Specials und Filmreihen

 

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

INK OF YAM

(OmU)

Von Tom Fröhlich, Deutschland 2018, 78 Min.

Am 08.05. in Anwesenheit von Regisseur Tom Fröhlich und Tibor Luckenbach, Bundesvorsitzender Junges Forum Deutsch-Israelische Gesellschaft, und Gästen. In Kooperation mit Junges Forum DIG - Deutsch-Israelische Gesellschaft

Eine Bombe schlägt ein, die Fenster vibrieren - nur ein paar Minuten später beginnt die Nadel wieder zu summen. In einer Stadt voller Konflikte haben Poko Chaim und Daniel Bulitchev, zwei russische Tätowierer, einen Ort geschaffen, an dem es keine Mauern gibt. Hier verewigen sie die Geschichten der Einwohner Jerusalems. Die Tinte unter der Haut verbindet sie alle. Ein Blick auf ihre Tätowierungen wirft ein ganz neues Licht auf das Herz der Heiligen Stadt und ihre Einwohner. Das Tätowierstudio steht allen offen, unabhängig von Nationalität, Religion oder Hautfarbe. Die Gespräche, die unter den schmerzlichen Umständen stattfinden, ähneln häufig Bekenntnissen. So geben die Kunden Einblick in ihr Leben in dieser umstrittenen Stadt, ihren Glauben und ihre Ängste in diesem ständigen Konflikt, der ihren Alltag täglich ausmacht. Es gibt Momente, in denen Poko und Daniel fast gleichzeitig Psychologen und Künstler sind...

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Termine

So. 05.05., 14:00
Mi. 15.05., 18:00

FILM UND DISKUSSION

Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion

KLEINE GERMANEN

Von Mohammad Farkhmanesh und Frank Geiger, Deutschland 2018, 89 Min.

Am 07.05. in Anwesenheit der Regisseure

Zwischen dem Kampf für Freiheit und Demokratie auf der einen und dem Ruf nach nationaler Isolation auf der anderen, wachsen viele Kinder in einer sehr beherrschten Welt auf. Die Dokumentation der Filmemacher Mohammad Farokhmanesh und Frank Geiger kombiniert Animations- und Dokumentarfilm, um die Geschichten von Kindern zu erzählen, die in rechtsextremen Familien aufgewachsen sind. Die Animationsgeschichte über die kleine Elsa, die als Kind mit ihrem Opa immer Soldat gespielt hat, zieht sich dabei wie ein roter Faden durch die Geschichte. Mit ausgestrecktem Arm hat Elsa „Für Führer, Volk und Vaterland!“ gerufen, und war damals sehr stolz auf sich. Nun blickt sie auf ihre Kindheit zurück, die vor allem auf Hass und Lügen aufbaute. Dabei versucht sie zu verstehen, was diese Art der Erziehung aus ihr und ihren eigenen Kindern gemacht hat. Die Regisseure ergründen, wie es sich anfühlt, in einer Welt aufzuwachsen, in der Empathie nebensächlich ist und die Nation über allem steht. Mit dieser Herangehensweise blicken die Dokumentarfilmer über die traditionellen Strukturen rechtsextremer Gruppierungen hinaus.

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Termine

Di. 07.05., 19:45
Do. 16.05. bis Mi. 22.05., 18:00

JUDGMENT IN HUNGARY – URTEIL IN UNGARN

(OmeU)

Von Eszter Hajdú, Ungarn / Deutschland / Polen 2013, 112 Min,

Anschl. Gespräch mit Regisseurin Eszter Hajdú. Moderation: Dr. Z. Ece Kaya,Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt a. M.

2008 und 2009 verübten Rechtsextremisten eine Serie von Morden an Rom*nja. Sechs Menschen starben, darunten ein fünfjähriges Kind. Gegen vier Verdächtige wurde Anklage erhoben. Der Film dokumentiert den Prozess, der zweieinhalb Jahre dauerte: Das Filmteam ist alle 167 Prozesstage vor Ort und filmt mit mehreren Kameras im Gerichtssaal, in dem sich die Angeklagten und die Angehörigen der Opfer auf engestem Raum gegenüberstehen. Im Zuge der Anhörung kommen gravierende Ermittlungsfehler ans Licht. Bloßer Pfusch oder gezielte Manipulationen? Der Richter präsentiert sich zunächst als unparteiischer Hardliner der Ordnung; schnell gereizt, verwarnt er viel und erteilt Verweise. Die Emotionalität der Angehörigen, die als Zeug*innen gehört werden, ist ihm ein Dorn im Auge – genauso wie die Kaltblütigkeit der Gegenseite. Doch je länger der Prozess dauert, umso selbstbewußter treten die Angeklagten auf. Sie berufen sich auf ihren vermeintlichen Rückhalt in der Bevölkerung und platzieren unverhohlen Drohungen. Immer häufiger gerät der Richter in die Defensive.
Die Dokumentation gibt tiefe Einblicke in die Abgründe der ungarischen Gesellschaft. So sollen auch die Geheimdienste in die rassistisch motivierte Mordserie involviert gewesen sein. Eszter Hajdús Film fängt die Beklemmung in dem engen Gerichtssaal während der Verhandlungen ein und zeigt die Trauer und die Wut der Rom*nja, die bis heute kaum gehört wurden.

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Mi. 22.05., 19:30

RAY & LIZ

(englische OmU)

Mit Einführung

Basierend auf den Erinnerungen an seine Kindheit, fokussiert sich Filmemacher und Fotograf Richard Billingham in "Ray & Liz" auf seine Eltern und den Einfluss derer auf ihn und seinen jüngeren Bruder Jason. Die Familie Billingham lebt mit ihren zwei Kindern am Rande der Gesellschaft in einem Vorort von Birmingham und meistert so Tag für Tag das Leben. Vater Ray ist dem Alkohol verfallen und säuft sich durch den Tag, während Mutter Liz übergewichtig ist und die Wohnung weiter dem Verfall überlässt. Dabei wird das ohnehin schon von Armut gekennzeichnete Leben von seltsamen Ritualen und gesellschaftlichen Tabubrüchen unterbrochen. In drei Episoden wird aus den schockierenden Erfahrungen einer Kindheit in Black Country, dem schwarzen Land Englands berichtet.

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Termine

Mi. 08.05., 20:00
Do. 09.05. bis Sa. 18.05., 22:00

JONAS - VERGISS MICH NICHT!

(deutsche Fassung)

Von Christophe Charrier, Frankreich 2018, 82 Minuten
Mit Félix Maritaud, Nicolas Bauwens, Tommy-Lee Baïk, Aure Atika, Marie Denarnaud, Pierre Cartonnet, Ilian Bergala

Jonas ist 33, lebt im südfranzösischen Toulon und arbeitet als Krankenträger. In seiner Freizeit lässt er sich von einem Sexdate zum nächsten treiben, nachts zettelt er in Clubs regelmäßig Streit an. Als ihn sein Exfreund aus der Wohnung schmeißt, fährt Jonas auf seinem Motorrad scheinbar ziellos durch die Straßen. Er kann nicht vergessen, was vor 18 Jahren mit ihm passiert ist. Er kann Nathan nicht vergessen, den coolen Jungen mit der Narbe im Gesicht, der im neuen Schuljahr plötzlich neben ihm saß und ihm kurz darauf seinen ersten Kuss gab. Der irgendwie erwachsener und mutiger war als er. Und den er in einer verhängnisvollen Nacht für immer verlor. Um selbst weiterleben zu können, muss sich Jonas endlich seiner Vergangenheit und seinen Wunden stellen.
Christophe Charrier verknüpft in seinem ersten Langfilm virtuos zwei Zeitebenen miteinander, auf denen er vom schwulen Heranwachsen im Frankreich der 90er, der ersten großen Liebe, von Scham, Schuld und einem gewaltigen, alles verzehrendes Trauma erzählt, das nach und nach an die filmische Oberfläche kommt wie die Erinnerung an einen düsteren Traum. In der Hauptrolle brilliert Félix Maritaud ("Sauvage", "120 BPM", "Messer im Herz"), einer der derzeit angesagtesten jungen Darsteller des europäischen Kinos.

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Termine

Mi. 15.05., 20:00

FILM DES MONATS

Wir präsentieren monatlich in Kooperation mit dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) den FILM DES MONATS. Der FILM DES MONATS der Jury der Evangelischen Filmarbeit ist die einzige durch eine Jury vergebene Auszeichnung für einen aktuellen Kinofilm. Die Arbeit der Jury wird vom Filmkulturellen Zentrum im GEP betreut.

„MIR IST ES EGAL, WENN WIR ALS BARBAREN IN DIE GESCHICHTE EINGEHEN“

(rumänische OmU)

Von Radu Jude, Rumänien / Frankreich / Deutschland 2018, 120 Min.
Mit Ioana Jacob, Alexandru Dabija, Alexandru Bogdan

Anschließend Filmgespräch mit Dr. Hildrun Glass, LMU München und Dr. Tanja Seider, Uni Augsburg. Moderation Dr. Margrit Frölich, Gemeinschaftswerk der evangelischen Publizistik.

Theaterregisseurin Mariana Marin arbeitet an einer Rekonstruktion des im Zuge des Holocaust erfolgten Massakers von Odessa im Jahr 1941. Sowohl ihre Fans als auch Repräsentanten der Stadt hegen ihre eigenen Vorstellungen davon, wie die Ereignisse idealerweise dargestellt werden sollten. Mariana steckt in einem Dilemma...

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Termine

Do. 23.05., 19:30