Specials und Filmreihen

 

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

ALL I NEVER WANTED

Von Annika Blendl und Leonie Stade, Deutschland 2018, 90 Min.
Mit Mareile Blendl, Katja Brenner, Lida Freudenreich

Am 12.12. in Anwesenheit der Regisseurinnen Annika Blendl und Leonie Stade

Die Filmemacherinnen Leonie Stade und Annika Blendl spielen sich in ihrem Doku-Drama selbst und begleiten für ihren Film das 17-jährige Model Nina, die alles auf eine Karte setzt und für ihre Karriere das Abitur sausen lässt. Doch damit sie weiterhin in der glitzernden Welt arbeiten kann, muss sie ihre geltenden Moralvorstellungen außen vor lassen. Auch die Mittvierzigerin Mareile muss ihr Leben umstellen, nachdem ihre Rolle in einer Serie gestrichen und durch eine jüngere Schauspielerin ersetzt wurde. So beobachten die Regisseurinnen ihre Protagonistinnen dabei, wie sie sich für ihre Karriere aufgeben, den Anforderungen der Branche anpassen und ein perfektes Abbild ihrer selbst erschaffen. Annika und Leonie wollen, dass ihr Film erfolgreich wird, doch sind sie bereit, für das große Geld Grenzen zu überschreiten? Sie fragen sich, wie sich die permanente Selbstdarstellung auf die Gesellschaft auswirkt und setzen sich mit dem Thema auf satirische Weise auseinander.

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Termine

Do. 12.12., 20:00
Do. 19.12. bis Mo. 23.12., 22:00

FILM UND DISKUSSION

Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion

LISSABON – HAFEN DER HOFFNUNG

Von Pavel Schnabel, Deutschland 1994 / 2018, 70 Min.

In Anwesenheit von Regisseur Pavel Schnabel

„Kein Land hat so vielen Flüchtlingen geholfen, wie Portugal“, sagen Fritz und Käthe Adelsberger. Lissabon bedeutete für sie Rettung auf der Flucht vor den Nationalsozialisten, die sie, wie hunderttausende von Juden, quer durch Europa nach Portugal trieben. Die Protagonisten Ruth Arons, Grete Friman, die Adelsbergers und Siegfried Rosenthal erzählen im Film ihre Geschichte und wir erleben sie in ihrem persönlichen Umfeld – im Portugal von heute.

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Termine

So. 01.12., 12:00

NUR EINE FRAU

(teilweise türkische OmU)

Von Sherry Hormann, Deutschland 2018, 96 Min.
Mit Almila Bagriacik, Rauand Taleb, Aram Arami

Mit anschließendem Gespräch mit einer Vertreterin von FiM / Frauenrecht ist Menschenrecht. In Kooperation mit Terres des Femmes - Städtegruppe Rhein-Main. Zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Aynur will nichts ahnend ihren Bruder Nuri zur Bushaltestelle bringen, als das schier Unglaubliche geschieht: Auf offener Straße wird Aynur von ihrem Bruder erschossen. Nur wenige hundert Meter von der Haltestelle entfernt, liegt ihr fünfjähriger Sohn im Bett und schläft. Doch wie konnte es zu dieser schrecklichen Tat kommen? Aynur erzählt in diesem Film von ihrem bewegten Leben. Sie ist jung, selbstbewusst und liebt das Leben. Sie möchte der Gewalt in ihrer Ehe entfliehen und will sich auch nicht von ihren Eltern oder Brüdern sagen lassen, was sie nun zu tun hat. Kurzerhand sucht sie sich mit ihrem Sohn eine neue Wohnung, macht eine Ausbildung und geht mit ihren Freundinnen aus. Dabei bleibt es natürlich nicht aus, dass sie dort neue Freunde und auch Männer kennenlernt. Aynur ist sich bewusst, dass sie mit ihrem neuen Leben, gegen die geltenden Traditionen ihrer Familie verstößt und sich damit auch in Gefahr bringt. Doch ihr Wunsch nach Freiheit ist größer. Die Drohungen und Beleidigungen ihrer Brüder werden zunehmend ernster, bis für Aynur eines Tages alles zu spät ist...

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Termine

Mo. 25.11., 20:00

MADAME

Von Stephane Riethauser, Schweiz 2019, 94 Min.

Schon früh hat Caroline damit begonnen, ein selbstbestimmtes Leben als selbstbewusste und vor allem unabhängige Frau zu führen. Während für viele Frauen das Leben in den 1920er-Jahren vorwiegend von Heim und Herd bestimmt war, befreite sich Caroline von den Ketten einer arrangierten Ehe und wurde eine sehr erfolgreiche Geschäftsfrau. Sich über Grenzen oder Instanzen hinwegzusetzen, gehörte fortan zu ihrem Lebensmotto. Ihr Enkelkind Stèphane hat 50 Jahre später mit ähnlichen Umständen zu kämpfen: In der konservativen Schweiz wird von ihm erwartet, dass er ein angepasster, heterosexueller Mann ist und das auch lebt, aber genau das ist er als homosexueller junger Mann eben nicht. Einzig Caroline erwartet von ihrem Enkelsohn nicht, dass er sich der gesellschaftlichen Norm anpasst. Basierend auf privatem Archivmaterial errichtet Stéphane Riethauser seiner 90-jährigen Großmutter Caroline ein filmisches Denkmal. Mit seinen Aufnahmen nimmt der Filmemacher die Zuschauer mit auf eine intime Reise, in der die Großmutter und ihr Enkel die Entwicklung der Geschlechteridentität in einem patriarchalischen Umfeld erforschen.

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Termine

So. 15.12., 14:00
Mi. 18.12., 21:45

Kinothek Asta Nielsen e.V. präsentiert

Die Kinothek Asta Nielsen ist eine Gründung von Filmliebhaberinnen. Von Filmkuratorinnen, Filmhistorikerinnen und -theoretikerinnen, Kritikerinnen und Filmstudierenden. Sie sehen den Sinn und Zweck einer Kinothek darin, das, was durch die Raster des heutigen Kinos fällt, jenseits des Spezialistentums zugänglich und im Kino wieder erfahrbar zu machen.

CAROL

(englische OmU)

Von Todd Haynes, Großbritannien / USA 2015, 118 Min.
Mit Cate Blanchett, Rooney Mara, Kyle Chandler

In Kooperation mit der Kinothek Asta Nielsen

Therese träumt von einem Job als Setdesignerin beim Theater, doch stattdessen ist sie mit Richard zusammen, den sie eigentlich gar nicht liebt. So schlägt sie sich durchs New York der 50er Jahre und versucht, sich mit einem Job in einem Kaufhaus über Wasser zu halten. Eines Tages trifft sie Carol, die Therese sogleich ihre Adresse gibt, damit ihre Einkäufe dorthin geliefert werden können. Aus einem Impuls heraus schickt Therese Carol eine Karte zu Weihnachten, auf die sie wider Erwarten eine Antwort erhält. Verbunden durch das Gefühl der Einsamkeit, beginnen die beiden Frauen, immer mehr Zeit miteinander zu verbringen. Dabei entwickelt Therese starke Gefühle für Carol – sehr zum Missfallen von Carols Mann Harge. Dieser droht, seiner Frau das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter zu entziehen. Alles, was er dazu braucht, sind handfeste Beweise für die geheime Liebschaft der Frauen. Harge zieht alle Register und engagiert einen Privatdetektiv, den er auf Therese und Carol ansetzt.

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Termine

Mi. 11.12., 20:00

DIE GLITZERNDEN GARNELEN – LES CREVETTES PAILLETÉES

(französische OmU)

Von Cédric Le Gallo und Maxime Gorare, Frankreich 2019, 103 Min.
Mit Nicolas Gob, Alban Lenoir, Michael Abiteboul

Matthias Le Goff befindet sich am Ende seiner Karriere als Schwimmer und hat in seiner bisherigen Laufbahn mit Weltmeistertiteln und Olympiasiegen schon alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Doch in einem Fernsehinterview macht er eine homophobe Äußerung. Die Strafe seines Verbandes folgt prompt: Er wird dazu verdonnert, fortan „ Die glitzernden Garnelen“, ein homosexuelles Amateur-Wasserballteam, zu trainieren und für die Gay Games in Kroatien vorzubereiten. Den Sportlern geht es beim Wettkampf nicht primär um einen Sieg, sondern darum, eine möglichst unvergessliche Zeit miteinander zu verbringen und wenn man dabei auch noch auf andere knackige queere Athleten trifft, schlägt man doch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Ein Umstand, der dem gestandenen Olympiasieger besonders zu schaffen macht. Was sich für Matthias anfangs wie eine schier unlösbare Aufgabe anfühlte, wird bald zu einer einmaligen Gelegenheit, über den Tellerrand zu schauen und seine Lebensprioritäten zu überdenke

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Termine

Mi. 04.12., 21:30
Do. 12.12., 22:15
Fr. 13.12. bis Di. 17.12., 22:00

WILD NIGHTS WITH EMILY

(englische OmU)

Von Madeleine Olnek, USA 2018, 84 Min.
Mit Molly Shannon, Amy Seimetz, Susan Ziegler

Emily Dickinson (1830-1886) gilt als eine der wichtigsten Dichterinnen der Weltliteratur - und als eine mysteriöse, zurückgezogen lebende Frau, die zu sensibel für die Welt war. Dass Emily über Jahrzehnte eine leidenschaftliche Liebesbeziehung mit ihrer Jugendfreundin und späteren Schwägerin Susan Gilbert führte, wussten zu ihrer Lebzeit nur wenige. Auch nach Emilys Tod wurde die Beziehung streng geheim gehalten - u.a. von Emilys ehrgeiziger Verlegerin Mabel, die sogar die postum veröffentlichen Gedichte manipulierte und Emilys feurige Liebesbriefe an Susan an Männer umadressierte.
Basierend auf Dickinsons rekonstruierten Briefen, handelt Madeleine Olneks lustvolle Komödie von der leidenschaftlichen lesbischen Liebe einer quicklebendigen Dichterin, die ihrer Zeit und vor allem der männlich dominierten Literaturwelt um Längen voraus war. WILD NIGHTS WITH EMILY erzählt aber auch beispielhaft, wie eine dezidiert weibliche, homosexuelle Lebensgeschichte bewusst manipuliert wurde, um in ein hetero-normatives Narrativ zu passen.

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Termine

Mi. 18.12., 20:00