Specials und Filmreihen

 

Kartenbestellung:

Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

Psychoanalyse und Film

Die Reihe ist eine Kooperation des 'Instituts für Psychoanalyse, Frankfurt'
der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) und des Mal Seh'n Kinos.
Im Anschluß an die Vorführung erfolgt jeweils eine psychoanalytische
Interpretation und Diskussion der Filme. Näheres über das Institut für
Psychoanalyse: dpg-frankfurt

CALL ME BY YOU NAME

(OmU: englisch, französisch, italienisch)

Von Luca Guadagnino, Frankreich / Italien / USA / Brasilien 2018, 123 Min.
Mit Armie Hammer, Timothée Chalamet, Michael Stuhlbarg

Psychoanalytische Interpretation und Diskussion mit Birgit Justl. In Kooperation mit dem Institut für Psychoanalyse der DPG, Frankfurt

Norditalien, 1983: Familie Perlman verbringt den Sommer in ihrer mondänen Villa. Während der 17 Jahre alte Sohn Elio Bücher liest, klassische Musik hört und keinen Flirt mit seiner Bekannten Marzia auslässt, beschäftigt sich sein Vater, ein emeritierter Professor, mit antiken Statuen. Für den Sommer hat sich der auf griechische und römische Kulturgeschichte spezialisierte Archäologe mit Oliver einen Gast ins Haus geholt, der ihm bei seiner Arbeit zur Seite stehen soll. Der selbstbewusste und attraktive Besucher wirbelt die Gefühle des pubertierenden Elio ganz schön durcheinander. Während sich langsam eine Beziehung zwischen den beiden anbahnt, merkt Elio, dass er trotz seiner Intelligenz und der Bildung, die er dank seinem Vater und seiner Mutter Annella genießt, noch einiges über das Leben und die Liebe lernen muss...

Verfilmung des gleichnamigen Romans von André Aciman.

Film in der IMDb suchen

Termine

Mi. 03.04., 20:00
Mi. 10.04., 20:00

LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL

Das LICHTER Filmfest Frankfurt International, “Das Festival im Wir und Jetzt”, ist seit 2008 die jährliche Plattform für neue Produktionen aus Frankfurt und der Rhein-Main-Region.

Zur Homepage des Lichter Filmfests




 

MEMORY GAMES

(OmeU)

Von Janet Tobias und Claus Wehlisch, Deutschland / USA / Schweden 2018, 85 Min.

12. LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
Wie merkt man sich bloß 50-stellige Zahlenkombinationen, wenn den meisten Menschen ja schon das Behalten von Namen große Probleme bereitet?
Durch den Einsatz von Animation taucht der Dokumentarfilm „Memory Games“ in die Köpfe von hochintelligenten Erinnerungsathlet*innen ein und macht so  uf magische Weise das Unsichtbare sichtbar. Genies aus Deutschland, Schweden und den USA werden auf ihrem Weg zur Weltmeisterschaft begleitet und zeigen uns, wozu das menschliche Gedächtnis im Stande zu sein scheint.

Zur Filmseite der Festivalhomepage

Film in der IMDb suchen

Termine

Mi. 27.03., 17:45

THE WATSON’S HOTEL

(OmeU)

Von Ragunath Vasudeyan, Nathaniel Knop und Peter Rippl, Deutschland 2018, 81 Min.

12. LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
Gemeinsam mit den heutigen Bewohnerinnen und Bewohnern des baufälligen Gebäudes spüren drei Frankfurter Filmemacher der Geschichte eines Orts nach, der wie wahrscheinlich kein anderer Film- und Kolonialgeschichte vereint.
Am 7. Juli 1896 kündigte die Bombay Gazette eine Sensation an. Die Brüder Lumière stellen ihren Kinematographen zum ersten Mal in Indien vor. Ort der Veranstaltung: The Watson’s Hotel, Mumbai. In diesem Gebäude entspringt an einem Dienstagabend der Beginn der indischen Film- und Kinogeschichte. Doch die Veranstaltung, wie auch das Hotel selbst, ist für „whites only“ – Kinogeschichte meets Kolonialgeschichte. Heute ist das Gebäude als „Esplanade Mansion“ bekannt und steht unter Denkmalschutz. Das Geld für die dringend nötigen Renovierungsarbeiten fehlt. Ein riesiges Problem für die Menschen, die inzwischen darin leben und arbeiten - als Anwalt, als Reinigungskraft oder als Familie.
Gemeinsam mit ihnen tauchen die Frankfurter Filmemacher Ragunath Vasudevan, Nathaniel Knop und Peter Rippl in die Gegenwart dieses Gebäudes ein und spüren darin seiner Geschichte nach. The Watson’s Hotel wurde unterstützt von HessenFilm und Medien.
Peter Rippl ist ein altbekannter LICHTER-Gast, viele seiner Filme wurden in den letzten Jahren bei uns gezeigt und ausgezeichnet. 2018 Jahr war er Teil der Jury „Bester Regionaler Kurzfilm“. Wir freuen uns, ihn dieses Jahr wieder mit einem Filmbeitrag begrüßen zu dürfen.
Auch Nathaniel Knop war bereits 2017 mit einem Film zu Gast bei LICHTER – welcome back!

Zur Filmseite der Festivalwebsite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 28.03., 20:00

TARDE PARA MORIR JOVEN ( TOO LATE TO DIE YOUNG)

(spanische OmeU)

Von Dominga Sotomayor Castillo, Argentinien / Brasilien / Chile / Niederlande / Qatar 2018, 110 Min.
Mit Demian Hernández, Antar Machado, Magdalena Tótoro, Matías Oviedo, Andrés Aliaga, Antonia Zegers

12. LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
1990 in Chile – weit weg von der Stadt haben sich einige Künstler*innen und Intellektuelle mit ihren Familien an den Rand der Anden, in einen Wald, zurückgezogen. Hier genießen sie die neu gewonnene Freiheit. Das laissez-faire Dasein lässt den Kindern und Jugendlichen den Freiraum, ihren Weg selbst zu suchen.
In sonnengebadeten Bildern folgen wir den Ängsten, Freuden und Enttäuschungen des Erwachsenwerdens von Sofia und Lucas. Außer der eigenen, überbordenden Gefühlswelt macht Sofia natürlich noch die Abgeschiedenheit des Ortes zu schaffen. Viel lieber würde sie bei ihrer Mutter in der Stadt wohnen. Obwohl – da ist ja noch der unbekannte Nachbar, der ihr so gefällt. In Vorbereitung auf das Silvesterfest ist es die bestechende, intensive Atmosphäre in den zarten, frustrierenden oder verliebten Momenten des Films, die uns selbst wieder die Gefühlspalette der Pubertät spüren lassen.
Dominga Sotomayor erhielt beim Locarno Filmfestival 2019 als erste Frau überhaupt den Preis für die Beste Regie.

Zur Filmseite der Festivalwebsite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 28.03., 22:00

ERDE

(OmeU)

Von Nikolaus Geyrhalter, Österreich 2019, 115 Min.

12. LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
Der Mensch bewegt die Erde. Mit Schaufeln, Baggern und Dynamit ist er zu einem geologischen Faktor geworden und hat sich den Planeten zu seinem Untertan gemacht. Während am Brenner schweres Gerät einen Tunnel durch das „Fleisch des Berges“ treibt, verschwindet in den Marmorsteinbrüchen im italienischen Carrara ein ganzes Gebirge. Nur noch selten lässt der Mensch im Kampf der Maschine gegen die Natur seine Überlegenheit in Demut münden.
Nikolaus Geyrhalter hat der Großbaustelle ein Denkmal gesetzt. In seiner neuen Dokumentation, die bei der Berlinale den Preis der Ökumenischen Jury erhielt, blickt er in die offenen Wunden der Erdkruste und beobachtet Maschinen in Minen und Steinbrüchen bei ihrer unermüdlichen Arbeit, um an die Bodenschätze zu gelangen, die unsere Lebensgrundlage darstellen, doch allzu selten unsere Wertschätzung finden. 

Pressestimmen: „Geyrhalter proves again that he is a unique figure in world cinema.“ (Peter Bradshaw // Guardian // https://www.theguardian.com/film/2019/feb/08/earth-review-an-eco-documentary-with-eerie-and-scalp-tingling-landscapes-berlin-film-festival)

Zur Filmseite der Festivalwebsite

Film in der IMDb suchen

Termine

Fr. 29.03., 20:00

KAHLSCHLAG

Von Max Gleschinski, Deutschland 2018, 97 Min.

12. LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
„Weißt du warum ich den Wald so liebe? Hier ist alles ausgeglichen. Aber bei den Menschen, also bei dir und mir, da ist irgendwie alles scheiße, oder?” Seit ihrer Kindheit sind die beiden Freunde Eric und Martin in die gleiche Frau verliebt. Heute – 20 Jahre später – lebt Martin mit Frenni in einem beschaulichen Einfamilienhaus. Nachdem Frenni sich für Martin entschieden hat, steht Eric Jahre später wieder vor der Tür, um sich mit Martin auszusprechen.
Kahlschlag behandelt den altbekannten Stoff von Liebe, Eifersucht und Gewalt mit neuen Bildern und neuer Intensität. Das Aufeinandertreffen der beiden Männer im Wald lässt die geordnete und zivilisierte Fassade schnell aufbrechen. Untermalt von eindringlicher Musik und erzählt über mehrere Zeitebenen hinweg, schafft Max Gleschinski ein komplexes Gefüge menschlicher Beziehungen und Emotionen, dem man sich nicht entziehen kann.
Ausgezeichnet mit dem „Förderpreis Neues Deutsches Kino“ bei den Hofer Filmtagen 2018

Zur Filmseite der Festivalwebsite

Film in der IMDb suchen

Termine

Fr. 29.03., 22:30

MEMORIES OF MY BODY

(OmeU)

Von Garin Nugroho, Indonesien 2018, 105 Min.

12. LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
Memories of My Body ist eine herzergreifende Kritik an der unnatürlichen Trennung von Männlichkeit und Weiblichkeit sowie poetischer Appell, den eigenen Körper lieben zu lernen.
Als Junge schon wird Juno von seinem Vater im Dorf zurückgelassen. Nun ganz auf sich gestellt, wird er im traditionellen Lengger-Tanz geschult, in dem Männer in Auftreten und Bewegungen ihre feminine Seite hervorkehren. Sinnlichkeit und Erotik, die in der Körperlichkeit des Tanzes mehr als präsent sind, werden im aufgeladenen sozialen und politischen Klima Indonesiens schnell zur Angriffsfläche. Juno ist gezwungen ein Vagabundenleben zu führen.
Obwohl er auf seinem Weg viel Aufmerksamkeit und Liebe erfährt, muss er sich dem Schlachtfeld, das sein Körper im Zuge all dieser Spannungen zu werden droht, ganz alleine stellen. Lust und Emotionen schreiben sich in seinen Körper ein, wie auch alle Gewalt, die ihm widerfährt.

Zur Filmseite der Festivalwebsite

Film in der IMDb suchen

Termine

Sa. 30.03., 20:00

INTERNATIONALE KURZFILME NATUR

Regie: Stephanie Lansaque, François Leroy, Rati Tsiteladze, Nazl? Dinçel, Martina Scarpelli, Michaël Soyez, Sylvia Schedelbauer, Alison Snowden, David Fine, Kurzfilme, F/GEO/AR/USA/DK/D/CDN 2018-2019, Dauer: 103 min

12. LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
Kurzfilm trifft Jahresthema. Das verspricht bildgewaltige Unterhaltung, die zum Nachdenken anregt.

'CADAVRE EXQUIS’
Deutschlandpremiere
Von Stephanie Lansaque, François Leroy, Frankreich 2018, kein Dialog, 13 Min.
Ein einäugiger Hund bahnt sich seinen Weg durch die engen Straßen von Hanoi. Ein visueller und akustischer Streifzug, der zeigt, dass auch Tiere Empathie besitzen.

PRISONER OF SOCIETY (OmeU)
Deutschlandpremiere
Von  Rati Tsiteladze, Georgien 2018, 16 Min.
Eine intime Reise in die Welt und den Geist einer jungen Transgender-Frau in Georgien, die zwischen einem persönlichen Wunsch nach Freiheit und den traditionellen Erwartungen ihrer Eltern gefangen ist. Was bedeutet es, im eigenen Land fremd zu sein?

BETWEEN RELATING AND USE (englische OV)
Deutschlandpremiere
Von  Nazl? Dinçel, Argentinien / USA 2018, 9 Min.
Mit den Worten von Laura Marks Transnational Object und DW Winnicott’s Transitional Object startet Between Relating and Use den Versuch, in einem fremden Land unter ethischen Bedingungen zu arbeiten. Mit ethnologischem Blick spürt der Film auf sinnliche Weise ins Innere.

EGG
Deutschlandpremiere
Von Martina Scarpelli, Frankreich / Dänemark 2018, kein Dialog, 12 Min.)
Ein poetischer Film, der auf einem kleinen, aber bedeutenden Moment im Leben des Regisseurs basiert. Es porträtiert einen Moment der Schande, Niederlage, aber auch des Sieges.

PRENDRE FEU / CATCHING FIRE (OmeU)
Hessenpremiere
Von Michaël Soyez, Frankreich 2019, 26 Min.
Prendre feu / Catching Fire ist ein hochemotionales Szenario in verregneter Waldlandschaft. Kinder leiden. Flucht ist möglich. Ein anderes Leben erscheint am Horizont. „Maikäfer fliege / Der Vater ist im Krieg / Die Mutter ist in Pommerland / Pommerland ist abgebrannt / Maikäfer fliege"

WISHING WELL
Von Sylvia Schedelbauer, Deutschland 2018, kein Dialog, 13 Min.
Der Film beschwört die unglaubliche Kraft der natürlichen Welt herauf. Diese reißt uns mit auf eine gleichermaßen poetische, wie sensorische Reise.

ANIMAL BEHAVIOUR (englische OV)
Von Alison Snowden, David Fine, Canada 2018, 14 Min.
Eine Therapiesitzung für Tiere – lustig, unerwartet, genial!
Nominiert für den Oscar 2019 in der Kategorie Bester animierter Kurzfilm.

Zur Filmseite der Festivalwebsite

Film in der IMDb suchen

Termine

Sa. 30.03., 22:00

MONOWI NEBRASKA

(englische OmU)

Von Lilo Mangelsdorff, Deutschland 2018, 80 Min.

12. LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
Lilo Mangelsdorff zeichnet mit Monowi Nebraska das Portrait einer bemerkenswerten Frau, die in einer trostlosen Einöde allen Umständen trotzt und ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt.
Wer auf dem Highway 12 durch die verlassenen Landschaften des US-Bundesstaates Nebraska fährt, dem fällt das Ortschild von Monowi ins Auge. Unter dem Ortsnamen findet sich die Ziffer 1 – sie steht für Monowis letzte Einwohnerin. Weil es nach dem Wegfall der Eisenbahnindustrie in dieser Gegend weder Arbeit noch Perspektiven gab, verließ nach und nach eine ganze Generation das Dorf, bis nur noch ein einziges Ehepaar zurückblieb. Als vor einigen Jahren ihr Mann starb, wurde die 80-jährige Elsie Eiler somit Bürgermeisterin, Bibliothekarin und Kellnerin zugleich – und damit auch die letzte Bewohnerin ihres Dorfes. Trotzdem führt sie keineswegs ein trostloses Leben, sondern füllt mit einer großen Portion Herzlichkeit und einem beneidenswerten Tatendrang ihren Tag. Die kleine Gaststätte ist seither nicht nur ihr Lebensmittelpunkt, sondern auch Treffpunkt ihrer zahlreichen Stammgäste aus den umliegenden Dörfern. Hier hat sie über jedes Haus und jede Straße eine kleine Geschichte zu erzählen und erhält damit das Andenken eines Dorfes am Leben.
Lilo Mangelsdorff zeichnet mit Monowi Nebraska das Portrait einer bemerkenswerten Frau, die in einer trostlosen Einöde allen Umständen trotzt und ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt.

Vorfilm: JULIUS MEYER. NOVEMBER 1938
Von Heiko Arendt, Deutschland 2019, 25 Min.

1938 wurden in der Festhalle Frankfurt hunderte jüdische Bürger vor dem Abtransport in die Konzentrationslager zusammengetrieben und misshandelt. Der Film zeigt Innen- und Außenaufnahmen der Festhalle in Verbindung mit den niedergeschriebenen Erinnerungen von Zeitzeuge Julius Meyer. Gesprochen wird der Text von Schauspieler Jochen Nix.

Zur Filmseite der Festivalwebsite

Film in der IMDb suchen

Termine

So. 31.03., 13:15

EXPERIMENTALFILMROLLE NATUR

Regie: Anonym, George Kuchar, Margaret Tail, Marie Menker, Andrea Leuteneker, Helga Fanderl, Gregor Marie Schubert und Sylvie Hohlbaum, Sharon Sandusky, , Kurzfilme, D/USA/GB/F, 1908-2002, Dauer: 84 Min.

12. LICHTER FILMFEST FRANKFURT INTERNATIONAL
Ein experimentelles Kurzfilmprogramm der Kinothek Asta Nielsen gemeinsam mit dem Mal Seh’n Kino

NATURE´S FAIREST
Regie Anonym, Deutschland ca.1908, 3 Min., stumm, viragiert, 16mm von 35mm
Die Schönheit der Rose entfaltet sich in all ihren Ansichten. Ein wunderbares Beispiel für die virtuosen Techniken der Farbgebung, wie der Schablonenkolorierung, im frühen Kino.

BACK TO NATURE
Von George Kuchar, USA 1976, 10 Min. 16mm
Eine Geschichte von Liebe, Glück, Erfüllung, Betrug und Schmerz inmitten großartiger Landschaft - teilweise gefilmt im Death Valley und Kings Canyon.

GARDEN PIECES
Von Margaret Tait, Großbritannien 1998, 12 Min., 16mm
"Ihr letzter Film. Er wippt hin und her zwischen sehr leicht und ganz aus der Mitte des Seins. Ein Triptychon ihres Gartens. Wie macht Margaret Tait es nur - sie nimmt 'einfach' ihre Kamera in die Hand und filmt und da ist Es, was sich jeder Beschreibung entzieht, was mich so glücklich macht, wenn ich diese Bilder sehe." Ute Aurand

GLIMPSE OF THE GARDEN
Von Marie Menker, USA 1957, 5 Min., 16mm
Gefilmt in den Gärten ihres Freundes Dwight Ripley, dem Botaniker und Mäzen.

BELOVED
Von Andrea Leuteneker, USA 2002, 12 Min., stumm, 16mm
Eine atemberaubende Reise in das Herz der Rose: in Aufnahmen von 7000 Rosen erforscht sie Farbe, Gestalt und Form, Stiele, Blätter, Blüten, Staubfäden, Früchte und reflektiert in einer formalen Virtuosität ohnegleichen über den Naturkreislauf von Blühen und Vergehen.

A CAR RIDE IN THE PYRENÉES
Regie Anonym, Frankreich ca.1912, 7 Min., stumm, schablonencoloriert, 16mm von 35mm
Ein Ausflug ins Gebirge. Schaulust der Frauen wie der Männer an lieblicher und wilder Natur: an Blumen und Wasserfällen. In Blicken durch ein Fernglas setzt das Kameraauge sich selbst in Szene.

KANALBRÜCKE
Von Helga Fanderl, Deutschland, 3 Min., stumm, Super 8 auf 16mm
UNTER DEM WASSERFALL
Von Helga Fanderl, Deutschland, 4 Min., stumm, Super 8 auf 16mm
Stürzendem und fließendem Wasser, wild und gezähmt, folgt die Kamera auf direkte, intuitive Weise. Mittels Kameraschnitt und Assemblage der zwei Filme, entsteht eine rhythmische Komposition intensiver Bilder. 

WILD NIGHT IN EL RENO
Von George Kuchar, USA 1977, 6 Min., 16mm
Ein Gewittersturm, der mit voller Wucht über ein Motel in El Reno im Bundesstaat Oklahoma fegt. Dort hielt sich George Kuchar einmal im Jahr für einen Monat auf um Wetterstudien zu betreiben. Diesmal hat er es nicht nur mit Sonne und Wind, Wolken und Regen zu tun – über ihn bricht eine himmlisch-höllische Finsternis herein, aufgeladen mit Elektrizität, die in spektakulären Effekten die Nacht erhellt.

WENN DER EISBERG KALBT
Von Gregor Maria Schubert und Sylvie Hohlbaum, Deutschland 2002, 7 Min., Video
Der Einzelgänger Manfred Binder beschäftigt sich schon seit geraumer Zeit mit der Zukunft unserer Zivilisation. Sein Interesse gilt den bevorstehenden klimatischen Veränderungen und mit unverwechselbarem Charisma trägt er seine Analysen vor. Daraus entwickelt er Ideen, die so stringent wie einfallsreich sind: Durch eine von ihm gefertigte „Überlebenskapsel“ ist ein Überleben möglich...

FÜTTERUNG VON RIESENSCHLANGEN
Regie: Anonym, Komet Film Company, Deutschland 1911, 3 Min., stumm, 16mm von 35mm
Das Kaninchen vor der Schlange ...

C´MON BABE (DANKE SCHÖN)
Von Sharon Sandusky, USA 1988, 12 Min., 16 mm
Der Film gilt als "der Blue Velvet des Dokumentarfilms" und besteht ausschließlich aus Found Footage-Material einer Produktion der Disney Studios über das Leben bzw. Sterben der Lemminge. Sharon Sandusky gibt in ihrer Bearbeitung durch Montage und Ton dem Naturfilm eine überzeugende Wendung.

Zur Filmlseite der Festivalwebsite

Film in der IMDb suchen

Termine

So. 31.03., 20:00

FILM UND DISKUSSION

Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion

OF FATHERS AND SONS – DIE KINDER DES KALIFATS

(OmU)

Von Talal Derki, Deutschland / Syrien / Libanon 2018, 98 Min.

Am 23.03. in Anwesenheit von Regisseur Talal Derki

Der Dokumentarfilmer Talal Derki und sein Kameramann Kahtan Hasson begleiten den Alltag von Clan-Chef Abu Osama und seiner Familie über einen Zeitraum von ungefähr zwei Jahren in salafistischen Nordwesten Syriens. Osama erzieht seine beiden Söhne, die er nach dem Gründer der Terrorgruppe Al-Quaida und dessen Stellvertreter benannt hat, Ayman (12) und Osama (13), sowie deren zehn Geschwister streng islamistisch. Seine beiden Söhne gehen nicht zur Schule, sondern absolvieren ein Koranstudium. Wie bei vielen anderen Kindern in Syrien steht also statt Matheunterricht eine extreme Auslegung des Korans auf dem Stundenplan. In einem Militärcamp werden ihnen zusätzlich der Umgang mit Waffen, Gehorsam und Disziplin vermittelt. Die gefährliche Ausbildung hat zum Ziel, die Kinder zu „Gotteskindern“ zu formen. Den Filmemachern gelingt ein seltener Einblick in das islamische Kalifat. Derki konnte das Vertrauen der radikalen Islamistenfamilie erlangen, indem er sich als Kriegsreporter ausgab, der mit Salafisten sympathisiert.

Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Do. 21.03. bis Fr. 22.03., 18:00
Sa. 23.03., 20:30
So. 24.03. bis Di. 26.03., 18:00

TAIKON

(schwedische OmeU)

Von Lawen Mohtadi und Gellert Tamas, Schweden 2015, 97 Min.

TAIKON ist das beeindruckende Porträt einer der wichtigsten Menschenrechtsaktivistinnen im Europa des 20. Jahrhunderts: Katarina Taikon. Oft als »Martin Luther King von Schweden« bezeichnet, lernte sie Lesen und Schreiben erst mit Ende Zwanzig und wurde zu einer der meistgelesenen Autorinnen Schwedens. Taikon war Kaldaraš-Romni, führend in der Rom*nja-Bürgerrechtsbewegung ihres Landes, Schriftstellerin und Schauspielerin, die vor allem mit der Buchreihe Katizi Bekanntheit erlangte – basierend auf ihren eigenen Erfahrungen als Roma-Kind im Waisenhaus.
Anhand von fesselndem Archivmaterial und Gesprächen mit Freund*innen, Wegbegleiter*innen und Familie skizziert der Film das dramatische Leben von Katarina Taikon: ihren Kampf für die Umsetzung der Bürgerrechte der Rom*nja in Schweden, ihren politischen Aktivismus, ihre Kampagnen und ihre Bücher. Mit ihrer Arbeit zielte sie darauf, ein Bewusstsein für die Lebensbedingungen und Diskriminierung von Rom*nja, insbesondere den fehlenden Zugang zu Bildung und Wohnraum, zu schaffen. Taikons Kampf in den 60er-Jahren war sehr erfolgreich, doch sie wurde auch zum Ziel bösartiger Angriffe seitens der Politik und seitens »einfacher Leute«. TAIKON erzählt nicht zuletzt von der Entstehung des modernen schwedischen Wolfahrtsstaates und von der einen Gruppe, die darin keinen Platz hatte: die Minderheit der Rom*nja.

Anschließend Gespräch mit Gellert Tamas (Regie) + N.N.
Moderation: Nicolette Naumann (Nitribitt – Frankfurter Ökonomien)
Kinothek Asta Nielsen e.V. in Kooperation mit Mal Se'hn Kino, Nitribitt – Frankfurter Ökonomien, Förderverein Roma e.V., Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Pupille – Kino in der Uni e.V.


Zur Filmseite

Film in der IMDb suchen

Termine

Mi. 24.04., 20:00

FREAK SHOW

(amerikanische OmU)

Von Trudie Styler, USA 2017, 91 Min.
Mit Alex Lawther, Abigail Breslin, Anna Sophia Robb, Laverne Cox, Bette Midler

Billy Bloom will nur eins in seinem Leben: fabelhaft sein! Für den frühreifen und sendungsbewussten Teenager heißt das, größten Wert auf die richtige Kleidung, auf Haare und Make-up zu legen, perfekten Sinn für den extravaganten Auftritt zu haben und vor allem nie langweilig und unbedingt anders zu sein als der schnöde Durchschnitt! In der konservativen US-Kleinstadtschule, in die ihn sein steinreicher Vater gesteckt hat, stößt Billy mit seinem Charisma auf breites Unverständnis und offenes Mobbing, vor dem ihm auch sein bester Freund Flip irgendwann nicht mehr beschützen kann. Nachdem ihn eine Gruppe homophober Mitschüler krankenhausreif geprügelt hat, holt Billy zum Gegenschlag aus: Er erklärt seine Kandidatur zur Homecoming Queen - und bereitet einen Auftritt vor, vor dem selbst Lady Gaga vor Neid erblassen würde.
Als unscheinbare High-School-Komödie getarnt, erzählt FREAK SHOW mit entwaffnendem Humor, skurrilen Nebenfiguren und ganz viel Herz die Außenseitergeschichte eines sonderbaren Jungen als berührendes nicht-heterosexuelles Selbstermächtigungs-Märchen. In Trudie Stylers Regiedebüt glänzen neben dem britischen Nachwuchsstar Alex Lawther ("Departure", "The End of the F***ing World") auch Abigail Breslin ("Little Miss Sunshine") als biestige Chef-Cheerleaderin und Schauspielikone Bette Midler als Billys exzentrische und trinkfeste Mutter Muv. Eine mitreißende Hymne gegen die Diktatur der Angepassten und für die Magie des schillernden Andersseins.

Zur Seite der Queerfilmnacht

Film in der IMDb suchen

Termine

Mi. 20.03., 19:30

KONSEQUENZEN

(OmU)

Von Darko Štante, Slowenien / Österreich 2019, 95 Min.
Mit Matej Jemljic, Timon Sturbej, Gasper Markun, Lovro Zafred

Weil er sich nicht an Regeln halten kann, landet der 17-jährige Andrej erst vor Gericht und dann in einer Besserungsanstalt für Jugendliche. Unter den Teenagern dort dreht sich alles um Drogen, Sex und Gewalt. Und es herrscht eine klare Hackordnung, an deren Spitze der brutale und unberechenbare Gangleader Željko steht. Andrej und Željko geraten sofort aneinander, doch aus der Rivalität wird bald eine Kameradschaft, in der sich Andrej bis zu einem bestimmten Punkt unterordnet. Je länger die beiden Zeit zusammen totschlagen, desto mehr fühlt sich Andrej auch körperlich zu seinem Freund hingezogen. Željko teilt das Begehren - und weiß es gleichzeitig kaltblütig für seine Zwecke auszunutzen.
Fesselnd und authentisch erzählt KONSEQUENZEN von aufkeimender Sexualität und Teenage Angst, von den rohen Impulsen des Heranwachsenens und den Unsicherheiten, die darunter liegen. Für seinen schonungslosen Debütfilm konnte Regisseur Darko Štante auf eigene Erfahrungen als Lehrer in einem slowenischen Jugendgefängnis zurückgreifen. Ein rauer, vor homoerotischer Potenz strotzender Coming-of-Age-Film, in dem die beiden Newcomer Matej Zemlji? und Timon Šturbej mit gewaltigen Darstellungen glänzen.

Zur Seite der Queerfilmnacht

Film in der IMDb suchen

Termine

Mi. 17.04., 20:00