PREMIERE
UN POETA
(spanische OmU)
von Simón Mesa Soto, Kolumbien / Deutschland / Schweden 2025, 123 Min.
Mit Ubeimar Rios, Rebeca Andrade, Guillermo Cardona
Am 9.3. in Anwesenheit von Hauptdarsteller Ubeimar Rios
Oscar Restrepo, ein Dichter, dessen Leidenschaft für die Poesie ihm nie Anerkennung eingebracht hat, lebt als gealterter und unberechenbarer Mann im Schatten des literarischen Ruhms. Als er Yurlady, ein Mädchen aus einfachen Verhältnissen, trifft und ihr hilft, ihr Talent zu entfalten, erhellt dies seine Tage. Doch die Versuchung, sie in die Welt der Dichter zu führen, könnte sich als der falsche Weg herausstellen.
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Termine
Mo. 09.03., 20:00
Do. 12.03. bis Mi. 18.03., 17:45
Sa. 21.03., 15:30
Mo. 23.03. bis Mi. 25.03., 17:45
Sa. 28.03. bis Di. 31.03., 19:30




Psychoanalyse und Film
Die Reihe ist eine Kooperation des 'Instituts für Psychoanalyse, Frankfurt'
der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) und des Mal Seh'n Kinos.
Im Anschluß an die Vorführung erfolgt jeweils eine psychoanalytische
Interpretation und Diskussion der Filme. Näheres über das Institut für
Psychoanalyse: dpg-frankfurt
DAS LEBEN DER ANDEREN
Von Florian Henckel von Donnersmarck, Deutschland 2006, 137 Min.
Mit Ulrich Mühe, Sebastian Koch, Martina Gedeck
Psychoanalytische Interpretation und Diskussion mit Dr. Norbert Spangenberg, Institut für Psychoanalyse
Oberstleutnant Anton Grubitz beauftragt Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler damit, den Dramatiker Georg Dreyman und seine Lebensgefährtin, den Theaterstar Christa-Maria Sieland, auszuspionieren. Wiesler soll herausfinden, ob der Dramatiker wirklich so politisch loyal ist, wie er vorgibt. Infolgedessen verwanzt das Ministerium für Staatssicherheit die Wohnung des Künstlers und richtet auf dem Dachboden des Hauses eine Einsatzzentrale ein, in der alles, was in Dreymanns Wohnung geschieht, aufgenommen und akribisch protokolliert wird. Doch auch an Wiesler selbst geht das Eindringen in "das Leben der Anderen" nicht spurlos vorbei. Zumal er bald herausfindet, dass es bei der ganzen Aktion eigentlich gar nicht so sehr um die Loyalität Dreymans zum Staat, sondern um seine schöne Freundin Christa-Maria geht, an der auch andere Männer Interesse haben...
Termine
Mi. 25.03., 20:00




FILM UND DISKUSSION
Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion
KINOLEBEN – ÜBER DAS ARSENAL IN TÜBINGEN UND WEITERE PROGRAMMKINOS
von Goggo Gensch, Deutschland 2025, 95 Min.
In Anwesenheit von Regisseur Goggo Gensch und Kinogründer Stefan Paul
Das Arsenalkino hat eine faszinierende Geschichte, die eng mit den sozialen und kulturellen Entwicklungen ihrer Zeit verbunden ist. In der Nachwirkung der Studentenbewegung und inmitten eines aufstrebenden Anti-Establishment-Gefühls, das sich gegen den traditionellen Kulturbegriff wandte, sowie in der Ära des neuen deutschen und europäischen Autorenkinos, entstand dieses einzigartige Kino. Die Wurzeln des Arsenalkinos reichen zurück zu einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs und der kulturellen Rebellion. Es wurde zu einem wichtigen kulturellen Eckpfeiler, der Generationen von Studierenden und Bürgern in Tübingen geprägt hat. Das Kino wurde ein Symbol des kulturellen Widerstands und der kreativen Freiheit. Es bot Raum für alternative Kultur und unabhängige Denkweisen, die von vielen als eine Bereicherung empfunden wurden. Leider droht nach fast einem halben Jahrhundert das Arsenalkino zu verschwinden, was zweifellos einen bedeutsamen Verlust für die Kulturlandschaft darstellen würde. Die Schließung des Kinos nach 49 Jahren wäre nicht nur das Ende einer Ära, sondern auch das Verschwinden eines kulturellen Erbes, das die Geschichte und die Entwicklung von Tübingen geprägt hat.
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Termine
So. 08.03., 14:00



FOREST
(polnische OmU)
von Lidia Duda, Polen 2024, 85 Min.
Mit anschließendem Gespräch. In Kooperation mit medico international im Rahmen der Veranstaltungsreihe vom Pfeifen im Walde
Der Film begleitet Asia, Marek und ihre drei Kinder, die in ihrem eigenen Paradies leben: Ihr Haus liegt mitten in den letzten Urwäldern Europas, fast an den Außengrenzen der EU. Bei den täglichen Streifzügen durch den Wald finden sie eines Tages nicht nur atemberaubende Aufnahmen von Bisons, Elchen und Dachsen auf ihren Wildkameras. Stattdessen bewegen sich hungrige, unterkühlte und oft kranke Menschen durch das Dickicht – auf der Flucht in die EU. Die polnische Familie entscheidet zu helfen und zerbricht fast an den Schicksalen, die sich direkt vor ihrer Haustür abspielen.
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Termine
Do. 19.03., 19:30




MIT HASAN IN GAZA
(arabische OmU)
Dokumentarfilm von Kamal Aljafari, Palästina / Deutschland / Frankreich / Katar 2025, 111 Min.
In Anwesenheit von Regisseur Kamal Aljafari
Vor Kurzem entdeckte der palästinensische, in Berlin ansässige Regisseur Kamal Aljafari drei MiniDV-Kassetten in seinem Archiv, die das Leben in Gaza im Jahr 2001 dokumentieren. Dieses Filmmaterial dient als Zeugnis eines Ortes und einer Epoche, die so nicht länger existieren. Was als Suche nach einer Gefängnisbekanntschaft von 1989 begann – nach einem Mann, der in den Wirren der Zeit verloren ging – wurde zu einem unerwarteten Roadtrip vom Norden in den Süden Gazas, mit Hasan, einem einheimischen Reiseführer, über dessen weiteres Schicksal heute nichts bekannt ist.
Während die Kamera durch die Straßen und Landschaften Gazas fährt, hält sie flüchtige Momente des Alltagslebens fest – Fragmente einer Realität, die sich bis heute unwiderruflich verändert hat. MIT HASAN IN GAZA verwandelt das vergessene Material in eine filmische Reflexion über Erinnerung, Verlust, den Lauf der Zeit und Menschen, die vielleicht nie wiedergefunden werden können.
„Eine Hommage an Gaza und seine Bevölkerung, an all das, was ausgelöscht wurde und mir in diesem dringlichen Moment der palästinensischen Existenz – oder Nicht-Existenz – wieder in den Sinn kam. Es ist ein Film über die Katastrophe und über eine Poesie, die Widerstand leistet.
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Fr. 27.03., 18:00




SONDERVERANSTALTUNG
INVISIBLE PEOPLE
(englische OmU)
Dokumentarfilm von Alisa Berger, Frankreich / Japan 2024, 71 Min.
In Kooperation mit Nippon Connection
Butoh ist eine besondere Art des Tanztheaters, die nach Ende des Zweiten Weltkrieges in Japan entstanden ist und keiner festen Form folgt. Alisa Berger nähert sich in ihrem Dokumentarfilm jedoch nicht nur dieser besonderen Ausdrucksform, sondern auch dem Leben, über das Butoh unter anderem erzählen kann.
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Mi. 25.02., 18:00




MEINEN FREUNDEN ZUM ABSCHIED
Dokumentarfilm von Heiko Arendt, Deutschland 2019, 80 Min.
In Anwesenheit von Regisseur Heiko Arendt. Der Eintritt ist frei.
Der 1922 geborene Ernst Ludwig „Lux“ Oswalt war der Sohn von Ernst und Wilhelmine Oswalt, Inhaber des Struwwelpeter-Verlag Rütten & Loening. Seit zwei Generationen Protestanten, werden die Oswalts nach den nationalsozialistischen Rassegesetzen wegen ihrer jüdischen Herkunft verfolgt. Ernst Ludwig Oswalt muss als einer der letzten jüdischen Schüler 1938 die Musterschule in Frankfurt verlassen und ab 1940 Zwangsarbeit in verschiedenen Betrieben leisten.
Am 11.Juni 1942 wird er im Alter von 19 Jahren aus Frankfurt in Richtung Osten verschleppt. Überlebende dieser Deportation sind nicht bekannt. Unter Verwendung von Briefen und Postkarten Ernst Ludwig `Lux´ Oswalts rekonstruiert der Film `Meinen Freunden zum Abschied´ seine letzten Lebensjahre im Frankfurter Westend vor dem Hintergrund der zunehmenden antijüdischen Repressionen.
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Sa. 28.03., 14:00

Queerfilmnacht
NIGHT STAGE
(portugiesische OmU)
von Filipe Matzembacher und Marcelo Reolon, Brasilien 2025, 119 Min.
Dem aufstrebenden Schauspieler Matias gefällt es, angeschaut zu werden, sei es auf der Bühne oder beim riskanten Sex in der Öffentlichkeit mit dem Politiker Rafael, der Bürgermeister von Puerto Alegre werden will. Beiden liegt viel daran, ihre Beziehung geheim zu halten, um sich nicht ihre Karrierechancen zu ruinieren – und trotzdem probieren sie immer wieder aus, wie weit sie bei ihren gemeinsamen Abenteuern gehen können. Wohl wissend, dass Rafaels Geldgeber zu allen Mitteln greifen würden, um dieser Affäre ein Ende zu setzen.
Am Tag spielen sie ihre Rolle, bei Nacht sind sie ganz sie selbst. Mit „Night Stage“ schaffen Teddy-Preisträger Filipe Matzembacher und Marcio Reolon die queere Version eines wahnwitzigen Psychothrillers irgendwo zwischen Brian De Palma und Paul Verhoeven. Gebadet in Neonlicht, mit einem treibenden Soundtrack, perfekt inszenierten Körpern und finsterem Witz, ist ihr dritter Spielfilm ein wilder Ausbruch aus dem Korsett konservativer gesellschaftlicher Erwartungen – und der vielleicht heißeste Film der Berlinale 2025!
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Mi. 18.02., 20:00




ENZO
(französisch / ukrainische OmU)
Von Robin Campillo, Frankreich / Belgien / Italien 2025, 102 Min.
Hochsommer an der Côte d’Azur, ein Haus mit Pool und Meerblick. Eigentlich soll der sechzehnjährige Enzo die Schule beenden und studieren, wie es sich gehört. Doch im stillen Protest gegen die eigene Bourgeoisie fängt er auf einer Baustelle an – sehr zum Missfallen seiner Familie, vor allem seines Vaters. Aber auch sein neuer Boss ist unzufrieden mit Enzo, weil dieser selbst mit den einfachsten handwerklichen Aufgaben Probleme bekommt. Viel wohler fühlt sich der Junge bei seinem älteren Kollegen Vlad aus der Ukraine, der Enzo gerne Fotos seiner weiblichen Eroberungen auf dem Telefon zeigt. Der Arbeiter wird das männliche Vorbild, das dem behüteten Wohlstandskind vielleicht immer gefehlt hat – doch noch ganz andere Gefühle kommen zum Vorschein und machen alles komplizierter.
Wer bin ich, wenn ich nirgendwo wirklich zuhause bin? Die sonnengetränkten und sehnsuchtsvollen Bilder eines südeuropäischen Sommers erinnern fern an „Call Me By Your Name“, doch „Enzo“ wirft dabei einen kompromisslos ehrlichen Blick auf den Versuch eines Erwachsenwerden – mit allem jugendlichen Unbehagen gegenüber der eigenen Identität, den eigenen Gefühlen, dem eigenen politischen Bewusstsein. Einfache Antworten geben und brauchen die Menschen in „Enzo“ nicht, dazu sind sie zu komplex, zu echt – so wie man es kennt, vom großen Laurent Cantet („Die Klasse“), der das Drehbuch schrieb, aber starb, bevor er den Film vollenden konnte. Die Regie übernahm sein langjähriger Kollaborateur und Freund Robin Campillo („120 BPM“). 2025 eröffnete der Film die Sektion Quinzaine des cinéastes in Cannes.
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Mi. 18.03., 20:00




… die Gelegenheit
Eine neue Filmreihe des Mal Seh’n Kino
Das Mal Seh’n Kino, schon immer offen für Filme abseits des Arthouse-Mainstreams, öffnet nun ein weiteres Fenster für Filme, die durch die Raster kommerzieller Auswertung fallen, die unkonventionell und schräg sind, eigene Wege beschreiten und überraschen – die jedenfalls nicht übersehen werden sollten!
ANSTATT BÄUMEN
(OmU)
Dokumentarfilm on Philipp Hartmann, Deutschland 2024, 79 Min.
Mit Roger Alan Koza, Paula Gaitán, Meiko Heuser
In Anwesenheit von Regisseur Philipp Hartmann
Regisseur Philipp Hartmann und Filmkritiker Roger Koza untersuchen die Natur der Natur, wofür sie sich mit Freund*innen, Filmemacher*innen und Expert*innen unterhalten.
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Termine
Mi. 11.03., 20:00


