Specials und Filmreihen

 

Kartenbestellung:

Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

Psychoanalyse und Film

Die Reihe ist eine Kooperation des 'Instituts für Psychoanalyse, Frankfurt'
der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) und des Mal Seh'n Kinos.
Im Anschluß an die Vorführung erfolgt jeweils eine psychoanalytische
Interpretation und Diskussion der Filme. Näheres über das Institut für
Psychoanalyse: dpg-frankfurt

TANNÖD

Von Bettina Oberli, Deutschland 2009, xx Min.
Mit Julia Jentsch, Volker Bruch, Brigitte Hobmeier

Psychoanalytische Interpretation und Diskussion mit Dr. Norbert Spangengerg. In Kooperation mit der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft, Frankfurt.

Abgelegen im blauschwarzen Tannenwald liegt er, der Mordhof. Hier wurde die gesamte Familie Danner brutal mit der Spitzhacke erschlagen, auch die Kinder und die neue Magd. Niemand im Dorf hat von der grausamen Tat etwas mitbekommen. Wundern tut es aber keinen, war doch der alte Danner  ein alter Tyrann und Geizhals, der es sich mit jedem in der Umgebung verscherzt hatte. Seine frömmelnde Frau sprach mit niemandem, und die Kinder seiner Tochter Barbara sollen auch von ihm gewesen sein. Kathrin ist gerade erst im Dorf angekommen - und beginnt, Fragen zu stellen...

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Termine

Mi. 12.08., 20:00
Mi. 26.08., 20:00

THE WHITE LINE

(OmU)

Von Desiree Kahikopo, Namibia 2019, 100 Min.

In Kooperation mit der Deutsch-Namibischen Gesellschaft

Windhoek zu Beginn der 1960er Jahre. Die Apartheitspolitik wird in Südwestafrika, dem heutigen Namibia, ebenso brutal und rücksichtslos durchgesetzt wie in Südafrika. Als die schwarze Bevölkerung gegen die gewaltsame Umsiedlung aus dem Stadtzentrum von Windhoek nach Katutura, „dem Ort, wo wir nicht leben wollen“, revoltiert, wird die Mutter von Sylvia Kamutjemo, die als Haushaltshilfe bei einer burischen Familie arbeitet, von der Polizei erschossen.
Wenige Jahre später lernt Sylvia Pieter de Wet, Polizist und Bruder ihrer zutiefst rassistischen Arbeitgeberin, kennen. Der Apartheitsideologie zum Trotz findet eine behutsame Annäherung zwischen den beiden statt, sie schreiben sich Briefe, sorgen füreinander, verlieben sich. Doch ihre Liebe hat keine Zukunft, sie werden verraten, und insbesondere Sylvia zahlt einen hohen Preis.
Erst mit der Unabhängigkeit Namibias 1990 eröffnet sich ihnen die Möglichkeit, ihren Frieden mit der Vergangenheit zu finden und die Scherben ihres Lebens zusammenzusetzen.

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Termine

Mi. 26.08., 18:00

goEast KURZFILMROLLE

(OmeU)

Die diesjährigen Beiträge des RheinMain-Kurzfilmpreis, endlich auf der Leinwand!

3.SEPTEMBER 2015 (OmeU)
Doku von Sara Jurincic, Kroatien 2019, 9 Min.
Nachrichten werden real. Sara Jurin?i?s Vater liegt seit dem 3. September 2015 wegen der Auseinandersetzung um einen Parkplatz im Krankenhaus. Über den Vorfall liest Sara in der Zeitung – für andere nur eine Nachricht von vielen. Eine visuell beeindruckend inszenierte, emotionale Geschichte über die tiefgründigen Schicksale, die sich hinter den Schlagzeilen massenmedialer Berichterstattung verbergen können.

ELEKTRIKERTAG (ohne Dialog)
Animation von Vladimir Leschiov, Lettland 2018, 8 Min.
In einer psychiatrischen Klinik gibt es einen Stromausfall, weil an den Überlandleitungen gearbeitet wird. Fernsehen ist also keine Option mehr. Stattdessen laufen die Insassen in den Garten, wo ihr Treiben von dem Elektriker oben am Strommast verwundert beobachtet wird. Und zack: einmal nicht aufgepasst, verliert er das Gleichgewicht, fängt sich einen Stromschlag, plumpst bewusstlos in den Garten – und wacht in einer Zelle wieder auf. Was folgt, ist ein exquisiter Animationstrip. Verrückt.

JAN ŠVANKMAJER (OmeU)
Doku von Petr Michal, Vojtech Adalbert Dvorák, Tschechische Republik 2018, 6 Min.
Der tschechische Künstler und Filmemacher Jan Švankmajer ist weltweit vor allem für seine surrealistischen Werke bekannt. In dieser Kurzdoku lässt er uns jedoch an einem privaten Moment teilhaben – dem Leben nach dem Tod seiner Frau und langjährigen Mitarbeiterin Eva. Durch philosophische und biografische Anekdoten lädt dieser Kurzfilm zum Mitfühlen und Spaß haben ein. Das liegt an der eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Optik ebenso wie am sehr herzlich auftretenden Jan Švankmajer.

KAUKASUS (OmeU)
von Laurynas Bareiša, Litauen 2018, 14 Min.
Eine junge Mutter fliegt mit ihrer Tochter nach Litauen, um die Oma zu besuchen. In dem ausgestorbenen Wohnort wirken die beiden allerdings fehl am Platz. Es ist Winter und die Stimmung bedrückend. Trotzdem darf die Kleine alleine mit Hund Kedra losziehen. Alles kein Thema, bis ihre Oma davon Wind bekommt und sofort die Polizei alarmiert. Was folgt, ist eine Suchaktion durch den gesamten Ort.

GESUNDHEIT! (ohne Dialog)
Animation von Paulina Ziólkowska, Polen 2018, 5 Min.
Gesundheit! Menschen warten an einer Bushaltestelle. Plötzlich niest jemand, dann noch jemand. Schneller als man gucken kann bricht ein Chaos aus Farben, Formen und Figuren los, während sich die Krankheit der laufenden Nasen und wirren Viren immer weiter ausbreitet.

DAZWISCHEN (OmeU)
Doku von Samir Karahoda, Kosovo 2019, 14 Min.
Für ihre Kinder und Geschwister bauen Familien in einem kosovarischen Dorf identische Häuser, obwohl diese im Ausland leben. Samir Karahoda gewährt Einblick in diese Tradition, welche ihre eigenen kleinen Geschichten schreibt. Ein Porträt rührenden und ungewöhnlichen Familienzusammenhalts trotz Migration und Entfernung.

ANKUNFT (OmeU)
von Alina Nasibullina, RUS/ Weissrussland/ US 2019, 14 Min.
Es waren einmal zehn junge Frauen, die auf einen Zug warteten – oder warten sie doch auf einen Prinzen auf dem weißen Pferd? Sie wissen, dass der Zug bald fahren soll, doch sie können den Zeitpunkt nicht beeinflussen – die Abfahrt verzögert sich auf unbestimmte Zeit. Aber das macht nichts, denn schon in der Wartehalle begeben sich die Protagonistinnen gemeinsam auf eine Reise, ohne sich dabei von der Stelle zu bewegen.

VIRAGO (OmeU)
von Kerli Kirch Schneider, Estland 2019, 15 Min.
In Estland geht der Sensenmann um! Ein alter Fluch liegt auf dem kleinen Dörfchen Virago, wo seit Generationen kein Mann mehr über 40 wird. Das gibt den Frauen allerhand zu tun: Nicht nur die Arbeit der Männer müssen sie übernehmen, nein, sie müssen auch in ständiger Voraussicht alle möglichen Gefahrenherde eliminieren. So ein tödlicher Unfall passiert schneller als man(n) denkt! Herrlich spitz erzählt, in märchenhaft satten Farben.

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Termine

Mi. 12.08., 18:00
Mi. 19.08., 22:00

KOKON

Von Leonie Krippendorff, Deutschland 2020, 94 Min.
Mit Lena Urzendowsky, Jella Haase, Lena Klenke, Elina Vildaova, Anja Schneider

Jahrhundertsommer in Berlin-Kreuzberg. Im multikulturellen Mikrokosmos rund um das Kottbusser Tor bahnt sich die 14-jährige Nora ihren Weg durchs Erwachsenwerden. Während die Hitze auf ihrer Haut klebt, bekommt sie zum ersten Mal die Periode, entdeckt ihre Liebe für andere Mädchen und lernt die wilde Romy kennen. Mit ihr wirkt die Welt plötzlich endlos groß und voller verborgener Schönheit, der Park wird zum Dschungel, das Freibad zum Meer. Nora lernt, zu sich zu stehen und traut sich endlich Wege abseits der Clique ihrer älteren Schwester Jule zu gehen. Doch wie kann Nora ihren Blick für all diese Schönheit bewahren, nachdem ihr zum ersten Mal das Herz gebrochen wurde?

In ihrem zweiten Film „Kokon“ erzählt Regisseurin und Drehbuchautorin Leonie Krippendorff in sinnlichen Bildern eine authentische Berliner Coming-of-Age- Geschichte über aufkeimende Gefühle, sexuelles Erwachen und die erste große Liebe. Neben Newcomerin Lena Urzendowsky begeistern Kinostar Jella Haase („Fack ju Göhte 1–3“), die bereits in Krippendorffs preisgekröntem Langfilmdebüt „Looping“ die Hauptrolle gespielt hat, und Lena Klenke („How to Sell Drugs Online (Fast)“). Ein Film über wilde Mädchen, die sich von den Körperbildern der allgegenwärtigen sozialen Netzwerke emanzipieren und erst so herausfinden, wer sie sein wollen.

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Termine

Mi. 19.08., 20:00