Specials und Filmreihen

 

Kartenbestellung:

Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

Psychoanalyse und Film

Die Reihe ist eine Kooperation des 'Instituts für Psychoanalyse, Frankfurt'
der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) und des Mal Seh'n Kinos.
Im Anschluß an die Vorführung erfolgt jeweils eine psychoanalytische
Interpretation und Diskussion der Filme. Näheres über das Institut für
Psychoanalyse: dpg-frankfurt

THE LOOK OF SILENCE

(indonesische OmU)

Dokumentarfilm von Joshua Oppenheimer Dänemark 2014, 103 Min.

Psychoanalytische Diskussion und Interpretation mit Birgit Pechmann und Ellen Rhode. In Kooperation mit dem Institut für Psychoanalyse der DPG Frankfurt

Über eine Million Menschenleben haben die grausamen Massaker gefordert, zu denen es zwischen 1965 und 1966 in Indonesien kam. Noch heute werden dort die rücksichtslosen Handlanger, die zahlreiche Leben ausradierten, wie Helden gefeiert. Sie haben im Namen der Regierung als Paramilitärs Jagd auf vermeintliche Kommunisten gemacht. Die Blutspur führt Regisseur Joshua Oppenheimer zu einem Ehepaar, dessen ältester Sohn den Paramilitärs zum Opfer gefallen ist und von dessen Tod sich die Eltern nie erholt haben. Der Bruder des Ermordeten, Adi, sucht die Menschen auf, die den Mord verschuldet haben. Dabei trifft er auf Menschen, die für ihre Taten nie zur Rechenschaft gezogen wurden und sich sogar mit diesen brüsten. Sie wohnen nicht weit weg von Adi, gehen in denselben Läden einkaufen. Durch seinen Beruf als Optiker kommt der Hinterbliebene mit den Mördern ins Gespräch und erfährt bis ins Detail, was seinem Bruder damals zugestoßen ist…

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Termine

Mi. 01.11., 20:00
Mi. 08.11., 20:00

FILM UND DISKUSSION

Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion

GHOSTLAND – THE VIEW OF THE JU/'HOANSI

(OmU)

Von Simon Stadler, Catenia Lermer und Sven Methling, Namibia / Deutschland / Italien 2016, 84 Min.

Do. in Anwesenheit der Regisseure Simon Stadlter und Catenia Lerner

Durch das Jagdverbot wurden die  Buschmenschen der Kalahari, einstmals ein Nomadenvolk, ihrer Lebensgrundlage beraubt. Die älteste Kultur auf unserem Planeten ist auf mildtätige Gaben des Staates oder abenteuerlustiger Touristen angewiesen. Die Filmemacher bieten ihnen an, diese „andere Welt“ kennenzulernen. Eine Reise nach Europa führt ihnen (und gleichzeitig auch uns) die sogenannte „Zivilisation“ vor Augen.

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Termine

Do. 09.11. bis Mi. 15.11., 18:00
So. 19.11., 12:00

ÜBERLEBEN IN NEUKÖLLN

Von Rosa von Praunheim und Markus Tiarks, Deutschland 2017, 82 Min.

In Anwesenheit von Rosa von Praunheim

Dokumentation von Rosa von Praunheim über eine Reihe von Künstlern mit verschiedenen sexuellen Vorlieben, die im Berliner Bezirk Neukölln leben. Die größte Rolle kommt dabei der Künstlerin Juwelia zu, die mit bürgerlichem Namen Stefan Stricker heißt und seit vielen Jahren eine Galerie in der Neuköllner Sanderstraße führt. Von Praunheim zeigt Juwelias Feiern, die jedes Wochenende stattfinden, begleitet die Künstlerin aber auch auf ihre erste Ausstellung nach New York und ans Grab ihrer Mutter. Weitere Protagonisten in von Praunheims Dokumentation sind die 89-jährige Frau Richter, die nach Berlin zog, um hier mit einer anderen Frau zusammen sein zu können, sowie der Kubaner Joaquin la Habana, der hier mit einem anderen Mann zusammenlebt. Außerdem stellt der Regisseur den russischen Performancekünstler Mischa Badasyan vor, die lesbische syrische Sängerin Enana und die selbsternannte „Polittunte“ Patsy l‘Amour la Love.

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Termine

Mi. 29.11., 20:00

ONE PLUS ONE – SYMPATHY FOR THE DEVIL

(englische OV)

Von Jean-Luc Godard, Großbritannien 1968, 104 Min.
Mit Mick Jagger, Keith Richards, Brian Jones

Filmmacher Jean-Luc Godard begleitet die Rolling Stones im Studio bei der Kreation ihres späteren Welthits "Sympathy For The Devil" und konterkariert diesen Prozess mit revolutionären Thesen der Black Panther und anderen Gegenbewegungen der späten 60er Jahre. Der Regisseur umkreist die Band während des Aufnahmeprozesses in den Olympic Sound Studios und gibt einen detaillierten Blick in die Entstehungsgeschichte.
Im Doublefeature mit „2+2=22“ für € 10,--, Einzelpreis € 7,--.

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Termine

Fr. 27.10., 24:00

WER WAR HITLER

Von Hermann Pölking, Deutschland 2017, 191 Min.

Am Mi. 22.11. mit Einführung
Seit Adolf Hitler vor mehr als 70 Jahren starb, haben sich unzählige Menschen mit dem Leben des Diktators auseinandergesetzt, sei es in Form von (Sach-)büchern, Spielfilmen oder Dokumentationen. Vor allem der dokumentarische Ansatz ist dabei von der immergleichen Vorgehensweise geprägt, bestehen diese doch zumeist hauptsächlich aus Interviews, Grafiken, nachgestellten Szenen und Erklärungen von Experten und Fachleuten. Doch in „Wer war Hitler“ wählt der Regisseur Hermann Pölking einen anderen Ansatz: Ausschließlich Hitler und seine Zeitgenossen, von Mitstreitern bis zu Gegnern und von Staatsmännern bis zu Angehörigen, kommen in seiner Dokumentation zu Wort. Dazu verarbeitet Pölking zahlreiche Aussagen aus Tagebüchern, Briefen, Reden und Autobiographien sowie Archivmaterial aus vor allem privaten und nichtstaatlichen Quellen.

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Termine

Mi. 22.11., 20:00
So. 26.11., 11:00

Kinothek Asta Nielsen e.V. präsentiert

Die Kinothek Asta Nielsen ist eine Gründung von Filmliebhaberinnen. Von Filmkuratorinnen, Filmhistorikerinnen und -theoretikerinnen, Kritikerinnen und Filmstudierenden. Sie sehen den Sinn und Zweck einer Kinothek darin, das, was durch die Raster des heutigen Kinos fällt, jenseits des Spezialistentums zugänglich und im Kino wieder erfahrbar zu machen.

SCHAU MICH NICHT SO AN

Von Uisenma Borchu, Deutschland / Mongolei 2015, 88 Min.
Mit Uisenma Borchu, Catrina Stemmer, Josef Bierbichler

In Anwesenheit von Regisseurin Uisenma Borchu. In Kooperation mit der Kinothek Asta Nielsen.

Die Nachbarinnen Hedi und Iva lernen sich durch Ivas Tochter Sofia kennen. Zunächst werden die Frauen Freundinnen, dann ein Liebespaar. Doch während Iva echte Gefühle entwickelt und sich mit Körper und Seele auf die neue Verbindung einlässt, bleibt für die locker-unverbindliche Hedi alles nur ein Spiel. Die leidenschaftliche Beziehung der beiden gerät ins Wanken, als Ivas Vater auftaucht und Hedis Interesse auf sich zieht. Hedi ist fasziniert von dem erfahrenen Mann, der ihr so viel Neues zu bieten hat, während Iva eifersüchtig außen vor bleibt. Ausgerechnet ihren Vater, den sie seit Jahren gemieden hat, weil er kein gutes Haar an ihr und ihrer Erziehung von Sofia lässt, zieht die Geliebte nun ihr selbst vor. Emotionale und moralische Spannungen bauen sich auf, als das Trio sich immer weiter in einem Netz aus Begehren, Schuld und Gefühlen verstrickt.

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Termine

Mi. 25.10., 19:30

HANDSOME DEVIL

(englische OmU)

Von John Butler, Irland 2017, 95 Min.
Mit Fionn O’Shea, Nicholas Galitzine, Moe Dunford

Der Internatsschlafplan bringt zwei Jungen einander näher, die kaum unterschiedlicher sein könnten: Auf der einen Seite Ned, der wegen seiner roten Haare gehänselt wird und ganz offensichtlich falsch in der Rugby-verrückten Einrichtung ist, seinen Vater jedoch nicht davon überzeugen konnte; auf der anderen Conor, Musterathlet und Liebling des Rugby-Coachs Pascal O’Keeffe. Als Conor, der neu am Internat ist, seinem Zimmer zugewiesen wird, errichtet er zunächst wortwörtlich eine Mauer zwischen sich und seinem Raumgenossen Ned. Doch bald entdecken die beiden, dass sie mehr gemeinsam haben, als sie erst dachten - die Liebe zur Musik eint sie und sie beginnen, Gitarre zu spielen. Ein Lehrer wird auf das Hobby aufmerksam und entdeckt darin Potenzial. Er ermutigt Ned und Conor, an einem Talentwettbewerb in der nahegelegenen Mädchenschule teilzunehmen. Doch dann geschieht etwas, das die Freundschaft auf eine harte Probe stellt...

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Termine

Mi. 15.11., 19:45