spiel- und Dokumentarfilme drehen zu lassen – als Bestandaufnahmen von sich stetig verändernden queeren Communitys. Seitdem hat sich viel getan: Geschlechtergrenzen sind fluider geworden; junge Menschen müssen sich mehr nicht zwingend im binären System verorten. Doch wenn sich die jungen, queeren Communitys aufeinander zubewegt zu haben, ist ein Riss zwischen den Generationen erkennbar.
Den versucht „Fucking Different Generations“, der mittlerweile siebten Teil der Reihe, nun zu überbrücken: Dafür haben queere Filmemacher:innen der Boomer Generation Filme über ihre Vorstellungen vom Leben junger queerer Menschen gedreht – während junge queere Filmemacher*innen ihre Perspektiven auf die älteren zu Kurzfilmen verarbeitet haben. So befragt Todd Verow junge Queers nach ihren Cruising-Erfahrungen, Jo Pollux lässt einen Boomer für 24 Stunden zu einem Gen-Z-Hipster werden und Monika Treut erkundet, was die Generationen voneinander lernen können. Entstanden ist eine Sammlung von sieben Kurzfilmen, die sich teils humorvoll, poetisch und reflektiert mit den Gemeinsamkeiten, Unterschieden und Annäherungsmöglichkeiten zwischen den Generationen in der queeren Welt auseinandersetzen.
NAAMIKO
ein Film von Jo Pollux & Theo Parker
Schlüpfe in eine andere Altersgruppe, als würdest du ein neues Hemd anziehen! Das verspricht eine Agentur für geheimnisvolle Erlebnisse. Die 70-jährige Bela bucht ein „Gen Z“-Paket und wird für einen Tag zu einer 20-jährigen Großstadt-Göre. Angeleitet von einer bestimmenden Stimme in ihrem Ohr taucht Bela immer tiefer in ihre neue Rolle ein – bis sie eine unerwartete Begegnung hat…
CARA & MARLEN
ein Film von Kristian Petersen
Zwei Sexarbeiterinnen aus unterschiedlichen Generationen sprechen über die Arbeitsbedingungen damals und heute, ihr Verständnis von sexpositivem Feminismus, gemeinsame Utopien und Möglichkeiten, voneinander zu lernen. Wo liegen die Generationsunterschiede, wo die Gemeinsamkeiten, und wie lässt sich Erfahrungswissen weitergeben?
DEATH OF A RAVE – AND OF OUR DANCEFLOORS
ein Film von Sofía Alvarado
„No god anymore, or sweating in the dark“ – Philip Larkin, ‚High Windows‘
Eine Kamera dokumentiert das Äußere verschiedener Tanzflächen aus der Vergangenheit New York Citys, während wir ihr imaginäres, gespenstisches Inneres sehen und hören. Eine Discokugel, ein Phantom der vergangenen Disco-Ära, wird wie ein Gott verehrt.
THE CRUISERS
ein Film von Todd Verow
Drei junge queere Menschen besuchen die berüchtigten New Yorker Cruising-Treffpunkte (The Piers, The Meat Rack und The Subways). Während sie darüber sprechen, was Cruising für sie bedeutet, lassen sie die Geister vergangener Cruiser wiederaufleben…
DOM QUIXOTE IN NORMVILLE
ein Film von Emre Busse
„DOM Quixote“ in Normville ist ein wilder, ungezügelter Ritt – ein absurder, erotischer Angriff auf die Windmühlen der Zensur, des institutionellen Elitismus und des kulturellen Gatekeepings. Emre Busse reitet bewaffnet durch Generationen queeren Verlangens, von den flackernden Schatten der Sexkinos bis zu den neonbeleuchteten Bildschirmen einer neuen Ära, in der Algorithmen vor Hunger pulsieren, doch weiterhin die Tiefe unserer Lust nicht begreifen können. Ein Schlachtruf und ein Liebesbrief an Kathy Acker, an Fehlinterpretationen, an Exilanten, an all jene, die sich weigern, ihr Verlangen im Namen von Klarheit, Produktivität oder Sinn aufzugeben. „DOM Quixote“ in Normville bittet nicht um Raum. Er nimmt ihn sich. Manchmal ist die Haltung des verfolgten Helden kein Narzissmus. Sie ist eine Rüstung.
HAND ME DOWN
ein Film von Jiz Lee & Shine Louise Houston
„Hand Me Down“ verwebt die Videos und Stimmen von herausragenden Persönlichkeiten der Babyboomer-Generation und Ikonen der Generation X sowie Millennials: „Gender Outlaw“-Autor:in Kate Bornstein, Tantra-Pädagogin Barbara Carrellas, die lesbische Pornografin Nan Kinney, Filmemacher:innen StormMiguel Florez und Annalise Ophelian, der schwule Pornograf Todd Verow, der BDSM-Experte aus der Bay Area, LT Thunder Hawk, die ökosexuellen Künstlerinnen Annie Sprinkle und Beth Stephens zusammen mit Joy Brooke Fairfield und Candi X sowie der Erotikfilmemacher Bonaventure Tain mit den Pornostars Ryuji Suzuki und Jenny Lai.
PUSSYBOY
ein Film von Monika Treut
Eine wundervolle Fügung – als ich auf einer Recherchereise in Taiwan war, erhielt ich eine Nachricht über Instagram – jemand schickte mir eine schöne Nachricht, nachdem er erfahren hatte, dass ich in Taipeh war – und äußerte den Wunsch, sich mit mir zu treffen. Als wir uns ein paar Tage später im Kino „Spot“ trafen, verliebten wir uns ineinander. Es stellte sich heraus, dass er (ein junger Transmann, der gerade mit seiner Transition begonnen hatte und ein angehender Filmemacher war) von meinen Filmen begeistert war. Im Gespräch mit ihm sah ich mich selbst, als ich in den 1980er Jahren in NYC lebte. Also fingen wir sofort an, uns gegenseitig zu filmen. Eine lebenslange Freundschaft entsteht.
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Mi. 16.09., 19:45
FREE AT HEART
von Max Hegewald, Deutschland 2025, 115 Min. FSK 16
Der sechzehnjährige Sebastian genießt sein Teenagerleben umgeben von Wald, Feldern und den Landstraßen einer kleinen Stadt: Tagsüber lernt er, nachts lässt er die schwülen Sommertage mit am See bei Bier und Gras ausklingen, gerne auch mit seiner Freundin. Dann kommt plötzlich der gleichaltrige Kolja in seine Familie, angeblich der Sohn einer gerade verstorbenen Freundin des Vaters. Der Junge schlägt alle sofort in seinen Bann. Jedoch niemanden so sehr wie Sebastian.
Es folgt eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die Sebastian, aber auch seine Familie, mit maximaler Kraft aus dem Kleinstadt-Alltag schleudert. „Free at Heart“ von der Regie-Entdeckung Max Hegewald ist ein intensives Coming-of-Age-Drama über eine Liebe, die alle Regeln bricht – und über die Gefühle, die niemand wahrhaben möchte und die sich trotzdem niemals abschalten lassen. Ein mutiger Debütfilm, von dem noch lange gesprochen werden wird.
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Termine
Mi. 16.09., 21:30




LETsDOK 2026
LETsDOK ist eine bundesweite Initiative der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG DOK e.V.), die einem breiten Publikum aktuelle, hochwertige Produktionen präsentiert und dem Dokumentarfilm zu mehr Sichtbarkeit und Resonanz verhilft.
Weitere Infos
THE BEAUTY OF BALLROOM
(chinesisch / englisch / thailändische OmU)
Von Chan Sze-Wei, Singapur / Philippinen / Deutschland, 2025, 100 Min.
Mit Phitthaya Phaefuang, Ong Xing Kai, Xyza Ragunjan
In Anwesenheit von Co-Produzentin Yasmin Rams und Kamerafrau Vita Spieß
Farbenfroh und energiegeladen bringt eine Gruppe von Tänzer*innen die Vogueing- und Ballroom-Kultur aus New York nach Südostasien. Teddy, Sun und Xyza gründen eigene „Häuser“, die weit über Tanzgemeinschaften hinausgehen. Diese Räume bieten Schutz vor Homophobie, Transphobie, Rassismus und HIV-Stigmatisierung und werden für viele zu einem neuen Zuhause. In ihnen entstehen enge Bindungen, die für die Mitglieder die Familie ersetzen, die sie oft vermisst haben. Getragen von Leidenschaft und Zusammenhalt zeigen die Tänzer*innen, wie wichtig Zugehörigkeit und gegenseitige Unterstützung sind.
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Termine
Sa. 26.09., 15:30




KLEINE WÖLFE
(OmU)
Dokumentarfilm von Justin Peach, Deutschland, 2009, 48 Min.
In Anwesenheit der Regisseur*innen und Protagonist*innen beider Filme. Im Rahmen der hessischen Dokumentarfilmtage
Der elf-jährige Sonu lebt auf den Straßen von Katmandu.
Sein Alltag in der chaotischen Hauptstadt ist ein routinierter Kampf ums Überleben: immer auf der Suche nach Essen, Drogen, leichtgläubigen Touristen und vor allem – wie kleine Jungs nun einmal sind – nach Spaß und Abenteuer.
Das Leben von Sonu und seinem Rudel ist geprägt von Gewalt und Abhängigkeit, aber auch von glücklichen, kindlichen Momenten der Freiheit auf der Straße.
Zur Filmseitehttps://hessische-dokumentarfilmtage.de/portfolio/kleine-woelfe/
NIKOLAI (OmU)
Dokumentarfilm von Vita Spieß, Deutschland, 2025, 38 Min.
Sucht und Straftaten – mit 17 Jahren hatte Nikolai die Wahl zwischen einem Jahr Gefängnis oder Therapie: Er entschied sich für die stationäre Jugendsuchthilfe in Leimbach.
Der Film begleitet Nikolai knapp 2 Jahre auf seinem Weg: vom erstem „Clean-Geburtstag“, damit ist ein Jahr nüchtern sein gemeint, bis zum Ende der richterlichen Auflagen. Und erzählt von Nikolais Ringen mit Regeln und seinem Kampf mit inneren Dämonen. Die Frankfurter Kamerafrau Vita Spieß folgt für ihren ersten Film als Regisseurin den inzwischen 21-jährigen Nikolai auf seinem langen und nicht immer einfachen Weg aus der Sucht bis hin zu einem erfolgreichen Schulabschluß. Mit Geduld und Empathie fängt sie Momente voller Humor und Lebensfreude ein. Inmitten von Rückschlägen und kleinen Siegen offenbart sich Nikolais unerschütterlicher Wille, sich selbst neu zu finden: „Aufgeben ist keine Option für mich“, sagt er.
Termine
So. 27.09., 13:30

