Specials und Filmreihen

 

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FILM UND DISKUSSION

Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion

JUDGMENT IN HUNGARY – URTEIL IN UNGARN

(OmeU)

Von Eszter Hajdú, Ungarn / Deutschland / Polen 2013, 112 Min,

Anschl. Gespräch mit Regisseurin Eszter Hajdú und NSU Watch Hessen. Moderation: Dr. Z. Ece Kaya, Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt a. M.

2008 und 2009 verübten Rechtsextremisten eine Serie von Morden an Rom*nja. Sechs Menschen starben, darunten ein fünfjähriges Kind. Gegen vier Verdächtige wurde Anklage erhoben. Der Film dokumentiert den Prozess, der zweieinhalb Jahre dauerte: Das Filmteam ist alle 167 Prozesstage vor Ort und filmt mit mehreren Kameras im Gerichtssaal, in dem sich die Angeklagten und die Angehörigen der Opfer auf engestem Raum gegenüberstehen. Im Zuge der Anhörung kommen gravierende Ermittlungsfehler ans Licht. Bloßer Pfusch oder gezielte Manipulationen? Der Richter präsentiert sich zunächst als unparteiischer Hardliner der Ordnung; schnell gereizt, verwarnt er viel und erteilt Verweise. Die Emotionalität der Angehörigen, die als Zeug*innen gehört werden, ist ihm ein Dorn im Auge – genauso wie die Kaltblütigkeit der Gegenseite. Doch je länger der Prozess dauert, umso selbstbewußter treten die Angeklagten auf. Sie berufen sich auf ihren vermeintlichen Rückhalt in der Bevölkerung und platzieren unverhohlen Drohungen. Immer häufiger gerät der Richter in die Defensive.
Die Dokumentation gibt tiefe Einblicke in die Abgründe der ungarischen Gesellschaft. So sollen auch die Geheimdienste in die rassistisch motivierte Mordserie involviert gewesen sein. Eszter Hajdús Film fängt die Beklemmung in dem engen Gerichtssaal während der Verhandlungen ein und zeigt die Trauer und die Wut der Rom*nja, die bis heute kaum gehört wurden.

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Termine

Mi. 22.05., 19:30

FILM DES MONATS

Wir präsentieren monatlich in Kooperation mit dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) den FILM DES MONATS. Der FILM DES MONATS der Jury der Evangelischen Filmarbeit ist die einzige durch eine Jury vergebene Auszeichnung für einen aktuellen Kinofilm. Die Arbeit der Jury wird vom Filmkulturellen Zentrum im GEP betreut.

„MIR IST ES EGAL, WENN WIR ALS BARBAREN IN DIE GESCHICHTE EINGEHEN“

(rumänische OmU)

Von Radu Jude, Rumänien / Frankreich / Deutschland 2018, 120 Min.
Mit Ioana Jacob, Alexandru Dabija, Alexandru Bogdan

Anschließend Filmgespräch mit Dr. Hildrun Glass, LMU München und Dr. Tanja Seider, Uni Augsburg. Moderation Dr. Margrit Frölich, Gemeinschaftswerk der evangelischen Publizistik.

Theaterregisseurin Mariana Marin arbeitet an einer Rekonstruktion des im Zuge des Holocaust erfolgten Massakers von Odessa im Jahr 1941. Sowohl ihre Fans als auch Repräsentanten der Stadt hegen ihre eigenen Vorstellungen davon, wie die Ereignisse idealerweise dargestellt werden sollten. Mariana steckt in einem Dilemma...

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Termine

Do. 23.05., 19:30