Specials und Filmreihen

 

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FILM UND DISKUSSION

Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion

ZENTRALFLUGHAFEN THF

Dokumentarfilm von Karim Ainouz, Deutschland / Frankreich / Brasilien 2017, 97 Min.

Am Mi. 11.07. vorgestellt von amnesty international
amnesty Filmpreis Berlinale 2018


Der Flughafen Tempelhof ist mittlerweile schon seit einigen Jahren nicht mehr in Betrieb und wird daher für zahlreiche andere Aufgaben verwendet – unter anderem als Unterkunft für Geflüchtete. Unter ihnen befinden sich der 18-jährige syrische Student Ibrahim und der Physiotherapeut Qutaiba aus dem Irak, die Regisseur Karim Aïnouz in seiner Dokumentation „Zentralflughafen THF“ über einen Zeitraum von einem Jahr begleitet. Wie viele andere auch warten Ibrahim und Qutaiba auf die Entscheidung, ob sie in Deutschland bleiben dürfen oder nicht und verbringen ihre Zeit mit Deutschunterricht, medizinischen Untersuchungen und dem Kampf gegen die deutsche Bürokratie. Regisseur Aïnouz dokumentiert auch den Kontrast zwischen den Geflüchteten in den Hangars des ehemaligen Flughafens und den Berlinern und Touristen, die auf dem Tempelhofer Feld und den ehemaligen Start- und Landebahnen ihrem Alltag zu entkommen versuchen.

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Termine

Mo. 09.07. bis Mi. 11.07., 18:00

LOS VERSOS DEL OLVIDO – IM LABYRINTH DER ERINNERUNG

(spanische OmU)

Von Alireza Khatami, Frankreich / Deutschland / Niederlande / Chile 2017, 92 Min.
Mit Juan Margallo, Tomas del Estal, Manuel Moron

Am Do. 12.07. mit anschließendem Filmgespräch mit Dr. Nargess Eskandari-Grünberg und Fabian Massah (dt. Co-Produzent), Moderation: Margrit Frölich/ Film des Monats der Jury der evangelischen Filmarbeit

Chile: Ein alter Mann genießt die Ruhe auf einem Friedhof weit abseits der Stadt. Er ist hier Wärter und kümmert sich um die Pflanzen, die er über alles liebt. Obwohl es nicht so klingt, hat er auch Kontakt zu Menschen: Wer auf der Suche nach Vermissten ist, wendet sich an ihn – er führt sie dann in die Kühlkammer des Leichenschauhauses, wo er ihnen die frisch Verstorbenen zeigt. Die Routine des Mannes wird gestört, als die Miliz auf den Friedhof kommt, weil sie dort die Toten verstecken will, die vorher bei einem Protest niedergeknüppelt wurden. Als der alte Mann die Leiche einer unbekannten jungen Frau findet, begibt er sich auf die Irrwege der Bürokratie, um für ein würdiges Begräbnis zu sorgen. Begleitet wird er von einem kauzigen Bestatter, einer alten Frau, die seit langem nach ihrer verschwundenen Tochter sucht, und einem Leichenwagenfahrer…

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Do. 12.07. bis Di. 17.07., 20:00

RYUICHI SAKUMOTO: ASYNC AT THE PARK AVENUE ARMORY

Dokumentarfilm von Stephen Nomura Schible, USA / Japan 2018, 65 Min.

Im April 2017 gastierte der japanische Komponist, Pianist und Musikproduzent Ry?ichi Sakamoto zwei Abende lang im Veteran’s Room des New Yorker Park Avenue Armory, einem intimen, nur knapp 200 Zuschauer fassenden Saal. Stephen Nomura Schible zeichnete das Konzert mit der Kamera auf. Er zeigt den preisgekrönten Filmkomponisten, dessen ungewöhnliche Soundtracks Filme wie Der letzte Kaiser oder The Revenant prägen, beim Erfinden seiner spontanen „asynchronen“ Musik. Man sieht ihn in Aktion mit verschiedenen elektronischen Instrumenten, darunter einem Flügel ohne Deckel, mit einer Gitarre und einer Glasscheibe. Die Akkorde klingen wie ein kosmisch-engelhafter Choral. Dazu übersetzt ein riesiger Bildschirm, der über dem Flügel an der Decke des Raumes befestigt ist, die melancholisch schwebenden, kontemplativen Klänge in schwarz-weiße Bilder – freie Assoziationen, die an Traditionen der filmischen Avantgarde erinnern. Sakamotos New Yorker Konzert wurde von Kritikern auch als Hommage an das Leben interpretiert: Nach einer schweren Krebserkrankung fragt der Komponist mit seiner traumwandlerisch schönen Musik auch danach, was es bedeutet, dem Tod zu trotzen.

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Sa. 14.07. bis So. 15.07., 16:30

NICO 1988

Von Susanna Nicciarelli, Italien / Belgien 2017, 93 Min.
Mit Trine Dyrholm, John Gordon Sinclair, Anamaria Marinca

Zum 30. Todestag von Nico

Biopic über die letzten Jahre im Leben der in Köln geborenen deutschen Sängerin und Modelikone Christa Päffgen, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Nico. Sie wurde auch „Priesterin der Finsternis“ genannt, galt als eine Muse Andy Warhols, schauspielerte für Fellini und sang unter anderem auf dem Debütalbum der legendären experimentellen Rockmusikgruppe The Velvet Underground. Im Mittelpunkt stehen die finalen Auftritte Nicos, die die von ihrer Heroinsucht gezeichnete Musikerin in den 1980er-Jahren über die Bühnen der Welt nach Paris, Manchester, Prag und Nürnberg führten. Außerdem stellt der Film die Beziehung zu ihrem entfremdeten Sohn, der aus einem Verhältnis mit Schauspieler Alain Delon entstand, in den Vordergrund.
Hauptdarstellerin Dyrholm („Das Fest“) singt selbst.

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Mi. 18.07., 22:00

ZWISCHEN SOMMER UND HERBST

Von Daniel Manns, Deutschland 2017, 96 Min.
Mit Linn Reusse, Isabel Thierauch

Lena ist 17 und gerade mit der Schule fertig. Eigentlich müsste sie für die anstehende Führerscheinprüfung lernen. Stattdessen malt sie sich lieber aus, das heiß ersehnte Auslandspraktikum in Argentinien zu bekommen und danach zum Studieren nach Frankreich zu gehen. Doch als sie eines Nachts am Familienkühlschrank Jonas' neue Freundin Eva kennenlernt, geraten alle Pläne durcheinander. Eva ist 24, studiert Sozialpädagogik und bekommt von Lenas Vater direkt einen Schlüssel zum Haus. Aber statt mit Jonas verbringt sie immer mehr Zeit mit Lena, ohne dass die beiden genau sagen könnten, was da gerade zwischen ihnen passiert. Bis Eva Lena eines Tages küsst ...
Regisseur Daniel Manns hat eine zarte, authentische Geschichte über das Erwachsenwerden und die erste große Liebe gedreht. In dem Film, der mit kleinem Budget, aber großer lokaler Unterstützung in Ostwestfalen gedreht wurde, spielen Linn Reusse ("Die rote Zora", 2008) und Isabel Thierauch Lena und Eva mit hinreißendem Charme als zwei junge Frauen, die beide erst die eigenen Unsicherheiten überwinden müssen, um als Paar eine Chance zu bekommen.

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Termine

Mi. 18.07., 20:00