Specials und Filmreihen

 

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

FILM UND DISKUSSION

Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion

JIMI‘S GERMAN WOODSTOCK

Von Paul Kulms, Wolfgang Neitzel und Rasums Gerlach, Deutschland 2019, 117 Min.

So. 18.08. anschließendes Filmgespräch mit Regisseur Rasmus Gerlach und Plakatdesigner Günther Kieser

Vom 4. bis zum 6. September 1970 fand auf der schleswig-holsteinischen Ostseeinsel Fehmarn mit dem Love-and-Peace-Festival eines der ersten Open-Air-Rockfestivals auf deutschem Boden statt – und Headliner war Jimi Hendrix, der hier am Abschlusstag den vorletzten Auftritt seines Lebens hinlegte und nur zehn Tage später in London verstarb.
Von dem Auftritt, aber auch vom gesamten Festival gibt es verschiedenste Archivaufnahmen, von „offiziellem“ bis zu vielfältigstem Amateurmaterial. Diese audiovisuellen Schätze zu heben, das hat sich eine Gruppe von Filmemachern aus der Region zur Aufgabe gemacht: Seit über 10 Jahren wird fortlaufend gesammelt, geprüft, digitalisiert, interviewt. 2010 kam dabei zum ersten Mal ein Film heraus. Der wurde unter dem Titel „Jimi – Das Fehmarn-Festival“ gezeigt. Weil aber immer wieder neue Bilder vom Ereignis auftauchen und sich immer wieder Leute melden und sagen, sie seien dabei gewesen, wächst der Film seitdem einfach weiter, „wie ein Stalaktit“.
Das mit dem Stalaktit sagt Rasmus Gerlach, einer der beteiligten Regisseure, der das Werk „einen Film in progress BRD 1970 – 2020“ nennt oder in charmanter Übertreibung „die älteste und längste Langzeitdokumentation der Welt“. Und da Bescheidenheit frei nach Oscar Wilde die krasseste Form von Eitelkeit ist, fügt er noch hinzu: „JIMI’S GERMAN WOODSTOCK ist zugleich einer der ganz wenigen Filme u?ber Jimi Hendrix, der kleine Körnchen Wahrheit enthält. Denn über keinen anderen Musiker wurden so viele Geschichten erfunden wie über den bis heute unangefochten einflussreichsten Gitarristen der Welt. Besonders um seine legendären Auftritte im Star-Club und sein letztes Open-Air auf Fehmarn ranken sich so viele Legenden, dass die Wahrheit dahinter schwer auszumachen ist. In unserem Team arbeitet heute noch einer mit, der damals Jimi Hendrix filmte. Das Filmprojekt hat sich seither gehäutet und zur Geschichtswerkstatt in Bewegtbildern weiterentwickelt. Im Film sind all jene zu sehen, mit denen Hendrix in Deutschland zu tun hatte: Uschi Obermeier und Rainer Langhans, Eric Burdon und Ron Wood, ebenso die Fotografen Günter Zint und Frauke Bergemann, aber auch viele Fans wie Festival-Hopper Peter Walter, den wir kürzlich am Hendrix-Gedenkstein auf Fehmarn illegal bestattet haben … Das Intro zum Film bildet eine Schallbombe aus Jimi Hendrix‘ US-Hymne „Star Spangeled Banner“, die wir hier in Hamburg als Protest gegen Trump in der Elphi zu G20 über die Elbe schickten – eine Musik-Performance.“
Wer also nachvollziehen möchte, wie tief die Spur ist, die Jimi Hendrix in deutscher Kultur, also mindestens in Gemütern von Menschen mehrerer Generationen hierzulande hinterlassen hat und wie das Werk des Musikers dadurch in vielfältiger und bisweilen recht kurioser Weise weiterwirkt, sollte sich diesen Film nicht entgehen lassen.

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Termine

Fr. 16.08. bis Sa. 17.08., 17:45
So. 18.08., 17:30
Mo. 19.08. bis Mi. 21.08., 17:45

TASTE OF RAIN

(OmU)

Von Richard Pakleppa, Namibia / Deutschland / Südafrika 2012, 83 Minuten
Mit Nicola Hanekom, Grant Swanby, Pope Jerrod

In Kooperation mit der Deutsch-Namibischen-Gesellschaft.

Rachels Lebenstraum, an der Seite ihres Mannes Thomas eine Farm in Namibia zu bewirtschaften, ist nach Jahren extremer Trockenheit ebenso ausgedörrt wie das nach Regen dürstende Land.
In einem verzweifelten Versuch, den letzten verbliebenen Schafen das Überleben zu sichern, verlässt Thomas die Farm, um nach Wasser und Futter für die Tiere zu suchen. Die Ankunft von Ray, einem Rutengänger im Dienste der Regierung, der bei der Suche nach unterirdischen Wasservorkommen behilflich sein soll, konfrontiert Rachel mit Gefühlen, die sie vergessen geglaubt hatte.
Doch die Liebe zu Ray bringt ihr keine Erlösung. Die zufällige Begegnung des Paares mit Shaanika, der während des namibischen Befreiungskrieges auf der südafrikanischen Seite Gefangene folterte, fördert eine schockierende Seite von Ray ans Licht. Ray und Rachel sind Gefangene ihrer traumatischen Erinnerungen und Schuldgefühle, aus denen sie sich nicht zu befreien vermögen. Erst die Reise an einen Ort des Wassers setzt bei Rachel einen inneren Heilungsprozess in Gang.

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Termine

Mi. 28.08., 18:00

HEUTE ODER MORGEN

(teilw. englische OmU)

Von Thomas Moritz Helm, Deutschland 2019, 94 Min.
Mit Paula Knüpling, Maximilian Hildebrandt, Tala Gouveia

Sommer in Berlin. Maria und Niels lieben sich, das Leben und die Freiheiten, die sie sich gegenseitig geben. Ihre Tage sind lang, die Nächte noch länger. Was morgen ist, interessiert nicht, es zählt nur der Moment. Dann treffen die beiden auf Chloe. Maria wagt den ersten Schritt, aus einem Flirt entwickelt sich schnell eine intensive Romanze zwischen den beiden jungen Frauen. Niels wird Teil davon – und verfällt Chloe ebenso. Eine Ménage-à-trois, in der alles lustvoll ist. Doch dann stellt eine unerwartete Nachricht die Gefühle der drei Liebenden auf eine harte Probe …
In seinem sinnlichen Debütfilm erzählt Thomas Moritz Helm ein modernes Berliner Sommermärchen fernab von konservativen Moralvorstellungen. Im Zentrum stehen drei junge Menschen, die nach einer neuen Definition von Liebe und Beziehung suchen, die sich für sie richtig anfühlt. In den Hauptrollen glänzen die Nachwuchsdarsteller*innen Paula Knüpling, Maximilian Hildebrandt und Tala Gouveia. Nach seiner gefeierten Weltpremiere auf der diesjährigen Berlinale startet der Film am 19. September im Kino und ist im August bereits in der queerfilmnacht zu sehen.

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Termine

Mi. 21.08., 20:00

FILM DES MONATS

Wir präsentieren monatlich in Kooperation mit dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) den FILM DES MONATS. Der FILM DES MONATS der Jury der Evangelischen Filmarbeit ist die einzige durch eine Jury vergebene Auszeichnung für einen aktuellen Kinofilm. Die Arbeit der Jury wird vom Filmkulturellen Zentrum im GEP betreut.

GELOBT SEI GOTT – GRÂCE Â DIEU

(französische OmU)

Von Francois Ozon, Frankreich / Belgien 2019, 137 Min.
Mit Melvil Poupaud, Denis Ménochet, Swann Arlaud

Am Fr. 27.09. mit anschließendem Filmgespräch mit Joachim Valentin in der Reihe „Film des Monats“ des Jury der ev. Filmarbeit. Leitung Dr. Margrit Frölich.

Alexandre Guérin lebt mitsamt Frau und Kindern in Lyon. Mit den tragischen Ereignissen aus seiner Kindheit hat er soweit abgeschlossen - bis er eines Tages erfährt, dass eben jener Priester, der ihn zu seiner Pfadfinderzeit missbraucht hat, Jahrzehnte später immer noch mit Kindern arbeitet und so billigend in Kauf genommen wird, dass er sich an seinen Schützlingen weiterhin vergeht. Also beschließt Alexandre, das Schweigen zu brechen und sich für die Sicherheit der unschuldigen Kinder einzusetzen. Er schließt sich mit François und Emmanuel zusammen, die ähnliche Erfahrungen wie er selbst machen und das Treiben des Priesters nicht weiter hinnehmen wollen. Gemeinsam treten sie für die potentiellen Missbrauchsopfer ein, die es aufgrund von Angst und Scham nicht aus eigener Kraft schaffen, sich den Fängen ihrer Peiniger zu entziehen.

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Termine

voraussichtlich ab September