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NEUBAU

Von Johannes M. Schmit, Deutschland 2020, 82 Min.
Mit Tucké Royale, Monika Zimmering, Jalda Rebling

Sommer in der Uckermark. Markus ist hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu seinen pflegebedürftigen Omas und der Sehnsucht nach einem anderen Leben in Berlin. In Tagträumen erscheint ihm eine Schar schillernder Dämonen als Vorboten einer queeren urbanen Wahlfamilie. Als er sich in Duc verliebt, wird alles noch komplizierter. Denn eigentlich stehen in Markus’ Neubauwohnung schon die gepackten Kisten für den Umzug in die große Stadt.
Autor/Hauptdarsteller Tucké Royale und Regisseur Johannes M. Schmit erzählen von einem jungen Mann, der sich mit einem dezidiert nicht-normativen Lebensentwurf von konservativen Sexualitäts- und Geschlechtervorstellungen befreit. Der queere Heimatfilm, der als unabhängige Produktion in einem Künstler_innen-Kollektiv entstand und eine „Neue Selbstverständlichkeit“ zeigt, wurde mit dem Max Ophüls Preis 2020 ausgezeichnet.

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Termine

Do. 01.04. bis Fr. 30.04., 00:03

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Diese Filme können Sie zu Gunsten des Mal Seh'n Kino online ansehen.

DAS NEUE EVANGELIUM

(OmU)

Von Milo Rau, Deutschland / Schweiz / Italien 2020, 107 Min. + Gespräch
Mit Maia Morgenstern, Marcello Fonte, Enrique Irazoqui

Während vor Italiens Küste viele Tausende Menschen ertrinken, weil sie sich in Europa ein besseres Leben erhoffen, hat das Land nichts Besseres zu tun, als die Rettung dieser Menschen zu einer Straftat zu machen. Die katholische Kirche wiederum scheint zur gleichen Zeit wieder zu ihren sozial-revolutionären Wurzeln zurückzukehren. Der Dokumentarfilmer Milo Rau entwirft ein neues Evangelium für das 21. Jahrhundert. Er stellt sich dabei die Frage, was Jesus in der heutigen Zeit predigen und wie er sich zum Beispiel zur Ausbeutung von Flüchtlingen positionieren würde.

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Do. 17.12. bis Sa. 17.04., 00:01

ONE WORD

(englische OmU)

Dokumentarfilm von Viviana und Mark Uriona, Deutschland / Republik der Marshallinseln 2020, 83 Min.

Die Republik der Marshallinseln ist ein Inselstaat in der Nähe des Äquators im endlosen Blau des Pazifischen Ozeans auf der Rückseite der Erdkugel. Das Land erstreckt sich über drei Inseln und 29 Korallenatolle, wiederum 1156 einzelne Inseln und Inselchen umfassen. Der größte Teil der Marshallinseln liegt weniger als 5,9 Fuß über dem Meeresspiegel.

Schon vor der Zeit der alten Griechen waren die Marshallinseln bewohnt. Doch nun trifft der Klimawandel das Land wie eine riesige Bombe. Das ansteigende Meer erodiert das Land, versalzt das Grundwasser und tötet die Vegetation ab. Die steigenden Wassertemperaturen setzen dem früheren Fischreichtum ein Ende. Negative Prognosen sagen die Vernichtung des Landes und den Niedergang einer uralten Kultur für das Jahr 2050 voraus. Doch es gibt immer noch Hoffnung.

„One Word“ ist eine partizipative Dokumentation über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Republik der Marshallinseln und ihre Bevölkerung. Der Film wurde unter Einbeziehung der Marshallesen in Filmworkshops entwickelt und gedreht, die über einen Zeitraum von neun Monaten dauerten. Die Filmemacher vertrauten darauf, dass die Marshallesen die einzigen zuverlässigen Experten sind, wenn es um die Geschichte ihres Landes geht.

Der Film verzichtet auf einen externen Erzähler und wird nur von den Stimmen der Bewohner*innen einer sterbenden Welt erzählt. Ihre Botschaften sind überraschend kraftvoll, lebhaft und voller Optimismus: Die Menschheit kann und wird sich ändern, um die Zivilisation und den Planeten zu bewahren!

Alle Bilder (c) Studio Kalliope & Kameradisten.org
Trailer
Webseite
Virtueller Kinosaal

Der Film wird im Rahmen der Konferenz zur Nachhaltigkeit der evangelischen Kirche Hessen und Nassau und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung gezeigt

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Di. 30.03. bis Fr. 30.04., 00:02

TONSÜCHTIG - DIE WIENER SYMPHONIKER

Von Malte Ludin und Iva Svarcová, Österreich 2020, 94 Min.

Die Wiener Symphoniker werden von den meisten Hörern als erstklassiges, großes Orchester wahrgenommen, über dessen Innenleben sie nicht viel wissen. Für die Musiker gehören Disziplin, Hingabe und das Abverlangen von Höchstleistungen zu ihrem täglichen Brot. Sie zehren förmlich danach. Dass das seine Spuren im Privatleben hinterlässt, ist nicht verwunderlich. So stellt eine Frau ihrem Mann die Frage, mit wem er denn nun eigentlich verheiratet sei: Mit ihr oder seinem Instrument? Die Regisseure Malte Ludin und Iva Švarcová haben es sich zur Aufgabe gemacht, das große Ensemble aufzubrechen und von innen zu zeigen. Dabei überschreiten sie Grenzen und bekommen so die Möglichkeit, das private Leben der Musiker zu zeigen.

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Do. 08.04. bis Fr. 30.04., 00:04

SILENCE RADIO

(spanische OmU)

Dokumentarfilm von Juliana Fanjul, Mexico / Schweiz 2019, 79 Min.

Im März 2015 wird Carmen Aristegui, die bekannteste Stimme des unabhängigen Journalismus in Mexiko, aufgrund politischen Drucks und falscher Behauptungen mit ihrem Team vom MVS-Radiosender entlassen und angeklagt. Am nächsten Tag demonstrieren und unterschreiben mehr als 200.000 Menschen eine Petition, in der ihre Rückkehr zum Sender und das Ende der Zensur gefordert wird. Trotz dieser außergewöhnlichen Mobilisierung gibt der Sender nicht nach.
Der Dokumentarfilm "Silence Radio" taucht ein in den langen und gefährlichen Kampf von Carmen Aristegui. Es ist ein Kampf gegen die monopolistische Konzentration der Medien in Mexiko und gegen ein autoritäres und korruptes politisches System, das durch Drohungen und Einschüchterung von Drogenkartellen untergraben wird. Mit außergewöhnlichem Mut stellen sich Carmen und ihr Team der enormen Aufgabe, selbst einen Raum der freien und unabhängigen Meinungsäußerung zu schaffen, um weiterhin Menschen zu erreichen und auf die Missstände in ihrem Heimatland aufmerksam machen zu können. Carmen Aristegui sagt: "Die Angst darf nicht siegen. Wir dürfen keinen Raum fürs Schweigen lassen."
SILENCE RADIO begleitet die unbeugsame Frau während sie weiter publiziert und ein Team von investigativen Journalisten durch die vergiftete mexikanische Medienlandschaft manövriert.

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Do. 15.04. bis Fr. 30.04., 00:04

MAL SEH'N on DEMAND

„Mal Seh’n on Demand“ will sich primär der hessischen Filmszene widmen, sowohl dem Nachwuchs als auch den langjährigen Filmschaffenden. Oft ist es nicht möglich, einen Film nach seiner Premiere (bspw. beim Lichter Filmfestivals) über einen längeren Zeitraum im Kinosaal präsent zu halten. Eine solche Plattform soll also kein Ersatz für eine Kinoauswertung sein, eher eine Ergänzung, wenn die Festivals und Kinos durchlaufen sind.
Der Kinosaal und die Gemeinschaft sind durch nichts zu ersetzen! Doch der Vielfalt des regionalen Filmschaffens gebührt eine größere Aufmerksamkeit.

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THE WATSON’S HOTEL

(OmeU)

Von Ragunath Vasudeyan, Nathaniel Knop und Peter Rippl, Deutschland 2018, 81 Min.

THE WATSON’S HOTEL ist ein Film über ein Gebäude in Mumbai. Als eines der ersten Luxushotels in Indien wurde seine gusseiserne Konstruktion komplett in England vorproduziert und zusammen mit den Ziegeln, der Inneneinrichtung nach Indien verschifft und dort zusammengebaut. 1863 fertig gestellt, war es ein Symbol der Überlegenheit des britischen Empires.
Das Hotel war Schauplatz vieler besonderer Ereignisse, insbesondere der Vorstellung des Kinematographen durch die Gebrüder Lumière 1896. Das Jahr markiert damit die Ankunft des Kinos auf dem indischen Subkontinent.
Der Filmessay zeigt, was aus dem Hotel über die Jahrzehnte geworden ist. Er portraitiert Menschen, die heute in dem vernachlässigten Gebäude leben und arbeiten und zeigt einen Mikrokosmos Indiens in einem nicht verrottbaren Eisenskelett des Kolonialismus.
THE WATSON’S HOTEL ist eine Auseinandersetzung mit einem Bauwerk, das über eine schwierige koloniale und postkoloniale Geschichte Zeugnis ablegen könnte – wenn es nicht verfällt. Aber wie kann und soll man so ein symbolisches Gebäude bewahren?

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Do. 01.04. bis Fr. 30.04., 00:05