Specials und Filmreihen

 

LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL

Das LICHTER Filmfest Frankfurt International, “Das Festival im Wir und Jetzt”, ist seit 2008 die jährliche Plattform für neue Produktionen aus Frankfurt und der Rhein-Main-Region.

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GAVAGAI

(OmU: englisch / französisch / deutsch / wolof)

von Ulrich Köhler, Deutschland / Frankreich 2025, 91 Min.
Mit Jean-Christophe Folly, Maren Eggert, Nathalie Richard

Lichter Filmfest Frankfurt International
In Anwesenheit von Regisseur Ulrich Köhler und Darstellerin Maren Eggert

Als in Westafrika eine Medea-Verfilmung gedreht werden soll, verlieben sich die beiden Hauptdarsteller ineinander. Bei der Premiere des Films wird Majas Filmpartner vom Sicherheitsdienst angegriffen, woraufhin sie ihm zu Hilfe eilt.

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Termine

Mi. 29.04., 19:30

EVERYBODY DIGS BILL EVANS

(englische OmU)

von Grant Gee, Großbritannien / Irland 2026, 102 Min.
Mit Anders Danielsen Lie, Bill Pullman, Laurie Metcalf

Lichter Filmfest Frankfurt International
Auf dem Höhepunkt seines Schaffens wird Jazzpianist Bill Evans durch den plötzlichen Tod seines Bassisten und engen Weggefährten LaFaro aus der Bahn geworfen, der bei einem Autounfall ums Leben kommt. Der Verlust trifft ihn nicht nur musikalisch, sondern auch persönlich. Im Zentrum steht der innere Zustand eines Künstlers, der sich mit Trauer auseinandersetzen muss und erkennt, dass Stille ebenso Teil der Musik ist wie der Klang.

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Termine

Mi. 29.04., 22:00

FILM UND DISKUSSION

Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion

MIT HASAN IN GAZA

(arabische OmU)

Dokumentarfilm von Kamal Aljafari, Palästina / Deutschland / Frankreich / Katar 2025, 111 Min.

In Anwesenheit von Regisseur Kamal Aljafari
Vor Kurzem entdeckte der palästinensische, in Berlin ansässige Regisseur Kamal Aljafari drei MiniDV-Kassetten in seinem Archiv, die das Leben in Gaza im Jahr 2001 dokumentieren. Dieses Filmmaterial dient als Zeugnis eines Ortes und einer Epoche, die so nicht länger existieren. Was als Suche nach einer Gefängnisbekanntschaft von 1989 begann – nach einem Mann, der in den Wirren der Zeit verloren ging – wurde zu einem unerwarteten Roadtrip vom Norden in den Süden Gazas, mit Hasan, einem einheimischen Reiseführer, über dessen weiteres Schicksal heute nichts bekannt ist.
Während die Kamera durch die Straßen und Landschaften Gazas fährt, hält sie flüchtige Momente des Alltagslebens fest – Fragmente einer Realität, die sich bis heute unwiderruflich verändert hat. MIT HASAN IN GAZA verwandelt das vergessene Material in eine filmische Reflexion über Erinnerung, Verlust, den Lauf der Zeit und Menschen, die vielleicht nie wiedergefunden werden können.
„Eine Hommage an Gaza und seine Bevölkerung, an all das, was ausgelöscht wurde und mir in diesem dringlichen Moment der palästinensischen Existenz – oder Nicht-Existenz – wieder in den Sinn kam. Es ist ein Film über die Katastrophe und über eine Poesie, die Widerstand leistet.

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Termine

Fr. 27.03., 18:00

WANDA

(englische OmU)

Von Barbara Loden, USA 1970, 107 Min.
Mit Barbara Loden, Michael Higgins, Dorothy Shupene

Zur Wiederaufführung dieses Meilensteins des feministischen Kinos gibt es am 8.4. eine Einführung und anschließendes Q&A mit Elena Gorfinkel, Filmhistorikerin (London) In Kooperation mit der Kinothek Asta Nielsen
In einer Kohlebergbauregion im US-Bundesstaat Pennsylvania lebt Wanda Goronski. Nachdem sie ihren Mann und ihr kleines Kind verlassen hat, ist sie zu ihrer Schwester gezogen und schläft bei ihr vorübergehend auf der Couch. Seither betrinkt sie sich jeden Tag und lässt sich von jedem abschleppen, der ihr gerade einen Drink ausgegeben hat. Sie hat keinen Job und ist durch ihre Alkoholsucht eine einsame und emotionslose Frau geworden. Doch das ändert sich, als sie in einer Bar auf Norman Dennis trifft, einem Kleinkriminellen. Obwohl er ihr von seinem wahren Beruf erzählt und er sie nicht gerade gut behandelt, glaubt sie, mit ihm und seinen kriminellen Machenschaften gut durchs Leben zu kommen. Auch wenn die Dinge nicht besonders gut laufen zwischen den beiden, hat Wanda immerhin wieder das Gefühl richtig zu leben.

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Termine

Mi. 08.04., 20:00
Do. 09.04. bis So. 12.04., 22:00

LUISA

von Julia Roesler, Deutschland 2025, 94 Min.
Mit Celina Scharff, Trixi Strobel, Dennis Seidel

Am 22.4. mit anschließendem Gespräch. In Kooperation mit Paritätischer Wohlfahrtsverband, Hessen.
Die 24-jährige Luisa lebt gemeinsam mit sieben Mitbewohner*innen in einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderung und arbeitet in einer Wäscherei. Als unerwartet festgestellt wird, dass Luisa schwanger ist, liegt der Verdacht auf sexuellen Missbrauch nahe, denn ihr Freund Anton kann nicht der Vater sein, da er nicht zeugungsfähig ist. Luisa schweigt und die Ermittlungen werden zur Belastungsprobe für sie, Anton und das gesamte Personal der Wohneinrichtung.

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Mi. 22.04. bis Sa. 25.04., 17:45
So. 26.04., 14:00

VERFÜHRUNG: DIE GRAUSAME FRAU

(deutsche OmeU)

von Monika Treut und Elfi Mikesch, Deutschland 1985, 84 Min.
Mit Mechthild Grossmann, Udo Kier, Sheila McLaughlin

Langer Abend der Verführungen
Zu Gast: Monika Treut, Hamburg im Gespräch mit Bernadette Kolonko, Zürich
Wanda ist grausam, alleine schon aufgrund ihres Berufs. Ihre Berufung und Spezialität ist das Erfinden von Fallen für ihre Liebhaber und Liebhaberinnen. Gregor ist ein romantischer Schwärmer, der aus seinem Traum gerissen wird. Die naive Justine muss lernen, dass auch die Leidenschaft eine Illusion ist. Herr Maehrsch, ein Journalist, will ein Interview mit Wanda und erfährt dabei eine Menge über seine verborgenen Wünsche und Fantasien. Nur Caren weiß, worum es geht. Deshalb spielt sie auch bald keine Rolle mehr.
Der in einem collagenhaft-surrealen Stil inszenierte Film schildert die sadomasochistischen Erlebnisse einer Gruppe von Individuen im irisierenden Umkreis einer Domina und wurde durch Leopold von Sacher MasochsRoman Venus im Pelz inspiriert.

THE ATTENDANT von Isaac Julien, GB 1993, 8 Min.
Isaac Julien inszeniert die Geschichte der Sklaverei und das homoerotische Begehren eines schwarzen Museumswärters als barocke Schwulen-Revue. Fremd gleitet die Kamera im Film durch die nächtliche Sammlung des New Yorker Museums und erlaubt in rhythmischen Blitzlichtern ungewohnte Blicke.

TAUSEND KÜSSE AN WANDA von Eva Heldmann, D 1994, 22 Min.
Zu Gast: Eva Heldmann, Berlin und Mitwirkende.   Filmreihe: Pink Moments
In einem Kinosaal inszenieren Frauen ihre sexuellen Phantasien. Die Bilder versuchen, eine weibliche, pornographische Welt entstehen zu lassen. Der vermutlich einzige pornografische Film, der im Mal Seh’n Kino gedreht wurde.

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Mi. 22.04., 20:00

SONDERVERANSTALTUNG

MEINEN FREUNDEN ZUM ABSCHIED

Dokumentarfilm von Heiko Arendt, Deutschland 2019, 80 Min.

In Anwesenheit von Regisseur Heiko Arendt. Der Eintritt ist frei.

Der 1922 geborene Ernst Ludwig „Lux“ Oswalt war der Sohn von Ernst und Wilhelmine Oswalt, Inhaber des Struwwelpeter-Verlag Rütten & Loening. Seit zwei Generationen Protestanten, werden die Oswalts nach den nationalsozialistischen Rassegesetzen wegen ihrer jüdischen Herkunft verfolgt. Ernst Ludwig Oswalt muss als einer der letzten jüdischen Schüler 1938 die Musterschule in Frankfurt verlassen und ab 1940 Zwangsarbeit in verschiedenen Betrieben leisten.
Am 11.Juni 1942 wird er im Alter von 19 Jahren aus Frankfurt in Richtung Osten verschleppt. Überlebende dieser Deportation sind nicht bekannt. Unter Verwendung von Briefen und Postkarten Ernst Ludwig `Lux´ Oswalts rekonstruiert der Film `Meinen Freunden zum Abschied´ seine letzten Lebensjahre im Frankfurter Westend vor dem Hintergrund der zunehmenden antijüdischen Repressionen.

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Sa. 28.03., 14:00

UNREST – WENN DIE KRANKHEIT BLEIBT

(englisch / dänische OmU)

Dokumentarfilm von Jennifer Brea, USA 2017, 9979 Min.

Der preisgekrönte Dokumentarfilm UNREST (2017) zeigt eindrücklich, wie M.E. (CFS) das Leben Betroffener tiefgreifend verändert – eine schwere chronische, oft übersehene Krankheit, die allein in Deutschland Hunderttausende betrifft.
Im anschließenden Podiumsgespräch diskutieren Expert*innen aus Medizin, Betroffenenverband und Physiotherapie den Zusammenhang zwischen M.E.(CFS) und Long Covid, aktuelle Forschung, Versorgungslücken und die Frage, was getan werden muss, damit Betroffene endlich angemessen unterstützt werden.
Ergänzt wird das Gespräch durch Videobeiträge einer Betroffenen und ihrer Support-Gruppe.

Hinweis: Bei unserer Veranstaltung sind auch Menschen mit M.E. (CFS) und Long Covid anwesend, für die Infektionen ein Risiko darstellen. Bitte kommen Sie symptomfrei, testen Sie sich vorab auf Covid-19 mit einem Schnelltest und tragen Sie in Innenräumen eine FFP2-Maske. So ermöglichen Sie allen eine sichere und respektvolle Teilnahme.
Weitere Informationen und Hygienekonzept hier
Eine Veranstaltung von SchildkrötenKollektiv & Mal?Seh’n Kino, in Kooperation mit Fatigatio e.V., Bundesverband ME/CFS, und der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS.

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Sa. 25.04., 15:00

Queerfilmnacht

LOVE ME TENDER

(französische OmU)

Von Anna Cazenave Cambet, Frankreich 2025, 133 Min.

Spätsommer, irgendwo in Paris. Die frühere Anwältin Clémence schreibt an ihrem Romandebüt und geht in ihrem neuentdeckten Begehren gegenüber Frauen auf. Gleichzeitig führt sie eine freundschaftliche Beziehung mit noch-Ehemann Laurent, mit dem sie sich das Sorgerecht für ihren achtjährigen Sohn Paul teilt. Doch als Laurent von ihren Liebschaften erfährt, fällt alles zusammen. Er lässt Clémence nicht mehr zu ihrem Sohn und fordert das alleinige Sorgerecht. Sein Vorwurf: Clémences Lebensstil gefährde Paul. Es folgt ein jahrelanger Gerichtsstreit, in dem Clémence nicht nur um das Recht kämpft, am Leben ihres Sohnes teilzuhaben, sondern auch kompromisslos für ihre sexuelle und intellektuelle Selbstbestimmung einsteht.
Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Constance Debré zeigt der zweite Spielfilm von Regisseurin Anna Cazenave Cambet den Kampf einer Frau zwischen dem Wunsch nach Freiheit und den Erwartungen an sie als Mutter und Ehefrau. Beugt sie sich ihrem Exmann, um ihren Sohn wiederzusehen? Kann sie ohne Paul glücklich leben? „Love Me Tender“ ist emotional, direkt und widersetzt sich einfachen Antworten – und hat mit Vicky Krieps eine sensationelle Hauptdarstellerin, die furchtlos den inneren Konflikt der Hauptfigur offenlegt. Beim Filmfestival in Cannes feierte der Film 2025 in der Sektion Un Certain Regard Premiere.

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Termine

Mi. 15.04., 19:30