sonntagsmatinee

 

FOLKTALES

(englische OmU)

von Heidi Ewing und Rachel Grady, USA / Norwegen 2025, 106 Min.

Eine Gruppe Teenager entscheidet sich für ein ungewöhnliches „Lückenjahr“ und erlernt das Führen von Hundeschlitten sowie das Überleben in der arktischen Wildnis. In der Hoffnung, in der modernen Welt Orientierung und Sinn zu finden, stellen sie sich den Herausforderungen der Natur. Geduldige Lehrkräfte und ein Hof voller Alaskan Huskies begleiten sie auf diesem Weg. Dabei entstehen enge Verbindungen zu den Tieren, zur Umgebung und zu den Menschen in ihrem Umfeld. Heidi Ewing und Rachel Grady folgen den Jugendlichen und zeigen, wie sie am Übergang ins Erwachsenenleben ihren Platz suchen – fernab der gewohnten Welt.

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Termine

So. 01.03., 12:00

WINTER IN SOKCHO

(koreanisch / französische OmU)

Von Koya Kamura, Frankreich / Südkorea 2024, 105 Min.
Mit Roschdy Zem, Bella Kim, Park Mi-hyeon

Im südkoreanischen Küstenort Sokcho führt die 25-jährige Soo-ha ein zurückgezogenes Leben, geprägt von Besuchen bei ihrer Mutter, einer Fischhändlerin und ihrer routinierten Beziehung zu ihrem Freund Jun-Ho. Doch ihr Alltag gerät ins Wanken, als der französische Illustrator Yan Kerrand in der Pension eincheckt, in der sie arbeitet. Seine Ankunft weckt in Soo-Ha alte Fragen über ihren französischen Vater, den sie nie kennengelernt hat. Während der Winter die Stadt einhüllt, nähern sich Soo-Ha und Kerrand vorsichtig an. Durch Kochen und Zeichnen versuchen sie, eine Verbindung herzustellen, während sie sich gegenseitig beobachten und ihre Unterschiede ausloten. Dabei entsteht eine fragile Beziehung, die von unausgesprochenen Emotionen getragen wird.

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Termine

So. 01.03., 14:00

NO MERCY

(teilweise englische / französische OmU)

Dokumentarfilm von Isa Willinger, Deutschland / Österreich 2025, 104 Min.
Mit Catherine Breillat, Alice Diop, Valie Export

Zum Weltfrauentag
Für ihre radikale Bestandsaufnahme bringt die Filmemacherin Isa Willinger einige der bedeutendsten Regisseurinnen unserer Zeit zusammen: Mit Céline Sciamma, Alice Diop, Joey Soloway, Nina Menkes, Valie Export, Catherine Breillat und Virginie Despentes treten erstmals wegweisende Filmemacherinnen in einen gemeinsamen, intimen Dialog – über ihre Kunst, ihre Wut, ihre Verletzlichkeit und die Bilder, die unsere Welt prägen. Inspiriert von einer Beobachtung der Regisseurin Kira Muratova, dass Frauen in Wahrheit die härteren Filme machen, sprechen sie über Sex und Gewalt, über Demütigung und Rache, über Trauma und Lust, Zärtlichkeit und Poetik und den viel diskutierten female gaze.

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Termine

So. 08.03., 12:00
So. 15.03., 12:00

KINOLEBEN – ÜBER DAS ARSENAL IN TÜBINGEN UND WEITERE PROGRAMMKINOS

von Goggo Gensch, Deutschland 2025, 95 Min.

In Anwesenheit von Regisseur Goggo Gensch und Kinogründer Stefan Paul
Das Arsenalkino hat eine faszinierende Geschichte, die eng mit den sozialen und kulturellen Entwicklungen ihrer Zeit verbunden ist. In der Nachwirkung der Studentenbewegung und inmitten eines aufstrebenden Anti-Establishment-Gefühls, das sich gegen den traditionellen Kulturbegriff wandte, sowie in der Ära des neuen deutschen und europäischen Autorenkinos, entstand dieses einzigartige Kino. Die Wurzeln des Arsenalkinos reichen zurück zu einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs und der kulturellen Rebellion. Es wurde zu einem wichtigen kulturellen Eckpfeiler, der Generationen von Studierenden und Bürgern in Tübingen geprägt hat. Das Kino wurde ein Symbol des kulturellen Widerstands und der kreativen Freiheit. Es bot Raum für alternative Kultur und unabhängige Denkweisen, die von vielen als eine Bereicherung empfunden wurden. Leider droht nach fast einem halben Jahrhundert das Arsenalkino zu verschwinden, was zweifellos einen bedeutsamen Verlust für die Kulturlandschaft darstellen würde. Die Schließung des Kinos nach 49 Jahren wäre nicht nur das Ende einer Ära, sondern auch das Verschwinden eines kulturellen Erbes, das die Geschichte und die Entwicklung von Tübingen geprägt hat.

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Termine

So. 08.03., 14:00